BritRail-Rundreise September 2017
Beiträge zeigen von Nr.
bis Nr.    

Inntram-Forum -> User-Reportagen

Beitrag Nr. 1   | BritRail-Rundreise September 2017 Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 27.10.2017 22:57
    —
Nachdem ein paar zugehörige Rätsel erraten wurden und etwas Zeit ist, jetzt ein bisschen mehr zu meiner England-Rundreise letzten September.

Seit 2005 (pünktlich zu den Bombenanschlägen am 7.7., dafür inkl. "Imagine"-Mitsingen mit zigtausenden beim Queen-Gig im Hyde-Park am 15.7.) war ich inzwischen 9-mal zwischen 10 Tagen und 3 Wochen in England, seit 2014 jedes Jahr.
Meist war die Reise um Anlässe wie Konzerte (Queen, Nelson-Mandela-Geburtstagskonzert), NFL-Spiele (diverse), Star-Trek-Conventions oder Science-Festivals herum-geplant.

Dieses Jahr gab's kein Groß-Event das mich wirklich gereizt hatte (ausgenommen vielleicht ein Tag New Scientist Live), aber das auch von mir mit ein paar Crowdfunding-Euronen geförderte Projekt "All The Stations" http://allthestations.co.uk/ hat genug Ideen und Anlässe für mindestens 3 mehrwöchige Großbritannien-Reisen geliefert zwinkern

Also hab' ich mir einen "BritRail Pass" für 15 Tage (am Stück!) geleistet und bin fast die ganze Insel abgefahren. BritRail die britische Version von Interrail, wobei es auch Teilgebietspässe gibt (z.B. nur England, nur Wales, nur Schottland), und diverse Variante wie "x Tage am Stück" oder "y Tage innerhalb von y Monaten". Näheres siehe http://www.britrail.com/britrail-passes/

Im folgenden, zwecks Managebarkeit in in mehreren Teilen, einige Schnappschüsse und Infos.
Da sind ein paar Perlen dabei die man sich anschauen sollte wenn sich die Gelegenheit ergibt zwinkern

Ein paar nackte Zahlen, Links, good & bad u.s.w., finden sich noch in meinem uralt-Blog-System, auf http://www.ibcl.at/ibclweb/ibclweb?page=ShowBLogArticle&service=external&sp=l206 (alles auf Englisch).

Beitrag Nr. 2   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 27.10.2017 23:12
    —
Die Anreise ist wie fast immer mit EuroStar über Brüssel erfolgt, mit einer Übernachtung am Weg.
Irgendwann beschäftige ich mal mit Gepäck-Optimierung für preiswerte Flüge, aber solange es in Deutschen Städten genug Ausstellungen u.ä. gibt (z.B. Schwebebahn Wuppertal vor ein paar Jahren) ist diese Variante auch angenehm. Wobei, 2000 km Bahn in 2 Tagen sind schon etwas lange.

Am Anreisetag ging es von London gleich die ganze East Coast Mainline hinauf nach Edinburgh (dass mir keiner "börg" spricht, das lautet "borough").
Praktisch direkt an der Grenze England/Schottland hat mich die Küste mit mehreren Regenbögen begrüsst:

Kurz darauf hab' ich beim Versuch eine Pumpstation o.ä. abzulichten einen netten Digital-Sensor-Effekt erlebt:

Ich hab' das Smartphone defintiv gerade gehalten, mit dem Zug-Fenster-Rahmen als Anlegehilfe. Aber bei ca. 200 km/h erzeugt die Zeilenweise Abtastung für nahe Objekte eben solche lustigen Effekte.

Beitrag Nr. 3   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 27.10.2017 23:30
    —
Der Hbf. in Edinburgh, Waverly, liegt zwischen Hügeln eingezwängt mittendrin ...


... wobei die Kompliziertheit der im Umbau befindliche Anlage von viel Glas bedeckt wird.

Am ersten Schottland-Tag ging's zuerst nach Glasgow zum Riverside Museum.
Hier gibt's ein paar nette Fahrzeuge: Einen Kandidaten für das älteste Fahrrad, eine mehr prototypische Dampflok, eine Renn-Lok und ein dediziertes Arbeitstier (v.l.o.):

Auch ein richtig Wartungsfreundliches Auto gibt's zu sehen:

Ich wünschte Software wäre so einfach zu pflegen, eine Klappe aufmachen und alle Innereien und Verbindungen schön übersichtlich angeordnet und leicht austauschbar.

Beitrag Nr. 4   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 27.10.2017 23:47
    —
Das erste echte Schmankerl war die Forth Bridge, eine von mittlerweile 3 Brücken über die Forth-Mündung, die hier nur ein etwas landeinwärts von Edinburgh noch mehr Bucht als Fluss ist:


Zuerst ist sie noch unscheinbar, hier von der Station North Queensferry am Nord-Ende:

Aber von der Seite ist sie schon imposant:

Von unten fast noch mehr:

Zwischen den beiden Stellen war an der Dorf-Nebenstrasse ein Telekom-Verteilkasten mit echtem Glasfaser-Internet, Internet- und Überwachungs-Paradies halt zwinkern

Hier noch 2 Info-Tafeln zur Brücke (die hängen in der Deep Sea World direkt unter der Brücke):


Beitrag Nr. 5   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 00:09
    —
Die erste richtig coole Sache war die aus dem Rätsel schon bekannte Transporter Bridge über den Fluss "Tees" in Middlesborough.
Der Blick vom Maschinenraum zur Brücke (das einzige wo ich das Gegenlicht halbwegs im Griff hatte):

Die Gondel, auf der 3 x 3 Autos und beidseitig überdacht etliche Fussgänger Platz haben, vom Spazierweg aus ...

... und nach einer Fahrt mit dem Glas-Lift von oben:

Leider sieht man die beidseitigen Schienen nicht auf denen ein Metallrahmen mit ca. 10 Metallrädern gleitet/rutscht/entlangknirscht, an dem wiederum die Gondel hängt.

Hier noch ein Blick flussaufwärts:


Die "Ankunft" erfolgt stossgedämpft:

Link


Von den 2 Transporter Bridges die in UK noch im Betrieb sind hat Middlesborough definitiv die bessere "Visitor Experience": Wenige Gehminuten vom Bahnhof durch nette Gegend, Museum, stündliche Führungen (über Internet reservierbar), Glas-Lift, und oben ein Übergang mit Holzboden damit auch Höhenängstliche sich bewegen trauen.

Baujahr war 1911, Modernisierung 2011, bei Nacht schön beleuchtet (und die blaue Farbe wurde 2011 explizit für die Nachtwirkung ausgewählt (da wurden eigens Tests gemacht).

Lustig für Linux-Leute war noch er Name eines Schiffs das nahe der Brücke vor Anker lag: "Samba".

Zuletzt bearbeitet von lech: 28.10.2017 03:44, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 6   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 00:31
    —
Ganz in der Nähe vn Middlesborough, wieder an der Westküste in Saltburn, gibt's eine mit Wasser (!!) betriebene bzw. gesteuerte Standseilbahn zwischen dem Ort und dem Strand darunter:

Leider ausser Betrieb, und das war auf der zugehörigen Unterseite auf der Homepages des Ortes NICHT vermerkt ("runs daily until" long after my planned visit).

Auch das kleinere der beiden National Railway Museums in Shildon ist in der Gegend, ca. 1 h landeinwärts. Leider auch eine Enttäuschung, im Vergleich zum großen Brudermuseum in York.
In Shildon war zugegeben auch kein Normalbetrieb sondern man hat für den nächsten Tag eine Feier vorbereitet, für die sonst direkt im kleinen Dampflok-Museum im Eisenbahnknoten Darlington stationierte Stephenson:
Für ein Photo mit der Lok hätte man am nächsten Tag dann übrigens zahlen dürfen zwinkern

Wengistens hat in Newcastle eine der "tilts" der Millenium Bridge zum online angekündigten Zeitpunkt stattgefunden:



Am letzten Abend dort wollte ich noch einen nächtlichen Tilt sehen, aber der fand nicht statt. Die Brücken sind trotzdem schön:

Von den 6 oder 7 Brücken die in Newcastle über den Tynes führen sind immerhin 3 für Eisenbahn bzw. die Metro.
Letztere ist mehr S-Bahn/Regionalzug als U-Bahn (nach Süden zig km), und fährt auf Nordseite der Mündung mehrere Kilometer der Küste entlang um die ganze Halbinsel, very nice indeed.

Beitrag Nr. 7   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 00:57
    —
Jetzt geht's Tram-mäßig richtig los, an der Ostküste in Blackpool.

Blackpool war die Wiege des Badeurlaub-Tourismus, und bietet sonst neben viel Spielhöllen u.ä. (Feeling zwischen Rimini und Las-Vegas) einen Aussichtsturm ...
... und Trams, Trams, Trams.
Das Netz wurde zwar mal zusammengestutzt, aber dann wieder ausgebaut.
Vom modernen Depot ...

... geht's im 10-Minuten-Takt 11 Meilen (!) zu den nördlichen Nachbarorten, fast durchgehend auf Eigentrasse und auch fast durchgehend den Strand entlang:


Der Hammer sind aber 6 verschiedene (!) voll fahrtaugliche historische Trams (wobei ich "nur" 3 oder 4 zu Gesicht bekam):


An Sonn- und Feiertagen und in Ferienzeiten fahren die den ganzen Tag, meist 2 bis 3 verschiedene nacheinander. Mit dem "Heritage Day Ticket" um 10,- Pfund kann man beliebig oft alte und moderne Trams benutzen (auch die Busse, aber das rentiert sich zum/vom Bahnhof gar nicht).

Herrlich sind die Sitzbänke, deren Lehnen man zwischen beiden Seiten umklappen kann, sodass man beliebig in Fahrtrichtung oder umgekehrt sitzen kann:


Von September bis Anfang November gibt's jede Nacht die "Illumination", mit über 1 Million (!) Glühbirnen die etwa 4 Meilen Strandpromenade vermutlich vom Weltraum aus sichtbar machen.

Während der Illumination fahren die historischen Trams jeden abend ca. 3 Stunden ihre Runden, und die Trams sind genauso kitschig "verziert" zwinkern

Nachteil ist dass eine Handykamera sich nicht für Bilder unter diesen Umständen aus fahrenden Trams heraus eignet (und ich dann Stress hatte den vorletzten Zug zurück nach Manchester zu erwischen).

Man sieht gerade noch dass das heurige Thema die Ausstellung zu 50 Jahren Star Trek ist:


Letztes Jahr war's Doctor Who, von da gibt's noch Daleks:


Zum Abschluss nochmal der Turm:

Zuletzt bearbeitet von lech: 28.10.2017 01:20, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 8   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 01:16
    —
In Manchester war leider das "Station Building" (=ältestes erhaltenes Bahnhofsgebäude) beim MoSi wegen Renovierungsarbeiten gesperrt.

Am anderen Ende der ersten Personenzug-Linie, in Liverpool, gibt's aber ähnliches. Vom allerältesten Bahnhof gibt's leider nichts mehr, aber an orginaler Stelle des zweit- oder dritt-ältesten Bahnhofs ist immer noch eine Haltestelle in Betrieb, Broad Green:

Leider 1 von 2 fast ganz verregneten Tagen (über insgesamt 24 Tage).

Beitrag Nr. 9   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 01:19
    —
Dafür war der nächste Tag in Cardiff, Wales, traumhaft ...

Die pflegen das Wasser in Ihrer ...

... vom Meer abgeschotteten schönen Bucht ("Cardiff Bay") ...

... unter anderem mit einer mehrere Meilen langen Unterwasser-Pipeline zur Sauerstoff-Injektion, cool. Davor war's scheins fast tote Kloake.

Eine der Fähren nennt sich Enterprise, auch für Torchwood-Fans ...



... gibt's was, und ein paar Meilen westlich im Badeort Barry Island etwas Sternenstaub zu trinken:

Beitrag Nr. 10   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 01:36
    —
Nun zur anderen britischen Transpoter-Bridge, in Newport (South Wales), keine 20 Minuten östlich von Cardiff.
Die ist leider zu Fuss 35 Minuten vom Bahnhof weg davon die Hälfte durch fragwürdige Gegend.
Der Freundesverein betreibt erst seit ca. 3 Jahren einen Mini-Museumsshop, eine Renovierung ist noch nicht in Sicht was man sieht:

Immerhin ist mir hier ein gutes Bild der Konstruktion gelungen an der die Gondel hängt:

Die Maschine ist auf der anderen Seite und nicht zugänglich:


Die "Ankunft" erfolgt auch hier stossgedämpft:

Link


Mit dem Freiwilligen im Museum hab' ich mich auch über Middlesborough unterhalten, und man ist sich überhaupt genau bewusst welche anderen Transporter-Brücken es noch gibt, nett gemacht:

Zuletzt bearbeitet von lech: 28.10.2017 03:45, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 11   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 01:50
    —
Swansea (1h nordwestlich von Cardiff) fand' ich fad bis auf eine X-Kreuzung (wie in New York gibt's Zebrastreifen die ein Quadrat und drinnen ein X bilden.

Bristol ist cooler und nur 1/2 h südöstlich von Cardiff, durch den "Severn Tunnel" unter der Bucht.

Ein Tip für Besuche dort: Vom Bahnhof (Temple Meads) zum Lifestyle-Zentrum um den ehemaligen Hafen kommt man am besten mit der Linienfähre (!), und es gibt Tagestickets dafür zwinkern

Cool an dem Wasserbus ist dass die "Brücke" elektrisch hoch und nieder fahren kann bzw. muss, weil man unter ein paar der teils stylischen Brücken sonst nicht durch durch käme.
Wer erkennt den Unterschied? #LOL



Hier das Video dazu:


Link


Das Museum M-Shed war nicht berühmt, aber nett war wie man hier eine alte Dampflok in Betrieb zu nehmen versucht:


Zum Übernachten gleich daeneben gäbe es dieses Ein-Zimmer-Hotel auf Schienen, das ist aber entsprechend dem Coolness-Faktor ziemlich ausgebucht:

Zuletzt bearbeitet von lech: 28.10.2017 03:47, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 12   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 02:13
    —
Am "intelektuellen" Tag hab' ich 2 Uni-Städte besucht die etwa die Einwohnerzahlt von Innsbruck haben, aber im Uni-Ranking etwas besser liegen zwinkern

In Cambridge war neben dem Polar-Institut und -Museum vor allem der Container-Haufen gleich beim Bahnhof interessant:

Hier wurden die Vorgänger der CPUs unserer Handies entworfen zwinkern
Der Kran im Hintergrund baut für Microsoft eine neue Forschungszentral, und auch Apple (als Sponsor des Apple Day im botanischen Garten) und IBM sind in der Gegend vertreten.

Zur Uni hab' ich's dort nicht geschafft, obwohl es neben einigen Radwegen auch einen Uni-Bus gäbe, der alle Unis und Heime usw. verbindet. Es war aber vorletzter Samstag im September, und viele Studenten am Einziehen oder Orientieren.

Noch Fahrradfreundlicher ist Oxford, der Fahrradparkplatz ist am von hier aus gesehen hinteren rechten Eck keine 10 Meter vom Bahnsteig entfernt (ok, mit Umweg durch die Zugangskontrollen sind's 25):


Das Motiv meines neuen Mauspads ist auch cool. Albert e=mc² Einstein hat diese Tafel eigenhändig bei einem Vortrag beschrieben:
Wobei ich mich Frage ob Oxford seitdem nichts mehr vorzuweisen hat zwinkern

Kleine Bahnspezifische Notiz: Bletchley (wo die Enigma geknackt wurde und heute das National Museum of Computing Turing's Bombe fast fertig restauriert hat) liegt genau zwischen Cambridge und Oxford (und wurde damals deshalb ausgewählt), aber wenn man mit dem Zug zwischen 2 dieser 3 Orte Reisen will muss man nach London und dort in die Tube (für die ein BritRail Pass natürlch nicht gilt). Mit CrossRail AKA Elisabeth-Line wird sich das aber vermutlich ab Ende 2018 "lösen".

Beitrag Nr. 13   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 02:43
    —
In London kamen dann noch ein paar Highlights, Oh Myyyy.

Das London Transport Museum hat in Acton (auf halbem Weg Richtung Heathrow, in Zone 3 von 9) ein Depot, das nur gelegentlich (1x im Jahr, evtl. öfter) für ein Wochenende geöffnet wird.

Das Wochenende hat's aber in sich, I'm still stunned!

Dieser Schnappschuss zeigt knapp die Hälfte der Haupthalle, von einem der 2 mit Lagertechnik konstruierten "Hochplateaus" aus:


Bei vielen der Fahrzeuge, Signalanlagen usw. sind Mitglieder von den Museums-Freunden oder sonstige Freiwillige vor Ort die sich wirklich auskennen, z.B. pensionierte Fahrer, Techniker, usw.

Nicht am Bild zu sehen (und ich hatte kaum Zeit für Schnappschüsse!) gibt's z.B. noch jede Menge Netzpläne (z.B. auch aus Lego), 3D-Stationsmodelle, eine Buswerkstatt (RoadMaster-Prototyp von unten!), streng klimatisierte Räume mit 1000en Plakaten samt Künstler-Orginalen, Workshops mit dem Design-Team, Bastelwerkstatt für Kinder, u.v.a. ...

Im Freigelände (im Bild hinten links sieht man das Tor) sind weitere Fahrzeuge, und an dem Wochenende auch Gastronomie, mit einer Doppelstock-Bus-Bar als verkehrstechnisches Highlight.

Ausserdem fährt eine Gartenbahn un die das halbe Gelände, und mit einem alten Bus kann man Acton-Rundfahrten machen (das hab' ich dann nicht mehr geschafft).

Besuchs-Tip: Unbedingt vorab buchen, und pünktlich dort sein, sonst wird's nix bzw. unvollständig.
Und keine Scheu zeigen mindestens einmal den Urlaub (oder einen Geschäftstermein) entsprechend zu legen, das LTM Depot Opening Weekend ist es wert!

Beitrag Nr. 14   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 03:03
    —
London Highlight 2 ...

Es war einmal Mr. Brunel, der u.a. im Schiffsbau gearbeitet hat.
Dort hat er Würmer kennengelernt die sich mit Körperdurchmesser-großem Maul durch's Schiffsholz fressen und den Rest hinten raus los werden.
Dieses Prinzip hat Herr Brunel dann für Tunnelbau adaptiert (Bohrkopf, Schild, dahinter Absicherung und Abtransport) und so das Prinzip heutiger TBMs entwickelt.
Er hat mit der Methode den weltweit ersten unter Wasser durchführenden Tunnel gebaut, in dem Fall natürlich unter der Themse zwinkern
Anfangs für Fuhrwerke gedacht, dann als Touristenattraktion für Fu0gänger betrieben, wird der Tunnel heute von "London Overground" befahren und verbindet die Stationen Rotherhithe (südöstlich, dort ist auch das Brunel Museum, leider war im ehemaligen Haupt-Schacht gerade eine Theaterprobe) und Wapping (nord-östlich).
Von Wapping aus ist dieses Photo gemacht:

Dazu passend läuft (oder lief) in der Bibliothek des ICE (Institute of Civil Engineers, 1 Minute nördlich von Big Ben) eine Ausstellung zur Geschichte des Tunnelbaus:

Man musste sich für den Ausstellungsbesuch zwar namentlich registrieren aber den Privacy-Verlust war das allemal Wert. Es gab eine Station wo man mit VR-Brille eine Tunnel-Baustelle erkunden konnte (Anischten: Plan, Photos, gemischt), sehr cool.

Für Kinder gab's eine mehrere Lego-Modelle von TBMs, vom Kinderformat bis zum 3-Meter-Teil:

Zuletzt bearbeitet von lech: 28.10.2017 03:22, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 15   |  Autor: lechStadt / Stadtteil:
Innsbruck Wilten
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 03:17
    —
London-Highlight 3 ...

Im Untergrund von London gibt's nicht nur Stromkabel, Datenkabel, Wasser, Abwasser, Tiefgaragen, Theaterbühnen, Eisenbahnen, Tubes, Unterführungen usw.

Es gibt auch eine dedizierte Post-Eisenbahn, sozusagen Rohrpost XXXL!

Die "Mail-Rail" verband bis 2003 Postämter in der halben Stadt miteinander:


Seit ein paar Monaten gibt's im ehemaligen Zentralbahnhof, gegenüber vom Postmuseum bzw. unter der Hauptpost, eine Ausstellung - und die Möglichkeit eine ca. 8-minütige Mail-Rail-Fahrt zu machen:


Dazu wurden ehemalige Postsack-Wagons vor Ort geschickt für Personentransport adaptiert:


Wenn man zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung schaut (schräg runter) kann ausser Tunneln ...

... auch einen Zug-Friedhof sehen. Die halbe Sekunde war leider zu kurz für ein Bild.

Unterwegs wird mehrfach stehengeblieben um wunderbar gemachte Videos zu sehen. Beim letzten davon wird der Bahnsteig auf etlichen Metern fast zum Leben erweckt, very cool.

Beitrag Nr. 16   |  Autor: kurtStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 28.10.2017 11:18
    —
Herzlichen Dank für die interessante Reportage!
Inntram-Forum -> User-Reportagen
Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden

Seite 1 von 1

Output generated using Printer-friendly Topic Mod.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group