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TLR FahrbetriebsleiterIn
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Beitrag #83281 Erstellt: 27.05.2012 18:14
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@Manni:
"Street - Running Sektion" bedeuted, dass eine Eisenbahn (also keine Straßenbahn) abschnittsweise auf einer normalen Straße fährt und diese auch zeitgleich normal von Autos benützt werden kann/darf, oder? Wieso gibt es so etwas?
Gibt es eigentlich irgendwo ein Skigebiet, das durch ein Oberleitungsbusnetz an Ortschaften, Parkplätze, usw. angebunden ist?
(Es gibt doch irgendwo einen Thread, in dem ein O-Bus auf die Hungerburg diskutiert wurde...)
Zuletzt bearbeitet von TLR: 27.05.2012 18:16, insgesamt einmal bearbeitet
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upwards Temporär gesperrter User
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Beitrag #83285 Erstellt: 27.05.2012 21:13
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@Bahnbauer
Neustift, sieht man so nicht. Vieh weidet im Stall. Was man von außen sieht sind heile Welt, moderne und immer größere Ställe.
Das Futter vom eigenen Grund und Boden erwirtschaften reicht natürlich nicht.
Das kommt dann- erraten- per LKW.
Die Berninabahn hatte für den Bau wenig Geld zur Verfügung, die Messoxer Bahn, ein Teil(Museums-) -betrieb der RhB quert auf einem kürzeren Stück in schleifendem Winkel so eine Straße. Arosabahn durch Chur, und die Berninabahn. Natürlich alles mit Ampel, die Gegenfahrbahn bleibt wo möglich aber offen. Sehr erhebendes Gefühl im Zug sitzend neben den Autos
Für den O- Bus muß im Winter immer ein Räumfahrzeug vorweg geschickt werden. Bei vernünftigen Garnituren genügt bei mäßigen Schneeverhältnissen und darüber hinaus bei genügender Frequenz ein Aufsteckpflug am Fahrzeug.
In ein Schigebiet führender O- Bus ist mir keiner bekannt.
So bis Mitte der 70er des letzten Jhd. wurden Erschließungen mit Höhenstraßen und großen Parkplaätzen angegangen. Das war sehr modern
Eine der letzten derartigen Aufschließungen war das Kaunertal, zuvor der Rettenbachferner sogar mit Tunnel zum Tiefenbachferner. Das Auto als Zielpublikum, die Straßen waren durchaus als Attraktion gedacht.
Der Trend in den Schigebieten kehrt sich dann bald um, Kaunertal und Ötztal werden von weiter unten mit Seilbahnen nachträglich angebunden, am Wurtenkees wird eine Stollenbahn ins Tal vorgetrieben.
Im Stubaital ist sicher der Vorteil der bestehenden bahnmäßigen Erschließung. In der Schweiz sind die Mehrzahl der Touristen-Destination von Bahnen bedient.In Österreich ubd Tirol erfolgte der Aufschwung im Fremdenverkehr linear mit einem steigenden MIV. Die Stubaitalbahn könnte jetzt eine vorangegangene Tourismuskultur weiterführen.
Wichtige Schiregionen mit Bahnanbindung: Brixental- Wilder Kaiser, Kitzbühel, Zillertal,St. Anton- Arlberg. Nach Schweizer Denkart wäre ins Zermatt Tirols des Ötztals eine Bahn fällig.
Bzgl.LAbg Gebi Mair: Region Kitz und das chronisch verstopfte Chillertal, dort wäre mit einem rigorosen ÖV- Angebot am meisten zu punkten. (In D zahle ich schließlich auch Dosenpfand ) Also nicht nur am Tag des Hahnenkammrennens, Investitionen da gehen auch in Zukunft nicht verloren. Beim Gletscher bleibt das ein Abenteuer- aufweichender Permafrost, Liftmaste ziehen sich mit dem Gletscher immer weiter hinauf in noch nicht erschlossene Bereiche, trotzdem Beschneiung für unterhalb- im Vergleich ist der Stubaier ein kleines Schigebiet, in den auferlegten Grenzen noch überlebensfähig? Wurscht, erstmal kommt eine windsichere neue Talsektion her.
Zuletzt bearbeitet von upwards: 28.05.2012 00:10, insgesamt 6 mal bearbeitet
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spfelsberg FahrdienstleiterIn

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Beitrag #83288 Erstellt: 28.05.2012 10:15
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| upwards schrieb: |
| Wurscht, erstmal kommt eine windsichere neue Talsektion her. |
Du kannst du auch zuwarten und sehen wie die Zukunft des Stubaiers erst recht wie der Geltscher wegschmilzt.
Ich denke man kann die Erschliessung des Stubaiers durch eine Bahn nicht mit irgendwelchen Bahnen in der Schweiz (Zermatt, Arosa) vergleichen. Denn ihr wollt den Autoverkehr generell "ersetzen", das macht man in der Schweiz nicht und will das auch nicht. Wir leben hier von den Tagestouristen aus dem Mittelland, wenn man die zwingt den ÖV zu benutzen kommen diese nicht mehr, egal wie schnell es geht (an Auto kommt man da niemals ran). Man kann nur versuchen den ÖV schmackhaft zu machen, zwingen aber funktioniert gar nicht.
Edit: Was ich eigentlich schreiben wollte. Wieso klammert ihr euch so an der Eisenbahn fest? Wie wärs mal mit neuen Systemen? Zum Beispiel das hier: http://www.doppelmayr.it/it/doppelmayr-italia/prodotti/cable-liner-shuttle.html?country=it
Zuletzt bearbeitet von spfelsberg: 28.05.2012 10:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Linie 4206 VerkehrsministerIn

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Beitrag #83289 Erstellt: 28.05.2012 10:29
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@Spfelsberg: Zu deinem Vorschlag. ( der Link ganz unten) In Österreich ist es ja schon schwer genug die Leute von der Eisenbahn oder generell vom ÖPNV zu überzeugen.
Wenn man hier jetzt den Leuten im Stubaital sowas verkaufen will, dann wird man sicher nur Spott bekommen. Das würde nie finanziert werden und wahrscheinlich auch nicht ernst genommen werden.
In Tirol wird halt viel geredet aber nichts gemacht. So sind sie halt die Leute.
Zuletzt bearbeitet von Linie 4206: 28.05.2012 10:29, insgesamt einmal bearbeitet
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bahnbauer FahrbetriebsleiterIn
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Beitrag #83290 Erstellt: 28.05.2012 12:37
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| @Spfelsberg: Du hast schon recht. Aber lass ihnen doch die Freude an phantastischen Ideen. Man soll oder wird sich sowieso mehr mit dem Ausbau im Zeltraum (Völs-Hall) beschäftigen müssen.
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manni Betreiber des Forums

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Beitrag #83294 Erstellt: 28.05.2012 19:14
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| Linie 4206 schrieb: |
| In Tirol wird halt viel geredet aber nichts gemacht. |
Ja, gar nichts, außer, dass man in den letzten fünf Jahren ein komplettes S-Bahn-Netz hochgezogen hat und gerade am größten Stadtbahnprojekt Österreichs mit über 30 km Neubaustrecken baut... was mit diesem Projekt allerdings nix zu tun hat, das auch an bahnbauer - warum sollte man sich damit "mehr beschäftigen" - kann man sich mit einem Projekt mehr beschäftigen als dadurch, dass man es realisiert?
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Linie 4206 VerkehrsministerIn

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Beitrag #83295 Erstellt: 28.05.2012 19:30
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Sorry Manni, dass hast du falsch verstanden. Ich meinte den letzten Satz nicht in Bezug auf das was man im ÖPNV die letzten Jahre gemacht hat, sondern in Bezug auf die Tiroler Art. Auch ich rede hier nur...
Und da würde m.E. nach so eine Bahn wie sie Spfelsberg in seinem Link vorgeschlagen hat nicht in Betracht gezogen werden. Also in der Landespolitik und nicht im Forum.
Das sollte man jetzt nicht so auffassen, als das sich in Tirol bei der Bahn nichts tut. Aber es ist halt unrealistisch eine solche Bahn zu bauen(also eine solche wie sie Spfelsberg vorschlug.
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manni Betreiber des Forums

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Beitrag #83297 Erstellt: 28.05.2012 22:11
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Ah, OK, jetzt versteh ich's. Danke für die Klarstellung, Flo.
Auch das sehe ich aber etwas anders. Wer sind "die Leute"? Ich sehe, dass in fast allen Wahlbezirken in der Innenstadt und in sehr vielen weiteren v.a. im Westen bei der vergangenen GR-Wahl Grün die relative Stimmenmehrheit hatte, was man schon so interpretieren kann, dass "die Leute" inzwischen auf ganz breiter Basis ähnlich denken wie wir, auch was den Verkehr betrifft. In den Seitentälern mag diese Entwicklung noch nicht ganz so weit vorangeschritten sein, aber ich glaube (und hoffe), sie ist nicht aufzuhalten.
Deshalb halte ich diese Diskussion hier auch nicht für rein visionär, zumal es um ein Projekt geht, das schon seit bald einem Jahrhundert in den Köpfen herumgeistert, also auch schon an einigen Stellen verankert ist.
Ich glaube, dass die entscheidende Frage wirklich die ist, ob man so eine Bahn in einigen Jahrzehnten wegen des Klimawandels und des dadurch verschwindenden Gletschers überhaupt noch braucht. Wenn diese Frage mit "Ja" beantwortet werden kann, sollte sie besser gestern als heute beschlossen, budgetiert, geplant und gebaut werden.
Die Finanzierung wirft allerdings einige Fragen auf. Der Stubaier Gletscher ist gewinnorientiert und in Privatbesitz - sollte die öffentliche Hand trotzdem so viel Geld in die Hand nehmen? Oder überwiegen die Vorteile für die Allgemeinheit, so dass das dadurch legitimiert würde?
Wenn der Stubaier Gletscher in, sagen wir, 30 bis 40 Jahren das einzige noch nutzbare Wintersportgebiet für die Bevölkerung im Zentralraum ist, wäre das meiner Meinung nach schon eine Legitimation.
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ice108 VerkehrsministerIn
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Beitrag #83307 Erstellt: 29.05.2012 19:04
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Ich hab mir mal den Spass gemacht, eine potentielle Trassenführung (von Fulpmes bis Milders) ins Luftbild einzuzeichnen. Losgehen würde es am bisherigen Bahnhof in Fulpmes, man würde die hintere Wand der Remise durchstossen.
Dann kommt gleich der wohl diffizilste Teil der ganzen Strecke, nämlich die Durchquerung von Fulpmes. Da sehe ich zwei Varianten: Erstens, die Riehlstrasse bald nach oben hin verlassen, quer über eine unverbaute Wiese zwischen den Häusern, und dann durch eine Lücke zwischen den Häusern hindurch im flachen Winkel auf die Straße die im weiteren Verlauf geradeaus nach Medraz führt. Wenn das Luftbild nicht trügt, sollte da noch eine Lücke sein die breit genug für ein Tramgleis ist. Was das Luftbild nicht sagt ist, ob da gleichzeitig noch eine mehr oder weniger steile Böschung ist.
Die andere Variante wäre der Riehlstraße einfach zu folgen, da kommt dann aber eine 90-Grad-Kurve, von der ich arge Zweifel habe ob sie nicht zu eng wäre.
  
Danach einfach der Straße bis Medraz folgen, und am Ortseingang in einer S-Kurve auf die andere Talseite. Erstens, weil die Holzbrücke am Ortseingang von Medraz sicher nicht tramtauglich wäre (und gleichzeitig wohl erhaltenswert), und zweitens, um die recht dichte Besiedlung und darauffolgend das Industriegebiet zu erreichen. Hier könnte man auch durchaus an Güterverkehr denken würde ich sagen.
Danach immer der Hauptstraße entlang bis Neustift.
  
In Neustift mal wieder etwas durch Bebauungslücken navigieren, und im wesentlichen knapp südlich am Ortskern vorbei, weiter Richtung Milders.
  
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Verschoben: 29.05.2012 22:59 Uhr von manni Von Fahrdienstleitung nach Tram / Stadtbahn |
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WholeWeekOfSleep LehrfahrerIn
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Beitrag #83316 Erstellt: 30.05.2012 14:19
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| Ich bin dafür, dass ab sofort alle Bauvorhaben in "Tirol-Panoramen pro Jahr" budgetiert werden.
Zuletzt bearbeitet von WholeWeekOfSleep: 30.05.2012 14:20, insgesamt einmal bearbeitet
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Martin Weltverkehrs-ImperatorIn

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Beitrag #83326 Erstellt: 30.05.2012 22:14
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Danke Martin fürs Zusammenstellen, diese Argumentationshilfe habe ich gleich weitergeleitet.
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Beitrag #83365 Erstellt: 02.06.2012 20:46
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Das Projekt wird nun im Landtag thematisiert werden. Hier der Text der Pressemitteilung:
| Die Grünen schrieb: |
Mair: Ist Anton Steixner Auto-Lobbyist oder auf der Seite der Innovation?
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Eine „Schnapsidee“ sei der Ausbau der Stubaitalbahn bis zum Stubaier Gletscher, erklärte Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner (VP). Der GRÜNE Landtagsabgeordnete Gebi Mair hatte gefordert, genau darüber nachzudenken. „Den Straßenbau hält Anton Steixner erstaunlicherweise nie für eine Schnaps- sondern für eine glorreiche Idee. Deshalb werden im Straßenbau allein vom Land Tirol auch heuer wieder an die 150 Millionen Euro asphaltiert“, rechnet Gebi Mair vor. “Aber für einen nachhaltigen Tourismus und für die Umwelt im Tal ist eine bessere öffentliche Verkehrs-Infrastruktur unerlässlich“, so Mair weiter.
„Ich wundere mich schon ein bisschen über Anton Steixner: Immerhin hat die TIWAG selbst eine Studie erstellen lassen, wie die Stubaitalbahn weiter gebaut werden kann. Nun will die TIWAG viel Wasser aus dem hinteren Stubai in ihre Stauseen leiten. Da wird man darüber reden dürfen, wie die Entschädigung für das Tal aussieht“, so Gebi Mair. Aber nicht nur die TIWAG sei gefordert. Auch Tourismusverbände und Stubaier Gletscherbahnen würden von einer verlängerten Bahn profitieren.
Der GRÜNE Abgeordnete lässt in der Sache nicht locker. „Eine Verlängerung der Stubaitalbahn hat die Beschleunigung der Bahn von Innsbruck nach Fulpmes als Voraussetzung. Ich werde im Landtag beantragen, die entsprechenden Konzepte auf den Tisch zu legen.“
Ebenfalls will Gebi Mair im Juli-Landtag einen Antrag einbringen, die Verlängerung der Trasse zu prüfen. „Will Anton Steixner auf der Seite der Auto-Lobbyisten stehen? Oder innovative Konzepte für den öffentlichen Verkehr erarbeiten? Dann ist er nämlich eingeladen, meinen Antrag zu unterstützen“, kündigen die GRÜNEN an, weiter für nachhaltigen Verkehr in Tourismusregionen zu kämpfen.
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sLAnZk BeherrscherIn allen Verkehrslebens

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Beitrag #83377 Erstellt: 03.06.2012 12:38
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Ich finde, man sollte die Gesamtsituation schon im Auge behalten und auch argumentieren, was das Tal davon haben könnte, denn einfach die Bahn zu bauen kostet nur Geld und bringt recht wenig.
Der Stubaier Tourismus könnte profitieren, ebenso wie die Bevölkerung, wenn durch den Bau der Bahn Lärm im Tal reduziert werden könnte.
Wenn man sagt, das will man, muß man aber auch die Bahn so bauen, daß sie möglichst keine neue Lärmkulisse erzeugt.
Wenn man sagt, das will man, muß man aber auch heute schon beginnen, das Projekt so zu verkaufen, daß der Tourismus nicht unbedingt massiv einknickt.
Wenn man sagt, das will man, muß man aber auch dafür sorgen, daß die wenige Industrie, die noch im Tal aktiv ist, versorgt werden kann.
Man muß das alles mitdenken und möglichst integriert angehen, weil sonst hat man wenig von der Bahn.
Auch muß einem klar sein, daß selbst eine stark beschleunigte Stubaier vielleicht statt einer schwachen Stunde eine schwache Dreiviertelstunde nach Fulpmes brauchen wird - im Kontrast zu einer Viertelstunde über die Autobahn.
Wenn man also sagt, man will diese Bahn, sollte man gleichzeitig sagen warum und wie man das am Ende erreichen will, was mit den Tagestouristen passieren soll usf.. Zu argumentieren, man solle Investitionen aus dem Straßenbau in Schmalspur-Schienennahverkehr umleiten, erscheint mir nicht falsch (wie auch), aber man muß auch bedenken, daß viele der Maßnahmen, die Martin aufgelistet hat, Infrastruktur erhalten oder Lärmschutz verbessern sollen, also nicht wirklich verzichtbar sind.
Es kreist die Tram in meinem Kopfe
herum fährt sie mit Strom
es liegt so Spannung an meinem Schopfe
das hab ich jetzt davon.
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ice108 VerkehrsministerIn
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Beitrag #83447 Erstellt: 04.06.2012 22:04
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Ich glaube die Antwort ist auf einer anderen Ebene zu finden.
Stand heute wird die Bahn nicht mit einem Bus oder gar PKW über die Brennerautobahn mithalten können in Sachen Geschwindigkeit. Man kann daran arbeiten die Bahn schneller zu machen, aber gleichziehen wird sie nicht können.
Insofern: Für mich würde diese Verlängerung als eine vorausschauenden Anbindung des Tals an Innsbruck laufen, vorausschauend in Bezug auf Unabhängigkeit von weiter deutlich steigenden Energie- und insbesondere Ölpreisen. Immerhin, der Strom für die Bahn kann im Tal selber durch Wasserkraft erzeugt werden, dagegen möchte ich das Gejammer über die bösen Ölkonzerne etc. hören wenn die Anbindung über die Straße plötzlich deutlich teurer wird.
In dem Sinn wäre aus meiner Sicht der wichtigste Vorteil ein Stück Autarkie mit Hilfe einer bewährten Technik zu gewinnen.
Vielleicht wäre insofern eine Trassenauswahl bzw. Trassenfreihaltung erstmal der wichtigste Schritt.
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krisu Temporär gesperrter User
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Beitrag #83448 Erstellt: 05.06.2012 00:41
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Da bräuchte es wohl im hinteren Abschnitt eine Zahnstange oder man wählt eine Karwendelbahntrassierung im Hang...
Ich finde es von Gebi Mair überaus dumm, sich wegen dieses Gedankenspiels mit den ÖVP Riegen anzulegen. Aber sowas von dumm. Auch im eigenen Interesse.
Mesch, wacht doch mal auf... Gedankenspiele sind interessant und berechtigt, diese aufs politische Parkett zu bringen hingegen und sogleich personell rumzuzanken ist ... eben nur idiotisch. Es sind ja nichtmal Visionen. Wenn das so weiter geht, sind die Grünen bald wieder runter von der Drehscheibe der Politik in Tirol wo sie ja jetzt zweifelsohne ein Hoch geniessen (Ich unterstütze die Grünen dennoch...)
Zunächst sollte das pragmatisch machbare sinnvolle angepackt werden, wie zB. die lange geplante Verlängerung der Zillertalbahn zur Anbindung der Penkenbahn, sowie die Elektrifizierung der an und für sich grosszügig trassierten Zillerbahntrasse mit dem sinnvollen Anschluss an den Fernverkehr.
Wie lange wäre man von Ibk bis zum Gletscher unterwegs in der Strassenbahn? Zweieinhalb Stunden und kostet dann sagen wir mal 23,60Euro hin und zurück? Die
Tourisen in Stubaital fahren dann mit ihrem Autos zu den Tramhaltestellen und parkieren dort, laden ihren Krempel aus und warten auf die Tram?
Zuletzt bearbeitet von krisu: 05.06.2012 00:42, insgesamt einmal bearbeitet
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sLAnZk BeherrscherIn allen Verkehrslebens

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Beitrag #83473 Erstellt: 06.06.2012 20:20
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Genau das hätte keinen Sinn (Touris parken bei den Tramhaltestellen und laden ihre Schi um), wenn, müßte man ein autofreies Tal irgendwie hinbekommen, sonst ist das Projekt für nicht sehr viel gut.
Das ist der große Pferdefuß an der Sache, daher war es recht mutig von Gebi Mair, das so groß anzusprechen bzw. sich so aus der Reserve locken zu lassen.
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ice108 VerkehrsministerIn
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Beitrag #83474 Erstellt: 06.06.2012 20:47
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Naja, das ist ja ein langfristiges Projekt. Die Pressemeldungen die da anfangs mal am Thread hingen (finde sie gerade nicht mehr) deuten ja sogar darauf hin dass die Lokalpolitik der puren Idee nicht ganz ablehnend gegenüber steht, auch wenn natürlich alle sagen dass kein Geld da ist (hab ich das so aus dem Gedächtnis halbwegs richtig wiedergegeben?).
Insofern wäre doch schon einiges gewonnen wenn sich die Möglichkeit dieses Projekts etwas in den Hinterköpfen festsetzen würde, es vielleicht eine grobe Vorstellung einer möglichen Trasse gibt, und man zumindest diese Möglichkeit nicht mutwillig weiter verbaut. (damit meine ich jetzt vor allem den vorderen Bereich, wo man die Orte anbinden würde).
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manni Betreiber des Forums

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