regiotramuli Gast
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manni Betreiber des Forums

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Beitrag #47406 Erstellt: 12.04.2009 01:55 Re: O-Bus ja, Duobus Ja, Solaribus ggf. ebenso NEIN |
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Servus regiotramuli, willkommen im Forum.
Dein Einstandsposting kann ich nicht unkommentiert lassen, ich hoffe du kannst Kritik vertragen.
Zunächst musste ich es aber hierher verschieben - bitte achte auf das Topic, wenn du etwas postest.
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Es wäre g’scheider, wenn die O-Busse geblieben wären. Eine Abschaffung der O-Busse wäre purer Schwachsinn. O-Busse sind leise und bequemer als die anderen Busse.
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Vorweg gesagt: das Thema wurde hier im Forum schon in wirklich allen Facetten durchdiskutiert.
Deswegen nur kurz: das Innsbrucker O-Bus-Netz II war ein Kompromiss. Es existierte nur, weil Mitte der 1980er-Jahre ein Ost-West-Straßenbahnprojekt scheiterte.
Die Linie O ist AFAIK die fahrgaststärkste Buslinie Österreichs. Das System "Bus" stößt dort an seine Grenzen, es braucht ein spurgeführtes Verkehrsmittel mit hoher Transportkapazität. Deshalb war die Entscheidung, den O-Bus stillzulegen und den Großteil des O-Bus-Netzes auf Stadtbahn umzustellen, fachlich die einzig richtige und sicher kein "Schwachsinn".
O-Busse haben ihre Vorteile (Bremsstromrückspeisung, geringere Lärmentwicklung, keine lokalen Emissionen), und könnten diese in Innsbruck auf anderen Linien ausspielen, die stark frequentiert sind, wo aber topografisch keine Tram bzw. Stadtbahn möglich ist. Das wären v.a. die Linien A-Sadrach, A-Allerheiligenhöfe sowie J. Auch das haben wir hier im Forum schon durchgekaut.
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Duobusse würde ich noch dulden, da auf Überlandlinien das verlegen der Busoberleitung in der Region für sinnlos wäre. Da könnte der Bus auch mit Stromlosen Antrieb verlaufen. In der Stadt wäre für die Umweltfreundlickeit die O-Busse sehr wichtig. Man soll den Salzburgern mit einem guten Beispiel vorangehen.
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Das Konzept des Duobusses ist technisch gescheitert - bitte mach dich diesbezüglich im Internet schlau.
Salzburg hat zwar ein vorbildliches O-Bus-Netz, leidet aber gleichzeitig auch unter dessen Systemnachteilen. Finde ich nicht nachahmenswert in dieser Form, weil man sich dort ausschließlich auf den O-Bus fixiert.
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Wenn mir Innsbruck gehören würde, dann hätte ich das Obusnetz erweitert.
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Da dürfte der Großteil der Innsbrucker, mich eingeschlossen, aber eher froh sein, dass Innsbruck dir nicht gehört.
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Auch im Straßenbahnnetz hätte ich die bisherigen Düwag-Straßenbahnwagen behalten und nicht in den Orient vermacht. Eher hätte ich diese nach der heutigen Technik und Innenausstattung gedownloadet/updaten lassen, wie es in Heidelberg mit der Standseilbahn gemacht wurde: auch hätte ich weitere Düwag-Straßenbahnen aus Essen und ggf. Katrawagen aus der Ex-DDR angenommen.
Hierbei hätte ich eher Niederfluranhänger bestellt und diese an die hochflurigen Straßenbahnwagen angehangen, um den behinderten auch einen barierfreien Einstieg zu ermöglichen.
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Zunächst verstand ich dieses Statement überhaupt nicht und dachte mir nur "hä? WTF...? Warum sollte jemand DAS denn wollen?"
Nach dem Studium deines Artikels unter...
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www-myblog.de/pro-bahn-und-klettersteig (3mal "w" punkt myblog punkt de schrägstrich pro-bahn-und-klettersteig)  |
... also unter http://pro-bahn-und-klettersteig.myblog.de/pro-bahn-und-klettersteig/page/1845008/Innsbruck-Alte-Stra-enbahn-nicht-ausmustern glaube ich aber, deinen Gedankengängen folgen zu können - ähm, nein eigentlich nicht, aber ich versuch' wenigstens, drauf einzugehen.
Deshalb will ich jetzt auch von dort einige Textpassagen quoten und kommentieren.
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Innsbruck ist eine vollkonzentrierte Alpenstadt und ein Urlaubsort.
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Ich weiss nicht, was du mit "vollkonzentrierte Alpenstadt" meinst, aber ein Urlaubsort, das ist sicher was anderes. Außer, du bezeichnest Berlin , London, Wien oder von mir aus auch Salzburg ebenfalls als Urlaubsorte, weil diese Städte, wie Innsbruck, permanent von zahlreichen Städtetouristen bevölkert werden.
Was auch immer Innsbruck sonst noch ist: zuallererst ist Innsbruck eine Großstadt und Kernstadt einer Agglomeration, in der rund eine Viertelmillion Menschen leben und arbeiten. Die Verkehrsinfrastruktur hat sich nach deren Bedürfnissen zu richten.
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Nun sollten diese - wie in den Medien berichtet - ausgemustert und in den Orient verscherbelt worden sein.
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Ich bevorzuge den Term "nach Rumänien verkauft". Nach teils 50 Betriebsjahren ist eine Ausmusterung schon angebracht, meinst du nicht?
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PRO-BAHN & KLETTERSTEIG ist sehr empört und fordert auf, die alten Schätzlein sofort zurückzukaufen und diese wieder verkehren zu lassen!
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Für Nostalgiker (zu denen ich mich selbst gelegentlich auch mal gern zähle) werden drei DÜWAGs bei den IVB (Tw 39, 75 und 83) sowie einer bei den TMB (61) aufbewahrt. Wahrscheinlich sogar alle betriebsfähig. Ich finde, das ist eine gute Quote. Da kann sich IMO wirklich keiner beschweren. Zumal die IVB auch Geld in die Hand nehmen wollen, um den Erhalt sicherzustellen.
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aber da diese Alpen-Urlaubsstadt - wobei dieser noch die Hauptstadt eines Bundeslandes mit der Leckeren Namensbezeichnung >Tirol<ist>alle machen mit< sich da voll angeschlossen und hätte gerne mitgemacht und der IVB vorgeschlagen oder auffordern (zu lassen), dass verscherbeln der älteren Straßenbahnen drastisch und sofort zu stoppen und die verkauften Straßenbahnwagen sofort wieder zurückzukaufen und diese mit der Technik nach den heutigen Gesetzstand umzurüsten (Einbau einer SiFo. Usw.)
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Hä? Da wärst du aber schnell mal bei den gleichen Kosten wie für Neufahrzeuge - wozu?!? Dafür dass wir dann mit den alten Reiben noch 50 Jahre herumfahren dürften?
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Wenn die Touristen in ihrer eigenen Stadt die historischen Straßenbahnen vermissen, so sollten diese wenigstens in Innsbruck auf ihre Kosten kommen.
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Na klar, und die Innsbrucker sollen deswegen in alten DÜWAGs durch die Gegend zuckeln? Wenn ich morgens in die 3er steig' um ins Office zu fahren (bzw. zu der Station, an der ich in den Bus ins Office umsteigen kann), bin ich froh, dass ich keine Stufenkletterei betreiben muss und mein Kaffee während der Fahrt im Becher bleibt. Da ist es mir, mit Verlauf gesagt, aber schon so was von sch***egal, was irgendwelche Touristen wollen könnten. Und ich hege die starke Vermutung, dass die meisten anderen Fahrgäste das sehr ähnlich empfinden. Die Neufahrzeuge werden jedenfalls sehr gut angenommen. Inwiefern sich die Umstellung positiv auf die Fahrgastzahlen auswirkt, werden wir bald wissen.
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Nur dadurch kämen immer mehr Fahrgäste zur IVB; durch hohes Fahrgastaufkommen, gibt es mehr Fahrgeldeinnahmen, welche in Zeiten, wo die mittel öffentlicher Kassen zunehmend gekürzt werden, eine willkommene Sache wäre; sogar die Kosten durch den Rückkauf der ausgemusterten Straßenbahnwagen und die vorhinerwähnte Umrüstung könnte dadurch abgedeckt werden.
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Ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder? Steigerung der Fahrgastzahlen durch Behalten der alten Kisten?
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Außerdem sind Hochflurfahrzeuge stabiler und langlebiger als Niederflurfahrzeuge.
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Da könnte was dran sein - wir wissen es aber noch nicht. Es muss sich erst herausstellen, wie lange die Flexities halten. Gerechnet wird aber mit 30 Jahren.
Also, nichts für ungut, aber mit alten DÜWAGs kannst du sicher kein Straßenbahnnetz aufwerten, von der Einhaltung der EU-Bestimmungen zur Barrierefreiheit mal abgesehen.
Hätten wir deiner Meinung nach für die Liniennetzerweiterungen gebrauchte DÜWAGs ankaufen sollen? Linie O und Stadtbahn Hall-Völs mit ex-Rheinbahn-DÜWAG-Zwölfachsern anstatt zwei gekuppelter 37-m-Flexities?
Nostalgie schön und gut, aber bitte nicht auf Kosten der Fahrgäste - die wollen keinen Museumsbetrieb mit Museumsfahrzeugen, sondern zeitgemäßen, schnellen und komfortablen Nahverkehr, in Innsbruck genauso wie in jeder anderen Stadt. Es ist schlimm genug, dass die IVB eine Fahrzeuggeneration überspringen mussten - die DÜWAGs hätten eigentlich schon Mitte der 1980er ausgemustert gehört!
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Zuletzt bearbeitet von manni: 12.04.2009 02:09, insgesamt 4 mal bearbeitet
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Heli VerkehrsministerIn
Alter: 53
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Beitrag #47418 Erstellt: 12.04.2009 13:36
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| Und ein Rechtschreibkurs würd auch nicht schaden, wenn Du den Anschein erwecken willst, ernstgenommen zu werden.
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