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Heli
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Beitrag #112352 BeitragErstellt: 19.11.2019 21:57
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manni schrieb:

Zitat:
ch erinnere mich noch lebhaft an Aussagen von einem (in diesem Fall FI-) Gemeinderat "mia hamm Expertn bei die IVB, wenn ma denen nimma glabn wem nacha...".


So what? FI geht das schon lange nichts mehr an.

Zitat:
Die IVB-Hörigkeit bei den Grünen (sorry Manni) tut das Ihrige zur Sache, diese Anbiederung, v.a. von den letzen Verkehrs-Stadträtinnen an die IVB ist schon sehr peinlich. Es ist ja nicht so, dass die jetzige Verkehrsstadträtin vor 15 Jahren (vor Bestellung der Flexity-Trams) darauf hingewiesen wurde, dass das damals geplante Betriebskonzept incl. Fahrzeugkonfiguration nicht funktionieren wird und die geplanten Fahrzeiten nie und nimmer erreicht werden können...


Offenbar glaubst du, einen Einblick bei den Grünen zu haben, weil du vor etlichen Jahren auch mal EGR warst. Ich habe dich aber in letzter Zeit bei keiner Klubsitzung, Bezirks- oder Landesversammlung oder auch Wahlparty gesehen. Ich darf daran erinnern, dass ich das Ende 2017 übernommen habe und wir mit Sicherheit das wahrscheinlich ausgereifteste Mobilitäts-Wahlprogramm hatten, das ein Innsbrucker GR-Wahlwerber je hatte (ist und bleibt nachlesbar unter https://innsbruck.gruene.at/schwerpunkte/mobil-in-die-zukunft ), von dem dann auch ein Großteil ins Arbeitsprogramm der Stadtregierung eingeflossen ist. Inklusive der Entstörung und Beschleunigung der vorhandenen Tramlinien, btw. Du kannst deine Beobachtungen der früheren Grünen also ad acta legen, die sind nämlich schon längst obsolet. Man ist bei den Grünen mittlerweile sehr gut informiert. Es ist nur äußerst schwierig und langwierig, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
Die damals geplanten Fahrzeiten (beziehst du dich auf ILF 2007?) werden nicht erreicht werden, aber die vmed 19 km/h auf 2 und 5 und deutlich mehr auf der 5 von Technik West bis Völs werden wir beizeiten schaffen.


Ob FI oder nicht, diverse Jubelmeldungen aus dem Büro der Verkehrsstadträtin lassen mich (und jeden Zeitungsleser) was anderes vermuten.
Meine Bemerkung zu den Grünen, v.a. den Verkerhsstadträtinnen basieren ausschliesslich aus jedem zugänglichen Informationen aus den Medien.

Das Problem mit den nicht zu erreichenden Fahrzeiten aus der ILF-Studie (oder noch früher aus IVB-Angaben) ist aber, dass diese damals Entscheidungsgrundlage für den Tramausbau waren (inclusive Kosten).

Ad 19 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit: Dies bedingt eine Reisezeit von JKS bis PHS von 32 Minuten. Wie Messungen im Frühjahr und jetzt im Herbst ergaben liegt die schnellste Reisezeit unter der Annahme absoluter Verzögerungsfreiheit (also wirklich nur Halt an den Haltestellen) bei ca. 35 Minuten. Dies entspräche einer Vmed von 17,3 km/h. Ich habe sowohl öffentlich als auch dir gegenüber 16 km/h als erstrebenswertes, realistisches Ziel bezeichnet.
Welche Massnahmen sollten bzw. werden unternommen, um die 19 km/h zu erreichen?
 

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Heli
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Beitrag #112353 BeitragErstellt: 19.11.2019 22:00
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Hager schrieb:
Einer Aktiengesellschaft können vom Eigentümer in Österreich keine Weisungen erteilt werden. Hier hat Manni recht. Das unterscheidet sie von der GmbH. Bei einer AG sind überdies zwingend die Rollen verteilt: Geschäftsführung Vorstand, Aufsicht der Aufsichtsrat. Die Hauptversammlung hat nur bestimmte Rechte (wie Wahl des Aufsichtsrats). Die IB ist gegenüber der Stadt mediatisiert (das Weisungsrecht liegt dort beim Eigentümer IKB AG). Ob es einen Sydikatsvertrag gibt, der Durchgriffsmöglichkeiten gibt etwa auf die Bestellung / Abberufung der Geschäftsführung, weiß ich nicht.
Die Experten sitzen in der Verwaltung (oder es sollte sie jedenfalls dort geben). In der Politik sind sie eher rat, diese wird dadurch abhängig. Gefährlich wird es, wenn diese Experten ihre Kenntnis zu Eigeninteressen nützen (etwa als Autofans).
Bei aller Kritik habe ich schon den Eindruck, dass was weiter geht und in mühsamen Kleinschritten nicht nur unerhebliche Verbesserungen erzielt werden.


Was den AR betrifft vermisse ich die Entsendung von Experten. In England ist es z. B. üblich, dass im AR externe Experten sitzen, welchen zum einen auf die Finger schauen sollen, zum anderen auch Input geben. Bei uns war z. B. der ehemalige CEO von Translink Belfast im AR, ich selbst wurde auch gefragt, ob ich nach meinem Rückzug von Reading Buses im AR (dort heisst es "non-executive Director") eines anderen Unternehmens sein wolle.
 

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Admiral
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Beitrag #112355 BeitragErstellt: 19.11.2019 23:00
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ich bedanke mich eigentlich auch innerlich bei den fahrern die nicht auf die ampeln hinstechen und dort so in die eisen treten, dass sich der ganze bus vorne versammelt...
umgekehrt, würden vorsignale bzw verlässliche A's dann helfen, dass fahrer wissen, bis sie dort sind, ist freie fahrt angesagt, geben wir gas... warum setzt die verkehrsabteilung nicht auf sowas? sicher, ist auch ein kostenfaktor, aber in zeiten klimathemen ist das auch argumentierbar, wenn man nicht ein mehr an schadstoffen durch unnötiges beschleunigen in die landschaft stellt... in anderen städten geht das auch, hier muss man ja in innsbruck nichts neues erfinden...
 

This article is a natural product. The slight variations in spelling and grammar enhance its natural character and beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

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Heli
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Beitrag #112356 BeitragErstellt: 19.11.2019 23:18
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manni schrieb:
Dennoch möchte ich hier schon auch festhalten, dass "französische Kriterien" in Österreich nicht anwendbar sind und in den österreichischen Städten auch nicht immer Sinn machen würden (vgl. dazu auch den Stadtverkehr-Artikel von T. Naumann).



Kannst Du das etwas präzisieren? Welche Kriterien meinst Du genau?
 

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manni
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Beitrag #112358 BeitragErstellt: 20.11.2019 11:04
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Heli schrieb:
Kannst Du das etwas präzisieren? Welche Kriterien meinst Du genau?


Da gibt es mehrere Faktoren, ich picke aus diesen nun die umfassende begleitende Stadtraumneugestaltung heraus.

Diese erhöht um einen die Kosten pro Meter Neubaustrecke, und zwar enorm (um das Doppelte bis Dreifache). In Frankreich ist das aufgrund der (bislang) völlig anderen Finanzierungsstruktur möglich, in Österreich nicht. Wir können das in Österreich also nur eingeschränkt machen, wobei wir diesbezüglich in Innsbruck nicht so schlecht dastehen, da bei fast allen Neubaustrecken Stellplätze weggefallen sind, sehr oft Fahrspuren für den IV, und begleitende Begrünung zumindest in Form von Baumreihen und kleineren Grünflächen an vielen Stellen erfolgen konnte. Und da kann ich euch sagen, dass all das auch nicht von selber passiert ist, sondern von uns Grünen - insbesondere Svon Sonja Pitscheider und Gerhard Fritz - mühsam eingefordert und in die Prozesse eingebaut wurde (z.B. die verpflichtende Befassung des Grünanlagenamtes, was zu den, wie ich finde, doch sehr ansehnlichen Baumreihen, Solitärbäumen, Bodendeckern, Rasenflächen und Blumenwiesen führte - inklusive der ersten in Innsbruck durchgeführten Großbaumverpflanzung). Aber Totalumbauten von allem im öffentlichen Raum entlang der Strecke, à la Frankreich, sind halt nicht drin.
Ein weiterer Faktor sind die Vorschriften der StVO, der StrabVO und der Bauordnung sowie die Richtlinienwerke der Stadt und des Landes und dazu auch noch die über den städtischen und Landesrichtlinien stehenden RVS. Das lässt sich so zusammenfassen: in Frankreich ist eine deutlich freiere Gestaltung des öffentlichen Raums und auch von Verkehrsraum möglich. In Österreich ist alles viel stärker reglementiert, vom Minimalabstand zu Gebäuden, dem Maximalgefälle von Rampen, der Höhe von Bordsteinkanten, der Verpflichtung zur Errichtung von Geländern, bis bis hin zur Beschaffenheit von Leistensteinen und unter welchen Umständen die wo verlegt zu werden haben. Die meisten französischen Public-Space-Layouts, inklusive simpler Rasengleise ohne Einzäunung, wären in Österreich schlicht nicht möglich (das trifft übrigens auch auf die meisten anderen Staaten zu).
Und zu guter Letzt nun noch die Signalisierung: hier sind wir wieder bei StVO und StrabVO. Es war allein schon ein Kraftakt (vor 20 Jahren), die Genehmigung für Signale zu erhalten, die nicht grün blinken müssen, um den Signalphasenwechsel beschleunigen zu können. Das von manchen geforderte Ankündigungssignal für Freie Fahrt ist hier in der französischen Variante rechtlich schlicht nicht möglich, schon gar nicht in blau.

Dies als eines von vielen Beispielen. Das hier ist nun mal Innsbruck (oder Graz oder Wien), nicht Marseille oder Nizza oder Grenoble.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 20.11.2019 11:52, insgesamt 3 mal bearbeitet

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Beitrag #112359 BeitragErstellt: 20.11.2019 11:35
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Anmerkung --- Anmerkung --- Anmerkung --- Anmerkung (Code 11)


Das Thema Ampelsteuerungen bitte ausschließlich hier diskutieren, nicht auf mehrere Threads verteilen. Habe einige Postings hier herein verschoben.
 

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Verschoben: 20.11.2019 11:35 Uhr von manni
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Beitrag #112362 BeitragErstellt: 20.11.2019 13:14
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manni schrieb:
Heli schrieb:
Kannst Du das etwas präzisieren? Welche Kriterien meinst Du genau?


Da gibt es mehrere Faktoren, ich picke aus diesen nun die umfassende begleitende Stadtraumneugestaltung heraus.

Diese erhöht um einen die Kosten pro Meter Neubaustrecke, und zwar enorm (um das Doppelte bis Dreifache). In Frankreich ist das aufgrund der (bislang) völlig anderen Finanzierungsstruktur möglich, in Österreich nicht. Wir können das in Österreich also nur eingeschränkt machen, wobei wir diesbezüglich in Innsbruck nicht so schlecht dastehen, da bei fast allen Neubaustrecken Stellplätze weggefallen sind, sehr oft Fahrspuren für den IV, und begleitende Begrünung zumindest in Form von Baumreihen und kleineren Grünflächen an vielen Stellen erfolgen konnte. Und da kann ich euch sagen, dass all das auch nicht von selber passiert ist, sondern von uns Grünen - insbesondere Svon Sonja Pitscheider und Gerhard Fritz - mühsam eingefordert und in die Prozesse eingebaut wurde (z.B. die verpflichtende Befassung des Grünanlagenamtes, was zu den, wie ich finde, doch sehr ansehnlichen Baumreihen, Solitärbäumen, Bodendeckern, Rasenflächen und Blumenwiesen führte - inklusive der ersten in Innsbruck durchgeführten Großbaumverpflanzung). Aber Totalumbauten von allem im öffentlichen Raum entlang der Strecke, à la Frankreich, sind halt nicht drin.
Ein weiterer Faktor sind die Vorschriften der StVO, der StrabVO und der Bauordnung sowie die Richtlinienwerke der Stadt und des Landes und dazu auch noch die über den städtischen und Landesrichtlinien stehenden RVS. Das lässt sich so zusammenfassen: in Frankreich ist eine deutlich freiere Gestaltung des öffentlichen Raums und auch von Verkehrsraum möglich. In Österreich ist alles viel stärker reglementiert, vom Minimalabstand zu Gebäuden, dem Maximalgefälle von Rampen, der Höhe von Bordsteinkanten, der Verpflichtung zur Errichtung von Geländern, bis bis hin zur Beschaffenheit von Leistensteinen und unter welchen Umständen die wo verlegt zu werden haben. Die meisten französischen Public-Space-Layouts, inklusive simpler Rasengleise ohne Einzäunung, wären in Österreich schlicht nicht möglich (das trifft übrigens auch auf die meisten anderen Staaten zu).
Und zu guter Letzt nun noch die Signalisierung: hier sind wir wieder bei StVO und StrabVO. Es war allein schon ein Kraftakt (vor 20 Jahren), die Genehmigung für Signale zu erhalten, die nicht grün blinken müssen, um den Signalphasenwechsel beschleunigen zu können. Das von manchen geforderte Ankündigungssignal für Freie Fahrt ist hier in der französischen Variante rechtlich schlicht nicht möglich, schon gar nicht in blau.

Dies als eines von vielen Beispielen. Das hier ist nun mal Innsbruck (oder Graz oder Wien), nicht Marseille oder Nizza oder Grenoble.


Und dennoch habe ich von Linz ein anderes Bild. Bei der Bevorrangung und Streckengestaltung. Auch die Tram in Gmunden, Graz oder Wien fährt viel flüssiger dahin.

Was sind btw die "meisten anderen Staaten in denen das französische System vergleichsweise nicht möglich ist"?

Spanien? Deutschland? Irland?
 

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Beitrag #112366 BeitragErstellt: 20.11.2019 15:28
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IBKBus schrieb:
Und dennoch habe ich von Linz ein anderes Bild. Bei der Bevorrangung und Streckengestaltung. Auch die Tram in Gmunden, Graz oder Wien fährt viel flüssiger dahin.


Da geht's nicht um ein "Bild", sondern um Tatsachen. In Graz gibt es ebenso wie in Wien viel mehr staugefährdete Mischverkehrsabschnitte als in Innsbruck. Die Grazer Tram ist im Schnitt genauso langsam wie die Innsbrucker, die vmeds dümpeln in beiden Städten zwischen 13 und 15 km/h. Neubaustrecken in Graz werden fast durchgehend in den Mischverkehr gelegt, auch jetzt geplante. Von Wien weiß ich das nun nicht, aber das lässt sich ja vielleicht ergoogeln, allerdings hat die Tram in Wien grundsätzlich eine etwas andere Funktion als in den kleineren Städten, sie ist in Wien nicht der höchstrangige Verkehrsträger.
Linz ist in Österreich in jeder Hinsicht eine Ausnahme, aber von den neuen französischen Betrieben auch weit entfernt. Aber ich würde sagen, in Oberösterreich, genauer in Traun, hat man sich diesem ideal schon so weit angenähert, wie es in Österreich geht.

Zitat:
Was sind btw die "meisten anderen Staaten in denen das französische System vergleichsweise nicht möglich ist"?
Spanien? Deutschland? Irland?


Deutschland gehört da dazu, Irland auch nach allem was ich von dort gesehen habe, das kann ich aber nicht so gut beurteilen. Aber was haben wir nun davon, wenn wir diese Staaten aufzählen? Tatsache ist, dass es in Österreich nun mal so ist.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 20.11.2019 15:29, insgesamt 2 mal bearbeitet

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Beitrag #112371 BeitragErstellt: 20.11.2019 15:49
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Was ich damit sagen will ist, dass auch in Österreich bei gutem Willen viel mehr drinnen ist. Allerdings brauchts halt auch Politiker die darauf wirklich schauen, und sich nicht nur geschönte Statistiken anschauen. Ich sehe einfach das größte Problem bei der derzeitigen Verkehrsstadträtin liegen, die entweder blind, beratungsresistent oder desinteressiert ist. Würde sie auch nur einmal vom Radl absteigen und die Öffis nehmen, würd sies selbst sehen...
 

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Beitrag #112372 BeitragErstellt: 20.11.2019 16:16
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IBKBus schrieb:
Was ich damit sagen will ist, dass auch in Österreich bei gutem Willen viel mehr drinnen ist. Allerdings brauchts halt auch Politiker die darauf wirklich schauen, und sich nicht nur geschönte Statistiken anschauen. Ich sehe einfach das größte Problem bei der derzeitigen Verkehrsstadträtin liegen, die entweder blind, beratungsresistent oder desinteressiert ist. Würde sie auch nur einmal vom Radl absteigen und die Öffis nehmen, würd sies selbst sehen...


Wie gesagt, was in Österreich maximal drinnen ist, sieht man mE am ehesten in Traun (in Linz gibt es ja keine oberirdischen Neubaustrecken in besiedeltem Gebiet - da wird man erst sehen, ob die etwas besser machen, falls sie jemals die Linie 4 bauen). Traun nehme ich auch grün-intern als einziges Positivbeispiel.

Sorry, aber zu deiner Einschätzung der Mobilitätsstadrätin werde ich öffentlich nichts sagen, außer dass ich ihre Arbeit weitgehend sehr schätze (und das ist keine heiße Polit-Luft - ich mag ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Energie beim Zurückdrängen des MIV, und auch die Parkgebühren erhöhen sich nicht von selbst), aber es natürlich auch Auffassungsunterschiede gibt. Das ist in der politischen Arbeit normal. Wenn es dir aber ein Anliegen ist, der Mobilitätsstadträtin etwas mitzuteilen, dann schreib ihr doch am besten ein Mail; das kann auch jede*r andere und ich bitte darum, das bei Bedarf zu tun: uschi.schwarzl@magibk.at
Ich orientiere meine politische Arbeit weitgehend unabhängig von der Mobilitätsstadträtin an dem, was ich gemeinsam mit unserem Bürgermeister, der selbstverständlich nach wie vor dahinter steht, vor der GR- und Bgm-Wahl erarbeitet habe.
 

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Beitrag #112373 BeitragErstellt: 20.11.2019 18:29
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Wie erfolgreich sie beim zurückdrängen des MIV ist sieht man am Innrain wo die "Stadtbahn" im Stau steht.
Ich sehe leider nicht wie sie aktiv den Stadtverkehr verbessert, wie sie aktiv den Regionalverkehr verbesser (wo glaubst kommt der Stau her?).
Da ist soviel Luft nach oben, aber ich sehe nichts.
 

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Hager
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Beitrag #112374 BeitragErstellt: 20.11.2019 19:04
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Ein gefallenes Stichwort: in Wien ist die Straßenbahn nicht der oberste Level der Verkehrsträger. Das stimmt und das hat Konsequenzen: Das Verkehrsministerium ist nach Wien orientiert (wie die ganze Bundesverwaltung). Gesetze und Verordnungen sind keine Heiligen Schriften, sondern Ergebnisse politscher Meinungsprozesse, von Einwirkungen durch Experten (was nur heißt, dass sie vom jeweiligen Fachgebiet was verstehen (sollten) und zum Teil purer Zufälle (z.B. Abschreiben fremder Vorschriften aus Bequemlichkeit). Man muss sich die Mühe machen, Änderungen vorzuschlagen. Das geht! Ich selbst war in einigen Fällen darin erfolgreich. Manchmal gibt es einfach günstige Gelegenheiten, wie z.B. gerade laufende Änderungsverfahren (gute Stellungnahmen im Begutachutngsverfahren9, da muss man nicht einmal etwas anstoßen. Da müssen Fachleute und Juristen zusammenarbeiten, sonst wird das selten was (weil jeder in seinem geistigen Kasten verharrt).
Ein altes Problem tut sich hier auch aus: Straßenverwaltung und Eisenbahnverwaltung stehen sich als Gegner gegenüber. Das ist auch innerhalb der Sektionen des Verkehrsministeriums so. Ich könnte da einiges erzählen. Das Schrebergartendenken riecht in die höchsten Ebenen.
 

Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.

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Beitrag #112375 BeitragErstellt: 20.11.2019 23:19
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manni schrieb:
Heli schrieb:
Kannst Du das etwas präzisieren? Welche Kriterien meinst Du genau?


Da gibt es mehrere Faktoren, ich picke aus diesen nun die umfassende begleitende Stadtraumneugestaltung heraus.

Diese erhöht um einen die Kosten pro Meter Neubaustrecke, und zwar enorm (um das Doppelte bis Dreifache). In Frankreich ist das aufgrund der (bislang) völlig anderen Finanzierungsstruktur möglich, in Österreich nicht. Wir können das in Österreich also nur eingeschränkt machen, wobei wir diesbezüglich in Innsbruck nicht so schlecht dastehen, da bei fast allen Neubaustrecken Stellplätze weggefallen sind, sehr oft Fahrspuren für den IV, und begleitende Begrünung zumindest in Form von Baumreihen und kleineren Grünflächen an vielen Stellen erfolgen konnte. Und da kann ich euch sagen, dass all das auch nicht von selber passiert ist, sondern von uns Grünen - insbesondere Svon Sonja Pitscheider und Gerhard Fritz - mühsam eingefordert und in die Prozesse eingebaut wurde (z.B. die verpflichtende Befassung des Grünanlagenamtes, was zu den, wie ich finde, doch sehr ansehnlichen Baumreihen, Solitärbäumen, Bodendeckern, Rasenflächen und Blumenwiesen führte - inklusive der ersten in Innsbruck durchgeführten Großbaumverpflanzung). Aber Totalumbauten von allem im öffentlichen Raum entlang der Strecke, à la Frankreich, sind halt nicht drin.
Ein weiterer Faktor sind die Vorschriften der StVO, der StrabVO und der Bauordnung sowie die Richtlinienwerke der Stadt und des Landes und dazu auch noch die über den städtischen und Landesrichtlinien stehenden RVS. Das lässt sich so zusammenfassen: in Frankreich ist eine deutlich freiere Gestaltung des öffentlichen Raums und auch von Verkehrsraum möglich. In Österreich ist alles viel stärker reglementiert, vom Minimalabstand zu Gebäuden, dem Maximalgefälle von Rampen, der Höhe von Bordsteinkanten, der Verpflichtung zur Errichtung von Geländern, bis bis hin zur Beschaffenheit von Leistensteinen und unter welchen Umständen die wo verlegt zu werden haben. Die meisten französischen Public-Space-Layouts, inklusive simpler Rasengleise ohne Einzäunung, wären in Österreich schlicht nicht möglich (das trifft übrigens auch auf die meisten anderen Staaten zu).
Und zu guter Letzt nun noch die Signalisierung: hier sind wir wieder bei StVO und StrabVO. Es war allein schon ein Kraftakt (vor 20 Jahren), die Genehmigung für Signale zu erhalten, die nicht grün blinken müssen, um den Signalphasenwechsel beschleunigen zu können. Das von manchen geforderte Ankündigungssignal für Freie Fahrt ist hier in der französischen Variante rechtlich schlicht nicht möglich, schon gar nicht in blau.

Dies als eines von vielen Beispielen. Das hier ist nun mal Innsbruck (oder Graz oder Wien), nicht Marseille oder Nizza oder Grenoble.


Es verlangt glaub ich niemand dass man das französiche Prinzip 1:1 übernimmt, aber zumindest Ausbaustandards wie in Linz, Augsburg, Freiburg oder München sind weder rechtlich noch finanziell unmöglich.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Bevorrangung, die funktioniert auch in Ö (mit den vorhandenen, erlaubten Signalen) sehr gut, wenn man will, wie ich auch am Bsp Linz oder auch anderswo, wie z. B. Freiburg oder München. Linz hat Vorsignale, funktionieren super und erlauben ein verzögerungsfreies Zufahren auf eine noch rote Ampel.
Ad Abgrenzung von Rasengleisen: auch das scheint man den Linzern (oder auch Karlsruhern - ich weiss, nicht Ö) nicht gesagt zu haben, entlang der gesamten Strecke von Neue Welt bis zur Traunquerung, auch Richtung Auwiesen befinden sich Gehwege ohne Abgrenzung direkt am Rasengleis, und das mit 60 km/h (auf der parallelen B1 gilt 50).
 

Zuletzt bearbeitet von Heli: 21.11.2019 00:14, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #112376 BeitragErstellt: 20.11.2019 23:22
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manni schrieb:
IBKBus schrieb:
Und dennoch habe ich von Linz ein anderes Bild. Bei der Bevorrangung und Streckengestaltung. Auch die Tram in Gmunden, Graz oder Wien fährt viel flüssiger dahin.


Da geht's nicht um ein "Bild", sondern um Tatsachen. In Graz gibt es ebenso wie in Wien viel mehr staugefährdete Mischverkehrsabschnitte als in Innsbruck. Die Grazer Tram ist im Schnitt genauso langsam wie die Innsbrucker, die vmeds dümpeln in beiden Städten zwischen 13 und 15 km/h. Neubaustrecken in Graz werden fast durchgehend in den Mischverkehr gelegt, auch jetzt geplante. Von Wien weiß ich das nun nicht, aber das lässt sich ja vielleicht ergoogeln, allerdings hat die Tram in Wien grundsätzlich eine etwas andere Funktion als in den kleineren Städten, sie ist in Wien nicht der höchstrangige Verkehrsträger.
Linz ist in Österreich in jeder Hinsicht eine Ausnahme, aber von den neuen französischen Betrieben auch weit entfernt. Aber ich würde sagen, in Oberösterreich, genauer in Traun, hat man sich diesem ideal schon so weit angenähert, wie es in Österreich geht.

Zitat:
Was sind btw die "meisten anderen Staaten in denen das französische System vergleichsweise nicht möglich ist"?
Spanien? Deutschland? Irland?


Deutschland gehört da dazu, Irland auch nach allem was ich von dort gesehen habe, das kann ich aber nicht so gut beurteilen. Aber was haben wir nun davon, wenn wir diese Staaten aufzählen? Tatsache ist, dass es in Österreich nun mal so ist.


Was spricht dagegen sich an den besten zu orientieren und nicht immer an den nciht so guten?
Ad Irland, LUAS in Dublin wurde von einem französischen Konsortium nach französischen Kriterien gebaut, vielleicht hat das eher was mit handelnden Personen und Willen zu tun und nicht mit Vorschriften? Nur so als Frage.
Warum nicht an Linz orientieren, welche auf einer im 3,75-Min Takt befahrenen Strecke incl. Fuzo 21 km/h Reisegeschwindigkeit haben? Da gehören aber viele Aspekte dazu, Ampeln, Trassierung, Fahrzeuge, Abfertigungssystem, usw.
 

Zuletzt bearbeitet von Heli: 20.11.2019 23:27, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #112377 BeitragErstellt: 20.11.2019 23:30
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Hager schrieb:
Ein gefallenes Stichwort: in Wien ist die Straßenbahn nicht der oberste Level der Verkehrsträger. Das stimmt und das hat Konsequenzen: Das Verkehrsministerium ist nach Wien orientiert (wie die ganze Bundesverwaltung). Gesetze und Verordnungen sind keine Heiligen Schriften, sondern Ergebnisse politscher Meinungsprozesse, von Einwirkungen durch Experten (was nur heißt, dass sie vom jeweiligen Fachgebiet was verstehen (sollten) und zum Teil purer Zufälle (z.B. Abschreiben fremder Vorschriften aus Bequemlichkeit). Man muss sich die Mühe machen, Änderungen vorzuschlagen. Das geht! Ich selbst war in einigen Fällen darin erfolgreich. Manchmal gibt es einfach günstige Gelegenheiten, wie z.B. gerade laufende Änderungsverfahren (gute Stellungnahmen im Begutachutngsverfahren9, da muss man nicht einmal etwas anstoßen. Da müssen Fachleute und Juristen zusammenarbeiten, sonst wird das selten was (weil jeder in seinem geistigen Kasten verharrt).
Ein altes Problem tut sich hier auch aus: Straßenverwaltung und Eisenbahnverwaltung stehen sich als Gegner gegenüber. Das ist auch innerhalb der Sektionen des Verkehrsministeriums so. Ich könnte da einiges erzählen. Das Schrebergartendenken riecht in die höchsten Ebenen.


Ob oberster Level als Verkehrsträger oder nicht ist nicht relevant, Städte mit U-Bahnen können auch sehr gute, schnelle Trams haben (München, Paris, Marseille, Lyon, Stockholm).
 

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Beitrag #112378 BeitragErstellt: 21.11.2019 01:09
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IBKBus schrieb:
Wie erfolgreich sie beim zurückdrängen des MIV ist sieht man am Innrain wo die "Stadtbahn" im Stau steht.
Ich sehe leider nicht wie sie aktiv den Stadtverkehr verbessert, wie sie aktiv den Regionalverkehr verbesser (wo glaubst kommt der Stau her?).
Da ist soviel Luft nach oben, aber ich sehe nichts.


Das ist billige Polemik. Wir haben diese eine massive Problemstelle, somnst gibt es keine. Und die lässt überhauopt keine Schlüsse darauf zu, wie erfolgreich die Zurückdrängung des mIV ist. Abgesehen davon habe ich dazu weiter oben schon etwas geschrieben und steht sowieso außer Frage, dass das korrigiert werden wird. Also bitte nicht immer wieder mit dem selben daherkommen.
 

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Beitrag #112379 BeitragErstellt: 21.11.2019 01:13
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Heli schrieb:

Was spricht dagegen sich an den besten zu orientieren und nicht immer an den nciht so guten?
Ad Irland, LUAS in Dublin wurde von einem französischen Konsortium nach französischen Kriterien gebaut, vielleicht hat das eher was mit handelnden Personen und Willen zu tun und nicht mit Vorschriften? Nur so als Frage.
Warum nicht an Linz orientieren, welche auf einer im 3,75-Min Takt befahrenen Strecke incl. Fuzo 21 km/h Reisegeschwindigkeit haben? Da gehören aber viele Aspekte dazu, Ampeln, Trassierung, Fahrzeuge, Abfertigungssystem, usw.


Hier zum gefühlt tausendsten Mal Dinge zu schreiben, die teils utopisch und teils eh bekannt sind, bewirkt nicht besonders viel, es tut mir leid, aber darauf gehe ich nicht mehr ein. Ob die LUAS von einem französischen Konsortium gebaut wurde oder nicht, wird bei uns nichts verbessern und nichts verschlechtern.
 

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Beitrag #112380 BeitragErstellt: 21.11.2019 01:21
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Heli schrieb:

Es verlangt glaub ich niemand dass man das französische Prinzip 1:1 übernimmt, aber zumindest Ausbaustandards wie in Linz, Augsburg, Freiburg oder München sind weder rechtlich noch finanziell unmöglich.


Aber politisch, und je nach handelnden Personen für die verwaltung ist das in AT nun mal nur in Linz möglich. Das sind nun mal die Tatsachen.

Zitat:

Ein wesentlicher Aspekt ist die Bevorrangung, die funktioniert auch in Ö (mit den vorhandenen, erlaubten Signalen) sehr gut, wenn man will, wie ich auch am Bsp Linz oder auch anderswo, wie z. B. Freiburg oder München. Linz hat Vorsignale, funktionieren super und erlauben ein verzögerungsfreies Zufahren auf eine noch rote Ampel.


Ja, wie auch immer, auch hier gibt es in Innsbruck einen klaren politischen Auftrag. Auch mir geht es zu langsam, aber Tatsache ist, dass es seit 2014 jedes Jahr besser wird. Mehr können wir von politischer Seite im Moment nicht tun. Wenn du glaubst, das müsse anders sein, engagiere dich bitte selbst politisch und schreib nicht nur hier, was du gerne hättest.

Zitat:

Ad Abgrenzung von Rasengleisen: auch das scheint man den Linzern (oder auch Karlsruhern - ich weiss, nicht Ö) nicht gesagt zu haben, entlang der gesamten Strecke von Neue Welt bis zur Traunquerung, auch Richtung Auwiesen befinden sich Gehwege ohne Abgrenzung direkt am Rasengleis, und das mit 60 km/h (auf der parallelen B1 gilt 50).


Ja, ich schrieb zwar schon, dass Linz eine Ausnahme in AT ist (bzw. eigentlich nur Traun, weil bisher nur dort viele typische Elemente einer umfassenden Neugestaltung umgesetzt wurden), aber der Rest Österreichs tickt eben anders als Linz. Und ich bitte nun, nicht mit dem neuen Wiener Rasengleis zu kommen, denn das durchzusetzen war ein Kraftakt (der dortigen Grünen), bei dem nicht sicher ist ob er sich wiederholen lässt. Und die Wiener Linien sind mindestens ebenso gut im hinterlistigen Zerstören vorhandener Rasengleise wie die IVB.
 

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Zuletzt bearbeitet von manni: 21.11.2019 01:22, insgesamt 3 mal bearbeitet

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Beitrag #112381 BeitragErstellt: 21.11.2019 08:15
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Heli schrieb:
Hager schrieb:
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Ein altes Problem tut sich hier auch aus: Straßenverwaltung und Eisenbahnverwaltung stehen sich als Gegner gegenüber. Das ist auch innerhalb der Sektionen des Verkehrsministeriums so. Ich könnte da einiges erzählen. Das Schrebergartendenken riecht in die höchsten Ebenen.


Ob oberster Level als Verkehrsträger oder nicht ist nicht relevant, Städte mit U-Bahnen können auch sehr gute, schnelle Trams haben (München, Paris, Marseille, Lyon, Stockholm).


Ich wurde hier nicht verstanden. Ich weiß schon, dass vielfach das Recht als Vorwand genommen wird um etwas nicht tun zu müssen, das man nicht will. Gerade für die RVS, die nicht einmal eine Rechtsvorschrift, sondern eine technische Norm für den Straßenbau ist, die den Stand der Technik wiedergibt (aber nicht sie allein! so der VwGH) gilt das erst recht. Sachverständige ziehen sich gerne hinter technische Normen zurück, um unangreifbar zu sein und das Haftungsrisiko zu minimieren. Dies gilt für Planer ebenso. Die Beurteilungsvorschrift für die Sicherheit auf der Straße ist übrigens § 37 Tiroler Straßengesetz.
Ich wollte aber nur darlegen, dass man Rechtsvorschriften nicht als unabänderbar hinnehme darf und soll.
 

Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.

Zuletzt bearbeitet von Hager: 21.11.2019 08:21, insgesamt 2 mal bearbeitet

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Beitrag #112382 BeitragErstellt: 21.11.2019 09:02
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manni schrieb:


Das ist billige Polemik. Wir haben diese eine massive Problemstelle, somnst gibt es keine. Und die lässt überhauopt keine Schlüsse darauf zu, wie erfolgreich die Zurückdrängung des mIV ist. Abgesehen davon habe ich dazu weiter oben schon etwas geschrieben und steht sowieso außer Frage, dass das korrigiert werden wird. Also bitte nicht immer wieder mit dem selben daherkommen.


Bitte kein Kritik Bashing betreiben, es ist keine billige Polemik, es ist leider die Realität. In Linz hat man die Straßenbahn ganz ohne Grün so toll hinbekommen. Es liegt einfach an den handelnden Personen.
Btw. einem Busfahrer zu sagen, dass es sonst keine Probleme gibt grenzt an Verhöhnung. Auch kann ich seit 2014 keine Verbesserungen insgesamt feststellen. Manche Sachen wurden verbessert, andere verschlechterten sich. Außerdem fanden und finden Fahrzeitdehnungen unter grünen Verkehrsstadträten genauso statt wie zuvor. Wir haben immer noch ein Ticketsystem aus dem letzten Jahrhundert, Bezahlung ist immer noch möglich. Linien die zusammen überlagert einen guten Takt ergaben (C, F) wurden zerissen aufgrund einer unglücklichen Tramführung. Stau am Innrain, in der Rossau, Rennweg,... versprochene Pförtnerung ist ausständig. Es fehlen alle neuen S-Bahnstationen, usw...
 

Zuletzt bearbeitet von IBKBus: 21.11.2019 09:04, insgesamt einmal bearbeitet

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