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manni
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Beitrag #56783 BeitragErstellt: 11.11.2009 11:56
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Richtig, die Vorteilscard ist etwas, das IMO ersatzlos gestrichen gehört - das Defizit sollte und müsste der Staat ausgleichen. Auch Gelegenheits-Bahnfahrer sollten die VC-Fahrpreise zahlen. Dazu vielleicht eine spürbare Ermäßigung bei Platzreservierung und Frühbuchung via Internet, nicht nur im Rahmen einzelner Aktionen, Züge oder Strecken.
Die Erfahrung, dass Relationen aufgrund bürokratischer Hürden und weit überhöhter Preise nicht vernünftig nutzbar sind, habe ich früher leider auch schon des öfteren gemacht. Und das Angebot wird immer weiter verschlechtert - gibt es den Nachtzug nach Paris eigentlich noch?

Allerdings scheint der Bedarf nach Fernbuslinien ab und nach Innsbruck mangels guter internationaler Bahnverbindungen so groß noch nicht zu sein, sonst würde es ja mehr davon geben. Für die Bahn dürfte also noch nicht alles verloren sein. Es sei denn, dass diese Lücke jetzt schon vom Flugverkehr komplett gefüllt wird. airberlin hat ja grade kürzlich wieder ein paar neue Billigverbindungen eröffnet.
 

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Beitrag #56784 BeitragErstellt: 11.11.2009 14:28
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manni schrieb:
Auch Gelegenheits-Bahnfahrer sollten die VC-Fahrpreise zahlen. Dazu vielleicht eine spürbare Ermäßigung bei Platzreservierung und Frühbuchung via Internet, nicht nur im Rahmen einzelner Aktionen, Züge oder Strecken.


Allzuhoch sind die "Einstiegsbedingungen" in den VC-Club nun auch wieder nicht. Eine weitere Fahrt und ein paar kleinere und schon sind die € 99,-- wieder drinnen.

Zitat:
Daher wird wohl auch nun Tirol (inklusive der LHH!) das "Greyhound" Fieber packen, da die anderen Mitbewerber was Preis, Service und Kundenzufriedenheit betrifft nicht mehr ganz den heutigen Anforderungen entsprechen (116 Euro Vollpreis Wien H/R zweite Klasse! ist einfach ein Stück zu teuer und alle in die Vorteilscard zu zwingen auch nicht unbedingt der richtige Weg)


Hinsichtlich dem Zwang in die VC verweise ich auf obiges Argument. IMO stellt die VC eine Art "Treuerabatt" dar, der eben nicht für Gelegenheitskunden gedacht ist. Außerdem ist das Anbot wirklich fair, man bedenke z.B. die knickerige DB mit der Bahncard25.
 

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Trolli
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Beitrag #56785 BeitragErstellt: 11.11.2009 14:30
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manni schrieb:
@Trolli: wieso macht die Bahn einen Fehler? ...


Fehler deswegen, weil Fahrgäste nach/ab Kufstein dann nach Wörgl müssen (hin+rück+Umsteigezeit+höherer Fahrpreis; zudem zwei Tickets: KU-Wörgl & Wörgl-SBG; da werden die Kilometer dann auch nicht aufsummiert, was einen Preisvorteil brächte!). Das bedeutet eine deutliche Minderung der Attraktivität->Auto!

Kufstein ist für die innerösterreichischen Züge quasi Grenzbahnhof (auch wenn es keine Grenzen mehr gibt!), daher würde ich diesen Stopp belassen - zumindest solange nicht der Stundentakt RJ/IC bis Landeck gegeben ist! Man soll also ab dem RJ/EC-Halt Kufstein Anschluss durch die R haben bzw. bis Kufstein mit dem R fahren können und dann in den EC einsteigen können!
Man bedenke zudem, dass Kufstein Fachhochschul-, Schulstadt ist, ein Krankenhaus hat! Ich kenne einige Tagespendler SBG-Kufstein!

OK, auf Brixlegg, Schwaz, Imst, ev. Jenbach (ZB!?!) und Ötztal kann man verzichten! Im Stundentakt und bei fertiger Inntaltrasse sieht die Sache dann eh klarer pro Durchfahren aus! Durch die Bahnhöfe darf auch zur Zeit nur mit 100-130km/h gefahren werden! Die paar Minuten Ersparnis sind deswegen IME zur Zeit teuer erkauft!

Ist in etwa klar, was ich meinte?!

Trolli
 

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manni
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Beitrag #56786 BeitragErstellt: 11.11.2009 14:51
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Ja, danke für die Erläuterung. Ich dachte auch an die Zeit ab Fertigstellung des Unterinntaltunnels. Idealerweise sollte der RJ dann mit 200 km/h im Tunnel unterwegs sein, wofür dieser ja angeblich ausgelegt sein sollte, an der Oberfläche bleibt dann hoffentlich genügend Kapazität für die S-Bahn und stündliche REX.
Kann dann auch vielleicht irgendwann auch noch die "Korridorstrecke" mit entsprechender Geschwindigkeit befahren werden (wird die jetzt eigentlich endlich für 200 km/h ausgebaut, weil ja dort derzeit anscheinend umfangreiche Bauarbeiten im Gang sind, die den RJ-Takt verhindern?), wäre das IMO eine deutliche Aufwertung der ÖBB-Verbindung nach Wien und der Fernbus täte sich wohl um einiges schwerer.

Die Problematik mit den Schulen etc. in Kufstein ist teils auch vom Land verschuldet. Bis heute werden landesweit relevante Einrichtungen an ungeeigneten, weil abgelegenen Orten betrieben. Eines der besten Beispiele ist ja die UMIT, die sich zwar im Großraum Innsbruck befindet, dort aber an einer relativ schlecht angebundenen Stelle weit außerhalb des Zentrums. Alle überregional bedeutsamen Einrichtungen, die sich derzeit nicht in der Kernstadt befinden, gehörten IMO langfristig hierher verlegt, und dort in die Nähe von S-Bahn- oder Stadtbahnstationen, das würde sehr viel unnötigen MIV, aber auch ÖV von vornherein vermeiden. Ich gehe aber davon aus, dass dieses Problem schon erkannte wurde in langfristigen Planungen bedacht wird. Primär muss man nun die Auwirkungen abmildern.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 11.11.2009 14:53, insgesamt 2 mal bearbeitet

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Beitrag #56787 BeitragErstellt: 11.11.2009 15:32
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Trolli schrieb:


Fehler deswegen, weil Fahrgäste nach/ab Kufstein dann nach Wörgl müssen (hin+rück+Umsteigezeit+höherer Fahrpreis; zudem zwei Tickets: KU-Wörgl & Wörgl-SBG; da werden die Kilometer dann auch nicht aufsummiert, was einen Preisvorteil brächte!).

Kufstein ist für die innerösterreichischen Züge quasi Grenzbahnhof (auch wenn es keine Grenzen mehr gibt!), daher würde ich diesen Stopp belassen - zumindest solange nicht der Stundentakt RJ/IC bis Landeck gegeben ist! Man soll also ab dem RJ/EC-Halt Kufstein Anschluss durch die R haben bzw. bis Kufstein mit dem R fahren können und dann in den EC einsteigen können!
Man bedenke zudem, dass Kufstein Fachhochschul-, Schulstadt ist, ein Krankenhaus hat! Ich kenne einige Tagespendler SBG-Kufstein!

OK, auf Brixlegg, Schwaz, Imst, ev. Jenbach (ZB!?!) und Ötztal kann man verzichten!

Trolli


Da muss ich Dich endtäuschen Trolli! Kufstein rangiert von den Tagespendlern her nur an dritter Stelle hinter Wörgl (1. Platz) und Jenbach (2.Platz) und zwar weit abgeschlagen. Wörgl und Jenbach liegen hier in etwa gleich auf (Bahnanschluss Giselabahn bzw. Zillertalbahn und Achentalbus (Regio Achensee). Kufstein ist (war) nur Grenzbahnhof sonst nichts!

Was ich allerdings eine masslose Frechheit finde, ist dass der Kunde für ungewollte Umwege mangels Verbindungen zahlen muss! Das ist die Höhe... Ich habe das selbst in einem Zug der planmässig von Gmunden her erlebt, der den Umsteigekonoten Wels (weil der andere in A/Pu nicht stehenbleibt) angibt. Dafür darf man für diesen kleinen Umweg auch noch ordentlich draufzahlen, obwohl man diesen nur wählen muss um umzusteigen... Kufstein ist hier das selbe, weil man kaum mit der (deutschen zwinkern ) RB über Rosenheim vorfahren kann (weder der Anschlüsse noch des Tarifes wegen)... Es bleibt das kostenpflichtige Retourfahren nach Wörgl (der Kunde zahlt drauf...) Und richtig das Argument Auto wird immer öfter Thema, die Fahrgäste immer weniger - was folgt sind Bahnen mit praktisch nicht gegebener Kundenfrequenz, die erst durch die (teil-)private Hand wieder aufleben (siehe Pinzgau)... Solche Schildbürgerstreiche habe ich weder in der Schweiz noch in Frankreich (wo der ÖV ausserhalb der Städte noch viel Verbesserungsbedarf hat) nicht gesehen... Ich bin gespannt, wie man dann in Zeiten der neuen "Westbahn" (Wien - Salzburg), wenn zwei Anbieter um einen Kundenstock buhlen... damit umgehen wird...

LG
 

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 11.11.2009 15:35, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #56788 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:02
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Was die private "Westbahn" angeht, bin ich vor allem gespannt, wann diese dann auch ab Innsbruck fährt - das scheitert ja derzeit ganz offensichtlich auch an diesen Bauarbeiten am Streckenabschnitt in DE und/oder fehlenden Streckenkapazitäten im Unterland. Wenn die halten, was sie versprechen, müssen die ÖBB sich warm anziehen...
 

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Beitrag #56789 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:31
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Zur Korrektur: die ÖBB gibt es nicht mehr, sondern nur deren Teilbereiche Infrastruktur und Betrieb. Die Infrastruktur wirds freuen, weil es zusätzliche Trassenmieten gibt, den Betrieb weniger, da es wahrscheinlich um ziemlich den gleichen Kundenstock zu buhlen gilt. Aber jetzt warten wir einmal ab, was aus dem Projekt Wien - Salzburg wird und welcher Wind dann weh(inger)t zwinkern
 

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Beitrag #56791 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:37
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hier noch der link, wenn es interessiert: http://www.westbahn.at/ und der dazugehörige Fahrzeughersteller: http://www.stadlerrail.com/
 

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 11.11.2009 16:43, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #56792 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:38
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Ich denke, wenn der Service der "Westbahn" so gut ist wie angekündigt, wenn deren Versprechungen (1.-Klasse-Servic zum 2.-Klasse-Preis, 1 Serviceperson pro Waggon, neuestes Wagenmaterial, einfache Abwicklung, gleicher Preis wie ÖBB) nicht bloß Werbelügen sind, dann müsste eigentlich einiges an zusätzlichen Bahnkunden lukrierbar sein, oder?

Für Innsbruck allerdings erst mit der Verlängerung interessant, es wird ja sicher keiner in Salzburg umsteigen wollen.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 11.11.2009 16:39, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #56793 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:47
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Na ja es haben eben einige durchschaut, dass die Westbahnspange Wien - Salzburg das Geschäftsfeld für Bahnen in Österreich ist. Diese Bahn ist sehr, sehr stark frequentiert und weist einiges an Tagesfahrpotential auf. Bei der Linie Salzburg - Innsbruck bin ich mir da schon nicht mehr ganz so sicher, hier wäre die Relation Salzburg - Innbruck - Bregenz besser, wobei hier die historische Arlbergbahn sicher ein "Betriebshindernis" darstellt, da diese mit ihrer teilweise historischen Bestandstrasse nur bedingt höhere Geschwindigkeiten zulässt... Hier kann man hoffen, dass auf den Blisadonatunnel noch weitere Streckenbeschleunigungen folgen...
 

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Beitrag #56794 BeitragErstellt: 11.11.2009 16:59
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Klar, deswegen meine ich ja, dass Innsbruck-Salzburg durchgehend für 200 km/h ausgebaut werden müsste - ohne weitere Zwischenstopps. Damit würde auch die Konkurrenzfähigkeit des Flugzeugs und des Fernbusses sinken. Die Fahrzeit nach Sbg würde dann nur noch ca. 1:15 betragen, somit wäre diese Verbindung ebenso attraktiv wie die Westbahn bis Salzburg, die Belegung wohl auch nicht viel niedriger, abzüglich der Fahrgäste die in Salzburg ein- oder aussteigen. Es geht immerhin um die Anbindung einer der größten und wichtigsten Städte Österreichs, wenn das nicht lukrativ ist, was könnte dann lukrativ sein? Es wäre doch wohl das mindeste, alle Großstädte des Landes wenigstens durch 200-km/h-Semi-Hochgeschwindigkeitsstrecken zu verbinden, und das wäre hiermit geschehen, mit Ausnahme von Graz, wo auch noch viel zu tun ist.
Das ist genau das, was ich auch im Bashing-Thread meinte: all das hätte man eigentlich schon längst realisieren müssen. Die Österreicher sollen mit der Bahn fahren und die Kyoto-Vorgaben sollten eingehalten werden, aber man hat völlig vergessen, die Infrastruktur dafür zu schaffen! Abgesehen von dieser Strecke wäre natürlich auch eine Beschleunigung Richtung Westen wünschenswert.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 11.11.2009 17:17, insgesamt 3 mal bearbeitet

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Beitrag #56796 BeitragErstellt: 11.11.2009 17:44
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Ja alles gut und recht, die Frage ist nur, ob überhaupt so viel Tagespendlerfrequenz nach Salzburg, Linz und Wien besteht. Tirol liegt ja im Westen und näherliegende Zentren sind doch München und Bozen/Verona. Daher haben wir nicht wie auf der Westbahn (Salzburg - Wien) eine Kanalisierung auf einen Eisenbahnstrang Richtung Osten sondern eine Vernetzung verschiedener Verkehrswege mit Innsbruck als Drehscheibe. Eine Beschleunigung nach Osten wäre (ist) wünschenswert, es wird aber nach wie vor dabei bleiben, dass das Hauptverkehrsaufkommen die Tagespendler zwischen Salzburg und Wien bilden und nur an zweiter Stelle die Tagespendler nach Innsbruck bzw. auch die Wochenpendler von Vorarlberg und Tirol nach Wien...
 

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Beitrag #56797 BeitragErstellt: 11.11.2009 17:56
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Das würde dann aber zumindest in Richtung Norden auch für Salzburg gelten - München ist quasi in Vorortnähe, dennoch gibt es offenbar ein starkes Verkehrsbedürfnis von und nach Wien. Warum? Weil Wien die Bundeshauptstadt ist und Wirtschaft und Verwaltung in Österreich sich dort konzentrieren. Genau deshalb, denke ich, hat trotz der Nähe von Ballungszentren im Norden und Süden die Anbindung nach und von Wien höchste Priorität und weist entsprechendes Fahrgastpotential auf - noch haben wir die Nationalstaatlichkeit ja leider nicht überwunden. Und die meistens gut gefüllten und häufig überfüllten Züge von und nach Osten sprechen doch auch diese Sprache.

Und eins ist auch noch zu bedenken: wenn die "Westbahn" in Sbg endet, reduzieren sich die Fahrgäste bis und von dorthin auf ungefähr die Hälfte, da, wie schon weiter oben angemerkt, Fahrgäste von und nach Innsbruck sicher nicht in Salzburg umsteigen werden - insofern ist auch im Interesse des neuen Bahnbetreibers zu hoffen, dass Streckenkapazitäten und Bauarbeiten die Verlängerung bis Innsbruck dann bald zulassen.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 11.11.2009 18:10, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #56798 BeitragErstellt: 11.11.2009 20:51
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manni schrieb:

Die Problematik mit den Schulen etc. in Kufstein ist teils auch vom Land verschuldet. Bis heute werden landesweit relevante Einrichtungen an ungeeigneten, weil abgelegenen Orten betrieben. Eines der besten Beispiele ist ja die UMIT, die sich zwar im Großraum Innsbruck befindet, dort aber an einer relativ schlecht angebundenen Stelle weit außerhalb des Zentrums. Alle überregional bedeutsamen Einrichtungen, die sich derzeit nicht in der Kernstadt befinden, gehörten IMO langfristig hierher verlegt, und dort in die Nähe von S-Bahn- oder Stadtbahnstationen, das würde sehr viel unnötigen MIV, aber auch ÖV von vornherein vermeiden. Ich gehe aber davon aus, dass dieses Problem schon erkannte wurde in langfristigen Planungen bedacht wird. Primär muss man nun die Auwirkungen abmildern.


Ich seh das Problem, aber alles nach Innsbruck hört sich für mich jetzt auch nicht nach einer Lösung an. Siehe zum Beispiel der jetzt schon angespannte Wohnungsmarkt.

Und ich glaube auch nicht dass Einrichtungen in einer Großstadt liegen müssen, um verkehrstechnisch sinnvoll betrieben werden zu können. Dafür reichen im Prinzip alle nicht ganz kleinen Orte entlang der Bahntrassen.

Klar muss man aufpassen, keine übermäßige Pendelei zu verursachen, das hängt stark davon ab über was man redet. Aber ich kann mir durchaus vorstellen dass es Sachen gibt wo der Vorteil, sie in einem Ort mit entspanntem Wohnungsmarkt und trotzdem guter Verkehrsanbindung zu haben überwiegt. Es kann ja auch nicht der Sinn der Sache sein, via Raumplanung für Leerstand in der einen Ecke und Überfüllung in der anderen zu sorgen.
 

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Beitrag #56799 BeitragErstellt: 11.11.2009 21:13
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manni schrieb:
Klar, deswegen meine ich ja, dass Innsbruck-Salzburg durchgehend für 200 km/h ausgebaut werden müsste - ohne weitere Zwischenstopps. Damit würde auch die Konkurrenzfähigkeit des Flugzeugs und des Fernbusses sinken. Die Fahrzeit nach Sbg würde dann nur noch ca. 1:15 betragen, somit wäre diese Verbindung ebenso attraktiv wie die Westbahn bis Salzburg, die Belegung wohl auch nicht viel niedriger, abzüglich der Fahrgäste die in Salzburg ein- oder aussteigen. Es geht immerhin um die Anbindung einer der größten und wichtigsten Städte Österreichs, wenn das nicht lukrativ ist, was könnte dann lukrativ sein? Es wäre doch wohl das mindeste, alle Großstädte des Landes wenigstens durch 200-km/h-Semi-Hochgeschwindigkeitsstrecken zu verbinden, und das wäre hiermit geschehen, mit Ausnahme von Graz, wo auch noch viel zu tun ist.
Das ist genau das, was ich auch im Bashing-Thread meinte: all das hätte man eigentlich schon längst realisieren müssen. Die Österreicher sollen mit der Bahn fahren und die Kyoto-Vorgaben sollten eingehalten werden, aber man hat völlig vergessen, die Infrastruktur dafür zu schaffen! Abgesehen von dieser Strecke wäre natürlich auch eine Beschleunigung Richtung Westen wünschenswert.


Ich denke wo man mit vertretbarem Aufwand ausbauen kann soll man es machen. Aber: Wenn jetzt ein 200 km/h-Ausbau über eine weitere Strecke angefangen wird, kann ich mir gut vorstellen dass die Glanzzeit des Fliegers (zu Recht) schon vorbei ist bis der so richtig fertig ist. Ganz abgesehen von so Dingen wie Emssionshandel die hoffentlich bald mal kommen werden, hängt der Flugverkehr einfach stark am Öl. Und ich sehe keine ernsthafte Perspektive dass sich das auf absehbare Zeit ändern könnte. Wie auch, bei dem Energieverbrauch?

Folglich rechne ich eigentlich damit dass in dem Maße wie das Öl teurer wird (die meisten Leute handeln so als ob das nicht passieren würde, also wird das bei begrenzten Ressourcen erst recht irgendwann passieren) der Flugverkehr auch teurer wird. Nach dem was ich so lese macht sich bei mir der Eindruck breit das peak oil nicht weit entfernt oder schon da ist. Und wenn deine Flugreise nach Wien erstmal deutlich teurer ist als die Bahnreise, die zu einem Gutteil vom Strompreis aus großteils eigenen Wasserkraftwerken abhängt schaut das mit dem Wettbewerb schon ganz anders aus, Geschwindigkeit hin oder her.

Und eines denke ich auch: Alles geht nicht. Es gibt Distanzen / Geschwindigkeiten, die du mit keinem Verkehrsmittel umweltgerecht zurücklegen kannst, zumindest wenn du es regelmäßig tun willst. Zumal dank Luftwiderstand der Energieverbrauch mit höherer Geschwindigkeit weit überproportional steigt. Insofern denke ich nicht, dass Ausbauvorhaben alleine eine Lösung des Problems sind, da tendieren die Leute dann denke ich vorrangig dazu, anschließend eben noch mehr zu fordern.

Zum Beispiel nach der Eröffnung der 300km/h-Strecke Köln-Frankfurt ist plötzlich das Phänomän des Tagespendlers Köln-Frankfurt (sind ungefähr 180km wenn ichs richtig im Kopf habe) aufgetaucht. Das würde ich nicht als Sinn der Sache sehen. Umgemünzt auf Österreich: Ich denke wir können sehr gut damit leben dass es nicht praktikabel ist als Tagespendler in Innsbruck zu wohnen und in Salzburg zu arbeiten. Es wird einfach immer Sachen geben wo man sich entscheiden muss: Wohne ich jetzt in Salzburg oder in Innsbruck?
 

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Beitrag #56800 BeitragErstellt: 11.11.2009 21:43
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ad Flugzeug: hier gibt es bereits erste Versuche mit Wasserstoff als Treibstoff... Sicher gefährlicher als Kerosin, man ist sich aber eines Peak of oil bewusst. Und gekoppelt mit Solarkollektoren schaut die Energieeffizienz eines Fliegers schon wieder anders aus...

ad Bahn mit Tempo 300: nun die Bahn ist umweltfreundlicher, umweltfreundlich ist sie nicht. Man muss auch fragen, woher der Strom kommt und man muss fragen welche Abgase (Eisenabrieb, Graphitabrieb) die Bahn erzeugt... Im Vergleich zum Auto und zum Flugzeug ist diese aber trotzdem noch Meilen voraus! Positiv ist aber, das schnellere ÖV Netze, egal welcher Art verschiedene Ballungsräume zusammenwachsen lassen. Schon heute würde ein tägliches Pendeln nach Wien zeitlich gehen (aber kostenmässig bzw. auch kräftemässig wohl kaum). Bei weiter ausgebauten Strecken wird das immer eine wahrscheinlichere Perspektive. Wohnen in Innsbruck, arbeiten in München, warum nicht...

LG

P.S.: Ein Arlberg - Basistunnel (Landeck - Bludenz) mit einer Porta Alpina in St. Anton a. A. das wäre eine Zukunftsvision, die eine 200 km/h Strecke ermöglichte und Innsbruck und Bregenz und damit auch Österreich weiter zusammenwachsen liesse. Leider wurde selbiges noch nicht einmal andiskutiert...
 

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Beitrag #56801 BeitragErstellt: 11.11.2009 23:12
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Peter021 schrieb:
ad Flugzeug: hier gibt es bereits erste Versuche mit Wasserstoff als Treibstoff... Sicher gefährlicher als Kerosin, man ist sich aber eines Peak of oil bewusst. Und gekoppelt mit Solarkollektoren schaut die Energieeffizienz eines Fliegers schon wieder anders aus...


Ja gut, aber das sind doch soweit ich es mitbekommen habe Versuche die gerade im Stadium "Wir haben es schonmal zum Abheben gebracht" sind. D.h. sehr sehr weit davon entfernt sind den heutigen Flugverkehr zu ersetzen.

Ich hab mal gerade diese Meldung nachgelesen: http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1087144/Wasserstoff-als-Flugzeug-Antrieb-der-Zukunft.html

Da reden wir über 120 km/h bei einem Kleinflugzeug. Und nachdem der Luftwiderstand quadratisch zur Geschwindigkeit ansteigt, kann ich mir lebhaft vorstellen wieviel Entwicklungsarbeit da drinsteckt bis man das für große Flugzeuge und deutlich höhere Geschwindigkeiten schafft.

Zitat:

Positiv ist aber, das schnellere ÖV Netze, egal welcher Art verschiedene Ballungsräume zusammenwachsen lassen. Schon heute würde ein tägliches Pendeln nach Wien zeitlich gehen (aber kostenmässig bzw. auch kräftemässig wohl kaum). Bei weiter ausgebauten Strecken wird das immer eine wahrscheinlichere Perspektive. Wohnen in Innsbruck, arbeiten in München, warum nicht...


Aber wieso ist das erstrebenswert? Ich denke, da wird dann einfach das Hinauszögern der Entscheidung für einen Wohnort durch einen hohen Energieverbrauch bezahlt.

Und angenommen Innsbruck-München wäre möglich, wie lange würde es dauern bis der erste daherkommt und Innsbruck-Nürnberg fordert, vielleicht mit Karwendel-Basistunnel?

Für weitere Reisen (also z.B. über 1000km) wäre es glaube ich erheblich billiger ein vernünftiges Nachtzugnetz aufzubauen / zu erhalten als das über flächendeckende 300km/h-Strecken und Tageszüge erreichen zu wollen. Mit z.B. irgendwas um die 130 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit schaffe ich es in 10 Stunden Nacht auch schon bis Dänemark oder Süditalien. Finde ich in Innsbruck übrigens sehr schade, dass es kaum Nachtzugverbindungen gibt die eine echte Alternative für den Urlaubsverkehr sein können (doch eigentlich nur ein paar saisonal Samstags verlängerte Züge über München, die hier auch noch zu nicht ganz idealen Zeiten abfahren, z.B. Abfahrt hier Nachmittags, Durchfahrt durch Norddeutschland auf dem Weg nach Kopenhagen am sehr frühen Morgen z.B. um 4 Uhr).

Ein Zug der z.B. hier 20 Uhr abfährt, München dann so 22 Uhr passiert und dann am nicht zu frühen Morgen in Norddeutschland ist wäre schon eher eine Alternative zum Flieger. Vielleicht noch (wieso nicht mal ein Triebwagen?) so konstruiert dass man ihn unterwegs ohne langes rangieren auf mehrere Zielorte aufteilen kann.
 

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Beitrag #56802 BeitragErstellt: 11.11.2009 23:41
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manni schrieb:
Ja, danke für die Erläuterung. Ich dachte auch an die Zeit ab Fertigstellung des Unterinntaltunnels. Idealerweise sollte der RJ dann mit 200 km/h im Tunnel unterwegs sein, wofür dieser ja angeblich ausgelegt sein sollte, an der Oberfläche bleibt dann hoffentlich genügend Kapazität für die S-Bahn und stündliche REX.


Ideal würde ich dann einen Mix aus RJ die auch gerne so ein Haltemuster wie du es beschreibst haben dürfen und IC-Zügen die eben öfter halten finden. Östlich von Salzburg gibt es die Differenzierung ja eh schon. Ich finde, Züge über weite Strecken, die trotzdem Halte wie Jenbach, Kufstein, etc. bedienen haben durchaus ihre Berechtigung. Vielleicht könnte man einen solchen Zug z.B. auch in Rosenheim stürzen, damit mit man mit geeignetem Anschluss auch öfter als alle zwei Stunden von Innsbruck nach München kommt.

Wäre eigentlich sogar ein geeigneter Ort für eine Flügelung: Vorderer Zugteil München, hinterer Salzburg / Wien. Kostet etwas Zeit, könnte aber zusätzliche Verbindungen herstellen.
 

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Beitrag #56804 BeitragErstellt: 12.11.2009 08:27
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Nur muss dann die DB mitspielen (Achskilometerausgleich) und die Verbindung Kufstein - Salzburg hat nun mal untergeordnete Priorität im deutschen Bahnnetz...
 

Bombardier - Fehler mit System!

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Beitrag #56805 BeitragErstellt: 12.11.2009 10:34
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Ja... Wobei andersherum gesagt Rosenheim-München schon eine gewisse Priorität geniessen dürfte, ist ja auch eine nicht ganz unwichtige Pendlerstrecke.

Das Problem an den Strecken ist denke ich, dass meiner Ansicht nach sowohl München-Salzburg, als auch Salzburg-Innsbruck, als auch München-Innsbruck einen Stundentakt im Fernverkehr vertragen würden (schau bloß mal auf die entsprechenden Autobahnen). Wenn man das aber ohne Umsteigemöglichkeiten / Flügelung in Rosenheim machen würde, hätte man auf jeder der Streckenäste einen Halbstundentakt. Ist eigentlich der klassische Fall wo man in anderen Regionen mit einer Flügelung arbeitet.
 

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