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manni
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Beitrag #77070 BeitragErstellt: 25.07.2011 11:31
Fragwürdigkeiten in anderen Städten
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Weil manche Leute meinen, schlechte Verkehrspolitik beschränke sich auf Innsbruck, werde ich ab jetzt von Zeit zu Zeit Beispiele für grottenschlechte Verkehrspolitik in sogenannten "Vorbildstädten" posten.

Wo Licht ist, gibt es nun mal auch Schatten. Überall. Das ist nicht innsbruck-spezifisch.
 

Zuletzt bearbeitet von manni: 16.12.2014 12:54, insgesamt 2 mal bearbeitet

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manni
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Beitrag #77071 BeitragErstellt: 25.07.2011 11:34
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Fangen wir an mit diesem Artikel betreffend Basel, gepostet in der DBSL. Einer Stadt, deren Tram-Fuhrpark übrigens noch bei weitem nicht durchgehend niederflurig ist. Dort werden viele Millionen in den Ausbau von gleich zwei Stadtautobahnen versenkt, und die Tram steht an einem verkehrsreichen Knotenpunkt im Stau, weil der Autoverkehr zu viel Grünzeit bekommt. Man hängt dem längst widerlegten Glauben nach, dass durch den Bau von Umfahrungen für den mIV die mIV-Belastung gesenkt werden könne. Unser Grassmayr-Tunnel ist gegen das dortige Tunnelprojekt geradezu ein Klacks.

Gundeli-Tunnel hilft auch dem Tram
Von Markus Vogt. Aktualisiert 24.7.2011 um 11:18 Uhr
*

Mit dem Gundeli-Tunnel reduziert sich der Verkehr
durch das Quartier um nahezu 50 Prozent. Die Umfahrung soll gebaut
werden, noch bevor die Osttangente erneuert ist.
Der Bau des Gundeli-Tunnels wird die Anwohner nicht belästigen, weil unterirdisch gebaut würde.
Der Bau des Gundeli-Tunnels wird die Anwohner nicht belästigen, weil unterirdisch gebaut würde.
Bild: Keystone

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement wälzt derzeit gleich zwei grosse Autobahnprojekte: Das eine ist die Sanierung der Osttangente
respektive deren Ausbau auf sechs Fahrspuren, das andere die Umfahrung
des Gundeldinger-Quartiers durch einen Tunnel. Beide Vorhaben werden in
Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen Astra vorangetrieben – und für beide werden wichtige Grundsatzentscheide noch in diesem Jahr
erwartet.

Während für den Ausbau der Osttangente anfänglich nur nach oberirdischen Lösungen gesucht wurde und erst auf Basler Druck hin
auch eine Tunnelvariante in Prüfung gelangte, geht es bei der
Gundeli-Umfahrung von Anfang an ausschliesslich um eine Tunnelvariante.
Bei beiden Vorhaben braucht es indessen weitere Abklärungen: Für die
Osttangente sollen die Grundlagen für einen Entscheid bis Weihnachten
vorliegen, für den Gundeli-Tunnel will die Basler Regierung im
Spätherbst einen Grundsatzentscheid fällen können. Dieser stand
eigentlich im Frühjahr auf der Traktandenliste, doch verlangte das Astra vom Kanton Basel-Stadt noch weitere Daten bezüglich der Verkehrsströme, insbesondere auch an den Berührungspunkten zur Osttangente. Die beiden
Bauwerke müssen kompatibel sein, nun geht es um die Feinabstimmung der
Projekte.

Dem öffentlichen Verkehr zuliebe

Die beiden Projekte hängen mehr zusammen, als auf den ersten Blick ersichtlich
ist. Im Bereich St. Jakobsstrasse/Grosspeterstrasse soll der Verkehr ab
der Autobahn A 2 in einen Tunnel abtauchen, das Gundeli unter dem Boden
passieren und im Bereich Margarethenstrasse, Gundeldingerstrasse und
Dorenbachviadukt wieder auftauchen.

Dieses Nationalstrassenstück würde nach heutigem Stand rund 612
Millionen Franken kosten und könnte, sofern keine zeitliche Verzögerung
eintritt, etwa 2020 gebaut sein und in Betrieb genommen werden. Weil die Gundeli-Umfahrung auf einem Beschluss zum Nationalstrassen-Netz aus dem Jahr 1960 basiert, gilt der seinerzeit festgelegte Kostenschlüssel: Der Bund übernimmt 65 Prozent, der Kanton 35 Prozent; im konkreten Fall
muss sich Basel-Stadt mit rund 214 Millionen Franken beteiligen.

Mit der Gundeli-Umfahrung respektive mit dem Tunnel will man im
Wesentlichen zwei Ziele erreichen: Einerseits reduziert sich der Verkehr durch das Quartier (zum Beispiel vom Leimental in Richtung Autobahn) um nahezu 50 Prozent, andererseits erfahren die Nauenstrasse und der
Centralbahnplatz eine starke Entlastung, was dem öffentlichen Verkehr
zugutekommt. Die Nauenstrasse ist heute neben den
Nationalstrassenabschnitten das am stärksten befahrene Basler
Strassenstück, Stau gehört hier zum Alltag. Der Centralbahnplatz hat
viel zu viel Autoverkehr zu bewältigen, weswegen das Tram stark
beeinträchtigt wird.

Nauenstrasse wird entlastet

Kantonsingenieur Roger Reinauer sagt, dass bei den Signalanlagen die Grünzeiten für Tram und Autoverkehr sinnvoll aufeinander abgestimmt sein müssen, doch dies sei beim Bahnhof in Schieflage. Das Tram bekommt wegen des Autoverkehrs zu wenig Grünzeit, was zum Beispiel im Aeschengraben in Richtung Bahnhof immer wieder zu Stau und stehenden Tramzügen führt. Mit anderen Worten: Der Gundeli-Tunnel entlastet nicht nur das Gundeli, sondern auch die Nauenstrasse.
Der Tunnel hilft also auch dem Tram. «Wenn man es ernst meint mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sollte man hier ansetzen. Dem Tram fehlen heute auf dem Centralbahnplatz Querungszeiten», sagt Reinauer.

Mehr Kapazität des öffentlichen Verkehrs beim Knoten Centralbahnplatz ist auch willkommen im Hinblick auf den
Bau des Margarethenstichs, mit dem die Tramlinie 17 aus dem Leimental direkt zum Bahnhof geführt werden soll.

Städtebauliche Vorteile

Die Fachleute im Tiefbauamt haben nicht nur die Auswirkungen auf den
Verkehr abklären lassen, sondern auch städtebauliche Effekte. Zunächst
ist davon auszugehen, dass die Änderungen in der Verkehrsinfrastruktur
einen enormen Einfuss auf die Stadtentwicklung haben werden, ähnlich wie dies beim Bau der Nordtangente zu beobachten war. Die Wohnquartiere
Horburg und St. Johann hatten unter der Verkehrslast und deren
Emissionen massiv an Wohnqualität eingebüsst, nach der Inbetriebnahme
der Nordtangente erlebten die beiden Quartiere aber eine Renaissance.
Gleiches wird für das Gundeli erwartet, wenn die Hälfte des Verkehrs
einmal unter dem Boden verschwunden ist.

Ein weiterer positiver Effekt: Die gute Wohnbausubstanz im Gundeli wird durch die
Verkehrsentlastung aufgewertet. Ein besseres Wohnumfeld lockt auch
Steuerzahler an, was wiederum Auswirkungen auf die Grundstückgewinn- und die Einkommenssteuern haben wird. Dazu gibt es zwar erst grobe
Schätzungen, doch dürften die Mehreinnahmen im Steuerbereich helfen, den Kostenanteil des Kantons, 214 Millionen Franken, zu refinanzieren.

Der Bau des Gundeli-Tunnels wird im Übrigen die Anwohner nicht belästigen,
weil bergmännisch, also in der klassischen Bauweise, vorgegangen wird.
Deshalb wird es lediglich an den beiden Enden zu Immissionen kommen.
Ausserdem ist vorgesehen, den Tunnelbau vom Bahnhof Wolf her zu
beginnen. Damit ist es möglich, praktisch den gesamten Aushub und den
grössten Teil des benötigten Baumaterials per Bahn an- oder
abzutransportieren, also umweltschonend vorzugehen.


(Basler Zeitung)
Erstellt: 24.07.2011, 11:16 Uhr
http://bazonline.ch/basel/stadt/GundeliTunnel-hilft-auch-dem-Tram/story/23102941
 

Zuletzt bearbeitet von manni: 25.07.2011 11:39, insgesamt einmal bearbeitet

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Hannes
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Beitrag #77073 BeitragErstellt: 25.07.2011 11:59
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Die übliche kurz greifende Argumenation. Ob die genannten Stadtteile wirklich dauerhaft entlastet werden können hängt auch davon ab, inwieweit die Kapazität für den Miv dort reduziert wird.
Nich erwähnt wird allerdings die zu erwartende Mehrbelastung in den Bereichen Holeestraße - Laupenring - Morgartenring - Luzernerring. Allesamt Wohngebiete.
 

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GrafStift
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Beitrag #77802 BeitragErstellt: 21.08.2011 05:16
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Nordtangente - Mordtangente

Vor der Abstimmung über die Nordtangente wurde den BewohnerInnen von Basel Nord versprochen, dieser massive Eingriff werde Verbesserungen für den unmotorisierten Verkehr bringen.

Dieses Versprechen wurde nicht eingehalten, die Situation für Velofahrer und Fussgängerinnen hat sich sogar verschlechtert...


http://klybeck.org/Texte/Nordtangente.htm
 

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manni
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Beitrag #77824 BeitragErstellt: 23.08.2011 11:50
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Danke. Das ist eine äußerst akribische Dokumentation von einem gigantischen verkehrsplanerischen und gestalterischen Verhau. Genau so soll man's nicht machen.
 

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krisu
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Beitrag #77827 BeitragErstellt: 23.08.2011 12:12
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^^^Rein optisch sieht es in Basel auch nicht anders aus als in Innsbruck nach den Trambauarbeiten. Das was die Autoren der Webseite für Basel beklagen, trifft in Innsbruck nach infrastrukturellen Neubauten genau so zu:
- Prädominanz von Beton und Asphalt
- Kein mehr an Grünflächen (ausser auf Verkehrsinseln...)
- Keine Rasengleise
- Absurde Führung der Velotrassen und Ampelverstopfung ebendieser um dem MIV die optimalsten Fahrtrassen offerieren zu können.

Das Ergebnis sind mehr oder weniger unlebbare Flächen, im französischen werden diese gerne "Non-lieux" genannt, also "Nicht-Orte".

Weitere Beispiele für die Beton- und Asphaltkultur in Innsbruck sind der Landhausplatz, die weiten Betonflächen beim Tivoli Neu. Auch bei dem als Entlastung für die Anrainer gepriesenen Grassmayrtunnel wird nur in der Mitte ein Grünstreifen gezogen, aussenherum werden die verkehrsreichen Fahrstrassen für den Abbiege- und Querverkehr gezogen...


Der banale Trick der Politik in Ibk ist, dass man der Bevölkerung das optimierte Mehr an MIV (zB. zur Füllung der Innebstadtgaragen zum Zwecke des Shoppings in Ibk) versteckt mit "Tramausbau" verkauft, oder noch idiotischer direkt als "Entlastung" darstellt (IBK Mitte, Grassmayrtunnel mit AB-ähnlicher Einfädelung des Südbahnstrasse, 4spuriger Aubau Hallerstr...).

Alles ist halt irgendwie Öko und Bio heute...
 

Zuletzt bearbeitet von krisu: 23.08.2011 12:23, insgesamt 3 mal bearbeitet

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manni
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Beitrag #77829 BeitragErstellt: 23.08.2011 12:43
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Woran machst du das denn fest, Krisu? Alles, was bisher in Innsbruck gemacht wurde, wurde in der Innenstadt gemacht. Die Salurner Straße ist ein Verhau, ja, sehe ich auch so. Aber z.B. die Blasius-Hueber-Straße mit ihren beidseitigen Baumreihen, die südliche MTS, die Höttinger Au im Bereich des "West" mit Baumreihen und Grünflächen, der Rasengleis-Endbahnhof in Amras, die Kranebitter Allee, der neue Leipziger Platz, das alles ist bzw. wird schon wesentlich besser als das, was dort in Basel augenscheinlich entstanden ist. Der Landhausplatz ist schlicht und einfach Geschmackssache, mir gefällt er gut und die Skater freuen sich jeden Tag drüber. Dass dieser Platz tot sei, kann nun wirklich keiner behaupten.
OT meinerseits Ende - in diesem Thread geht es ja nicht um Innsbruck, sondern um Negativbeispiele aus anderen Städten. Sollte die Diskussion weitergehen, splitte ich sie in einen passenderen Thread.
 

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Beitrag #78797 BeitragErstellt: 12.10.2011 15:51
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Aus Nizza wurde mir berichtet:

- Die Tram steht entlang der verkehrsberuhigten zentralen Innenstadtachse häufig an roten Ampeln.

- die Tram müsse sich durch ständiges Bimmeln den Weg freikämpfen.

- Es gibt keinerlei Umgebungspläne an den Haltestellen. Auch keine topographischen Liniennetzpläne, um sich in der Stadt zu orientieren, sondern nur schematische.

- Es gibt nur wenige Ticketautomaten, und mein Bekannter konnte nur eine einzige zentrale Vorverkaufsstelle des Verkehrsbetriebs finden, an der es Bustickets gab.

- Es gibt keine englischsprachigen Netzpläne oder snstigen Informationen.

Na seavas....
 

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Beitrag #78798 BeitragErstellt: 12.10.2011 16:37
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(Rote Ampeln)
Uhm...das kann ich so nicht beobachten: Die Ampeln haben Vorrangschaltung. Habe das mit der Zoomkamera gefilmt auf der Geraden, an den Ampeln selbst wird die erfolgte Voranmeldung auch angezeugt, wodurch der Tramfahrer mit seiner Intuition genau dann an das Ampel ist, wenn diese Freie Fahrt zeigt...also Zeit gewinnt.

Was mit "Verkehrsberuhigt" gemeint ist, ist mir nicht ganz klar, denn an und für sich ist der grösste Teil der Strecke vom Durchzugsverkehr befreit (d.h. Zufahrt nur für Anlieger des entsprechenden Häuserblocks)..

(Dauerbimmeln)
Das ist im Abschnitt Bahnhof - Masséna richtig. Freikämpfen aber nicht von den Autos da diese dort nicht sind, sondern von Fussgängern. Es ist eben eine südländische Stadt...
Wobei bimmeln dort ja eher prophylaktisch praktiziert wird, damit die Fussgänger auf die Tram aufmerksam werden, da man diese kaum hört bei Annäherung... Ist halt so...

(Fehlende Umgebungspläne und topografische Netzpläne)
Das ist ein Manko. Wobei mir derartiges eigentlich nicht auffällt, da wissend wohin...

(Automatenmangel)
Also, an und für sich steht an jeder Tramhaltestelle ein Automat pro Richtung. Bei grossen auch zwei. Bustickets sind in der Tat etwas schwieriger...

(Englisch)
Nona, on est bien en France lachen

("Na seavas")
Wieso? Fahre hin, das Sytsem kennt viele der m.M.n. wesentlich gravierenderen Nachteile des Innsbrucker Systems nicht. Nizza= Lange gerade Abschnitte, strikte Trennung vom MIV wo es nur ging, simple Kreuzungen die schnell Grün für die Tram erlauben ohne dass angehalten werden muss (d.h. keine Dinge à la Sillparkkreuzung etc. pp.), Chance für städtebauliche Neugestaltung genutzt(!!!!), d.h. Autos raus bzw. nur Anlieger und Schaffung von Flächen für Menschen zB. Markt nördlich Hbf, kein Ticketverkauf beim Fahrer, und insgesamt ein cooler freundlicher Stil irgendwie ...
(Hatte vor einiger Zeit Bilder ins Forum gestellt, die das gesagte zusammenfassen...ggf. suchen lachen )

Der Erfolg erschlägt die Bahn jedoch, sie ist oft wie eine Tokyoter U-Bahn bis zum bersten zugepackt ... dann geht es in der Tat ziemlich zäh vorwärts an den Haltestellen, trotz relativ kurzer Taktintervalle (möglich dass jetzt mehr Trams fahren, weiss nicht).
Eine VAL wäre für Nizza von der Kapazität sicher nicht überdimensioniert gewesen...
 

Zuletzt bearbeitet von manni: 12.10.2011 17:23, insgesamt 2 mal bearbeitet
Zuletzt bearbeitet von krisu: 12.10.2011 16:49, insgesamt 2 mal bearbeitet

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Beitrag #78799 BeitragErstellt: 12.10.2011 17:25
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Leide habe ich bei obigem Posting wieder mal versehentlich auf "Edit" statt auf "Antwort" geklickt... altes Administratorenleiden. lachen Hab' aber den Ausgangszustand wieder hergestellt, abzüglich der Zitate, die ich jetzt beim Korrigieren meines Fehlers durch die Begriffe in Klammer ersetzt habe. Sry!

So, nun das wirkliche Reply:

Zitat:

Uhm...das kann ich so nicht beobachten: Die Ampeln haben Vorrangschaltung. Habe das mit der Zoomkamera gefilmt auf der Geraden, an den Ampeln selbst wird die erfolgte Voranmeldung auch angezeugt, wodurch der Tramfahrer mit seiner Intuition genau dann an das Ampel ist, wenn diese Freie Fahrt zeigt...also Zeit gewinnt.


Das bestätigt die Beobachtungen - demnach ist das System dort das gleiche wie bei uns. Eine optimale Vorrangschaltung würde kein Timing vom Fahrer verlangen, da ist das Signal auf jeden Fall grün wenn die Tram den Knoten erreicht und bleibt auf jeden Fall grün bis sie durch ist.

Zitat:

Was mit "Verkehrsberuhigt" gemeint ist, ist mir nicht ganz klar, denn an und für sich ist der grösste Teil der Strecke vom Durchzugsverkehr befreit (d.h. Zufahrt nur für Anlieger des entsprechenden Häuserblocks)..


Genau wie die südliche Maria-Theresien-Straße, Anichstraße, Museumstraße, und die werden deshalb halt als "verkehrsberuhigt" bezeichnet. Der Straßenraum ist auch ähnlich gestaltet wie in der Süd-MTS (Fußgängerbereiche mit Plattenbelag, Fahrbahn+Gleiskörper Asphalt, niveaugleich).

Zitat:

Das ist im Abschnitt Bahnhof - Masséna richtig. Freikämpfen aber nicht von den Autos da diese dort nicht sind, sondern von Fussgängern. Es ist eben eine südländische Stadt...
Wobei bimmeln dort ja eher prophylaktisch praktiziert wird, damit die Fussgänger auf die Tram aufmerksam werden, da man diese kaum hört bei Annäherung... Ist halt so...


OK - ich hatte das so verstanden, dass Autoverkehr die Tram blockiert.

Zitat:

Das ist ein Manko. Wobei mir derartiges eigentlich nicht auffällt, da wissend wohin...


Yep - aber das ist schlecht. Sehr schlecht.

Zitat:

Also, an und für sich steht an jeder Tramhaltestelle ein Automat pro Richtung. Bei grossen auch zwei. Bustickets sind in der Tat etwas schwieriger...


Auf Nachfrage bestätigt - diese Automaten geben aber nur Tramtickets aus. Kein Tarifverbund? Ein weiterer Negativpunkt....

Zitat:

Nona, on est bien en France lachen


Oui, c'est possible, aber das entschuldigt's überhaupt nicht... lachen Das ist schlecht. Sehr schlecht. (Meine neue Lieblingsphrase in diesem Thread. Mr. Green - das Original! )

Zitat:

Wieso? Fahre hin, das Sytsem kennt viele der m.M.n. wesentlich gravierenderen Nachteile des Innsbrucker Systems nicht. Nizza= Lange gerade Abschnitte, strikte Trennung vom MIV wo es nur ging, simple Kreuzungen die schnell Grün für die Tram erlauben ohne dass angehalten werden muss (d.h. keine Dinge à la Sillparkkreuzung etc. pp.), Chance für städtebauliche Neugestaltung genutzt(!!!!), d.h. Autos raus bzw. nur Anlieger und Schaffung von Flächen für Menschen zB. Markt nördlich Hbf, kein Ticketverkauf beim Fahrer, und insgesamt ein cooler freundlicher Stil irgendwie ...
(Hatte vor einiger Zeit Bilder ins Forum gestellt, die das gesagte zusammenfassen...ggf. suchen lachen )


Ad lange gerade Abschnitte: kann man auf historisch gewachsene Strecken nicht anwenden - und unsere Neubaustrecken sind genauso schnurgerade... man denke etwa an Kranebitter Allee oder Haller Straße, jeweils mehrere Kilometer ohne das kleinste Kürvchen...

Ich kann leider nicht gleich in jede Stadt fahren, über die in diesem Thread was geschrieben wird... lachen Das mag ja alles sein, aber die genannten Probleme existieren offenbar. Es ist eben nicht alles Gold was im ersten Moment vielleicht glänzt. Das aufzuzeigen ist Zweck dieses Threads. lachen
Tatsache ist: vieles ist in Innsbruck besser als anderswo.
Aber natürlich ist auch vieles anderswo besser als in Innsbruck.
Am besten wär's, wenn überall alles optimal wäre, was es aber kaum jemals geben wird. lachen

Zitat:

Der Erfolg erschlägt die Bahn jedoch, sie ist oft wie eine Tokyoter U-Bahn bis zum bersten zugepackt ... dann geht es in der Tat ziemlich zäh vorwärts an den Haltestellen, trotz relativ kurzer Taktintervalle (möglich dass jetzt mehr Trams fahren, weiss nicht).
Eine VAL wäre für Nizza von der Kapazität sicher nicht überdimensioniert gewesen...


Auch nicht gut, auf sowas muss man sofort reagieren, notfalls eben mit Buseinschüben, solang bis zusätzliche Bahnen für Mehrfachtraktionsbetrieb oder längere Bahnen verfügbar sind. Fahrgäste reisen nicht gern im Sardinenmodus.
 

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krisu
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Beitrag #78805 BeitragErstellt: 13.10.2011 00:05
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Can we agree to disagree? lachen Ich finde das Nizza Modell in jenen Dingen, die mir wichtig sind , besser gelungen als das ebenso aufwändige Innsbrucker... Es ist aber nicht so dass die südfranzosen besonders gute planer wären. Ganz und garnicht. Die tatsache, dass die strab dort gut gelungen ist, liegt wohl darin, dass der vorangegangene ist-zustand einfach nur katastrophal war, die stadt glitt immer mehr in eine dreckige verkehrshölle ab. Die tram markierte den wendepunkt in der Stadtentwicklung, endlich weg vom Verkehrslärm und Dreck. Innsbruck ist dzt. noch eine Kurstadt dagegen. In innsbruck sind wir noch nicht so tief gesunken, aber man gibt sich mühe den MIV weiterhin zu perfektionieren. Man ist eben noch nicht am wendepunkt, was ja auch durch die neue Tram bewiesen wird, die bestens im Sinne des MIVs in diesen integriert wurde....

In nizza musste man hingegen einen kategorischen strich ziehen. Die tram derart behutsam in den MIV einfügen ohne diesen zu stören (Innsbrucker ModellI) wäre einfach nicht mehr gegangen, es steht eh alles dort. Somit hat man gesagt "jetzt wollen wir das beste ohne wenn und aber". Damit konnte man ganze strassenzüge völlig verzaubern, MIV verbannen, grünflächen ziehen, bäume pflanzen, flächen für menschen schaffen bei gleichzeitiger maximaler effizienz für die tram. Alles dinge, die in IBK so gut wie garnicht gemacht wurden im zuge des tramneubaus da wie gesagt der MIV höchsten schutz genieest. Innsbruck ist noch nicht reif.

Geradlinige streckenführung, Vermeidung von komplexen Ampelorgien: Wäre auch hier möglich gewesen, man hätte jedoch aus gewohnten Denkmustern ausbrechen müssen...aber das ist jetzt hinfällig, die neue Trasse ist fix.

Busse: AFAIK können in Nizza keine Busse am Trassé der Tram fahren, jedenfalls nicht im zentralen Abschnitt. Was ja auch nicht schlecht ist, denn Konvoibildung wie in der Museumsstrasse nervt ungemein. Die sollen in Nizza stattdessen hinreichend viele Trams rollen lassen, dann geht das schon...

Link zu meiner Fotodoku aus 2009:
http://forum.strassenbahn.tk/viewtopic.php?t=3679&highlight=nizza
 

Zuletzt bearbeitet von krisu: 13.10.2011 00:12, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #78814 BeitragErstellt: 13.10.2011 13:03
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krisu schrieb:
Can we agree to disagree? lachen


Selbstverständlich. lachen

Zitat:

Ich finde das Nizza Modell in jenen Dingen, die mir wichtig sind , besser gelungen als das ebenso aufwändige Innsbrucker... Es ist aber nicht so dass die südfranzosen besonders gute planer wären. Ganz und garnicht. Die tatsache, dass die strab dort gut gelungen ist, liegt wohl darin, dass der vorangegangene ist-zustand einfach nur katastrophal war, die stadt glitt immer mehr in eine dreckige verkehrshölle ab. Die tram markierte den wendepunkt in der Stadtentwicklung, endlich weg vom Verkehrslärm und Dreck. Innsbruck ist dzt. noch eine Kurstadt dagegen. In innsbruck sind wir noch nicht so tief gesunken, aber man gibt sich mühe den MIV weiterhin zu perfektionieren. Man ist eben noch nicht am wendepunkt, was ja auch durch die neue Tram bewiesen wird, die bestens im Sinne des MIVs in diesen integriert wurde....


In dem Zusammenhang dürfen wir nicht vergessen, dass Innsbruck an diesem Punkt schon vor 25 Jahren war, weswegen dann mit dem "Verkehrskonzept 1991" radikale Maßnahmen gesetzt wurden, von denen wir heute noch profitieren.

Zitat:

In nizza musste man hingegen einen kategorischen strich ziehen. Die tram derart behutsam in den MIV einfügen ohne diesen zu stören (Innsbrucker ModellI) wäre einfach nicht mehr gegangen, es steht eh alles dort. Somit hat man gesagt "jetzt wollen wir das beste ohne wenn und aber". Damit konnte man ganze strassenzüge völlig verzaubern, MIV verbannen, grünflächen ziehen, bäume pflanzen, flächen für menschen schaffen bei gleichzeitiger maximaler effizienz für die tram. Alles dinge, die in IBK so gut wie garnicht gemacht wurden im zuge des tramneubaus da wie gesagt der MIV höchsten schutz genieest. Innsbruck ist noch nicht reif.


Um wieder zum Thema des Threads zurückzukommen: das mag sein, aber perfekt ist's halt auch dort nicht. Mir scheint, man hat zwar gemacht was du sagst, dabei aber essentielle Begleitmaßnahmen vergessen.

Der Vergleich mit Innsbruck stimmt so nicht ganz - wir haben z.B. in Baustufe 2 80% eigenen Gleiskörper. Da wird dem mIV sehr viel Platz weggenommen. Nur in der Innenstadt ist man diesbezüglich leider zögerlich - was kein Problem wäre, wenn alles verkehrsberuhigt wäre, aber Salurner Straße und Innrain sind das nunmal nicht.

Zitat:

Geradlinige streckenführung, Vermeidung von komplexen Ampelorgien: Wäre auch hier möglich gewesen, man hätte jedoch aus gewohnten Denkmustern ausbrechen müssen...aber das ist jetzt hinfällig, die neue Trasse ist fix.


Wie schon gesagt: ab Unibrücke bis Technikerstraße haben wir doch eine schnurgerade Streckenführung, und Ampeln werden sich nicht vermeiden lassen, die gibt's in Nizza ja offensichtlich auch, wichtig ist halt dass die grün sind wenn die Tram sich nähert! Also ich hab' schon den Eindruck dass du hier in Innsbruck nur das Schlechte siehst - was aber eben nicht Thema dieses Threads ist, hier geht's um das Schlechte anderswo. lachen

Zitat:

Busse: AFAIK können in Nizza keine Busse am Trassé der Tram fahren, jedenfalls nicht im zentralen Abschnitt. Was ja auch nicht schlecht ist, denn Konvoibildung wie in der Museumsstrasse nervt ungemein. Die sollen in Nizza stattdessen hinreichend viele Trams rollen lassen, dann geht das schon...


Es ist ein betrieblicher Nachteil, wenn Schienenersatzverkehr und Einschubbusse nicht auf der selben Trasse fahren können. Stadtgestalterisch kann es ein Vorteil sein (wenn man die zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten wie z.B. Rasengleise auch nutzt), aber betrieblich ist es keiner.
 

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Beitrag #78842 BeitragErstellt: 14.10.2011 13:58
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Nachdem mir Nizza als französischer Straßenbahnbetrieb am Besten bekannt ist und ich auch das Vergnügen hatte, die Tram dort täglich im Berufsverkehr zu benutzen, ein paar Anmerkungen:

manni schrieb:
Aus Nizza wurde mir berichtet:

- Die Tram steht entlang der verkehrsberuhigten zentralen Innenstadtachse häufig an roten Ampeln.


Das halte ich für ein Gerücht. Es kommt selten vor, dass die Tram kurz stehen muss (nach dem Garibaldi Richtung Pont Michel ist mir das einmal aufgefallen), aber sonst herrscht freie Fahrt.

Zitat:

- die Tram müsse sich durch ständiges Bimmeln den Weg freikämpfen.


FuZo in der Jéan Mercedin, sonst eigentlich kaum wo. Berührungspunkte mit dem MIV halten sich sehr in Grenzen.

Zitat:

- Es gibt keinerlei Umgebungspläne an den Haltestellen. Auch keine topographischen Liniennetzpläne, um sich in der Stadt zu orientieren, sondern nur schematische.


Gibt es beides!!

Zitat:

- Es gibt keine englischsprachigen Netzpläne oder snstigen Informationen.


Englischsprachige Netzpläne? Wozu? Soll man Haltestellennamen übersetzen?

Die Automaten können Englisch, was für englischsprachige Informationen sonst von nöten sein sollen, erschließt sich mir nicht ganz.

Zitat:

Auf Nachfrage bestätigt - diese Automaten geben aber nur Tramtickets aus. Kein Tarifverbund? Ein weiterer Negativpunkt....


Doch, Tarifverbund, es gibt keinen Unterschied zwischen Tram- und Bustickets. Zweitere kriegt man übrigens unkompliziert beim Fahrer.

Zitat:

Na seavas....


Gerade Nizza ist einer der Vorzeigebetrieb, wo man von Anfang an fast alles richtig gemacht hat. Wie schon von Krisu erwähnt, erschlagen ist die Bahn von ihrem Erfolg etwas, mittlerweile wurden Fahrzeuge nachbestellt und das Intervall auf 4 Minuten gekürzt. Eine VAL wäre zwar nicht unterdimensioniert, hätte aber mMn nicht so einen großen Erfolg – der kommt schließlich auch von der Tatsache, dass man eine radikale Stadtumgestaltung gemacht hat.

Eher ernüchternd ist das neu präsentierte Projekt der Ost-West-Verbindung, der Linie 2:

- Unterirdische Streckenführung in der Innenstadt (3,2 km mit 4 Stationen) um 309 Millionen €! Das sind 96,8 Millionen pro Kilometer!

- An der Oberfläche wird auf Bürgermeisterwunsch APS auf einem Großteil eingesetzt, außerhalb der historischen Innenstadt. Das Ganze kommt immer noch auf 55,4 Millionen pro Kilometer...

Video zur neuen Strecke: http://www.youtube.com/watch?v=hT03z-sGqqw
 

»Le tramway est un emblème de l'Agglomération du XXI° siècle.«
„Die Straßenbahn ist ein Wahrzeichen der Städte des 21. Jahrhunderts.“
Communauté d'agglomération du Grand Avignon

Zuletzt bearbeitet von 62er: 14.10.2011 14:00, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag #78844 BeitragErstellt: 14.10.2011 14:29
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OK, da muss ich jetzt passen, das unterscheidet sich vollkommen von dem, was mir egsagt wurde. lachen
 

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Beitrag #78963 BeitragErstellt: 19.10.2011 01:08
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Kehren wir nochmal zurück nach Basel: eine weitere Verlängerung der Linie um 600 Meter nach Weil am Rhein wurde soeben abgeblasen. Obwohl's die Stadt gar nicht selbst bezahlt hätte, sondern der Bund(!), und der hat's dann auch abgesagt.
Nicht sehr vorbildlich.
 

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Beitrag #78972 BeitragErstellt: 19.10.2011 14:58
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manni schrieb:
Kehren wir nochmal zurück nach Basel: eine weitere Verlängerung der Linie um 600 Meter nach Weil am Rhein wurde soeben abgeblasen. Obwohl's die Stadt gar nicht selbst bezahlt hätte, sondern der Bund(!), und der hat's dann auch abgesagt.
Nicht sehr vorbildlich.


Nunja, Projekte die nicht realisiert werden dürfte es wohl wie Sand am Meer geben... lachen
 

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Beitrag #78973 BeitragErstellt: 19.10.2011 15:26
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Naja, wenn etwas offensichtlich benötigt wird, aber es wird dann einfach nicht gebaut, dann spricht das nicht unbedingt für eine vorbildliche Verkehrspolitik. Deswegen ist's ja hier gelandet. lachen
 

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Beitrag #79016 BeitragErstellt: 22.10.2011 18:15
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Ich hätt da was aus Berlin:

Kritisiert wurde unter anderem das Beschleunigungsprogramm der BVG. Dafür gab die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 55 Millionen Euro aus. Knapp 900 Ampeln wurden mit Vorrangschaltungen für den öffentlichen Verkehr ausgestattet, Busfahrstreifen und Haltestellenstandorte optimiert und Haltestellen barrierefrei gemacht.

Im Vergleich zu 2003 fuhren die Straßenbahn 2010 mit durchschnittlich Tempo 19 um 0,3 Kilometer pro Stunde langsamer. Die durchschnittliche Busgeschwindigkeit stieg zwischen 2008 und 2010 um 0,03 Stundenkilometer.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/steuerzahlerbund-findet-neukoellner-lichtspiel-kindisch/5334406.html

Sehr intelligent, Vorrangschaltungen zu installieren, sie aber nicht so zu programmieren, dass der ÖV Vorrang hat. Könnte ja direkt aus unseren Breiten sein, diese Leid...
 

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Beitrag #79023 BeitragErstellt: 23.10.2011 20:49
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Sehr interessant und sehr übel, danke für die Info!
 

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Beitrag #79028 BeitragErstellt: 23.10.2011 23:23
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Nachtrag zu Nizza: die Bahnen werden dort jetzt von 33 auf 44 Meter verlängert. (Ich frage mich erneut, weshalb die IVB die Verlängerungsvariante verworfen haben und stattdessen auf Doppeltraktionen setzen.)
 

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