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Thema: Generaldiskussion Tram-Ausbau und Stadtbahn  Dieses Thema nach Facebook schicken  

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Bazora61
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Beitrag #94028 BeitragErstellt: 23.11.2013 23:08
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@Tiroler77

Ich denke, dass es sehr wohl nicht schlecht gewesen wäre, die Bevölkerung mit einzubeziehen. Grundsätzlich ist es sehr wohl Aufgabe der Politik konsensorientiert zu arbeiten. Genau das wurde aber, wie schon in der Vergangenheit hier im Forum erwähnt, auf mehreren Ebenen nicht geschafft:

Dazu die einzelnen Versagen auf den einzelnen Ebenen.

- Ebene Politik - Bevölkerung. Es wird nie gelingen die Bevölkerung mit einer Friss oder Stirb Taktik zwangs zu beglücken. Im Gegenzug muss ich natürlich eingestehen, dass das deutlich aufwendiger ist und es wahrscheinlich den Kern dieser 400 Peerhöfler auch nicht bewegt hätte. Dann stellt sich natürlich die Frage warum, wenn es eh nichts geändert hätte? Das sehe ich nicht ganz so, denn dann stünden diese rund 100 Personen Kernwiderstand einer Breiten Masse der Zustimmung gegenüber. Weiters könnte endlich mit Vorurteilen, wie der lauten, Platz verbrauchenden, Lebensqualität schmälernden rumpligen alten Straßenbahn aufgeräumt werden. Jeder hier im Forum weiß auch, dass die fertigen Neubauabschnitte bisher nicht Überzeugen konnten. Das möchte ich jetzt sowohl auf die Betriebsführung, aber ganz besonders auch auf die bauliche Ausführung als ungedämmter Oberbau in dicht Besiedelten Gebieten, beziehen. Insofern halte ich einen Teil des Widerstandes sogar für berechtigt. Ich glaube nämlich nicht, dass viele per Se gegen die Straßenbahn sind, sondern gerechtfertigte Ängste haben, welche sich beseitigen ließen, hätte man sie Ernst genommen. (Um es klar zu machen ich spreche hier ganz klar von lärmreduzierenden Maßnahmen, nicht vom Beibehalt von Parkplätzen). Kurz gesagt, es wurde einmal mehr der soziale Aspekt in der Pojektsarbeit vergessen. Welch seltener Zufall nur, dass gerade SOZIALdemokratische Partei hierfür einspringt.

-Die zweite Ebene, die definitiv hinsichtlich Konsens, versagt hat, ist die Politik an und für sich. Wenn Parteipolitik gegeneinander betrieben wird, kommt immer das eigentliche (In diesem Fall eine qualitativ höchstwertige ÖV-Erschließung von einigen Tausend Menschen) unter die Räder.

Abschließend möchte ich mich dem Kommentar in der TT anschließen. Derzeit fehlt die Politur dieses Megaprojektes Straßenbahnausbau, um ihm endlich wieder neuen Glanz zu verleihen.
 

Zuletzt bearbeitet von Bazora61: 23.11.2013 23:11, insgesamt einmal bearbeitet

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ice108
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Beitrag #94029 BeitragErstellt: 23.11.2013 23:09
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Tiroler77 schrieb:
Falsch, denn hier geht es definitiv einfach nur um billigen Wählerfang seitens der SPÖ! Denn immerhin ist diese Partei mit im Regierungsboot und es wurden Dinge in der Koalition vereinbart - vor allem aber lässt man seine Partner nicht einfach so ins offene Messer laufen.


Manni schreibt:

Zitat:

die SPÖ hat den Tram-Ast Karl-Innerebner-Straße zu Fall gebracht


... und spätestens an der Stelle frag ich mich jetzt schon, hat man die SPÖ im Gegenzug nicht wenigstens auf die Peerhofsiedlung festgenagelt, oder hat man das schon und sie macht jetzt ein halbes Jahr später das Gegenteil?

Zitat:

Glaubst du ernsthaft das man bei so einem polarisierenden Projekt mit unzähligen Bürgerbeteiligungen und den verschiedenen Befindlichekeiten der Menschen auf einen grünen Zweig kommt?


Am besten würde das natürlich funktionieren wenn es unter dem Vorzeichen einer positiv ausgegangenen Abstimmung über das Gesamtprojekt stattfinden würde, es also klar wäre dass eine Mehrheit dafür ist und man sich jetzt unter dem Vorzeichen mit den Betroffenen den Details widmen würde.

Ich weiß, im Vergleich zu Bayern oder gar der Schweiz gibts in Österreich diesbezüglich fast nix, aber angenommen vor drei oder fünf Jahren, vor Projektstart wäre das einmal in einer stadtweiten Abstimmung angeommen worden, könnte jetzt nicht jede kleine Protestgruppe an irgendeiner Straßenecke behaupten sie wäre die Mehrheit, und das Stadtblatt das so lange wiedergeben bis wahrscheinlich wirklich ein Großteil von Innsbruck glaubt alle wären dagegen.

Das am lautesten vorgetragene Argument dieser ganzen Protestgruppen ist doch dass "über die Leute drübergefahren wird", und manchmal hab ich echt das Gefühl man überlässt es ihnen etwas allzu bereitwillig.

Und was die Bürgerbeteiligung im Detail angeht, mit der hab ich (noch unter der alten Stadtregierung) auch schon eine Erfahrung gemacht:
Als es um eine Bebauungsplanänderung für den Weiterbau der Karl-Innerebner-Straße durch bisher unverbautes Gebiet ging (projektierte Breite war glaub ich 7 oder 8 Meter, mittlerweile ist das glaub ich eh gestorben) gab es zuerst eine Pseudo-"Bürgerversammlung" zu der offensichtlich nichtmal (alle) Bewohner eines der Häuser bei denen Grund enteignet worden wäre eingeladen wurden, und auf eine Einwendung meinerseits kam auch nie auch nur eine Antwort, und sei sie negativ, zurück.

Ich hoffe das läuft jetzt besser.

Zitat:

Wenn jedesmal wegen ein paar Krautschädl große Projekte im Reisswolf gelandet wären dann gute Nacht!


Also wegen ein paar Krautschädl enden Projekte aber nur dann im Reisswolf wenn die erfolgreich den Eindruck vermitteln sie wären viel mehr als sie tatsächlich sind. Ist für mich allerdings eher ein Zeichen davon dass Mechanismen fehlen um zu ermitteln ob es tatsächlich nur "ein paar Krautschädl" sind.

[OT: Ich kenn da eine Stadt in Bayern, die sässe heute auf einem pleitegegangenen Cross-Border-Leasing-Kooperationspartner in den USA mit ihren Stadtwerken in der Konkursmasse, wenn nicht das vom Stadtrat fast einstimmig beschlossene Cross-Border-Leasing von den Bürgern im Bürgerentscheid mit 88 Prozent Mehrheit abgelehnt worden wäre --- manchmal weiß man halt erst hinterher wo die Krautschädl wirklich gesessen haben...]
 

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upwards
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Beitrag #94031 BeitragErstellt: 23.11.2013 23:59
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Will ICE hiermit bestätigen.
Nur "die paar Krautschädl" (Ti77) haben uns BIM und HBB neu aufgedrückt, mit jährlichen Abgängen und Subventionen. Die Erhaltung der Stationen wird zusätzlich kosten. ( keine Architekturkritik, es ist leider so, mit Glas und Idioten im Stadtraum. )
In den Peerhöfen hätte der Tramausbau mit Bürgerbeteiligung mit einem Gestaltungswettbewerb einhergehen können, mit vielen lieben Kindern, "Wir verschönern unsere PHS".
Wirklich eigenartig finde ich, daß sich die Leitung der IVB nicht sachlich positioniert zu dem, was absolut nicht geht. Immer nur die sprunghafte Politik servicieren- neu kalkulieren, umplanen, wie oft schon? - wird langsam lächerlich.
Chancen sehe ich in der neuen Parkraumbewirtschaftung, damit sind ein für allemal Partikularinteressen mangels der Ausgangslage "freier" Stellplatz vom Tisch.
Land und die Stadt- ÖVP müssen die Frau Bgm. halt noch pflanzen, mit einer echten Regionalbahn könnte brutal wie schön enteignet werden. Soweit ist es leider (noch ) nicht. Bürgerbeteiligung soll die Leute nur ins Boot holen, der Grundsatzbeschluß bleibt ja.
Wir haben die Öffentlichkeitsarbeit einer politverfilzten Werbeagentur, das kommt dann raus.

Ja, unter Umständen wäre es wirklich besser gewesen, die Tram bis zur Klinik bauen und dann die Schleife zum Terminal schließen, daß die 3er vorläufig eine größere Innenstadtrunde bekommt. Die Teileröffnung bis zum West ist zudem Spiegelbild der mitregierenden FI, die der Innenstadt- Kaufmannschaft entstammt, und so wurden das ehedem boykottierte DEZ, KH Tyrol, und West miteinander verbunden( alle EKZs Innsbrucks) . Die Argumentation der erschwerten Betriebsführung bei Wegfall der PHS überzeugt deshalb auch nicht so ganz.
Also: Fehler gab und gibt es, sonst hätten die Gegner nicht so leichtes Spiel gehabt. Nur bleibt eine OsT- West- Tram alternativlos.
 

Zuletzt bearbeitet von upwards: 24.11.2013 00:04, insgesamt 2 mal bearbeitet

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Tiroler77
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Beitrag #94032 BeitragErstellt: 24.11.2013 01:46
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Trotz allen Emotionen, die in uns und natürlich hier ganz persönlich auch mir hochkochen, möchte ich noch eine Anekdote schreiben die mir damals Ende der 80er - Anfang 90er in Erinnerungen geblieben ist erwähnen, wobei ich da noch ein jüngerer Bua war und ich mich damals deswegen nicht bewußt betroffen fühlte:

Die Einführung des O-Bus-Systems.

Damals sind die Leute auch auf die Straße gegangen und haben protestiert gegen den Ausbau, die O-Buse wären zu laut und die Baustellen unerträglich, die neuen Haltestellen bis in die Peerhofsiedlung vernichten die schönen Parkplätze und überhaupt ist sowieso alles Sch****!

Ein paar Wochen später war aber plötzlich alles verstummt und ich persönlich war heilfroh das ich gemütlich ohne Umsteigen von Neu-Rum bis zum Vögelebichl mit dem schnellen umweltfreundlichen O-Bus quasi von der Haustüre aus zur Berufsschule und zu meiner Arbeitsstätte fahren konnte. Ganz selbstverständlich ging das hier alles ohne Lobbying und ohne viel trara...

Genau in so einer Situation befinden wir uns doch grad wieder, nur im Zeitalter vom allgemeinen Frust und einer Alles-ist-Sch****-Mentalität muß sich heutzutage 3x überlegt werden wie man die Bevölkerung mit Parkplatzzuckerln und der Gratismentalität der Menschen sich keine politischen Feinde macht, weil die nächsten Wahlen kommen ja bestimmt!

Das ohne Kompromisse heute nix mehr geht dürfte uns allen klar sein, auch die großen Einschnitte bezüglich der Parkraumbewirtschaftung sind ein Kompromiss geworden, die Zeiten wurden gekürzt, die Kosten gesenkt - im Gegenzug dazu hätte die Politik auch für die ja schon adaptierte Version der PHS diesen Kompromiss einfordern können. Was sie nicht getan hat, woran es scheiterte können uns die Herrschaften wohl auch nur selber sagen. Aber die großen Feindschaften und "Wischen wirs denen einfach mal aus" Politik in Innsbruck hat ja auch tiefste unüberwindbare Gräben gezogen...

Eine Lösung mit der alle Beteiligten leben können ist scheinbar nicht mehr möglich. Und das finde ich wirklich schade. Denn gerade z.B. bei Projekten wie eine Grassmayerkreuzung wäre es doch sinnvoll zu sagen: Ok, der Umbau kommt - aber dafür wird auch eine Tramspur gebaut die vom HBF nach Wilten zur Anbindung der STB und 6er Linie für die Direktführung vorgesehen ist.

Stattdessen wird nur mehr gestritten - als Vorbild dient die nationale SP/VP Politik aus Wien, die trägt ja auch zum allgemeinen Frust bei - sodass alle Menschen gegeneinander ausgespielt werden und am Schluß nur mehr gefrustete Leute und persönliche Grabenkämpfe der Politik übrig bleiben.

Längerfristig gesehen wird am Ende die Innsbrucker Bevölkerung auf der Strecke bleiben und genützt hat es niemanden.
 

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manni
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Beitrag #94033 BeitragErstellt: 24.11.2013 02:23
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Zum Einbinden der Bevölkerung sag' ich nur: "viele KöchInnen verderben den Brei". Das geht nicht, schon gar nicht bei so einem Projekt. AutofahrerInnen müsste man von vornherein ausklammern, und vom Rest interessiert sich sowieso nur ein kleiner Teil für so etwas. Fast alle bisherigen Proteste kamen von Autofahrenden, die Angst um Parkplätze hatten. Da sehe ich als einzigen Fehler, dass denen nicht klar genug gesagt wird, dass sie kein Recht auf Parkplätze im öffentlichen Raum haben. Punkt.

Der große Fehler ist meiner Meinung nach die bisherige Umsetzung, die darauf abzielte, möglichst unauffällige Gleise zu verlegen und sonst alles gleich zu lassen. Dadurch hat außer den Fahrgästen niemand einen Nutzen vom Trambau. Keine Verkehrsberuhigung, keine aktive Zurückdrängung des Autoverkehrs, kaum verbessertes Straßenbild, von größtenteils nachträglich politisch hineinreklamierten Baumreihen mal abgesehen (die in der Anichstraße dann sogar einfach vergessen wurden) - das ist zu wenig. Das muss und wird sich ändern. Wir versuchen das schon seit Jahren. Die politischen und bürokratischen Mühlen mahlen aber langsam, einmal Beschlossenes ist kaum wieder groß zu ändern, und deswegen wird es eine wirklich moderne Tram, abgesehen von einigen Teilabschnitten im Westen und in Zukunft der Strecke Technik West bis Völs, vorerst nur östlich der Innenstadt geben. Daraus müssen wir jetzt das Beste machen, es hilft nichts. Was für ein wichtiger Faktor die begleitende Stadtraumneugestaltung ist, dürfte inzwischen auch bei den IVB eingesickert sein, weil man nach den AnrainerInnenprotesten plötzlich bereit ist, den Endbahnhof Peerhofsiedlung anspruchsvoll und begrünt zu gestalten. Auch das musste allerdings erst von politischer Seite angeregt werden.

Es sitzen einfach in einigen Positionen die falschen Leute. Warum musste man erst jahrelang über Rasengleise diskutieren und die Stadtregierung wechseln, ehe man sich für Rasengleise entschied (östlich der Innenstadt)? Warum ist die neue westliche Anichstraße gleich wie die alte westliche Anichstraße, nur mit Gleisen? Wie konnte es zur Asphaltwüste Höttinger Au kommen? Warum braucht es ein beschleunigungskonzept, um selbst auf den Neubaustrecken die Ampelpriorisierung richtig hinzubekommen? Weil für all das Menschen verantwortlich waren und immer noch sind, die zu Beginn des Tram-Ausbaus keine Ahnung davon hatten, was eine moderne Stadtbahn von der klassischen Straßenbahn unterschiedet. Weil sich von denen niemand im Vorfeld mit den neuen französischen Trambetrieben beschäftigt hat, weil sie wahrscheinlich gar nicht wussten dass das nötig ist Weil man glaubte, man könne einfach alles so machen, wie man es vor 40 Jahren gemacht hätte. Man kann das diesen Leuten gar nicht vorwerfen, weil sie es eben einfach nicht besser wussten. Den ursächlichen Fehler hat die Politik begangen, indem keine erfahrenen Berater von außerhalb geholt wurden.

Eines kann ich euch mit Sicherheit sagen: hätte es vor fünf Jahren schon die heutige Zusammensetzung der Stadtregierung gegeben, wäre es anders gekommen. Gab's aber nicht. Wir müssen damit leben, dass jetzt mittel- und langfristig eben vieles nachgebessert werden muss. Grundsätzlich sehe ich uns aber auf dem richtigen Weg. Verglichen mit dem Anfang läuft vieles besser und koordinierter, das hat sich schon in der Planung für Hötting-West niedergeschlagen, man hat aus den Fehlern gelernt. Wir werden am Ende zwei Ost-West-Linien haben, die im Stadtgebiet eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 17 km/h erreichen und damit um 6-8 km/h schneller sind als jetzt die Linie 3. Das ist ein ganz guter Wert. Wir werden ein Schienennetz haben, das sehr viele große Einrichtungen und bevölkerungsstarken Wohngebiete abdeckt. Wir werden ein Dosierungssystem für den mIV haben, das dafür sorgt, dass die Innenstadt staufrei bleibt und der öV, vor allem die Tram, definitiv der schnellere Verkehrsträger sein wird. Ich sehe uns, trotz aller Detailprobleme, am richtigen Weg.
 

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manni
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Beitrag #94035 BeitragErstellt: 24.11.2013 02:40
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raumplaner schrieb:
Zitat:
Pensionistenparteien ÖVP + SPÖ

Nicht unbedeutende Stimmen aus Stadt und Land halten einen gänzlichen Stopp des Projektes noch heuer bereits für möglich. Auch wenn dass nicht das endgültige "Aus" bedeuten wird, zumindest eine saftige Verzögerung wäre allemal erreicht.


Da kann ich dich beruhigen, ein "gänzlicher Stopp" ist rechtlich ohne entsprechende politische Beschlüsse nicht möglich, da Verträge einzuhalten sind und Verzögerungen Geld kosten, und mir wären auch keine solchen Stimmen auf Stadtebene bekannt. Im Gegenteil, die Stadt will das Gesamtprojekt schnell vorantreiben.
Wie es im Land im Moment aussieht, weiß ich nicht. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass das Land sich plötzlich weigert, die Raten zu zahlen, zu deren Zahlung es vertraglich verpflichtet ist; mehr hat das Land im Moment nicht zu tun. Was mich allerdings etwas irritiert, ist die Tatsache, dass der Syndikatsvertrag vom Land immer noch nicht unterzeichnet wurde!
 

Zuletzt bearbeitet von manni: 24.11.2013 02:43, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #94037 BeitragErstellt: 24.11.2013 11:58
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manni schrieb:

Altbekannt. Der alte Prachensky versteht zwar sein Handwerk, aber als Visionär taugt er nur sehr bedingt. Trotzdem gut, dass jemand in alle Richtungen zu denken versucht.


Nö, das kann man so nicht stehenlassen. Der Herr Prachensky ist schon lange überregional für seine hirnlosen Äußerungen bekannt. Er denkt nicht "in alle Richtungen", er denkt ausschließlich gegen den Schienenverkehr. Und was er hier präsentiert, ist das steinalte Konzept eines elektrischen Spurbusses. Das beeinträchtigt ja den Autoverkehr nicht, also ist es gut. Man muss nur mal eben beim heutigen Wetter nach draußen sehen und sich vorstellen, was da von optischen Markierungen auf der Straße tatsächlich sichtbar wäre - und ob man es tatsächlich verantworten wollte, die Verkehrssicherheit von solchen Markierungen abhängig zu machen. Und Fahrzeuge von der Größe spätestens einer Straßenbahn-Doppeltraktion sind ohne Schienen nicht realisierbar. Blöd ist nur, dass es immer mal wieder Leute gibt, die dem Prachensky den Blödsinn glauben.

Tiroler77 schrieb:

Wie riesengroß war damals das Geplärre um die neue Hungerburgbahn, dem Tirol Museum am Bergisel, dem Fußballstadion, der Autobahn-Abfahrt Mitte, der Innverlegung am Flughafen, der Bau der FuZo Theresienstrasse und das neue Kaufhaus Tyrol...

Und heute sind die Menschen froh drüber und stolz in so einer modernen, weltoffenen und schönen Stadt zu Leben!


Nö, wirklich nicht. Nicht alles kann ich aus eigener Anschauung beurteilen, aber die Verlegung der Hungerburgbahn war aus verkehrspolitischer Sicht ja wohl ein Fehler. Die endet jetzt im Nichts irgendwo weit hinter der Innenstadt ohne brauchbaren ÖPNV-Anschluss. Die alte Bahn war vernünftig verknüpft.

Und auch das Museum am Bergisel ist ein schönes Beispiel für völlig verkorkste Planung. Bevor man so was baut, sollte man sich auch mal Gedanken machen, was man denn mit dem alten Gebäude macht. Nun ja, jetzt steht es sinnlos rum.

Das Kaufhaus Tyrol ist aus architektonischer Sicht ein Schandfleck. Man kann doch nicht alte Bausubstanz an einer der exponiertesten Stellen der Innenstadt durch einen Neubau ersetzen. Wer sollte denn auf so was stolz sein?

Nein, im Gegensatz zur Straßenbahn sind das sinnlos durchgeprügelte Projekte, eher mit der Grassmayer-Kreuzung vergleichbar. Die Straßenbahn hat die verkehrspolitischen Fakten auf ihrer Seite und ist objektiv sinnvoll und nötig.

Wenn jedesmal wegen ein paar Krautschädl große Projekte im Reisswolf gelandet wären dann gute Nacht! Nicht umsonst ist Innbsruck gerade zur drittschönsten Stadt Europas gewählt worden, aber dafür muß man was tun und auch dahinter sein. [/quote]

Nimmst Du solche Umfragen wirklich ernst? Das war keine freie Umfrage, da hat es eine sehr enge Vorauswahl gegeben. Nur 20 europäische Städte wurden zur Auswahl gestellt. Solche Umfragen kann man getrost in die Tonne kloppen.

upwards schrieb:

Ja, unter Umständen wäre es wirklich besser gewesen, die Tram bis zur Klinik bauen und dann die Schleife zum Terminal schließen, daß die 3er vorläufig eine größere Innenstadtrunde bekommt. Die Teileröffnung bis zum West ist zudem Spiegelbild der mitregierenden FI, die der Innenstadt- Kaufmannschaft entstammt, und so wurden das ehedem boykottierte DEZ, KH Tyrol, und West miteinander verbunden( alle EKZs Innsbrucks) . Die Argumentation der erschwerten Betriebsführung bei Wegfall der PHS überzeugt deshalb auch nicht so ganz.


Über dieses Stadium sind wir mit der derzeitigen Führung der Linie 3 bereits hinweg. Die große Innenstadtschleife der Linie 3 hatte ihren nostalgischen Reiz, verkehrspolitisch sinnvoll war sie nicht. Bei den meisten Fahrgästen treten die Fahrten paarig auf, d. h. wer irgendwo hinfährt, fährt auch mal wieder zurück. Wenn dann bestimmte Verkehrsmittel nur für die eine Richtung zur Verfügung stehen, ist das Murks. Die Nutzung der Linie 3 am hintersten Ende zwischen Bürgerstraße und Marktplatz war ja auch ziemlich schlecht. Das war technisch bedingt und ist nun zum Glück vorbei, und sowas sollte man auch nicht mehr anstreben. Ja, für die Linie STB gilt das gleiche, und da muss noch was gemacht werden. Allerdings ist das im Vergleich zu den aktuellen Problemen eh nur Peanuts.

Die derzeitige Linienführung der Linie 3 ist keine Verbindung von Einkaufszentren (zumal sie das DEZ eh nicht anbindet und die Nachfrage nach der Verkehrsleistung "aus dem West raus und weiter zum DEZ" auch sehr begrenzt sein dürfte), sondern dient in erster Linie einer vernünftigen Führung der Linie 3 im Zentrum und zur Entlastung der Linie O.

manni schrieb:

Eines kann ich euch mit Sicherheit sagen: hätte es vor fünf Jahren schon die heutige Zusammensetzung der Stadtregierung gegeben, wäre es anders gekommen. Gab's aber nicht. Wir müssen damit leben, dass jetzt mittel- und langfristig eben vieles nachgebessert werden muss. Grundsätzlich sehe ich uns aber auf dem richtigen Weg. Verglichen mit dem Anfang läuft vieles besser und koordinierter, das hat sich schon in der Planung für Hötting-West niedergeschlagen, man hat aus den Fehlern gelernt. Wir werden am Ende zwei Ost-West-Linien haben, die im Stadtgebiet eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 17 km/h erreichen und damit um 6-8 km/h schneller sind als jetzt die Linie 3. Das ist ein ganz guter Wert. Wir werden ein Schienennetz haben, das sehr viele große Einrichtungen und bevölkerungsstarken Wohngebiete abdeckt. Wir werden ein Dosierungssystem für den mIV haben, das dafür sorgt, dass die Innenstadt staufrei bleibt und der öV, vor allem die Tram, definitiv der schnellere Verkehrsträger sein wird. Ich sehe uns, trotz aller Detailprobleme, am richtigen Weg.


Das ist alles richtig so und akzeptabel. Leider wird man sich aber auch mit der Tatsache anfreunden müssen, dass die derzeitige Amtszeit der Bürgermeisterin wohl auch ihre letzte sein wird. Es war ja schon beim letzten Mal sehr knapp und das Desaster mit der Landespolitik wird auch nicht vergessen werden. Vor allem aber wissen die Leute jetzt, dass sie zwingend und ausschließlich ÖVP wählen müssen, wenn sie ÖVP haben wollen (das war beim letzten Mal noch längst nicht so klar). Daraus kann man sich ziemlich leicht ausrechnen, dass es keine Stadtregierung ohne ÖVP-Beteiligung geben wird. Hinsichtlich der Straßenbahn heißt das, dass bis dahin so weit wie möglich vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten.
 

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manni
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Beitrag #94041 BeitragErstellt: 24.11.2013 12:58
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Ad Prachensky: klar, sehe ich natürlich auch so. Gerade seine Überlegungen für Innsbruck sind Quatsch. Trotzdem ist er ein alter Herr, der auch schon einiges auf die Beine gestellt hat.

Ad eingleisige Schleife der Linie 3: nie und nimmer wäre das eine gute Idee gewesen. So etwas baut man heutzutage aus guten Gründen nicht mehr. Die Strecke bis zum West ist schon in Ordnung und wird von denen, die sie regelmäßig nutzen, sehr geschätzt.

Ad Einschätzung dwer politischen Entwicklung: Kristallkugellesen bringt nicht viel. Das Rennen zwischen Grün und FI war beim letzten Mal schon sehr knapp, warum sollte beim nächsten Mal nicht Grün die relative Mehrheit bekommen? Wenn dann die ÖVP es statt der SPÖ in die Koalition schaffen sollte, nimmt die SPÖ die Oppositionsrolle ein und wir haben im Prinzip das gleiche wie jetzt. Die Mehrheit innerhalb einer Koalition wird meiner Einschätzung nach bei Grün und FI bleiben. Wobei ich glaube, dass die ÖVP in der Koalition noch verlässlicher wäre, so eine Aktion wie jene der SPÖ am letzten Donnerstag hätte die ÖVP eher nicht gesetzt. Hinzu kommt, dass wir 2017 mit dem Gesamtprojekt schon so weit sein werden, dass nichts mehr gefährdet werden kann. Da sind dann schon neue Fahrzeuge da, auf Landesebene die Entscheidung f+r oder gegen die Verlängerung nach Hall gefällt und die Planung nach Völs und Rum im Gang.
 

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Franz Haller
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Beitrag #94043 BeitragErstellt: 24.11.2013 13:12
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weils grad dazupasst

http://www.orf.at/stories/2206235/
 

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Beitrag #94050 BeitragErstellt: 24.11.2013 15:21
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Eingleisige Schleife, nein, eine Innenstadtrunde, 3 hätte beide Fahrttichtungen gegenläufig bedient, ab Sillpark einmal abzweigend in die Museumsstraße, über Marktplatz Klinik Hbf retour, das andere mal in die Brunecker Straße einbiegend, nach der Innenstadtrunde über die Museumsstr. zurück nach Pradl. Beim alten 7,5'- Takt ergäbe sich ein 15' Intervalle im Zentrum. mM. ein annehmbares Provisorium, bis dann auf einen Schlag eine wirklich großzügig projektierte Neubautrasse bis zur Technik fertiggestellt wäre.
Die Denkmuster bei FI liegen doch im Handel. Entlastung der Linie O ist ab der Uni gegeben, das West kriegt Schüler von überall her, da hat die 3er geringen Anteil. NB: West gehört Signa, Zachs Abdruck ist im KHT verewigt. Der Konnex zur TEileröffnung ist schon gegeben.
 

Zuletzt bearbeitet von upwards: 24.11.2013 15:26, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #94052 BeitragErstellt: 24.11.2013 15:33
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Beim West fallen die Schülereinschubbusse seit Eröffnung der Tram weg, der prognostizierte Anstieg der Fahrgastzahl um 2.500 pro Tag auf der L3 wurde bereits kurz nach Eröffnung übertroffen. Zwei sehr große Wohnanlagen direkt an der Endstation werden gerade besiedelt. Besonders deren BewohnerInnen nutzen die Tram dort. Also, ich denke, dass angesichts dieser Fakten diese Teileröffnung richtig war. Der nächste logische Schritt wäre eine Teilinbetriebnahme zur Anbindung der Berufsschulen am Lohbachufer und damit auch der östlichen Lohbachsiedlung, das wird aber wegen des Trassentauschs in der KRAL nicht gehen.

Ad Gleiswechsel: bei Technik West, am Beginn der Westspange beim Übergang von der Asphalttrasse auf das Rasengleis Richtung Völs, wird es doch den Wendebahnhof für die Linie 2 geben. Der ist zwar aus mir unbekannten Gründen nicht Teil der Einreichplanung, wird aber logischerweise existieren müssen, bevor man bis Technik-West fahren kann.
 

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Beitrag #94067 BeitragErstellt: 24.11.2013 19:43
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manni schrieb:

Ad Gleiswechsel: bei Technik West, am Beginn der Westspange beim Übergang von der Asphalttrasse auf das Rasengleis Richtung Völs, wird es doch den Wendebahnhof für die Linie 2 geben. Der ist zwar aus mir unbekannten Gründen nicht Teil der Einreichplanung, wird aber logischerweise existieren müssen, bevor man bis Technik-West fahren kann.


Ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich die einzelnen Inbetriebnahmestufen nachlesen kann, aber mir was so, als gäbe es eine Stufe mit Linie 2 bis Technik West nach bisheriger Planung nicht. Linie 2 sollte immer nur bis zur Peerhofsiedlung fahren, und zwar vor Einrichtung der Linie 4 verdichtet. Linie 4 würde dann direkt bis Völs in Betrieb genommen. Ob das so sinnvoll ist, ist eine andere Frage, und aufgrund der jüngsten Ereignisse wird man den Zeitplan eh neu stricken müssen. Davon abgesehen wäre eine Wendeanlage Technik West sowieso sinnvoll, da könnten morgens auch Verstärkerfahrten nötig werden, da die Leute großenteils am Hauptbahnhof abgeholt werden, wo dann nur alle 15 min Linie 4 fahren wird.
 

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Hannes
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Beitrag #94088 BeitragErstellt: 25.11.2013 12:51
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Angesichts des massiven Widerstands einzelner Gruppen gegen den Tram-Ausbau (bzw. der Gleichgültigkeit vieler Schweigender) in Peerhofsiedlung, Pradl und vermutlich auch bald schon in Reichenau und O-Dorf muss ich leider feststellen, dass hier vieles nicht so gelaufen ist wie es sollte. Vor allem scheint es in den vergangenen Jahren keiner Weise gelungen zu sein der Bevölkerung den Sinn dieses Projekts ausreichend verständlich zu machen (erfahre ich auch ständig im persönlichen Gespräch) sowie die neue Tram als innovatives, bequemes und modernes Verkehrsmittel im Bewusstsein zu verankern, das gegenüber dem Bus einen deutlichen Mehrwert bieten kann. In anderen Städten gelingt dies hingegen sehr wohl. Woran kann das liegen? Ich fasse (mit der Hoffnung auf Besserung) einmal zusammen:

1. Die Fahrzeuge sind nicht attraktiv genug.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das optische Erscheinungsbild der Tram-Fahrzeuge, insbesondere was die Fahrzeugfront betrifft) viel zu brav geraten ist und in keiner Weise geeignet positive Emotionen hervorzurufen (futuristisch, schnell, modern) und damit die Benützung der Tram „hipp“.

2. Die Trassierung und Straßenraumgestaltung bringt keinen Mehrwert
Das was bislang gebaut wurde ist in erster Linie MIV-gerecht und bringt in der Straßenraumgestaltung keinerlei bis kaum Mehrwert durch Bäume, Rasengleise, Fahrstreifenreduktion und farbliche Akzente. Ganz im Gegensatz zu anderen Städten, wo der Straßenbahnbau zur Neugestaltung und Verbesserung des Straßenraums genutzt wird. Der Abschnitt Höttinger Au ist diesbezüglich Schrott, die Amraser Straße nur wenig besser und die Planung in Hötting West kann ich ebenfalls nur als fantasielos bezeichnen, wenn Gleise einfach 1:1 zum Bestand in die Fahrbahn verlegt werden sollen. Alleen und Rasengleise wo immer möglich wären ein absolutes Muss!!

3. Langweilige Haltestellen.
Auch die Haltestellenmöblierung dient in keiner Weise dazu das Image der Tram zu fördern. Anstatt wie in anderen Städten bedeutende Haltestellen wie WEST, Sillpark oder Leipzigerplatz mit eindrucksvollen Dachkonstruktionen oder künstlerisch zu gestalten werden wieder die faden alten Ankünder-Wartehäuschen aufgestellt.

4. Die Tram wird immer langsamer statt schneller.
Anstatt dass der in Ibk ohnehin extrem langsame und damit ineffiziente und teure ÖV durch den Tram-Ausbau beschleunigt wird die Tram mit jedem fertig gestellten Abschnitt (Salurnerstraße, Höttinger Au, Amraserstraße) mangels brauchbarer Ampelprogrammierung danach deutlich langsamer als vorher. In den meisten Fällen wäre Nullwartezeit problemlos möglich. Viele Ampeln wären aus verkehrsplanerischer Sicht auch überhaupt nicht notwendig (Adamgasse, Fallmerayerstraße, Franz-Fischer-Straße, Schöpfstraße, etc.) Kaufmann kann/macht seinen Job einfach nicht und den IVB sind die Fahrzeitverluste unverständlicherweise ebenso egal, vermutlich denkt man dort eben nach dem Motto, dass zusätzlichen Fahrzeugbedarf eh die Stadt zahlt. Kundenorientierung oder sparsamer Umgang mit Steuergeld wäre etwas anderes. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge selbst zu wenig Türen haben (eine 27 m-Tram hat nur 2 große und 2 kleine Türen, während ein 18-m-Bus 4 große Türen hat) um bei vollbesetzten Fahrzeugen einen schnellen Fahrgastwechsel zu ermöglichen.

5. Elendslange Baustellen.
Die Baumaßnahmen wären wesentlich schneller und günstiger abzuwickeln, wenn man sich endlich zu Totalsperren der betreffenden Abschnitte entscheiden würde.
 

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manni
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Beitrag #94090 BeitragErstellt: 25.11.2013 13:37
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Eine gute Zusammenfassung, wobei ich beim Fahrzeugdesign nicht zustimme - Design ist und bleibt Geschmackssache, das Design, das wir haben, wird von den einen als progressiv empfunden und von den anderen als konservativ, von den einen als schön und von den anderen als hässlich, und von vielen als irgendwo dazwischen.
Mir persönlich gefällt's, weil's an DÜWAGs angelehnt ist oder zumindest so wirkt.

Dass Kommunikation und auch Umsetzung besser werden müssen, wissen "unsere Leute" ("unsere" bezogen auf "wir alle hier, wir Tram-ProponentInnen" und im Sinn von "auf unserer Srite stehend") in der Stadtregierung. Du weisst, Hannes, wie Sonja sich für die Rasengleise eingesetzt hat. Ich orte die Probleme bei FI und noch stärker bei der SPÖ. Denen muss das alles vermittelt werden, und dafür ist jetzt sicher ein sehr guter Zeitpunkt. Von den IVB kommen einfach nicht der richtige Input und die richtigen Forderungen, und das wird wohl auch so bleiben.
 

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Beitrag #94099 BeitragErstellt: 26.11.2013 00:40
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Artikel von Für Innsbruck zum gekappten Straßenbahnast in die Peerhofsiedlung

http://www.fuer-innsbruck.at/2013/11/aus-dem-gemeinderat-beschluss-zu-regionalbahnprojekt/?utm_source=F%C3%BCr+Innsbruck+Newsletter&utm_campaign=226daecfb1-NL+24.11.13&utm_medium=email&utm_term=0_abba9467e4-226daecfb1-58271473
 

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Beitrag #94159 BeitragErstellt: 29.11.2013 22:06
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Da in Feldkirch/Vlbg. gerade das UVP-Verfahren eines Umfahrungstunnels läuft, der nach dem Florianiprinzip gebaut wird, habe ich zum Vergleich der Zahlen eine Frage:

Sind bei den rund 400 Millionen Euro die Garnituren mit eigerechnet oder sind das rein die Kosten für die Strecke Völs - Rum?

Zurück zum "Stadttunnel Feldkirch". Hier soll eine Tunnelspirale mit unterirdischem Kreisverkehr gebaut werden um den Verkehr auf der Achse Autobahnabfahrt Feldkirch-Frastanz - Liechtenstein aus der Stadt zu bringen. Für diese Förderung des Straßenverkehrs sollen 266 Mio. Euro auf wenigen Kilometern Tunnel verbuddelt werden.
 

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Hager
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Beitrag #94165 BeitragErstellt: 30.11.2013 19:10
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Die Straßenbahnplanung und deren Umsetzung sind in Innsbruck sehr konservativ. Ich meine damit die österreichische Grundeigenschaft der halben Sachen, sich nicht konsequent für etwas entscheiden zu können. Wenn die Straßenbahn wirklich das schnelle Rückgrat des öffentlichen Verkehrs sein soll, dass muss sie überall bevorzugt werden, auch gegenüber dem sonstigen Öffis!
1.Die Mischverwendung der Straßenbahntrasse mit Bussen bedingt größerer Querschnitte und erschwert die Schaffung getrennter Gleiskörper.
2. Möglichst keine Querungen der Fahrbahn, sondern zügige Führung in Mittellage.
3. Keinen engen Bögen (Abnutzung!) sondern gestreckte Führung (Geschwindigkeit!)
4. Ampelstauraum so, dass dieser nicht von anderen Fahrzeuge verstellt wird.
5. Bequeme Fahrzeuge mit ausreichendem Sitzplatzangebot
Ob Rasengleis oder nicht, ist sekundär.
 

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Beitrag #94390 BeitragErstellt: 14.12.2013 16:18
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Seit neuestem gibt's eine ÖV-Ampel in der Bürgerstraße vor der Kreuzung/Einfahrt ins Terminal!
 

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manni
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Beitrag #94393 BeitragErstellt: 14.12.2013 22:50
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Das müsste dann wohl der erste Vorbote der neuen Tramspur dort sein. Das hat sich jetzt auch weit über ein Jahr gezogen.
 

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Beitrag #94414 BeitragErstellt: 15.12.2013 19:47
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Die Ampelschaltung ist übrigens interessant: es gibt zwar keine Anmeldung, aber die Ampel schaltet mit der MIV Ampel mit, springt während der Grünphase der MIV auf das Permissivsignal und wenn die MIV Ampel auf rot schaltet auf grün. Dadurch verdoppelt sich die Phase fast!
 

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