IVB Bus-Rahmenvertrag 2021-2030
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Inntram-Forum -> Bus

Beitrag Nr. 1   | IVB Bus-Rahmenvertrag 2021-2030 Autor: Stefan97Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 03.07.2020 11:10
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Die IVB hat eine Ausschreibung für einen Rahmenvertrag gestartet. Es geht um bis zu 60 Solo und 60 Gelenkbusse mit Dieselantrieb von 2021 bis 2030.

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:311716-2020:TEXT:DE:HTML&src=0

Zuletzt bearbeitet von Stefan97: 03.07.2020 11:11, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 2   |  Autor: Georg   |  BeitragErstellt: 03.07.2020 22:25
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Das klingt echt interessant da geht es um richtig viel.
Insgesamt bis zu 120 Busse ist schon beachtlich und nächstes Jahr könnten schon die ersten geliefert werden.
Echt ne riesige und spannende Ausschreibung

Bin mal gespannt welcher Hersteller zum Zug kommt.
Über welchen würdet ihr euch besonders freuen?
Wieder Mercedes Citaro 2 oder vielleicht bis 2030 irgendwann sogar die Dritte Generation?
Oder werden doch zukünftig die Löwen die Stadt in Innsbruck unsicher machen
Oder wer ganz anderer...

Eine Ausschreibung für Busse über alternative Antriebe müsste es aber auch irgendwann geben oder? Schließlich werden ja auch gesetzliche Regelungen kommen und irgendwann kommt man um diese nicht mehr herum.

Beitrag Nr. 3   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 07.07.2020 16:16
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Georg schrieb:

Eine Ausschreibung für Busse über alternative Antriebe müsste es aber auch irgendwann geben oder? Schließlich werden ja auch gesetzliche Regelungen kommen und irgendwann kommt man um diese nicht mehr herum.


Ja - das dauert zwar noch eine Weile, die Vorbereitungen sind aber in vollem Gang. An anderer Stelle wurde ja schon mehr dazu geschrieben.

Beitrag Nr. 4   |  Autor: raumplaner   |  BeitragErstellt: 09.07.2020 07:28
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Anderswo:
Zitat:
Der Berliner Senat hat einen Verkehrsvertrag mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) für die Jahre 2020 bis 2035 geschlossen, demzufolge alle Busse auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Derzeit setzt die BVG 61 Elektrobusse ein. Bis Ende 2020 kommen 60 weitere Busse hinzu. Bis 2030 sollen alle 1.500 Busse der Hauptstadt elektrisch fahren.


https://www.golem.de/news/dekarbonisierung-alle-berliner-busse-werden-elektrisch-2007-149544.html

Beitrag Nr. 5   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 09.07.2020 09:21
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Ja, ganz übel. Man kann es nicht gut finden, wenn Millionen und Abermillionen für überteuerte, ineffiziente, viel zu schwere, im Winter unzuverlässige, mit Lithium-Akkus vollgestopfte E-Busse aus dem Fenster geworfen werden. Berlin macht einen großen Fehler, wie eein paar andere Städte auch. Aber das ist ja dort leider nicht der erste.

Beitrag Nr. 6   |  Autor: Admiral   |  BeitragErstellt: 09.07.2020 12:11
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in summe betrachtet, wird es einfach ohne oberleitung nicht gehen, außer man findet akkus, die in der herstellung günstiger und umweltfreundlicher sind.. dann bleibt nur noch die kupferherstellung über...

Beitrag Nr. 7   |  Autor: raumplaner   |  BeitragErstellt: 09.07.2020 12:28
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... und auch Linz bekommt gerade neue Busse:

Zitat:
Ausschreibungssieger MAN Truck & Bus erhielt im Mai 2019 den Zuschlag für die Lieferung von 76 Hybridelektro-Gelenk- und 12 -Solobussen. Die Erneuerung der 88-Fahrzeug-starken LINZ AG LINIEN-Autobusflotte soll bis 2024 abgeschlossen sein und startet aktuell: zwei neue „Linzer“ sind bereits im Busareal der LINZ AG angekommen.


Quelle: https://www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/511063-busse-der-naechsten-generation-in-linz-unterwegs

Interessant zu sehen, wie unterschiedlich derzeit die Anschaffungskonzepte sind.

Beitrag Nr. 8   |  Autor: Heli   |  BeitragErstellt: 09.07.2020 17:18
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Die "Hybrid" in Linz und anderswo sind sogenannte Mild-Hybride, welche mittels Parallelantrieb auf die Antriebsachse die ersten paar Meter elektrisch unterstützen. Wir sehen in der Realität bei unseren Kunden eine Verbrauchsreduktion von 2-5 %. In Anbetracht der Kosten und der damit verbundenen Amortisationsdauer (de facto gleich lang wie die Fahrzeuglebensdauer) eine Alibi-Aktion, welche sich gut verkaufen lässt aber nicht wirklich was bringt. Es gibt effizientere Methoden zur Treibstoffreduktion, wo man mit ca. einem Fünftel der Kosten bis zu dreimal so hohe Einsparungen erzielt. Aber diese Methoden lassen sich halt nicht geil verkaufen, schon gar nicht der Politik.

Ad Oberleitung: Das Problem bei den aktuellen neuen Obussen ist, dass sie fast ausschliesslich E-Hybride sind (vulgo Batterietrolleybusse). D.h. die haben genauso eine relativ grosse Batterie an Bord, welche durch die häufigen Be- und Entladevorgänge im Vergleich zu Overnight-Chargern dramatisch kürzere Lebensdauern aufweisen und durch die doppelte Ausrüstung (Oberleitung und Batterie) sehr energieineffizient sind. Bei bestehenden Trolleybusnetzen lässt sich das IMO noch verantworten, aber komplett neue Netze aufzubauen und dann trotzdem die Batterien mitzuschleppen halte ich schlicht und einfach für verantwortungslos, aber das ist ja keine politische Kategorie. Da gehts um Aktionismus und einfache Lösungen.

Beitrag Nr. 9   |  Autor: Stefan97Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 18.09.2020 17:47
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https://www.tt.com/artikel/30752799/geplante-anschaffung-von-dieselbussen-laesst-die-wogen-in-innsbruck-hochgehen?_gb_c=792EEBE923B24C06844E4E89BB6A58C6&gb_clk=9-20200918181423-5180227-0-34155

Da wollen wohl ein paar das nicht vorhandene Geld für E-Busse rauswerfen.

Beitrag Nr. 10   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 18.09.2020 18:31
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Geld für die Erfüllung der CVD ist selbstverständlich vorhanden.
Zuletzt bearbeitet von manni: 25.10.2020 22:48, insgesamt 2 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 11   |  Autor: Fahrzeug Technik   |  BeitragErstellt: 26.10.2020 18:04
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Korrektur zum aktuellen news-Eintrag, die Linz Linien beschaffen 88 Hybridelektro-Autobusse. Die Linz Linien sind bekannt als knallharte Rechner, von daher glaube ich nicht, dass die von MAN neu entwickelten Busse teurer kommen (Anschaffung + Betriebskosten).

Beitrag Nr. 12   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 29.10.2020 15:33
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Danke, die Zahl werde ich korrigieren. Was die Effizienz (ökologisch und ökonimisch) der Hybridbusse angeht: das Treibstoffeinsparungspotenzial bewegt sich im unteren einstelligen Prozentbereich. Die Beurteilung stammt von einer erfahrenen ÖV-COnsultingfirma, der ich vertraue. Die Linz AG betreibt mit diesen Dieselbussen mit elektrischer Anfahrhilfe ganz klar Greenwashing, das ist der einzige Zweck dieser Beschaffung, die noch schnell vor Inkrafttreten der CVD getätigt wurde. Der Intention der CVD entspricht das nicht; nachdem der gesamte Fuhrpark durch diese Fahrzeuge ersetzt wird, ist das leider ganz klar ein Umgehen der CVD. Die Oberösterreicher sind zwar nicht die einzigen, die das machen, aber das macht's halt auch nicht besser.
Zuletzt bearbeitet von manni: 29.10.2020 15:34, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 13   |  Autor: Fahrzeug Technik   |  BeitragErstellt: 30.10.2020 10:12
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Manni, ich habe das Geschehen in Linz viele Jahre beobachtet, insbesondere weil das Obus-System lange auf der Kippe stand. Die Linz Linien haben immer wieder neue (E- und Hybrid-)Busse getestet, dazu auch Expertisen eingeholt. Sie sind mitwirkend in den VDV-Arbeitsgruppen. Sie veranstalteten gemeinsam mit der ÖVG OÖ eine Verkehrstagung, wo verschiedene Bus-Hersteller und Verkehrsbetriebe (zB aus Hamburg und Köln) über den Stand der Technik bzw. Erfahrungswerte mit E-Busse und die Wasserstoff-Technologie referierten. Eine Aussage von Oliver Wolff (Geschäftsführer VDV) blieb mir in besonderer Erinnerung: „Anstatt in Autobusse mit teurer Antriebstechnologien zu investieren, wäre es zur Erreichung der Klimaschutzziele effektiver, Fahrzeuge mit größerer Kapazität zu beschaffen." Schließlich kam man zur Erkenntnis, dass E-Busse (zum Zeitpunkt der Ausschreibung) noch zu teuer (Anschaffung + Infrastruktur + Energieversorgung) sind. Als Zwischenlösung(!) werden nun Hybrid-Elektrobusse angeschafft. Es sind Dieselbusse, welche die mittels Generator gewonnene Bremsenergie zwischenspeichern und damit unter anderem das Bordnetz versorgen. Dadurch kann der Dieselmotor bei Stillstand (Haltestelle, Kreuzung) abgestellt werden (Start-Stopp-Automatik). In zehn Jahren, wenn die nächste Ausschreibung ansteht, werden die Kosten von Nullemissionsfahrzeugen hoffentlich auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß reduziert sein.
Zuletzt bearbeitet von Fahrzeug Technik: 30.10.2020 18:18, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 14   |  Autor: Heli   |  BeitragErstellt: 31.10.2020 19:38
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1) das sind keine Hybrid-Elektrobusse sondern Mild-Hybrid-Dieselbusse (Hybrid-Elektrobusse- genauer gesagt Hybrid-Trolleybusse, auch Batterie-Trolleybusse genannt, sind Busse mit IMC-Technologie, welche ein Aufladen von grösseren Batterien unter Fahrleitung erlauben)
2) das Abstellen des Motors an Haltestellen und Ampeln geht auch ohne Hybridsystem (wurde z. B. schon in Basel in den 80er Jahren umgesetzt (mit Druckluft-Ritzelstartern), es gibt auch vereinzelte Anwendungen, halt nicht bei den in unseren Breiten vertretenen Herstellern).

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