Straßenbahn Bozen / Überetscher Bahn (Neubauprojekt)
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Inntram-Forum -> Tram / Stadtbahn

Beitrag Nr. 1   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 10.08.2006 15:20
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Danke für die Infos... die Links zu der Ausstellung hatte ich zufällig heut früh auch schon gefunden, siehe Kategorie "Veranstaltungen".
Stand in Meran ist also, dass Politiker das mal aufs Tapet gebracht haben, aber sonst noch nichts weiter existiert?
Sehr interessant finde ich das mit den Trassenresten! Da würde ich schon mal nach Meran fahren um die anzusehen. Gibt es auch noch Gleisreste in der Stadt? Könntest du mir im Fall des Falles sagen wo man überall noch was sieht?

Ad Minimetro: ja, mal sehen wie es sich bewährt... obwohl ich eine Tram/Stadtbahn besser finde, allein schon aus Kapazitätsgründen und wegen der höheren Flexibilität (Zugbildung, Streckenerweiterungen...)
Dass eine solche Leitner-Metro für Bozen angedacht wird, wusste ich gar nicht.






Beitrag Nr. 2   | Straßenbahn Bozen / Überetscher Bahn (Neubauprojekt) Autor: Mr. X   |  BeitragErstellt: 10.08.2006 20:20
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Was ich nicht verstehe: Warum baut man in Bozen einen unterirdischen Leitnerlift. Wieso kommt man bei euch nicht auf die idee ne einfache Tram zu bauen <img>





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Zuletzt bearbeitet von manni: 17.05.2010 11:14, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 3   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 11.08.2006 10:11
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Ob es im Busdepot noch alte Rillenschienen gibt?
@Georg: ja, prima Idee, vielleicht kannst du bei Gelegenheit auch mal Fotos machen von den Gleisresten!

Die Minimetro hat eine maximale Kapazität von 3.000 Personen/Stunde. Das entspricht, bei reglmäßiger Belegung entlang der gesamten Strecke, einer recht gut ausgelasteten Straßenbahnlinie im 7 1/2 Minuten-Intervall. Nachteil: Spitzen in einzelnen Abschnitten können nicht mehr abgefangen werden, und erhöhte Nachfrage zu Spitzenzeiten ebenfalls nicht. Einschubkurse sind nicht möglich. Bei der Straßenbahn kuppelst du einen zweiten Wagen dran und gut is' gangen, oder verstärkst eben zwischen den regulären Kursen.
Es sollte doch möglich sein, so ein System auch für größere Personenmengen zu konzipieren, mit größeren Fahrzeugen etwa? Oder durch Ankuppeln eines zweiten Wagens zu Spitzenzeiten? Ob Leitner an so etwas arbeitet?








Beitrag Nr. 4   |  Autor: Mr. X   |  BeitragErstellt: 11.08.2006 13:20
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Aber wieso von Leitner? Und nicht ne normale Tram?




Beitrag Nr. 5   |  Autor: Aus   |  BeitragErstellt: 18.08.2006 21:29
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Die Minimetro...pah, da halt ich gar nichts davon und wenn schon Cable Car, dann doch lieber ein DCC, da lassen sich wenigstens ordentliche Züge bilden.

http://www.dcc.at/default.asp?pid=41


http://tram.afterdarknet.at/

Beitrag Nr. 6   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.08.2006 09:49
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Ich glaub', die Diskussion hatten wir auch schon mal... stimmt, der Cable Liner erscheint mir auch flexibler und für Ballungsräume besser geeignet; aber, kann es sein, dass dieses System teurer ist als das von Leitner?






Beitrag Nr. 7   |  Autor: Heli   |  BeitragErstellt: 20.08.2006 10:40
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Beides Schrott.
Wenn's so super wäre, wie der Hersteller vermitteln will, warum stürzen sich die Verantwortlichen (bzw. Experten, denn nur weil jemand verantwortlich ist, heisst das noch lange nicht, dass er sich auskennt) darauf und es werden eigentlich nur Systeme, basierend auf dem Stahlrad-Schiene-System gebaut?
Aber wie Manni schon sagt, die Diskussion hatten wir schon mal.
Heli




Beitrag Nr. 8   |  Autor: sLAnZk   |  BeitragErstellt: 14.06.2007 20:46
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gehört zwar eher zu bozen: aber der sLAnZk war zufällig dabei, als man unweit bozen mit dem bekannten herrn knoflacher eine diskussion über die wiedererrichtung der überetscher bahn führte (nämlich vor dem fernseher, der gerade die tagesschau des senders bozen übertrug), auch die südtiroler landespolitik war zugegen, und herrmann knoflacher sprach von der idee, die bahn innerhalb bozens als tram zu nützen, während sie ins überetsch wie eine bahn verkehren solle. für ihn war das minimum halbstündlicher verkehr und ordentliche verbindung ins umland, ähnlich der vinschger bahn, die im übrigen sehr gelungen ist, wie der sLAnZk nach seiner beobachtung findet.

Beitrag Nr. 9   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 15.06.2007 00:10
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Angeblich wurde ja vor einigen Jahren auch mal über eine neue Bozner Straßenbahn diskutiert. Weiß jemand mehr darüber und über die Idee "Regionalstadtbahn Überetsch"?

Beitrag Nr. 10   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 17.07.2007 14:25
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Ich schiebe diesen Thread mal nach oben, da wir ja jetzt Steph aus Bozen haben, der sich in dieser Sache vielleicht auskennt und über eventuelle aktuelle Entwicklungen berichten kann (siehe die Frage im obenstehenden Posting). lachen

Beitrag Nr. 11   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 17.07.2007 20:56
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Soweit ich weiß gab es da mehrere. U.a. ein Grobkonzept eines deutschen Architekten. Winkler, oder so. Wird aber seit 2-3 Jahren nicht mehr weiter verfolgt.

Beitrag Nr. 12   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 18.07.2007 00:44
    —
Danke Hannes für die Info - dass das nicht mehr weiterverfolgt wird, finde ich natürlich schade. Dabei nagt ja gerade Südtirol nicht gerade am Hungertuch - wenn man wollte, könnte man dort das Geld für ein Stadtbahnsystem wohl auch auftreiben.

Beitrag Nr. 13   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 18.07.2007 08:22
    —
Finanziell ginge das dort sicher viel leichter als bei uns. Auch ein Argument: Die enorme Feinstaubbelastung in Bozen. Vielleicht kommts ja noch. Ich halte da die Südtiroler Politik für weitsichtiger als bei uns. Siehe Vinschgaubahn. Eine Verlängerung nach Schuls/Scuol ist ja angedacht. Die Verbindung nach Landeck wär irgendwann auch fein. Die Strecke wurde ja bis 1917 bis Tösens gebaut, aber nie vollendet.

Beitrag Nr. 14   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 18.07.2007 10:05
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Gabs eigentlich auch mal die Idee einer Regionalstadtbahn nach dem Karlsruher Modell vom Zentrum Bozens ins Zentrum Merans? Das wäre an sich ja ziemlich naheliegend, sind doch die beiden größten Ballungsräume und damit wäre der Grundstein für neue Straßenbahnnetze gelegt. Das Nichtmehrvorhandensein der meterspurigen Tramnetze ist in diesem Zusammenhang nur ein Vorteil.

Beitrag Nr. 15   | Straßenbahn Bozen / Überetscher Bahn Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.02.2008 17:23
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Steph schrieb:

Ich hab ihn schnell abgetippt:

Trasse für Straßenbahn liegt vor
Verkehrsexperte Knoflacher hinterlegt im Bozner Rathaus seinen Projektvorschlag

Bozen - Die Fortführung der Überetscher Bahn bis zum Bozner Bahnhof ist ohne größere Schwierigkeiten möglich. Das Trassierungsprojekt hat der Wiener Verkehrsexperte Hermann Knoflacher jetzt im Bozner Rathaus deponiert.
"Es handelt sich um eine Grobtrassierung, die nächste Woche im Stadtrat besprochen wird", sagt Verkehrsstadtrat Klaus Ladinser. Der Streckenverlauf wird in etwa dieser sein: Von der Meraner Kreuzung über die Drususallee bis zum Bahnhof oder gar bis zur neuen Rittner Seilbahn. "Dahinter besteht bereits eine Remise, die sehr gut für die Straßenbahn genutzt werden könnte. Auch in Hinblick auf die Bahnhofsverbauung wäre ein solcher neuer Verkehrsknotenpunkt interessant", meint Ladinser.
Die Schienen sollen durch die ganze Stadt hindurch auf den Fahrbahnen der bereits bestehenden Straßen verlaufen und zwar je Fahrtrichtung eine. Im Überetsch dann wird die Bahn auf einem Gleis weiterfahren. Denn während die Bahn in Bozen im Zehn-Minuten-Takt verkehren soll, wird sie voraussichtlich im Überetsch nur alle 30 Minuten fahren.
Mehr Details des Projektes will Ladinser erst nach der Vorstellung im Stadtrat preisgeben. In Vorgesprächen aber war die Rede davon gewesen, in der Stadt selbst acht Haltestellen für die Straßenbahn einzurichten.
Die Kosten für das Projekt werden auf 220 bis 250 Millionen Euro geschätzt. Ladinser hofft hier auf finanzielle Unterstützung vom Land.

Kopiert hab ich ihn auch. Leider ist das Fenster im Original farbig hinterlegt, was beim SW-Kopieren nicht hilfreich ist.
Doch, ich bin auch zuversichtlich. Jedenfalls ist das realistischer als das Mini-Metro-Projekt, denk ich. Geld haben wir auch genug (ist halt so), hoffentlich wird da ordentlich weiter gemacht...


Edit manni: Titel

Zuletzt bearbeitet von manni: 17.05.2010 11:13, insgesamt 2 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 16   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 20.02.2008 08:50
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http://altoadige.repubblica.it/
http://altoadige.repubblica.it/dettaglio/Tram-da-Oltradige-a-Bolzano-ecco-il-progetto-da-230-milioni/1424980

Für den, der Italienisch kann wink Ich werde im Laufe des Tages die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Beitrag Nr. 17   | Re: Neues Straßenbahnprojekt in Bozen Autor: 64-8Stadt / Stadtteil:
Wien
   |  BeitragErstellt: 20.02.2008 09:59
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manni schrieb:
Steph schrieb:

Zitat gekürzt
[...] Das Trassierungsprojekt hat der Wiener Verkehrsexperte Hermann Knoflacher jetzt im Bozner Rathaus deponiert.[...]

Dafür dass der Herr Knoflacher eigentlich in Wien einen Fahrgastbeirat zu leiten hat, kommen da aber sehr schöne Ergebnisse dabei heraus. In Wien wird zur Zeit alles schlechter (Intervalldehnungen,...) und in Bozen wird ein neues Straßenbahnkonzept vorgeschlagen.

Gut ich will nicht lästern. Ich freu mich für Bozen, wenn sie ein Straßenbahn bekommen, die hoffentlich sinnvoll ist. Ich war ja erst einmal in Bozen und kann daher die Situation nicht so ganz bewerten. Sollte die Bim kommen, werde ich vielleicht mal wieder hinschauen. zwinkern

Schöne Grüße aus Wien,
64-8

Beitrag Nr. 18   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.02.2008 11:01
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Die unendliche Geschichte geht nun auch offiziell weiter! Ja schon in den Neunziger Jahren (vgl. Buch Rittnerbahn - Eisenbahn am Berg, Athesia 2007) gab es Bestrebungen die 1948 stillgelegte Strassenbahn von Bozen wieder zu installieren. Dann schlief alles ein, eher wurden S-Bahn und Mini Metro sowie auch eine Rittnerseilbahn bis zum Bahnhof geprüft. Positiv, dass nun wenigstens die Erkenntnis kommt, dass nur eine Strassenbahn (womöglich wieder meterspurig) eine Lösung sein kann. Allerdings enthält der Artikel eine Kritikpunkte auf die ich gerne eingehen will:

Überetscherbahn im Fliessverkehr: Ich kenne dieses Projekt einer Überetscher Strassenbahn nur kann ich diesem sehr wenig abgewinnen! Diese Bahn würde so wie der Individualverkehr von Kaltern bis Bozen (v.a. dort) stauen und hätte keine Vorteile zum eh schon überlasteten Individualverkehr. Auch liegen die Ortschaften weiter ab von der Hauptstrasse, was schon für die alte Bahn ein Problem war. Fact ist aber, dass die alte Trasse bis auf 500 m komplett erhalten ist (samt Eisenbrücke über die Etsch und Tunnels bei Fangart). Wieso daher nicht diese nahezu 100% vom Individualverkehr getrennte Trasse ins Projekt einbeziehen und für die abgelegeneren Orte (Girlan, St Pauls) einen Ortsbus einrichten? Diese Trasse hätte nämlich Schnellbahncharakter und könnte auch ins Ortszentrum von Kaltern verlängert werden (dzt. Ende unterhalb von Kaltern bzw. früher exsistenter und heute verbauter Anschluss durch die Mendel - Adhäsionsbahn). Sogar die sehr gut angelegte Einfahrt in Stadt Bozen exsitiert heute als Radweg (1991 stillgelegt).

Strassenbahn im Fliessverkehr: Ein Unding im Bozner Verkehr. Laut Plänen soll dies ja eine Nord Süd Transversale durch die Stadt werden? Über den Bahnhof und Verdi Platz oder wie früher auch den Waltherplatz streifend? Und wie soll man bei der neuen Rittner - Seilbahnstation wenden oder stehenbleiben (Platzsituation noch mehr beengt als früher). Wie gut auch die Idee ist, es mag einiges an Feinschliff geben (Ein Wiener kennt halt Bozen nicht lol).

Noch zum Drüberstreuen die Aussage mit der alten Lokremise der Rittnerbahn: also erstens wird davor eine neue Seilbahnstation samt Parkdeck gebaut, womit es keinen Zugang (wie bis jetzt) mehr gibt. Und zweitens wurde die Remise (ist ja die Lokremise, die Wagenremise übersiedelte ja nach Oberbozen) für 4 4,6m lange Zahnradloks ausgelegt. Also viel Platz gibt es da nicht. Und die alte Remise nahe dem Siegesplatz wurde ja vor Jahren geschliffen... Also wohl eher Entwicklungsgebiet für neue Ideen...

Dies nur einmal als Ansatz füe euere Diskussionen von einem der Bozen und seine alten Bahnen ein wenig kennt...

LG vom Verkehrsarchiv Tirol und dem Günter

P.S.: Ein Buchtipp: im Buch Rittnerbahn - Eisenbahn am Berg, Athesia 2007 wird auch kurz auf die alte Bozner Strassenbahn und die alte Überetscherbahn eingegangen. Wer mehr Informationen will kann sich gerne an das Verkehrsarchiv Tirol wenden, wo es einige Unterlagen zu den genannten Bahnen gibt...

Beitrag Nr. 19   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 20.02.2008 21:39
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Hallo Günter,
Danke für dein interessantes posting!
Das Athesia-Buch kenn ich doch relativ gut wink Ist schön geworden - und um ganz genau zu sein läuft das ja unter (Athesia-)Spectrum; aber lassen wir das.

Was ich aus den beiden Artikeln entnehmen konnte, ist nur in Bozen selbst kein eigener Gleiskörper vorgesehen. Ansonsten würde das ganze wirklich wenig Sinn machen. In der Fotomontage, die heute drin war sieht man die Tram (genauso wie in dem Artikel im link) neben der Straße; ebenso in einem TV-Bericht von Sommer 07 (?). Es ist ja auch von Enteignungen und Untertunnelungen bei Frangart die Rede - die ja bei einem Gleiskörper im MiV nicht nötig wären. Hab ich dich falsch verstanden?
Das Problem bei der alten Trasse ist, dass sich da heute nun mal ein (wunderbarer und beliebter) Radweg befindet, der in den letzten Jahren gebaut wurde ("Der Zug fährt eh nimmer"). Das alles rückgängig machen? Ich weiß nicht. Auf Kalterer Gemeindegebiet wird ja - lt Artikel - auf der alten Trasse gefahren (die ich doch breiter in Erinnerung hab; da müsste sich Fußgänger und Bahn ausgehen).
Der Citybus ist ja grad im Anlaufen was viele kleinere Ortschaften in ST betrifft. St. Pauls und Eppan zB haben seit einem Jahr ca eine solche Einrichtung. In St. Pauls hat dieser vor allem die Zubringerfunktion zur Eisenbahn-HS Sigmundskron, mit der dann die Leute nach Bz fahren. Zugegeben, der Citybus funktioniert noch nicht ganz einwandfrei, aber darauf lässt sich aufbauen. Das Zubringer-Konzept könnte man doch auch in Eppan und anderen Ortschaften machen. Ich würde die Bahn nicht durchs (enge) Zentrum jedes Dörfchens fahren lassen. Für mich ist die Bahn die "Hauptader", die Verteilung sollte über Busse erfolgen.
Wie die Bahn in Bz verläuft wird sicher interessant. Ob direkt über die Drususstraße oder doch zuerst einen knicks nach rechts machen um mehr Wohngegenden zu erreichen? Naja, ich bin für ersteres. Wie im Artikel angedeutet finde ich es sinnvoller Busse die Verteilerfunktion zu übernehmen. Zudem wird es in der Mailand-, Turin- und Florenzerstraße sehr, sehr eng. Da ist einfach so schon zu viel los. Was für die Drususstraße spricht ist ihre Breite. Zwar wurde letzten Sommer begonnen Radwege zu errichten (und ein paar 10m hohe Bäume stehen auch noch im Weg...), doch gibt es meines Erachtens immer noch Potential des In-die-Breite-Ziehens. Auf jeden Fall mehr als in anderen Straßen. Vllt hab ich ja die Tage mal Zeit diese Strecke abzufahren und Fotos zu machen.
Was die Remise betrifft kenn ich mich nicht aus, es ist scheinbar eine weitere Remise der FS im Gespräch. Ist das diesselbe? Wenden ist glaub ich nicht vorgesehen - ZRF.
Bin jedenfalls gespannt, wie sich das entwickelt. Der Bürgermeister redet von 5 Jahren bis die Tram fährt, der ital Artikel von 8-10.

LG aus Bozen ans Forum,
Steph wink

Hab soeben mal mit Google Earth die Trasse in Bozen nachgezeichnet (rot=Drususstr; gelb=Mailandstr etc). Ist nicht professionell, aber ich bin Sprachler, nicht Informatiker. Man möge mir verzeihen. Was man hier dennoch nicht so gut sieht, ist, dass der die gelbe Variante entscheidend enger ist, besonders im oberen Trakt (wo es dann eine scharfe Kurve mit Steigung gäbe). Die letzten 2 Bilder zeigen die einheitliche Trasse ab der Drususbrücke.




Zuletzt bearbeitet von Steph: 20.02.2008 22:17, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 20   |  Autor: sLAnZk   |  BeitragErstellt: 20.02.2008 22:40
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Sehr interessante Überlegungen zu Bozen - ich finde, daß die direkte Route zu Bahnhof und Rittner Seilbahn deutliche Vorteile hat, denn wenn man ein Verkehrsmittel für die Überetscher Orte haben will, ist es besser, in Bozen eine direkte Route zu wählen.

Ich kenne die Motive nicht, die die Trassenwahl der alten Überetscher Bahn bestimmt haben, vielleicht ist es heute möglich, eine noch günstigere Trasse zu finden, die weniger auf das Gewicht als vielmehr auf die Geschwindigkeit der Züge Rücksicht nimmt.

Der Grund des Radweges ist wahrscheinlich leichter verfügbar als einer, den man neu ablösen muß - aber darüber müssen die Planer in Bozen nachdenken. Ich freue mich jedenfalls darüber, daß hier in die richtige Richtung gedacht wird.

Beitrag Nr. 21   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 21.02.2008 02:29
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Hier einstweilen eine maschinelle Übersetzung des Repubblica-Artikels - reicht aus um einen Überblick zu bekommen:

http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?lp=it_en&url=http%3A%2F%2Faltoadige.repubblica.it%2Fstampa-articolo%2F1424980

Danke Steph für die Skizzen - genau darum wollt' ich dich bitten. lachen

So wie ich das sehe, wäre der Mischverkehrsabschnitt sehr lang - zu lang. Ich finde, dass das auf keinen Fall geht - da muss ein eigener Gleiskörper her.
Ich glaube aber auch, dass das ohnehin so gedacht ist (gerade bei Knoflacher), und dass man zu diesem Zeitpunkt - ähnlich die dazumal in Innsbruck - das Projekt der Öfentlichekt so präsentieren will, dass möglichst wenig Widerstand provoziert wird. Ist es erst einmal politisch beschlossen, kann man immer noch an den Details schrauben.

Bin gespannt ob die 5-Jahres-Ansage des Bürgermeisters hält - zutrauen würd ich's den Südtirolern. Ist schon bekannt, wann die Abstimmung erfolgt?

Zuletzt bearbeitet von manni: 21.02.2008 02:33, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 22   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 21.02.2008 11:54
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[quote="Steph"]Hallo Günter,
Danke für dein interessantes posting!
Das Athesia-Buch kenn ich doch relativ gut wink Ist schön geworden - und um ganz genau zu sein läuft das ja unter (Athesia-)Spectrum; aber lassen wir das.
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Ja damals noch Athesia - Spectrum, mittlerweile heissen die einfach nur Athesia!

Also eine Strassenbahn ohne eigentlichen Gleiskörper halte ich bei dem Verkehr in Bozen für ein Unding! Hier müsste man schon analog zu Innsbruck sich Gedanken bei Neubaustrecken machen, wie man diese vom Individualverkehr trennt! Also aus dem Bericht ging hervor, dass die alte Remise der Rittnerbahn gemeint sei, die Depotanlagen der FS waren dies sicher nicht! (wie soll denn die Strab über das Gleis Wirr Warr der FS dorthin kommen ?
Zur Überetscherbahn: die alte Trasse ist sehr gut! Auch wenn sie mittlerweile Radweg ist! Sie gehört nach wie vor dem Land (STA) damit wäre es eine Option. Denn Radweg kann man auch daneben (oder wo anders machen), der braucht nicht diese Vorgaben wie eine Bahn. Eine Überetscherbahn als Strassenbahn kann jedoch sicher nicht die Anforderungen stellen! Die alte Trasse ist ja in Sichtweite der Strasse ins Überetsch, aber wie diese (wo die Strab neu wäre) etwas ab der Ortschaften. Daher angedacht wie Vinschgau für die Gemeinden, die es betrifft (ausser Kaltern) einen Art Bus in die Orte (Zentren). Das Überetsch ist eben schwer verkehrsmässig erschliessbar, da es so weit besiedelt ist (um nicht zu sagen zersiedelt ist). Endpunkt einer Überetscherbahn sollte jedenfalls wieder die Mendel - Standseilbahn sein, da diese als Touristenattraktion auch einen Verkehrsanschluss braucht, so schwierig das heute geworden ist!
Also meines Erachtens Tram Bozen ja, aber... Es muss eine moderne Strassenbahn sein, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht und v.a. schnell ist. Aus dem Überetsch hätte sie bei den Fahrzeiten auf der Strasse, gesetzt den Fall dass sie auf Eigentrassee verlegt ist eine sehr gute Chance!
Und in Südtirol ist dem Glauben zu schenken, wenn etwas angekündigt wird. Die Überetscherbahn hat nach dem Erfolg der Vinschger (und bald auch Pustertalbahn) so wie ich vernommen habe höchste Priorität...
Ich bin daher schon gespannt, womit wir im südlichen Tirol die nächsten Jahre überrascht werden...

LG vom Günter

Beitrag Nr. 23   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 21.02.2008 19:23
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Hallo,
ich bin natürlich auch für einen eigenen Gleiskörper auf der ganzen Strecke, das muss das Ziel sein! Ich frage mich nur, ob das im Abschnitt Meraner Kreuzung-Hbf auf der ganzen Strecke möglich ist (s. Skizzen)? Bis zur Kreuzung Palermostraße (von stadtauswärts kommend) ist die Drususallee 2-spurig (ich werds bald farbig kennzeichnen), an den Seiten müsste man aber etwas Platz gewinnen können, da die Straße an sich breit ist. Bäume und Parkplätze sind da "im Weg". Von der vorhin genannten Kreuzung bis zur Drususbrücke ist die Straße 4-spurig (2 pro Richtung), das sollte kein Problem sein. Wies dann auf der anderen Seite der Talfer aussieht ist zu sehen. Ein eigener Gleiskörper könnte sich bis zum Hbf nur schwer aus gehen, Richtung Rittnerbahn ebenso. Das müsste mal alles anständig ausgemessen werden, vllt liest man ja wieder etwas in der Zeitung. Ad Stadtstrecke: Wenn man in beide Fahrtrichtungen eine Spur wegnimmt bzw. die Fahrbahnen einengt sollte man schon darauf bedacht sein, genügend HS auf dieser Strecke einzurichten, damit man eine attraktive Alternative schafft bei einem 10-15Min-Takt.
Was den Überlandteil betrifft, konnte man heute lesen, dass von Kaltern bis Bz 10 HS (etwas wenig auf Bzner Stadtgebiet) geplant sind. Zudem wird die Strecke Kaltern-Frangart auf eigenem Gleiskörper entlang der Straße geplant (mein Favorit). Überhaupt hab ich nie etwas von einer Eingliederung der Trasse in die Straße ins Überetsch gehört. Schon in den allerersten Animationen war die Bahn "autonom". Hast du etwas anderes gelesen? Die Kreuzung vor der Frangartner Umfahrung wird untertunnelt und nach der Brücke vor der Stadteinfahrt wird die Bahn im Mischverkehr geführt - teilweise mit "Vorzugsspuren". Naja... Ich finde, dass bis zur Drususstr unbedingt ein eigener Gleiskörper her muss, da sich bis dorthin IMMER die Autos stauen (ok, mit der Bahn sollte das besser werden, aber man weiß ja nie => Unfall). Die Überlandstrecke kann ich mir nur wie jetzt geplant vorstellen, die alte Strecke hat trotz der genannten Vorteile viele Kurven und Steigungen, die ein zügiges Vorankommen meines Erachtens unmöglich machen. Und das sollte schon ein Ziel der Bahn sein: Schnell und effektiv. Zudem muss ich sagen, dass sich auf der Strecke Bz-Eppan (mindestens!) kaum Bahn UND Radfahrer ausgehen, dafür ist das sicherlich zu schmal. Zudem ist die Strecke wirklich ab vom Schuss.
Ja, du hast Recht Günter, dass im Bericht die alter Rittnerbahn-Remise gemeint ist, aber im ital Artikel glaub ich gelesen zu haben, dass die FS ins Spiel kommen. Besonders jetzt, wo das Land ST schon länger darauf pocht, selbst über das Zug-Geschehen im Lande zu bestimmen. Vllt ergibt sich da in Zukunft eine Gelegenheit...? Nein, quer übers FS-Gelände gehts logisch net. Unterm Strich, man bedenke die veranschlagten 230 Mio € für das ganze, könnte man sich - wenn sich der richtige Platz ergibt - gleich eine neue Remise bauen. Darauf kommts doch nicht wirklich an, oder?
Sonst teile ich völlig deine Meinung, die Bahn muss wirklich den Bedürfnissen entsprechen und auch der Mendelbahn helfen.
Jedenfalls freue ich mich schon über diese Entwicklung!
Btw: Ich spiele grad mit dem Gedanken einen Leserbrief zu verfassen. Hat jemand Interesse, mir da etwas unter die Arme zu greifen - es kann natürlich auch jemand von euch Leserbriefe schreiben. Sieht gut aus, wenn mehrere zu einem Thema gleichzeitig drinnen stehen zwinkern

@manni: Der Artikel ist aus dem Alto Adige, lass dich nicht vom link reinlegen zwinkern Zudem hab ich heute gelesen, dass sich die 5 Jahre auf die Bauzeit beziehen. Ab wann ist offen... Ähm-welche Abstimmung? Hab ich was übersehen?

Gruß aus Bozen,
Steph

Beitrag Nr. 24   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 21.02.2008 22:03
    —
Steph schrieb:
Hallo,
Was den Überlandteil betrifft, konnte man heute lesen, dass von Kaltern bis Bz 10 HS (etwas wenig auf Bzner Stadtgebiet) geplant sind. Zudem wird die Strecke Kaltern-Frangart auf eigenem Gleiskörper entlang der Straße geplant (mein Favorit). Überhaupt hab ich nie etwas von einer Eingliederung der Trasse in die Straße ins Überetsch gehört. Schon in den allerersten Animationen war die Bahn "autonom". Hast du etwas anderes gelesen? Die Kreuzung vor der Frangartner Umfahrung wird untertunnelt und nach der Brücke vor der Stadteinfahrt wird die Bahn im Mischverkehr geführt - teilweise mit "Vorzugsspuren". Naja... Ich finde, dass bis zur Drususstr unbedingt ein eigener Gleiskörper her muss, da sich bis dorthin IMMER die Autos stauen (ok, mit der Bahn sollte das besser werden, aber man weiß ja nie => Unfall). Die Überlandstrecke kann ich mir nur wie jetzt geplant vorstellen, die alte Strecke hat trotz der genannten Vorteile viele Kurven und Steigungen, die ein zügiges Vorankommen meines Erachtens unmöglich machen. Und das sollte schon ein Ziel der Bahn sein: Schnell und effektiv. Zudem muss ich sagen, dass sich auf der Strecke Bz-Eppan (mindestens!) kaum Bahn UND Radfahrer ausgehen, dafür ist das sicherlich zu schmal. Zudem ist die Strecke wirklich ab vom Schuss.
Ja, du hast Recht Günter, dass im Bericht die alter Rittnerbahn-Remise gemeint ist, aber im ital Artikel glaub ich gelesen zu haben, dass die FS ins Spiel kommen. Besonders jetzt, wo das Land ST schon länger darauf pocht, selbst über das Zug-Geschehen im Lande zu bestimmen. Vllt ergibt sich da in Zukunft eine Gelegenheit...? Nein, quer übers FS-Gelände gehts logisch net. Unterm Strich, man bedenke die veranschlagten 230 Mio € für das ganze, könnte man sich - wenn sich der richtige Platz ergibt - gleich eine neue Remise bauen. Darauf kommts doch nicht wirklich an, oder?
Sonst teile ich völlig deine Meinung, die Bahn muss wirklich den Bedürfnissen entsprechen und auch der Mendelbahn helfen.
Jedenfalls freue ich mich schon über diese Entwicklung!
Btw: Ich spiele grad mit dem Gedanken einen Leserbrief zu verfassen. Hat jemand Interesse, mir da etwas unter die Arme zu greifen - es kann natürlich auch jemand von euch Leserbriefe schreiben. Sieht gut aus, wenn mehrere zu einem Thema gleichzeitig drinnen stehen zwinkern

@manni: Der Artikel ist aus dem Alto Adige, lass dich nicht vom link reinlegen zwinkern Zudem hab ich heute gelesen, dass sich die 5 Jahre auf die Bauzeit beziehen. Ab wann ist offen... Ähm-welche Abstimmung? Hab ich was übersehen?

Gruß aus Bozen,
Steph


Na ja ab vom Schuss ist wohl nur die Strecke bei Fangart, bei Eppan kehrt die Bahn eh quasi in die heutige Strasse zurück (Bahnhof Eppan liegt heute auf Strassengrund! Im Verkehrsarchiv Tirol gibt es dazu einen schönen Plattenabzug vom alten Bahnhof samt Weinkellerei (mit Güterzug) anno 1920 wo man schön sieht wo heute die Strasse (damals ein kleiner Weg geht. Ich persönlich halte die Trasse nicht so schlecht! Sicher Kurven sind da, nur was fährt eine Stadtbahn heute maximal: 70, 80 km/h, dafür reicht die Strecke perfekt (mancher Bogen abgesehen). Und die Steigung (mit Ausnahme des 1,2 km langen Streckenast Kaltern - St. Anton) war nicht so beeindruckend - vergessen wir nicht, dass dort von 1898 bis 1911 Dampflokomotiven den Verkehr (mit nicht gerade kurzen Zügen abwickelten).
Natürlich kann man auch eine völlig neue Trasse neben der Strasse wählen, nur warum, wenn in Landesbesitz sowieso 15 km alte Trasse schlummern. Aber das ist Ansichtssache. Wichtig ist für eine erfolgreiche Regionalbahn eine gänzlich getrennte Trasse Bozen Hbf - Kaltern besteht, deshalb auch mein Vorschlag den Radweg (=alte Trasse der Bozen - Meraner - Bahn und damit Überetscher Bahn) zwischen Bahnhof und Bozen Süd wieder dem öffentlichen Verkehr zu widmen. Man muss leistungsfähige und gut plazierte Trassen schaffen, die man vor Jahren leichtfertig aufgegeben hat. Und ein Anschluss des Lido wird wohl kein Nachteil sein?
Übrigens das mit der Rittner - Remise war natürlich ein guter April Scherz, aber ein guter Nachnutzungsgedanken (sie bleibt ja erhalten - wow und Hochachtung an Südtirol)...
Lassen wir uns überraschen, wo der Weg hinführt, ich denke die Zeichen stehen auf grün... Man hört da ja so einiges... Und für das Land hat das Überetsch - Projekt absoltute Priorität (da nach den Vinschgern und bald Pusterer) auch die Überetscher endlich eine moderne Bahn wollen. Nicht wenige trauern heute, 45 Jahre später immer noch dem alten Leps - Bahnl nach. Die Zeit ist reif für Überetscherbahn II (die Bahntrasse gäbe es ja schon seit 110 Jahren wink)

LG nach Bozen, meiner zweiten Heimat...

Günter

Beitrag Nr. 25   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 21.02.2008 23:45
    —
Hallo!
Ja, du hast natürlich Recht, dass die Strecke ab Eppan wieder der Straße entlang geht (achwas), aber schon alleine die Strecke bis dahin finde ich geografisch sehr umständlich. Ich erinnere mich an einen Ausflug letzten Sommer. Ich wäre in diesem Trakt definitiv für die Straßenroute. Besonders auch im Hinblick auf St. Pauls: Wo sollen sie einsteigen? Sagen wir so, das Finanzargument überzeugt mich schon (ist ja logisch vorteilhaft, wenn man den Grund schon hat). Die alte Trasse aber 1:1 als Neustrecke zu übernehmen... Man könnte ja in der Rechtskurve beim Schotterwerk vor der Ortseinfahrt in St. Michael/Eppan auf die alte Trasse übergehen? Brücke...?
Absolut, Mischverkehr ist inakzeptabel für so eine Einrichtung! Schlägst du echt vor, den ganzen Radweg den Eisack entlang zu verwenden? Bis zur Kläranlage runter und dann rechts ab Richtung Sigmundskron? Da würde man in ein mittelgroßes Wespennest stochern. zwinkern Och, das Lido, ich denke das weißt du ja genauso gut wie ich, wird fast zu 98% mit dem Fahrrad angesteuert. Die Trassen wären natürlich ideal, aber mit der Bahn ins Lido? Ich weiß wirklich nicht..... zwinkern

LG nach Nordtirol (das mich bald wieder haben wird),
Steph(an)

Beitrag Nr. 26   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 13:08
    —
Was haben sie denn eigentlich für eine Spurweite vorgesehen?

Beitrag Nr. 27   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 13:12
    —
Bei einem Neubauprojekt ist was anderes als Normalspur kaum vorstellbar...

Beitrag Nr. 28   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 13:25
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Heul, Meterspur würde der Tradition besser passen, und vielleicht sind vom alten Trambetrieb von Bozen ja noch Fahrzeuge vorhanden, die dann dort manchmal eingesetzt werden können. (Kleine Hoffnung)

Beitrag Nr. 29   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 13:27
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DUEWAG 240 schrieb:
Heul, Meterspur würde der Tradition besser passen, und vielleicht sind vom alten Trambetrieb von Bozen ja noch Fahrzeuge vorhanden, die dann dort manchmal eingesetzt werden können. (Kleine Hoffnung)


Versuch damit mal zu argumentieren wenn's um den Bau einer neuen Stadtbahn geht. Dürfte eher schwierig werden. lachen

Beitrag Nr. 30   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 13:31
    —
rufzeichen Kleinere Wendekreise!!! rufzeichen Das wäre doch ein Argument, und es würde für die Altstadt vielleicht interresanter, dass alte Fahrzeuge auch eingesetzt werden, die mit der Vergangenheit von Bozen zu tun haben, da dann z.B. die Touristen gleich mit historischen Trams, die ein Teil der Geschichte von Bozen sind, vom Hauptbahnhof zum Stadtzentrum kommen.

Beitrag Nr. 31   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 22.02.2008 17:03
    —
Hi Leute,
heute waren 2 Artikel zum Thema drinnen, einer davon über den trakt Kaltern-Eppan. Leider hab ich grad nicht Zeit, das näher auszuführen, aber es brennt mir irgendwie unter den Nägeln big grin Zudem ist mir nochwas bezgl Trassierung Bozen-Stadt eingefallen. Also, ich meld mich heute Abend (hoffentlich) wenn ich kurz in Aldrans vorbeischaue mit mehr Details dazu.
Lg,
Steph

Hier mal die Artikel von heute:

Positive Tram-Signale auch vom Land
Mobilitätslandesrat Widmann begrüßt innovative Idee - Stolpersteine für Bau
Bozen - Der Auftrag, eine Trambahn zwischen Bozen und Kaltern zu prüfen, ging von den Gemeinden Bozen, Kaltern und Eppan aus. Jetzt, wo die Studie von Hermann Knoflacher aufliegt, kommen auch positive Signale aus der Landesverwaltung, das innovative Projekt unterstützen zu wollen. Es gilt zuerst aber ein paar konkrete Hindernisse zu überwinden.

"Eine Lösung des Verkehrsproblems in Bozen und Umgebung ist längst überfällig", meint Mobilitätslandesrat Thomas Widmann. Er begrüßt daher jede "zukunftsweisende Lösung für den Personennahverkehr", wünscht sich allerdings eine Zusammenarbeit aller Beteiligten, sprich zwischen Land, Stadt Bozen und den Überetscher Gemeinden.

Ein Wunsch, der auf Gegenseitigkeit beruht. Am Dienstag will Stadtrat Klaus Ladinser, der das Projekt als mögliche Verkehrslösung für Bozen vorangetrieben hat, die von Hermann Knoflacher erstellte Studie im Stadtrat vorstellen. Alsdann will man sofort bei den zuständigen Stellen in der Landesverwaltung anklopfen.

Das Projekt wird zwar auf den ersten Blick als relativ einfach zu verwirklichen angesehen, bringt aber auch seine Schwierigkeiten mit sich. So verweist beispielsweise Prof. Knoflacher in seiner Studie darauf, dass bei der Schienenverlegung mitten auf der Fahrbahn auf die darunterliegenden Leitungen (Wasser, Gas und Strom) geachtet werden muss. Als mögliche Lösung schlägt er Versorgungskanäle vor.

Ein weiteres Problem, das es zu berücksichtigen gilt, ist der Umstand, dass die Straßen, auf denen die Tram entlanggeführt werden soll, meist nicht breit genug sind, um Tram und Autos nebeneinander fahren zu lassen. Je Schiene pro Fahrtrichtung muss nämlich mit 3,4 Metern Breite gerechnet werden.

Bei den Kreisverkehren sollen die Schienen mitten durch die Verkehrsinseln hindurchführen. Eine Lösung muss außerdem auch bei der Überquerung der Eisenbahnlinie bei Sigmundskron gefunden werden: Entweder quer darüber oder weiträumig rundherum.


Pillhof: Umfahrung mittels Tunnel
Frangart: Entlang der Bozner Straße - Durch das Warthtal - Bis zum Kalterer Bahnhof
Eppan/Kaltern - Entlang der Bozner Straße durch Frangart und weiter durch das Warthtal parallel zur Weinstraße soll die S-Bahn ins Überetsch verlaufen, wobei der Bereich Pillhof mittels Tunnel umfahren werden soll. Zwischen Kreuzweg und Kaltern soll der Zug indes auf der alten Bahntrasse fahren. Dies sieht die Studie vom Wiener Verkehrsexperten Hermann Knoflacher vor.
Von Wolfgang Jochberger (jo)

"Der Trassenverlauf der geplanten S-Bahn steht im Wesentlichen", sagt der Eppaner Bürgermeister Franz Lintner: "Einige Stellen müssen aber noch im Detail abgeklärt werden".

Im Eppaner Gemeindegebiet wurde somit eine neue Trasse für die S-Bahn gewählt, zumal die alte Trasse der Überetscher Bahn zum Großteil heute als Radweg genutzt wird.

Als Bahnhof neu belebt werden soll die alte Eisenbahnstation von St. Michael werden, wo die S-Bahn wieder auf die alte Bahntrasse einschwenken wird. Der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz dient schon jetzt als Verkehrsknotenpunkt für Eppan.

Im Kalterer Gemeindegebiet soll die neue S-Bahn gänzlich auf der alten Trasse der Überetscher Bahn verlaufen, und zwar entlang des bestehenden Radweges. "Die Trasse muss einzig ein wenig verbreitert werden, damit beide Verkehrsinfrastrukturen nebeneinander Platz haben", sagt der Kalterer Bürgermeister Wilfried Battisti-Matscher.

Endstation der S-Bahn soll der alte Kalterer Bahnhof sein. Nicht aufgenommen wurde im Kalterer Rathaus der Vorschlag von Prof. Knoflacher, die S-Bahn bis in den Bereich Rottenburger Platz weiter zu führen.

Voraussichtlich in der kommenden Woche wird die vom Wiener Verkehrsexperten Hermann Knoflacher ausgearbeitete Machbarkeitsstudie zur Überetscher Bahn Landeshauptmann Luis Durnwalder und Mobilitätslandesrat Thomas Widmann vorgestellt werden.

Beitrag Nr. 32   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 00:03
    —
Grundsätzlich war ich anfangs recht überrascht (also als das Thema ganz neu war), dass sich alle Beteiligten sofort über die die wichtigsten Punkte einig waren. Ist schon wichtig, dass nicht einer aus der Reihe tanzt...
Über die Trassierung war heute ja ein eigener Artikel drinnen (siehe unten), sogar mit Grafik. Leider sieht man die hier nicht. Sie zeigt (anhand von Goggle Maps) die wichtigsten Stellen zwischen Kaltern und Bozen. Auf der Strecke Kaltern-St. Michael soll sie auf dem Radweg geführt werden, der in diesem Bereich kaum starke Kurven aufweist und ausreichend breit ist bzw. relativ leicht zu verbreitern ist, damit beide Platz haben. Bei St. Michael (mit einem nagelneuen Verkehrsknotenpunkt) verlässt die Bahn den Radweg und fährt entlang der Straße bis Frangart, dort Untertunnelung und plötzlich ist sie in der Drususstraße. Aus der Grafik werd ich nicht ganz schlau, wo sie dazwischen fahren soll. Eingezeichnet ist sie den MeBo-Tunnel unterirdisch kreuzend - kann mir aber einen so großen Bogen nicht wirklich vorstellen. Jedenfalls will man die alte Trasse in diesem Bereich anscheinend nicht wiederbeleben. Dafür können wir auf derselben eine community-Fahrradtour organisieren... Als Entschädigung zwinkern
Zur Stadttrassierung: Da einige Stellen es nicht erlauben, eigene Gleiskörper in beide Richtungen zu bauen, könnte doch das folgende eine Lösung sein: Dort, wo möglich (doch 1 km schätzungsweise) eigene Gleiskörper in beide Richtungen in der Straßenmitte (siehe Barcelona, darauf verweist Knoflacher anscheinend) mit Abschaffung einer Autofahrspur pro Richtung. Sobald die Straße enger wird, auf einen eigenen Gleiskörper in der Straßenmitte reduzieren. Eine behinderungsfreie Fahrt sollte bei der angestrebten Taktfrequenz möglich sein. Im Bereich Brücke-Hbf kommt man damit aber nicht weit.
Positiv finde ich auch die Wiederbelebung der alten Bahnhöfe entlang der Strecke. Schade hingegen ist, dass man in Kaltern nicht wirklich über eine Verlängerung reden will, so wie zB von Günter vorgeschlagen. Rottenburger Platz ist auch nur eine halbe Sache. Die "location" ist zwar sehr gut (großer Platz, viel Parkplatz, jetzt schon Startpunkt der Busse), jedoch endet die Bahn dort im "nichts". Wenn, dann gleich zur Mendelbahn oder an einen Ort, wo sie Sinn macht.

Das wars vorerst,
LG

Beitrag Nr. 33   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 02:08
    —
DUEWAG 240 schrieb:
Heul, Meterspur würde der Tradition besser passen, und vielleicht sind vom alten Trambetrieb von Bozen ja noch Fahrzeuge vorhanden, die dann dort manchmal eingesetzt werden können. (Kleine Hoffnung)


Muss ich widersprechen! Die Überetscherbahn war normalspurig, wie sonst wäre sie ohne drittes Gleis von Sigmundskron entlang der Bozen - Meraner - Bahn Trasse zum Hauptbahnhof gekommen? Die Bozner Strassenbahn und da gebe ich Dir recht war (wie alle innerstädtischen Strassenbahnen in Tirol) meterspurig. Und zur Beruhigung: bei der Rittnerbahn (auch Meterspur) gibt es ja noch das Turmwagengerüst der ehemaligen Bozner Strassenbahn. Also bleibt neben einigen Wandankern doch noch was der Nachwelt erhalten...

Günter

Beitrag Nr. 34   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 02:10
    —
DUEWAG 240 schrieb:
rufzeichen Kleinere Wendekreise!!! rufzeichen Das wäre doch ein Argument, und es würde für die Altstadt vielleicht interresanter, dass alte Fahrzeuge auch eingesetzt werden, die mit der Vergangenheit von Bozen zu tun haben, da dann z.B. die Touristen gleich mit historischen Trams, die ein Teil der Geschichte von Bozen sind, vom Hauptbahnhof zum Stadtzentrum kommen.


Du möchtest aber nicht mehr die enge Altstadtdurchfahrt vom Waltherplatz zur Talferbrücke (mit den schönen Kurven in der Mustergasse) wieder aufbauen. Das wäre eine richige Strassenbahn durch eine Fussgängerzone - mal sehen ob Flexis diese Radien dort noch packen würden big grin Eher unrealistisch LG vom

Günter

Beitrag Nr. 35   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 02:36
    —
Steph schrieb:
Grundsätzlich war ich anfangs recht überrascht (also als das Thema ganz neu war), dass sich alle Beteiligten sofort über die die wichtigsten Punkte einig waren. Ist schon wichtig, dass nicht einer aus der Reihe tanzt...
Über die Trassierung war heute ja ein eigener Artikel drinnen (siehe unten), sogar mit Grafik. Leider sieht man die hier nicht. Sie zeigt (anhand von Goggle Maps) die wichtigsten Stellen zwischen Kaltern und Bozen. Auf der Strecke Kaltern-St. Michael soll sie auf dem Radweg geführt werden, der in diesem Bereich kaum starke Kurven aufweist und ausreichend breit ist bzw. relativ leicht zu verbreitern ist, damit beide Platz haben. Bei St. Michael (mit einem nagelneuen Verkehrsknotenpunkt) verlässt die Bahn den Radweg und fährt entlang der Straße bis Frangart, dort Untertunnelung und plötzlich ist sie in der Drususstraße. Aus der Grafik werd ich nicht ganz schlau, wo sie dazwischen fahren soll. Eingezeichnet ist sie den MeBo-Tunnel unterirdisch kreuzend - kann mir aber einen so großen Bogen nicht wirklich vorstellen. Jedenfalls will man die alte Trasse in diesem Bereich anscheinend nicht wiederbeleben. Dafür können wir auf derselben eine community-Fahrradtour organisieren... Als Entschädigung zwinkern
Zur Stadttrassierung: Da einige Stellen es nicht erlauben, eigene Gleiskörper in beide Richtungen zu bauen, könnte doch das folgende eine Lösung sein: Dort, wo möglich (doch 1 km schätzungsweise) eigene Gleiskörper in beide Richtungen in der Straßenmitte (siehe Barcelona, darauf verweist Knoflacher anscheinend) mit Abschaffung einer Autofahrspur pro Richtung. Sobald die Straße enger wird, auf einen eigenen Gleiskörper in der Straßenmitte reduzieren. Eine behinderungsfreie Fahrt sollte bei der angestrebten Taktfrequenz möglich sein. Im Bereich Brücke-Hbf kommt man damit aber nicht weit.
Positiv finde ich auch die Wiederbelebung der alten Bahnhöfe entlang der Strecke. Schade hingegen ist, dass man in Kaltern nicht wirklich über eine Verlängerung reden will, so wie zB von Günter vorgeschlagen. Rottenburger Platz ist auch nur eine halbe Sache. Die "location" ist zwar sehr gut (großer Platz, viel Parkplatz, jetzt schon Startpunkt der Busse), jedoch endet die Bahn dort im "nichts". Wenn, dann gleich zur Mendelbahn oder an einen Ort, wo sie Sinn macht.

Das wars vorerst,
LG


Also meine Gedanken dazu:

1.) Zitat von oben:

Bei den Kreisverkehren sollen die Schienen mitten durch die Verkehrsinseln hindurchführen. Eine Lösung muss außerdem auch bei der Überquerung der Eisenbahnlinie bei Sigmundskron gefunden werden: Entweder quer darüber oder weiträumig rundherum.
_____________________

Bezüglich Kreuzung BMB: die ehem. Bozner Tram kreuzte früher die BMB rechtwinkelig, damals ging das noch (1914). Heute sicher ein Problem, wobei man ja, falls die Bahn normalspurig wird (spricht nichts dagegen), die Bahn auch zeitweise in die BMB einschwenken könnte, wobei dies bei der bevorstehenden Aufwertung der (einspurigen) Linie sicher zu Kapazitätsproblemen führen könnte. Daher erscheint eine Untertunnelung (oder besser gesagt Überbrückung sinnvoll (gleich dannach folgt doch irgendwie die Etsch?)

Bei der Trassierung wiederspreche ich Steph insoweit, als dass die Bahn keine besonders engen Radien hatte, das mag nur vielleicht auf dem heutigen Radweg (alles ist da nicht Bahntrasse!) so wirken. Die höchste Steigung des alten Leps Bahndls betrug gerade einmal 31,3 Promille, der kleinste Bogenhalbmesser (Radius) 150 m. Keine wirklich erschreckenden Werte, eher Vollbahnvorgaben (die Überetscherbahn war ja auch eine richtige Eisenbahn und keine Trambahn). Vorteil der vorhandenen Trasse: Brücke über die Etsch vorhanden, Tunnels bei Fangart im guten Zustand vorhanden. Bahnhofsbauten (ok werden eh einbezogen) vorhanden... Nachteile: kurze fehlende Trassenstücke, bestehender Radweg, teils (Fangart etwas ab vom Schuss).
Im Bereich Verdiplatz Hauptbahnhof ergeben sich durch die Führung als Strassenbahn nahezu unüberbrückbare Probleme (es sei denn man verbannt den Individualverkehr), da böte sich eher eine Einführung an, wie diese früher war (entweder über das alte BMB Trassee oder über die neue BMB, nur dass diese 1.) ein gefährlicher Flaschenhals ist (sehr starke Belegung der Trasse HBF Abz. BMB) und zweitens um die Stadt fährt und damit nicht die Funktion hat, die man von ihr erwarten würde (Doppelfunktion Strab und Localbahn). Daher braucht es hier eine andere Trasse, vielleicht städtebaulich (neuer Busbahnhof?) perfekt integiert und doch losgelöst vom Individualverkehr.
Zu Kaltern: das Bahnhofsgebäude wird (oder wurde) ja zur Zeit schon saniert, in würdiger Erwartung der neuen Bahn, selbiges in Eppan ist ja schon ein Schmuckstück, wiewohl auf den ehemaligen Gleisanlagen sich mittlerweile Autos tummeln. Nur der Bahnhof von Kaltern ist wirklich ganz weit ab vom Schuss, das wäre kontraproduktiv. Hier muss es eine Verlängerung (mittels Tunnels) ins Zentrum Kalterns geben! Auch die Standseilbahn könnte man talswärts im Zuge der nächsten Generalsanierung (die letzte ist ja schon 20 Jahre her - uff die Zeit vergeht) mittels Tunnels zum Endbahnhof der neuen Überetscherbahn avasieren. Ein Verlegen einer Ausweiche bei einer Standseilbahn nach unten (noch dazu bei der Trasse unterhalb der Ausweiche sollte möglich sein (würde dann eventuell im Bereich des ersten Tunnels zu liegen kommen, hoffentlich aber etwas darüber). Damit würde man alle Verkehrsträger wieder sinnvoll zusammenführen, wie sie ja schon bis 1963 (allerdings damals auf anderer Trasse) schon verbunden waren...
Lassen wir uns überaschen was kommt, wobei ich die Nutzung der alten Trasse nach wie vor so weit wie möglich für ausgesprochen sinnvoll halten würde. Dort bestehen schon alle Bahnnormalien. Und ein Radweg braucht bei weiten keine Eisenbahnanforderungen, er kann durchwegs auch auf anderer Trasse mit weniger finanziellen Aufwand wie eine Eisenbahnneubautrasse errichtet werden (Steigung, Gegensteigung usw...)... Auf dass in ein paar Jahren nicht nur eine "falsche" Dampflok im Bahnhof Kaltern steht sondern vielleicht einmal wieder ein modernes Leps Bahnl, oder eine Nostalgiegarnitur (träum)

LG vom Günter

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 23.02.2008 03:05, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 36   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 20:13
    —
Auf in die nächste Runde zwinkern

Die Etsch kommt vor der Zugstrecke. Von Kaltern kommend ergibt sich also: Frangart (mit r, nicht Fangart), dann die Etsch (drüber oder drunter) und direkt danach (die Bahn verläuft entlang der Etsch) die Gleise. Bin für Überbrücken, scheint mir auch technisch einfacher dun finanziell tragbarer, oder?
Ok, Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wie auch immer, ich sehe die Bahn im Bereich Bz-Eppan im Tal (auch wenns "normale" Kurven sind). Leider kenn ich den genauen Verlauf der alten Bahn entlang des Eisacks bis Frangart nicht. Wenn das wirklich der heutige Radweg ist, der Bozen mit Trient, dem Gardasee und auch dem Überetsch verbindet, so bin ich absolut dagegen, die Bahn anstelle des Radweges hinzubauen - bei aller Bahn-Freundlichkeit. Diese Strecke ist das Mittelgebirge für die Bozner, ein Eldorado für Familien und Senioren, die gerne - besonders im Sommer -, von einer frischen Brise begleitet, den Fluss entlang radeln wollen. Am Ufer gibts Schrebergärten, die Promenade ist an sonnigen Nachmittag voll Menschen. Die Bahn würde da alle durch die Verkehrsentlastung gewonnenen Sympathiepunkte verlieren. Versprochen.
Den MiV am Verdiplatz verbannen? Das wär was! Dieser Bereich ist in der Tat sehr schwierig. Eine Eingliederung in die FS-Strecke ist wenig sinnvoll, nachdem von vielen schon ein eigenes 3. Gleis nur für die FS-Bahn nach Meran gefordert wird. Man könnte aber das alte Bozner Bahnhofsgebäude schleifen (wird ja eh bald mal verlegt) und dort die neue Bahn hinbaun... Nur - wie kommt man von der Drususbrücke zum Hbf? Da müsste man notgedrungen auf den Radweg ausweichen
Ja, das mit den Bahnhöfen stimmt natürlich. Da wurde schon was getan; was ich sagen wollte war, dass dies nicht immer so war... Die Gebäude passen, jetzt fehlt nur noch die Bahn...
ad Standseilbahn und Kalterer Bahnhof: Nichts hinzuzufügen.
Ist die Bahn nicht nur bis 1961 gefahren? Oder meinst du etwas anderes?
Die "falsche" Lok nimmst du bitte zurück zwinkern - jedes Kind, das da raufsteigt (und als Lokführer wieder runtersteigt) genießt die imaginäre Fahrt mit der Lok! Ach, waren das noch Zeiten...

LG aus Aldrans,
Steph

Beitrag Nr. 37   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 23:22
    —
Steph schrieb:
Auf in die nächste Runde zwinkern

Die Etsch kommt vor der Zugstrecke. Von Kaltern kommend ergibt sich also: Frangart (mit r, nicht Fangart), dann die Etsch (drüber oder drunter) und direkt danach (die Bahn verläuft entlang der Etsch) die Gleise. Bin für Überbrücken, scheint mir auch technisch einfacher dun finanziell tragbarer, oder?
Ok, Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wie auch immer, ich sehe die Bahn im Bereich Bz-Eppan im Tal (auch wenns "normale" Kurven sind). Leider kenn ich den genauen Verlauf der alten Bahn entlang des Eisacks bis Frangart nicht. Wenn das wirklich der heutige Radweg ist, der Bozen mit Trient, dem Gardasee und auch dem Überetsch verbindet, so bin ich absolut dagegen, die Bahn anstelle des Radweges hinzubauen - bei aller Bahn-Freundlichkeit. Diese Strecke ist das Mittelgebirge für die Bozner, ein Eldorado für Familien und Senioren, die gerne - besonders im Sommer -, von einer frischen Brise begleitet, den Fluss entlang radeln wollen. Am Ufer gibts Schrebergärten, die Promenade ist an sonnigen Nachmittag voll Menschen. Die Bahn würde da alle durch die Verkehrsentlastung gewonnenen Sympathiepunkte verlieren. Versprochen.
Den MiV am Verdiplatz verbannen? Das wär was! Dieser Bereich ist in der Tat sehr schwierig. Eine Eingliederung in die FS-Strecke ist wenig sinnvoll, nachdem von vielen schon ein eigenes 3. Gleis nur für die FS-Bahn nach Meran gefordert wird. Man könnte aber das alte Bozner Bahnhofsgebäude schleifen (wird ja eh bald mal verlegt) und dort die neue Bahn hinbaun... Nur - wie kommt man von der Drususbrücke zum Hbf? Da müsste man notgedrungen auf den Radweg ausweichen
Ja, das mit den Bahnhöfen stimmt natürlich. Da wurde schon was getan; was ich sagen wollte war, dass dies nicht immer so war... Die Gebäude passen, jetzt fehlt nur noch die Bahn...
ad Standseilbahn und Kalterer Bahnhof: Nichts hinzuzufügen.
Ist die Bahn nicht nur bis 1961 gefahren? Oder meinst du etwas anderes?
Die "falsche" Lok nimmst du bitte zurück zwinkern - jedes Kind, das da raufsteigt (und als Lokführer wieder runtersteigt) genießt die imaginäre Fahrt mit der Lok! Ach, waren das noch Zeiten...

LG aus Aldrans,
Steph


Zu der Betrachtungsweise: also ich habe die Trasse von Bozen her beschrieben, Du vom Überetsch her, ok jetzt sind wir beide dacors. Die alte Brücke der Überetscherbahn gibt es ja noch... Die Frage ist wie und wo man die neue Bahn anlegt? Aus Kostengründen hat man ja im Vinschgau die alte Trasse unverändert wieder aufgebaut (abgesehen von unmerklichen Korrekturen), das wäre anders auch gar nicht gegangen! Bei der Überetscherbahn kann es nur zwei Projekte bis Eppan (von Bozen her) geben: entweder eines auf der alten Trasse (mein Favorit) oder eben eines entlang der Strasse (so wie Knoflacher dies (sogar in der Strasse pfui) vorgschlagen hat. Die Trassenwahl wie auch die Anbindung ins öffentliche Busnetz ist sicher aber verantwortlich verantwortlich für den Erfolg. Spurweite, Systemnormalien, soferne man nicht Trassen der FS mitbenützen will sind z.Z. irrelevant! Ein Anschluss an eine Rittner - Zahnradbahn ist mit der neuen 3SU nicht zu denken, daher ist Meterspur nicht Voraussetzung. Eher wäre ein einschleifen in den Tronco beim Hauptbahnhof FS eine Idee (dafür bräuchte es Normalspur oder koplizierte Weichenanordnungen. Die mittlerweile verweisten Abstellanlagen von BMB und Überetscherbahn wären hier sicher hilfreich. Zu Deiner Idee den alten Bahnhof (von1859 bzw 1928) zu schleifen würde in den Landesabteilungen, wo solches Kulturgut einen solchen Stellenwert hat wie für Dich der Radweg ein Erdbeben auslösen, daher unrealistisch... Mein Ansatz war daher auch eine Hinterhoftaktik bzw. rund um Innenstadt und Bahnhof eine eingleisige Schleife zum Wenden (mit weniger Platzbedarf)... Das mit dem Flaschenhals FS Bahnhof Abzweigung BMB wurde eh schon erwähnt, bin ich bei Dir, ein Unding bei den Zugfolgen und schon exsistenten Problemen (warum musste man da nur die Trasse umlegen?).
Ja viel Vergnügen mit Deiner Überetscher Lok, ich zöge doch eher die echten vor wink Aber wir beide dürfen ja träumen... und werden wohl hoffentlich irgendwann von den laut pfeifenden neuen Zügen der Überetscherbahn aus dem Schlaf gerissen...

LG und schauen wir wohin die Politik tendieren wird - dass die Überetscherbahn wieder kommt daran ist fast nicht mehr zu zweifeln...

Günter

Beitrag Nr. 38   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.02.2008 23:26
    —
Ach ja zum Datum noch: die Überetscherbahn wurde mit 9. August 1963 für den Personenverkehr stillgelegt, der Güterverkehr blieb noch bis einschliesslich 1971 auf der Bahn erhalten... Die Trasse wurde dannach in den Siebziger Jahren schrittweise abgebaut und schlussendlich eben der Radweg auf die Trasse gesetzt, da leider die Zeit damals noch nicht reif war für eine neue Bahn (es fehlte noch die Vinschgerbahn wink )

LG Günter

Beitrag Nr. 39   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 14:33
    —
In der Samstag/Sonntag-Ausgabe der "Dolomiten" ist ein Leserbrief aus Innsbruck drin. Etwa wer aus dem Forum? zwinkern (Reine Neugier) Jedenfalls wurden darin Vorschläge bezgl. Verlängerung gemacht (Unterland, Krankenhaus). Zudem gabs gestern einen kurzen TV-Bericht in "Südtirol Heute", vllt hats ja jemand in Nordtirol auch mitbekommen.
Über die Trasse kann man - wie bemerkt - viel diskutieren; anscheinend ist sich die Politik aber sicher entlang der Straße zu fahren. Dass Knoflacher die Verlegung IN der straße vorgeschlagen hat, wusste ich gar nicht. Das geht natürlich nicht. Jetzt gibts natürlich immer noch das Problem Innenstadt-Trassierung. Vielleicht sollte die Bahn doch am Stadtrand enden und die Leute mit Bussen in die Stadt gebracht werden (Aufwertung der Linie 8 (Innenstadt-Krankenhaus))?
Den alten Bahnhof abzureißen war natürlich mehr "Scherz" als Idee. Architektonisch ansprechend fine ich ihn dennoch nicht, aber nicht OT werden...
Ach mit der imaginären Lok in Kaltern kann ich eigentlich viel weiter und flexibler fahren als mit einer "echten" big grin Trotzdem tendiere ich auch zu einer echten E-Bahn...

LG,
Steph


Hier der heutige Zeitungsartikel:

Bozner Stadtrat setzt auf die Tram
Ladinser mit Verhandlungen mit Landesregierung beauftragt - Bauzeit: Fünf Jahre
Bozen - Der Bozner Stadtrat hat sich gestern einstimmig für die Verwirklichung einer Tram-Bahn zwischen dem Überetsch und Bozen ausgesprochen. Verkehrsstadtrat Klaus Ladinser soll das Vorhaben nun im Namen der drei Gemeinden Bozen, Eppan und Kaltern in der Landesregierung vorantreiben.

"Der Vorschlag und der Auftrag für die Tram-Machbarkeitsstudie gehen von den drei Gemeinden aus", betonte Bürgermeister Luigi Spagnolli nach der Stadtratssitzung. Nun gelte es, mit dem Land in Verhandlung zu treten, damit dieses das Projekt unterstütze.

Die Stadträte jedenfalls zeigten sich von der Studie angetan, die der Wiener Verkehrsexperte Hermann Knoflacher vorgelegt hat. "Das ist sicher jene Lösung, die den geringsten finanziellen und baulichen Aufwand mit sich bringt. Auch wird das Landschaftsbild dadurch kaum beeinträchtigt", begründete Spagnolli die Entscheidung für die Tram.

Vorerst ist vorgesehen, die Tram von Kaltern über die Drususstraße zur Rittner Seilbahn zu führen. "In einem zweiten Moment kann man sicher darüber nachdenken, das Schienennetz bis nach Bozen-Süd auszubauen", erklärt Stadtrat Klaus Ladinser. Für eine Verbindung Leifers-Bozen indes will man mehr auf das bestehende Eisenbahnnetz setzen.

Was die wichtigsten Daten der Tram anbelangt, so sind diese inzwischen schon weitgehend bekannt (die "Dolomiten" berichteten): Im 30-Minuten-Takt soll sie auf der 15 Kilometer langen Strecke von Kaltern bis zu den Toren Bozens fahren, ab dort wird sie im 15-Minuten-Takt verkehren. Dabei sollen maximal 800 Fahrgäste pro Stunde befördert werden. Die Kosten werden auf ca. 230 Millionen Euro geschätzt; Bauzeit insgesamt fünf Jahre. Bürgermeister Spagnolli hofft, dass die neue Landesregierung die Tram in ihr Regierungsprogramm aufnehmen wird. - Artikel Ende

Dabei gabs noc heine Grafik, die einige Kennzahlen beinhatete:
Streckenlänge: 15 km
momentan 10.000 Pendler im Überetsch
8800 fahren mit Privatauto
50% des Verkehrsaufkommens wegen Pendler (ohne Schuldzuweisung meinerseits so formuliert)
1800 Auto pro Stunde an Stoßzeiten
1,3 (!) Personen pro Auto
30 Fahrten pro Richtung pro Tag
3000-6000 Fahrgäste pro Tag; 600 pro Stunde

Zuletzt bearbeitet von Steph: 27.02.2008 18:12, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 40   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 19:05
    —
Steph schrieb:

Ach mit der imaginären Lok in Kaltern kann ich eigentlich viel weiter und flexibler fahren als mit einer "echten" big grin Trotzdem tendiere ich auch zu einer echten E-Bahn...

Vorerst ist vorgesehen, die Tram von Kaltern über die Drususstraße zur Rittner Seilbahn zu führen. "In einem zweiten Moment kann man sicher darüber nachdenken, das Schienennetz bis nach Bozen-Süd auszubauen", erklärt Stadtrat Klaus Ladinser. Für eine Verbindung Leifers-Bozen indes will man mehr auf das bestehende Eisenbahnnetz setzen.

Was die wichtigsten Daten der Tram anbelangt, so sind diese inzwischen schon weitgehend bekannt (die "Dolomiten" berichteten): Im 30-Minuten-Takt soll sie auf der 15 Kilometer langen Strecke von Kaltern bis zu den Toren Bozens fahren, ab dort wird sie im 15-Minuten-Takt verkehren. Dabei sollen maximal 800 Fahrgäste pro Stunde befördert werden. Die Kosten werden auf ca. 230 Millionen Euro geschätzt; Bauzeit insgesamt fünf Jahre. Bürgermeister Spagnolli hofft, dass die neue Landesregierung die Tram in ihr Regierungsprogramm aufnehmen wird. - Artikel Ende



So imaginär habe ich gar nicht gedacht big grin. Interessant, dass eine Hauptrelation, jene nach St. Jakob und Leifers gar nicht mehr angedacht ist! Man merkt die Übernahme des Landes im Personenregionalverkehr... Wobei die Bahnhöfe der FS nicht so gut wie das Tram in die Ortschaften reichen würden zwinkern... Ja hätte man da nur nicht zwischen 1948 und 1963 so viel eingestellt, dann müsste man sich keine Gedanken machen: eine Strassenbahn von Bozen/Rittnerbahnhof zum Waltherplatz hat es schon einmal gegeben, die hiess Rittner Stadtstrecke, eine Tram vom Waltherplatz nach St. Jakob und Leifers hat es schon einmal gegeben, das war die Leiferer Linie der Bozner Strassenbahn (mit schönen Tramkompositionen). Ach ja und auch eine Überetscherbahn hat es schon einmal gegeben, nur dass diese ursprünglich Normalspur war und keinen Anschluss an die Strassenbahn (sehr wohl aber eine Kreuzung mit derselben...) hatte.
Der Scherz des Artikels war aber bestimmt die Förderleistung einer Eisenbahn! Hat Leitner so viel Spuren hinterlassen, dass man bei Eisenbahnen in Förderleistung spricht? Ich würde einmal behaupten dass bei einer erst zu planenden Eisenbahn die Förderleistung beliebig sein kann!!! Wenn ich alles durchgehend 2 gleisig baue, kann ich so viele Züge schicken wie ich mag (wenn die Stromversorgung dafür ausgelegt ist). Bei U-Bahnen folgen z.B. die Wagen im 2 - 3 Minuten Abstand.
Umgelegt auf die Überetscher Bahn hiesse das aber, dass - gesetzt den Fall wir uns auf eine Seilbahn beziehen - bei einer Förderleistung von 800 Personen pro Richtung und Stunde bei einem Halbstundentakt ins Überetsch Garnituren mit 400 Personen Fassungsvermögen angeschafft werden müssten - eine lange Flexi Doppeltraktion!!!
Also alles damit ein wenig mit Vorsicht zu betrachten. Ich denke die Bahn kann nur zeitweise zweispurig kommen (dann v.a. auf der angeblichen Neutrasse Bozen - Eppan). Die Bestandsstrecke dannach weist zeitenweise (z.B. vor Kaltern) nicht den nötigen Platz eines Doppelspurbetriebes auf, es sei denn man gestaltet dort mehr neu...
Warum gerade die Strassenbahn zur Rittnerbahn geführt werden soll, wenn sowieso eine Verlängerung selbiger Seilbahn zum Bahnhof vorgesehen wurde, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, wiewohl ich es besser finden würde, als eine städtebaulich schwer zu integrierende Seilbahn. Ja dann fehlen nur mehr 4,1 km auf den Berg und auch die Seilbahn wäre überflüssig lol. Vor kurzem durfte gerade eine Südtiroler Abordnung die Vorzüge einer modernen Zahnradbahn in der Schweiz begutachten und war schlichtweg angetan, wie wenig heutige Technik mit der alten Rittnerbahn gemeinsam hat.
Sicher interessante Entwicklungen, wiewohl aber noch einiges dabei überdacht werden sollte...
P.S.: und übrigens komisch, dass die alte Überetscherbahn (bis Kaltern) auch ziemlich genau (14,98 km) 15 km lange war, als ob das das Gelände so vorgeben würde...
Also lassen wir uns von den Entwicklungen überraschen und beeindrucken, man kann nur hoffen, dass die Bahn an den Erfolg der Vinschgerbahn anschliesst. Wenn man das richtig macht (und davon gehe ich in Südtirol aus) wird das sicher ein grosser Erfolg!

Beste Grüsse vom

Günter

P.P.S.: Ach ja und wann wird dann die Grödnerbahn, die Fleimstalbahn und die Meraner Strassenbahn wieder aufgebaut (träum)

Beitrag Nr. 41   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 19:37
    —
Bis wann gab es denn die Bozner Straßenbahn (ohne Rittnerbahn), und was ist danach mit dem Wagenmaterial passiert?

Beitrag Nr. 42   |  Autor: peter als gast   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 20:32
    —
DUEWAG 240 schrieb:
Bis wann gab es denn die Bozner Straßenbahn (ohne Rittnerbahn), und was ist danach mit dem Wagenmaterial passiert?


Ja nicht nur Bozen (1909 - 1948), auch Meran hatte eine Strassenbahn! (1908 - 1956). Ich empfehle Dir das Buch: Rittnerbahn - Eisenbahn am Berg - Athesia Spectrum 2007 - ISBN 978-88-6011-080-0

Dortselbst findest Du neben der Rittnerbahn auch Informationen zur Bozner Strassenbahn, zur Überetscherbahn und zum Verbleib des Wagenmaterials...

Eine ausführliche Abhandlung würde hier zur sehr OT werden, kann Dir aber gerne eine pn mit den wichtigsten Kenndaten der Bozner Strab schicken, oder soll ich einen eigenen thread aufmachen?

So ändern sich eben die Zeiten und wie man sieht kommt alles wieder!

LG vom Günter

Beitrag Nr. 43   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 22:48
    —
Das Buch ist wirklich lesenswert, eins aufregende Lektüre...!

Beitrag Nr. 44   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 22:54
    —
Steph schrieb:
Das Buch ist wirklich lesenswert, eins aufregende Lektüre...!


Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen...!

Beitrag Nr. 45   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 27.02.2008 23:20
    —
Über die journalistischen Fähigkeiten einiger Zeitungsmenschen will ich hier nicht urteilen. Dass aber manchmal nicht ganz so akkurat gearbeitet wird fällt dem aufmerksamen Leser schon auf. Ich lese solche Zahlen, Statistiken und dergleichen immer mit der berühmten Prise Salz, die der Engländer in solchen Fällen anwendet.
Ja, auch in einem Interview mit Landesrat Widmann heute ist durchgekommen, dass sich die Verhandlungen mit den FS im "End-Endstadium" befinden, wenngleich bei einem anderen Thema (Fahrtgeldrückerstattung bei Verspätungen). Man ist aber zuversichtlich, dass eine Übernahme in absehbarer Zeit (damit sagt man alles und nix) stattfinden wird.
Alles bezüglich Bahn/Kabinen/Sessellift/Tram in Südtirol wird automatisch mit Leitner in Verbindung gebracht.
Ich hab mir letztlich auch mal ein paar Gedanken gemacht, wie man das mit den Kreuzungen/Ausweichen macht bzw. wo geeignete Punkte dafür wären. Müsste man mal alles mit Ruhe ansehen. Eppen Hbf (big grin) würde sich doch zB anbieten, oder? Ganze Wegstücke doppelgleisig machen - ist es nicht sinnvoller 1 Ausweiche mehr zu machen; in Anbetracht der schmalen Platzverhältnisse?

LG,
Stephan

Beitrag Nr. 46   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 10:12
    —
Steph schrieb:
Über die journalistischen Fähigkeiten einiger Zeitungsmenschen will ich hier nicht urteilen. Dass aber manchmal nicht ganz so akkurat gearbeitet wird fällt dem aufmerksamen Leser schon auf. Ich lese solche Zahlen, Statistiken und dergleichen immer mit der berühmten Prise Salz, die der Engländer in solchen Fällen anwendet.
Ja, auch in einem Interview mit Landesrat Widmann heute ist durchgekommen, dass sich die Verhandlungen mit den FS im "End-Endstadium" befinden, wenngleich bei einem anderen Thema (Fahrtgeldrückerstattung bei Verspätungen). Man ist aber zuversichtlich, dass eine Übernahme in absehbarer Zeit (damit sagt man alles und nix) stattfinden wird.
Alles bezüglich Bahn/Kabinen/Sessellift/Tram in Südtirol wird automatisch mit Leitner in Verbindung gebracht.
Ich hab mir letztlich auch mal ein paar Gedanken gemacht, wie man das mit den Kreuzungen/Ausweichen macht bzw. wo geeignete Punkte dafür wären. Müsste man mal alles mit Ruhe ansehen. Eppen Hbf (big grin) würde sich doch zB anbieten, oder? Ganze Wegstücke doppelgleisig machen - ist es nicht sinnvoller 1 Ausweiche mehr zu machen; in Anbetracht der schmalen Platzverhältnisse?

LG,
Stephan


Das mit der Übernahme ist im Regionalverkehr ist gut: die Pläne der Bahnhöfe der Pustertalbahn zum Umbau sind umsetzungsreif (sobald Frühjahr wird geht es da ans arbeiten), die Fahrzeuge sind bestellt (und werden im Dezember 2008 geliefert... Die Übernahme ist da wohl keine Frage mehr, wiewohl interessant wird, wenn erste Züge nach Lienz oder Innsbruck fahren!

ad Leitner: ja mir scheint das auch so!

Also zu Ausweichen: heute sind längere Ausweichstücke (fliegende Kreuzungen) sehr modern und helfen Verspätungen (die bei einer Tram, die durch Bozen fährt) durchwegs passieren können, abzufedern. Ich wäre aber, falls die Überetscher Bahn nicht die alte Bstandstrasse bis Eppan nützte dafür, diesen Abschnitt (Bozen Süd - Eppan) zweigleisig neben der Strasse anzulegen. Um die Bahn dann besser zu integrieren könnte man sich ja überlegen den Betrieb mit schmäleren strassenbahnähnlichen Wagen abzuwickeln... Durch die Anlage des Gleises in dieser Form wäre auch eine Taktverdichtung der Überetscherbahn problemlos möglich (bei dem zu erwartenden Erfolg wahrscheinlich auch nötig!). Und Platzverhältnisse kann man schaffen, die Strasse ist ja zeitenweise sehr grosszügig angelegt (im Sinne des Nahverkehrs kann man sich hier über einen integrativen Rückbau in gewissen Abschnitten Gedanken machen...

Auf in ein neues Zeitalter - die Überetscherbahn (la transatesina) ruft nach Wiederinbetriebnahme!

Günter

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 28.02.2008 10:15, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 47   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 13:57
    —
Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Interview mit Landesrat Widmann zur Zukunft des Südtiroler Zugwesens:

Langfristig wird also nicht Trenitalia, sondern Südtirol der Betreiber für das gesamte Land sein?
Widmann: Genau und das ist nicht nur ein Versprechen, da heuer Wahljahr ist. Wenn Südtirol im gesamten Land der Betreiber ist, dann können wir das Erreichen, was wir bereits im Vinschgau haben, nämlich 97,7 Prozent Pünktlichkeit und 30 Prozent Nutzungsgrad. Das sind nicht mehr europäische sondern Schweizer Werte.

Wann wird es so weit sein?
Widmann: Jetzt beginnen wir im Pustertal. Der Halbstundentakt bis Innichen wird mit dem 12. Dezember 2009 starten, bis Bruneck bereits am 12. Dezember 2008. Am Anfang werden wir noch nicht genügend eigenes Rollmaterial haben, um den gesamten Halbstundentakt selbst zu bedienen. Ab dem 12. Dezember 2009 wird es aber dann soweit sein. Die eigenen Züge werden dann auch teilweise im Wipptal und im Unterland verkehren.
(Aus: Stol.it)

Mehr dazu später...
Steph

Beitrag Nr. 48   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 14:08
    —
Das klingt deutlich fundierter als sämtliche Aussagen über Nahverkehrsprojekte unseres Verkehrslandesrats Steixner. Das mit den Schweizer Werten muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Steixner wüsste wahrscheinlich gar nicht, was damit gemeint ist.
Ad Wipptal: das ist doch nur in Österreich? Geht das jetzt in Richtung grenzüberschreitende S-Bahn?

Beitrag Nr. 49   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 15:27
    —
Das Wipptal erstreckt sich zwischen Innsbruck und Franzensfeste, daher meint er eher den südlichen Teil. In Südtirol gibt es auch einen Bezirk Wipptal. Es wär aber schon fein, wenn die Regionalzüge durchgehend zwischen Innsbruck und Bozen fahren würden.
Zuletzt bearbeitet von Hannes: 28.02.2008 15:31, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 50   |  Autor: godwin   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 16:19
    —
ad Wipptal:
Das mit der grenzüberschreitenden Wipptal-Regionalbahn Ibk - BZ wäre sehr wünschenswert! Die ÖBB oder das Land Tirol selbst könnten in Kooperation mit dem Land Südtirol auch Zweisystemtriebwägen (noch nicht vorhanden, vom Talent gibt's keine mit 3 kV-Ausrüstung) bzw. mit 1216 bespannte Wendezüge beisteuern. Die technische und fahrplanmäßige Durchbindung der zur Zeit beiderseits des Brenners getrennt verkehrenden Regionalzüge sollte wohl möglich sein.

Beitrag Nr. 51   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 19:07
    —
manni schrieb:
Ad Wipptal: das ist doch nur in Österreich?


Kulturbanause! big grin

Das wäre sicher eine super Einrichtung, wenn man die R-züge Ibk-Bz führen könnte!
Das restliche Interview kann man hier nachlesen: http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatID=da&p=5&ArtID=110151&SID=1567196554152208763

Beitrag Nr. 52   |  Autor: Linie OStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 20:41
    —
Wahrscheindlich gibt es zu wenige Zweisystem-Loks und ein Lokwechsel dauert auch etwas länger.

Beitrag Nr. 53   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 28.02.2008 21:02
    —
Wenn alles glattläuft, dann ist eine Lok in 10 Min gewechselt, mit ein bisschen Tempo auch in weniger; dann ist der Zug abfahrtsbereit. Leider läuft es selten glatt.

Beitrag Nr. 54   |  Autor: Tw75   |  BeitragErstellt: 29.02.2008 00:07
    —
Steph schrieb:
Wenn alles glattläuft, dann ist eine Lok in 10 Min gewechselt, mit ein bisschen Tempo auch in weniger; dann ist der Zug abfahrtsbereit. Leider läuft es selten glatt.


Daher sind Zweisystemfahrzeuge eindeutig die bessere Wahl!

Linie O schrieb:
Wahrscheindlich gibt es zu wenige Zweisystem-Loks und ein Lokwechsel dauert auch etwas länger.


Aber Hauptsache die Baureihe 1216 wird vor RoLas eingesetzt...

Zuletzt bearbeitet von Tw75: 29.02.2008 00:08, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 55   |  Autor: TramtigerStadt / Stadtteil:
IBK - Amras
   |  BeitragErstellt: 29.02.2008 12:08
    —
Die 1216 ist für diese Aufgabe eindeutig überdimensioniert. Das war auch schon die 1822! Sie wurde aber ins Pustertal verbannt, weil sich die ÖBB-Granden nicht mit der Lok anfreunden konnten - zum Leidwesen der Betroffenen. Aufgrund eines Leasingvertrags mussten die Lok's aber im Stand der ÖBB geführt und auch betrieben werden.
Ideal für diesen Einsatz wäre ein 2-System Triebwagen. Der wäre sogar relativ einfach zu realisieren. ein Triebkopf mit 16 2/3 HZ 10 kV und ein Triebkopf mit 3kV =. Bei Wahl es Talent wäre der Gelchspannungsteil sicherlich leicht aus der Traxx 3 (ÖBB 1890 = ES 64 F4) abzuleiten. Da die UIC Zugsammelschiene mit 1000V genormt ist wäre ein Kuppeln sicherlich kein Problem. Die Steuerung und die Führerstandseinrichtung müssten halt entsprechend ausgeführt werden. Da zähl ich aber ganz auf die Fahrzeugindustie. Finanziert müsst das ganze jedoch in einer Kooperation zwischen Nord- und Südtirol

Beitrag Nr. 56   |  Autor: Linie OStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 29.02.2008 21:45
    —
Ich glaube solch ähnliche gibt es schon in ostösterreich.

Beitrag Nr. 57   |  Autor: TramtigerStadt / Stadtteil:
IBK - Amras
   |  BeitragErstellt: 01.03.2008 11:53
    —
Du meinst wohl den 4124. Das ist die Zweisystemvariante des talent dar aber nur für Wechselspannung
15kV 16 2/3 Hz und 25kV 50Hz ausgelegt ist. Das ist technisch auch bedeutend einfacher als eine Gleichspannungsvariante!

Er verkehrt im grenüberschreitenden Verkehr mit Ungarn und wird von der ÖBB auf der GySEV (Gyõr–Sopron–Ebenfurti Vasút = Raab Ödenburger Eisenbahn) eingesetzt. Ursprünglich wurde er unter der Bezeichnung 4824 geführt (was meines erachtens auch die richtige Nummer für ein Zweisystemfahrzeug wäre).

Beitrag Nr. 58   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 15.03.2008 22:07
    —
Der Idealzustand kommt ja eh mit Ende des Jahres... Der öffentliche Verkehr in Südtirol wird damit einen weiteren Quantensprung erleben...
Und bez. 1822: schon interessant, wenn eine schwere Güterzuglokomotive, die für die RoLa gebaut wurde etwas überdimmensioniert im Regionalverkehr Unterschlupf gefunden hatte... Ähnliches gilt wie schon erwähnt für die 1216...

LG vom Günter

Beitrag Nr. 59   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 23.04.2008 15:43
    —
Weiss man inzwischen schon was Neues von dem Projekt? Any new developments?

Beitrag Nr. 60   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 23.04.2008 15:51
    —
Ach, wir Südtiroler sind oft wie kleine Kinder: Haben's ein neues Spielzeug, dann ists eine Weile interessant (Strab), gibts dann was noch neueres (Wasserstoffproduktionssanlage, oder wie man das nennt), ist das vorherige plötzlich nicht mehr ganz so wichtig lachen
Nein, Spaß, also ich hab seitdem nur mehr eine kleine Presseaussendung von Eisenbahnfreunden aus dem Überetsch gelesen. Mehr leider nicht. Vllt weiß Günter ja diesbezüglich mehr?

Beitrag Nr. 61   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 18.05.2008 22:08
    —
Das sind ein paar frische Bilder der früheren Eisenbahnlinie, die peter021 wieder als solche für die neue eventuelle Strab in Bozen reaktivieren möchte. Die Strecke ist, wie man unschwer erkennen kann, der wohl beliebteste Aufenthaltsort der Bozner und Boznerinnen neben den Talferwiesen. Links der Fahrradstrecke gibts einen Park, Spielplätze...



Beitrag Nr. 62   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 00:20
    —
Wenn daran eine Wiese angrenzt, sollte eine Parallelführung von Radweg und Tram doch eigentlich möglich sein, oder?

edit Steph: Folgender Text war ein eigenes posting von Manni. Mit der Bitte um Entshculdigung:

Projekt Bozen freut sich über Verkehrsplan mit Absichtserklärung für Tram
Die Partei Projekt Bozen begrüßt die teilweise Aufnahme der Machbarkeitsstudie zur geplanten Trambahn in den Verkehrsplan. Der Bozner Gemeinderat hatte den Verkehrsplan mehrheitlich genehmigt, die Opposition nahm an der Abstimmung nicht teil. Die Mehrheit genehmigte auch eine Grundsatzerklärung, wonach die Planung für eine Straßenbahn von Bozen ins Überetsch in der Bozner Verkehrspolitik berücksichtigt werden soll. (Nachricht von: RMI)



Man scheint es ernst zu meinen, habe ich den Eindruck. Dieser Beschluss entspricht, soweit ich das den wenigen Informationen entnehmen kann, ungefähr dem Innsbrucker GR-Beschluss von 2001, dem ersten Grundsatzentscheid pro Straßenbahnausbau. Ein wichtiger erster Schritt.
Steph, kannst du vielleicht mehr über diesen "Verkehrsplan" und die Rolle, die darin die Straßenbahn spielt, in Erfahrung bringen?

Zuletzt bearbeitet von Steph: 19.05.2008 09:16, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 63   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 09:18
    —
Am oberen Bild rechts und am unteren links gibts ne Mauer, dahinter den Eisack samt begrüntem Flussbett (ein nettes Platzerl). Auf der jeweils anderen Seite gibts relativ viel Platz, aber ich vermute, die Zustimmung, Platz abzutreten wirst du nicht bekommen.

Jup, ich kann mich mal erkundigen; bitte erinnere mich evtl. nochmals dran, ich bin momentan akademisch sehr eingenommen. "Projekt Bozen" ist sicherlich ein guter Ansprechpartner, auch wenn sie bezgl. Verkehrsprojekte gerne etwas überoptimistisch sind...

Zuletzt bearbeitet von Steph: 19.05.2008 09:19, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 64   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 10:06
    —
Von Parkgelände für eine Tram mit nahtlos ins Grün integriertem Rasengleis Platz abzwacken ist ja nicht wirklich Platz abzwacken; man müsste das nur den Verantwortlichen mit entsprechendem Fotomaterial nahebringen.
Es bleibt alles schön grün, nur dass mitten im schönen Grün unauffällig ein Gleis liegt.

Beitrag Nr. 65   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 10:39
    —
Hier eine Seite über das Projekt "Tram 2010":

http://www.projektbozen.it/politische%20Arbeit/FrameMitte_Tram2010.htm

Scheint eine politische Partei zu sein, die das betreibt.

Beitrag Nr. 66   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 10:52
    —
Ja, "Projekt Bozen" mit Rudi Benedikter ist im Bozner Gemeinderat vertreten.

Beitrag Nr. 67   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.05.2008 11:13
    —
Die sollen sich doch ideelle und praktische Anleihen nehmen in Innsbruck... wozu ist man denn Partnerstadt. Hier passiert ja genau das was die durchbringen wollen.
Sollten wir sie als AIN mal anschreiben?

Beitrag Nr. 68   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 12.07.2008 11:42
    —
Ein Interview von STOL mit Hermann Knoflacher zu dem Projekt:

Zitat:

„Die S-Bahn ins Überetsch ist machbar“
Vor über dreißig Jahren fuhr die Überetscher Bahn zum letzten Mal zwischen Kaltern und Bozen. Die Gemeinden setzten auf Busse, die Bürger aufs Auto. Wer heute morgens und abends auf den verstopften Straßen unterwegs ist, weiß: Die Bahn aufzugeben war ein Fehler. STOL hat mit dem Wiener Verkehrsplaner Hermann Knoflacher, der im Auftrag der Gemeinden Bozen, Eppan und Kaltern eine Machbarkeitsstudie einer Straßenbahn ins Überetsch ausgearbeitet hat und am Donnerstag in Eppan vorstellt, gesprochen.

Südtirol Online: Was sind die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur S-Bahn, die die Gemeinden Kaltern, Eppan und Bozen verbinden soll?

Hermann Knoflacher: Die Aufgabe war, eine Trasse zu finden, die technisch machbar sowie wirtschaftlich tragbar ist und verkehrsmäßig die derzeitige Situation mittelfristig und längerfristig verbessert. Wir haben eine Trasse gefunden, besser gesagt, es gibt mehrere Trassen. Wir haben Begehungen gemacht und alles fotografiert. Die derzeit vorhandene alte Bahntrasse war ja eigentlich nicht für den Personentransport ausgelegt worden, sondern vor allem für den Gütertransport und hatte daher auf die Siedlungen weniger Rücksicht genommen. Das war eine rein technische Trasse. Wir haben festgestellt, dass genügend Platz für eine S-Bahn da ist. Wir haben eine brauchbare Lösung gefunden, die insbesondere für Bozen wichtig ist, weil wir damit auch in der Stadt Siedlungsgebiete sehr gut erschließen und damit auch einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr auf die Beine stellen können.

STOL: Bleibt der Radweg erhalten?

Knoflacher: Nicht überall. Zum Teil würden die Trassen parallel liegen, zum Teil müsste man die Trasse des Radweges mitbenützen. Den Radweg müsste man dann neu anordnen, aber das ist ein kleiner Bereich. Der Großteil der alten Trasse würde erhalten bleiben. Wir haben eine Reihe von Varianten untersucht und die zweckmäßigste vorgeschlagen. Die anderen Varianten sind aber auch machbar.

STOL: Verläuft die von Ihnen vorgeschlagene Strecke parallel zur alten Trasse?

Knoflacher: Nein. Die Streckenführung verläuft entlang der bestehenden Straße. Wir wollen mit der Strecke dorthin kommen, wo auch die Leute hinfahren. STOL: Wieviel würde die Realisierung der Straßenbahn kosten?Knoflacher: Derzeit sind allgemein sehr viele Straßenbahnen im Bau. Es ist eine richtige Straßenbahnrenaissance ausgebrochen. Wenn wir die Kosten betrachten, sind wir eher an der oberen Grenze geblieben, also über 200 Millionen Euro, die bei einer guten Ausstattung eingesetzt werden müssten.

STOL: Wie lange würde eine Fahrt mit der S-Bahn von Kaltern nach Bozen dauern?

Knoflacher: Ungefähr dieselbe Zeit, die man heute mit dem Auto braucht, wenn der Verkehr flüssig ist. Eine der Auflagen, die wir uns selber gestellt haben, war, dass die S-Bahn konkurrenzfähig zum Auto sein muss. Der Autofahrer von Eppan oder Kaltern muss wirklich die Alternative haben, auf die S-Bahn umzusteigen.

STOL: Sind neben der Hauptlinie Kaltern-Bozen auch Nebenlinien geplant, die die Dörfer untereinander verbinden?

Knoflacher: Nein, geplant ist nur die Hauptlinie. Wir haben uns aber auch die Zubringersysteme überlegt. Wenn man Eppan hernimmt, geht es nicht ohne Zubringersysteme. Ich kenne die Vinschgerbahn sehr gut, da ich dort von Anfang an dabei war. Wir mussten auch dort die Zubringersysteme auf die Beine stellen. So auch im Fall der Überetscher S-Bahn.

STOL: Wie würden die Zubringersysteme funktionieren?

Knoflacher: Es sind Busse, allerdings anders gekoppelt als heute. Die Zubringerdienste würden vor allem Girlan und St. Pauls einbinden. Wir müssen dann eine gute Verknüpfung zur Eisenbahn in Sigmundskron herstellen. Das wäre dann ein schönes Netz.

STOL: Wie oft sollte die S-Bahn fahren?

Knoflacher: Meiner Ansicht nach ist ein Halbstundentakt angemessen. Am Morgen wird sich sehr schnell wie auch bei der Vinschgerbahn ein Viertelstundentakt anbieten, aber wir haben das Projekt so ausgelegt, dass wir ohne weiteres auch einen Viertelstundentakt bieten können; wir haben neben den eingleisigen Streckenabschnitten auch genügend zweigleisige Abschnitte.

STOL: Befürchten Sie damit nicht längere Wartezeiten, wie sie derzeit auf der eingleisigen Strecke Meran-Bozen häufig vorkommen?

Knoflacher: Es sind viele zweigleisige Streckenabschnitte vorhanden, die Strecke ist auch viel kürzer als jene von Bozen nach Meran. Es wäre ein elektronisch gesteuerter Betrieb, der auf eigenen Gleisen geführt würde und vor allem in Bozen gesteuert werden müsste, weil er in Bozen öfter halten muss.

STOL: Wie würde die Trasse in Bozen aussehen?

Knoflacher: In Bozen gibt es als Alternativen die Drususallee und die Eisackuferstraße. Aber ich nehme an, die Drususallee ist dazu geeigneter. Man könnte von dort auch aus das Krankenhaus erreichen.

STOL: Falls die Trasse durch die Drususallee geht: Was sind die Konsequenzen für die Autofahrer?

Knoflacher: Die Drususallee würde zu einer innerstädtischen Hauptverkehrstraße. Die Autos wären selbstverständlich noch zugelassen, auf einem Fahrstreifen pro Richtung. Ich habe ähnliche Projekte bereits in Wien und anderen Städten umgesetzt: Das ist kein Problem. Für die Haltestellen müssten wir selbstverständlich noch individuelle Lösungen finden.

STOL: Ist die Drususallee breit genug dafür?

Knoflacher: Ja, Platz genug hätten wir. Ob Parkplätze dadurch verloren gehen würden, das müsste in einer zweiten Phase geklärt werden.

STOL: Ist der Bahnhof Bozen Zielpunkt?

Knoflacher: Ja. Das hängt natürlich davon ab, wie der Bahnhof später aussehen wird, sollte er verlegt werden. Wir sind da aber flexibel. Der Start würde bereits - vom Süden kommend - vor dem Zentrum von Kaltern liegen. Endstation ist also die Weinstraße, in der Nähe des Kalterer Sees. Vom See könnte man mit der Bahn hinauffahren, das wäre natürlich ideal. Da wäre Kaltern natürlich auch für den Tourismus ein Superhit. Von Bozen zum Kalterer See mit der Bahn fahren, den See besuchen, Wein trinken, törggelen – da eröffnet sich eine Riesenpalette für den Tourismus.

STOL: Die Bauzeit der S-Bahn?

Knoflacher: Das hängt von mehreren Faktoren ab. Die Bauzeit ist weniger das Problem. Schwierigkeiten dürfte es bei der Grundbeschaffung geben. Enteignungen sollten dabei nicht vorkommen, aber Ablöse ist zu zahlen. Wenn man aber schaut, was für den Straßenbau abgelöst wird, ist es in diesem Fall ein Klacks. Im Straßenbau geht man hektarweise in die Ablöse und keiner wackelt mit den Ohren. Mit dem Projekt bräuchte man nur einen Bruchteil davon.

STOL: Ist die S-Bahn die einzige Alternative für die Anbindung des Überetschs an Bozen?

Knoflacher: Ich glaube, sie wäre sinnvoll, denn wir bauen in Südtirol derzeit systematisch ein schienengebundenes leistungsfähiges Verkehrssystem mit der Vinschgerbahn auf. Im Pustertal wird auch etwas ähnliches kommen. Ich finde, das Überetsch würde perfekt hineinpassen.

STOL: Südtirol hat bisher nicht viel Erfahrung mit S-Bahnen …

Knoflacher: In Paris hat es auch keine Straßenbahn gegeben. Vor einem Jahr wurde dort nun eine S-Bahn eröffnet. Zwar wahnsinnig teuer, aber sie läuft sehr gut. Sie haben wesentlich mehr Fahrgäste, als sie zu Beginn erwartet hatten. Ich war schon vor Jahren als einer von vier EU-Experten in Japan, um dort auch das Straßenbahnzeitalter einzuleiten. Wenn man schaut, was derzeit an Straßenbahnen europaweit und in Amerika läuft, ist das unglaublich. Die europäischen Staaten setzen wieder vermehrt auf Straßenbahnen, die sie vor fünfzig Jahren ausgemustert haben.

STOL: Was sind die Vorteile einer S-Bahn?

Knoflacher: Der Vorteil ist der, dass sie einen Schienenbonus hat. Wenn man einen Bus durch eine Straßenbahn ersetzt, kann man davon ausgehen, dass man - ohne den Fahrplan zu ändern – fünfzig Prozent mehr Fahrgäste erhält. Das haben wir mehrfach untersucht. Das liegt daran, dass die Straßenbahn für die Menschen attraktiver ist. Wir haben heute natürlich auch viel besseres Material als früher.

STOL: Nachteile?

Knoflacher: Der Nachteil ist, dass sie zunächst einmal in der Anschaffung teurer ist. Sie verlangt wesentlich mehr Disziplin von der Stadtplanung, und sie ist ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr, und zwar nicht nur in den Sonntagsreden, sondern auch in der Praxis.

STOL: Welchen Tarif für die Benutzung der Straßenbahn würden Sie vorschlagen?

Knoflacher: Den normalen Tarif. Der öffentliche Verkehr ist in Südtirol nicht teuer. Teuer ist es für jene Benutzer, die wenig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, billiger ist es hingegen für Vielfahrer. Damit wird eine gewisse verkehrspolitische Strategie verfolgt, nämlich die Leute zur regelmäßigen Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel anzuregen. In Südtirol hat man den Vorteil, dass man mit der Wertkarte auch jedes Mal gerecht behandelt wird. Wenn ich oft fahre, fahre ich billiger. Ich finde, das ist fair. Für unsere Berechnung haben wir die üblichen Preise verwendet.

STOL: Wie sieht die Kostendeckung aus?

Knoflacher: Die Kostendeckung ist bei der Überetscher Bahn sicher von Anfang an etwas größer als bei der Vinschgerbahn und ist meiner Ansicht nach voll gegeben, wenn auch die verkehrspolitischen Randbedingungen gegeben sind. Das heißt, die Parkraumpolitik in Bozen wird sich den internationalen Veränderungen nicht entziehen können. Kurz gesagt: Das Parken wird eingeschränkt und es wird teurer werden. Damit liegen wir auf der sicheren Seite.

STOL: Sieht ihr Konzept auch Beschränkungen des Überetscher Autoverkehrs vor?

Knoflacher: Das wird erst in der nächsten Phase, in der Detailplanung, kommen. Derzeit haben wir ganz allgemein den Rahmen abgesteckt und geschaut, dass wir auf ein politisch tragfähiges Konzept kommen.

STOL: Ist die S-Bahn Teil eines Gesamtverkehrskonzeptes für Bozen?

Knoflacher: Nein. Die Stadt Bozen hat sich eingeklinkt, weil sie das Projekt interessant findet. Bozen würde aber damit einen wichtigen Schritt in eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik setzen.

STOL: Ihre Prognose: Wird die S-Bahn gebaut?

Knoflacher: Wichtig ist, dass man sich zu einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik und den entsprechenden Investitionen bekennt. Aber ich bin sehr froh, dass die Machbarkeitsstudie so positiv ausgegangen ist, denn ich selbst war nicht davon überzeugt, dass wir etwas Tragfähiges zusammenbekommen. Die Vorstudien, die man bisher in Südtirol gemacht hat, waren eher vorsichtig beziehungsweise negativ.


Was ich besonders gut finde, ist, dass hier gleich von Anfang an klar gestellt wird, dass es zu Einschränkungen im Autoverkehr kommen muss. Da hat man bei uns ja lange um den heißen Brei herumgeredet. Und ich bin mir ziemlicher sicher, dass man, falls das Projekt umgesetzt wird, ebenfalls im Gegensatz zu Innsbruck auch nicht zunächst mal das Ganze "autofreundlich" plant, mit Gleisen im Mischverkehr, nur um dann mit Umplanungen Zeit und wahrscheinlich auch Geld zu verlieren.

Dass Knoflacher den Schienenbonus generell bei 50% ansetzt, finde ich ebenfalls interessant. Für unsere Linie O würde das 45.000 Fahrgäste pro Tag und mehr bedeuten - da kommt man mit den kurzen Bahnen im 7,5-Minuten-Intervall dann endgültig nicht mehr aus. Ich hätte das jetzt mal eher bei 20% angesetzt.

Steph, du hast in Bozen sicherlich den besseren medialen und politischen Einblick - hat sich in letzter Zeit was getan bei dem Projekt?

Beitrag Nr. 69   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 12.07.2008 12:04
    —
Nein, da hat sich leider nicht viel getan. Die schmachtet immer noch ein Schatten-Dasein. Ab und zu vllt ein Mini-Artikel, aber das war's dann auch.

Beitrag Nr. 70   |  Autor: Martin   |  BeitragErstellt: 12.07.2008 21:02
    —
Eine wenig mutet das Interview wie Loriots Interview mit einem Austronauten an:
z.B.

STOL: Was sind die Vorteile einer S-Bahn?
Knoflacher: Der Vorteil ist der, dass sie einen Schienenbonus hat. Wenn man einen Bus durch eine Straßenbahn ersetzt

Ansonsten finde ich die Statements von Konfalcher immer sehr gut - vor allem die grundsätzlichen.
ad 50% Schienenbonus - kommt mir auch hoch gegriffen vor, andererseits hat man in Bozen schon eine länger dauernde Erfahrung bei Verkehrslenkenden Maßnahmen und weiß in Südtirol sowieso nicht, wohin mit dem Geld - also kann man es auch in stärkere Sützung von Ticketpreisen stecken (statt in MIV Maßnahmen). Vielleicht hat er das mitberücksichtigt.

Beitrag Nr. 71   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 24.07.2008 23:03
    —
Nach einem Artikel der heutigen Ausgabe der Dolomiten (sofern es die heutige ist, da mir nur ein kleiner Ausschnitt vorliegt), besuchen die Mitglieder der Bozner SVP im August Graz, um sich das dortige Strassenbahnnetz anzuschauen. Doch der Sprecher der SVP zeigt sich skeptisch, denn 300.000 Euro sind viel, vor allem weil es nur ein Schienenstrang mit wenigen Haltestellen wird. Aber dagegen ist das Schienennetz der Grazer Strassenbahn ja seit dem Kriegsende gewachsen.

Beitrag Nr. 72   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 24.07.2008 23:10
    —
Graz? Warum ausgerechnet Graz? Wäre Innsbruck nicht ein bisschen näher? Seltsam. - Oder sie waren vielleicht schon hier und wollen noch was anderes sehen. Da wäre aber wohl Linz als einziges wirklich modernes Netz (eigene Gleiskörper...) geeigneter.
Zuletzt bearbeitet von manni: 24.07.2008 23:11, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 73   |  Autor: 64erStadt / Stadtteil:
Linz
   |  BeitragErstellt: 24.07.2008 23:25
    —
Was hat Linz mit Bozen zu tun?Das ist ja nach Linz ca. 500 Km weit, bis Innsbruck nur ca.150 Km.

Beitrag Nr. 74   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 24.07.2008 23:42
    —
Na eben, nach Graz ist's auch nicht weniger weit... und das dortige Tramnetz nicht grade vorbildhaft und nachahmenswert, im Gegensatz zu vielen Streckenabschnitten in Linz.

Auch wenn halb OT, weil historisch, hier ein interessanter Link: Die Trambahn Bozen - Leifers

Zuletzt bearbeitet von manni: 24.07.2008 23:57, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 75   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 25.07.2008 10:53
    —
DUEWAG 240 schrieb:
Aber dagegen ist das Schienennetz der Grazer Strassenbahn ja seit dem Kriegsende gewachsen.


Leider nein. Von 1960 bis 1980 wurden in Graz leider sehr viele Strecken eingestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Strassenbahn_Graz_Entwicklung_Animation.gif

Wie sieht es übgigens mit der möglichen Streckenführung in Bozen aus? Gibt es da irgendeine Planskizze??

Beitrag Nr. 76   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 11.08.2008 12:14
    —
Gestern in den Fernsehnachrichten:
Alle Anliegergemeinden sind dafür, der Bozner SVP (!) Verkehrsstadtrat Ladinser ist voll dafür, überall freut man sich auf die Tram - ABER: Wer wird plötzlich ganz leise oder gar zum Anti-Trammisten? LH Durnwalder und "Mobilitätslandesrat" Widmann! Ersterer sagts durch die Blume ("müssen erst alle Alternativen ganz genau ausloten"), zweiterer sagts direkt heraus: "Ich habe nie gesagt, dass es eine Tram sein wird oder dass es nach Kaltern geht - es wird auf jeden Fall ein innovatives Verkehrsmittel."
Bald gibt's Wahlen.

Beitrag Nr. 77   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 11.08.2008 12:24
    —
Na, hoffentlich bauens dann kein Leitner-Kabinenbähnchen à la Perugia oder sowas... grad wenn alle Gemeinden dafür sind, muss die Landespolitik das doch als Ansporn sehen....

Beitrag Nr. 78   |  Autor: DUEWAG 240   |  BeitragErstellt: 11.08.2008 12:36
    —
Ich erinner nur an IBK in den 80ern, und an die Strassenbahn-Linie 2 aka O-Bus-Linie O.

Beitrag Nr. 79   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 27.08.2008 20:59
    —
http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatId=da&p=3&ArtId=123001&SID=4061236846791786114

Die Tram ist wieder mal in den Medien aufgetaucht. Eine Einschätzung der user...?
Hoffentlich bedeutet, die Kosten "wesentlich" zu senken, nicht, irgendwo zu pfuschen und nicht bei der optimalen Lösunge zu bleiben.

Beitrag Nr. 80   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 27.08.2008 21:27
    —
Also für mich sieht das so aus, als würd's zack-zack vorangehen.
Ein halbes Jahr, nachdem die Idee aufgetaucht ist, steht schon eine Machbarkeitsstudie mit grober Kostenschätzung.
Der nächste Schritt hat der Beschreibung nach bereits den Charakter einer vertiefenden Machbarkeitsstudie. Wenn das so weitergeht und dann auch noch die Finanzierung klappt, dann ist dieses Projekt in einem weiteren Jahr da, wo unsere Ost-West-Stadtbahn jetzt ist, und dafür zehn Jahre gebraucht hat, nämlich kurz vor dem Baubeginn.

Beitrag Nr. 81   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 01.10.2008 23:44
    —
Meran scheint da auch was im Auge (gehabt?) zu haben:


28.09.2006 Meran Kulturzentrum Cavourstraße. 20.30 Uhr. Passeirer Tram: innovative Mobilität
Merano Centro della Cultura (via Cavour) ore 20.30 Un tram per la Val Passiria (Kopie 1)


Meran. Um 20.30 Uhr im Kulturhaus in der Cavourstraße 1. Wie investiert man in sinnvolle zukunftsweisende Mobilität? Ing. Walter Bernard und Dr. Nicola Morandini stellen ihre Machbarkeitsstudie für eine Straßenbahn ins Passeiertal vor.

Merano. Al Centro della Cultura di via Cavour 1, ore 20:30, l'ing. Walter Bernard e il dott. Nicola Morandini presentano lo studio di fattibilità per un tram che collega Merano alla Val Passiria fino a San Leonardo.

Zuletzt bearbeitet von manni: 01.10.2008 23:45, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 82   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 08.09.2009 15:30
    —
An unsere Südtiroler Korrespondenten: gibt's in dieser Sache eigentlich irgendwelche Fortschritte?

Beitrag Nr. 83   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 08.09.2009 15:34
    —
Nein, nur Rückschritte. Ist alles zu teuer...sagen die Verantwortlichen.

Beitrag Nr. 84   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 08.09.2009 15:36
    —
Argl.

War in den letzten Monaten was dazu in den Medien?

Beitrag Nr. 85   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 08.09.2009 15:45
    —
Nein, nicht dass ich wüsste. Aber bereits damals, wo es überprüft wurde, kam man zum Schluss, dass wir es uns momentan nicht leisten können. Man muss auch hinzufügen, dass die Öffentlichkeit darüber wenig informiert wird und dementsprechend skeptisch ist.

Beitrag Nr. 86   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 02:37
    —
Ich habe auf der Website Südtiroler Volkspartei jede Menge, auch aktuelle, Presseaussendungen zum Thema Tram entdeckt, das scheint ja doch noch ein politischer Dauerbrenner zu sein?

http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20081219%7C349.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090403%7C2436.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20070619%7C3679.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090114%7C370.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090527%7C4378.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090529%7C4386.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090731%7C4541.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20090915%7C4607.html
http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/20091021%7C4732.html

Ein Zitat aus einer PA von Dezember 2008:

Die Bezirksleitung betonte, dass die Überetscher Bahn – entgegen anderer Behauptungen – sehr wohl im Koalitionsprogramm enthalten sei. Sie bekräftigte mit Nachdruck ihren Anspruch auf eine Anbindung des Überetschs zur Landeshauptstadt durch ein innovatives Bahnkonzept im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. „Die Überetscher Bahn ist ein vorrangiges Anliegen unseres Bezirkes in den kommenden Jahren“ unterstreicht der Bezirksobmann.


Und noch ein (vermutlich älterer) Magazin-Artikel dazu: lokalverkehr_ueberetsch_bozen.pdf (708 KB)

Weiters liefert Tante Google einige interessante Ergebnisse, wie Blogeinträge und sogar eine "Pro Überetscher Bahn"-Facebook-Gruppe.

Zuletzt bearbeitet von manni: 20.11.2009 03:07, insgesamt 4 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 87   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 10:14
    —
Man spricht bei der Überetscherbahn von einem innovativen Verkehrskonzept, von Strassenbahn hat keiner was gesagt...

Beitrag Nr. 88   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 10:45
    —
Doch, in einigen der SVP-Aussendungen wird die Bahn als "Tram" und "Straßenbahn" bezeichnet. Knoflach bezeichnet sie AFAIR als "S-Bahn" (?). Sein tut's in der Form eigentlich eine klassische Regionalstadtbahn.

Beitrag Nr. 89   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 11:08
    —
Bitte update Dich dann zum Projekt etwas - politische Willensbekundungen zu einem Verkehrsträger ins Überetsch gibt es - wie gesagt nicht nur die Ideen, die am Anfang gesagt wurden (Regionalbahn durchs Warttal). Das Projekt ist schon in einer anderen Phase angelangt und es gibt eine gesamtheitliche Prüfung der möglichen Verkehrsträger, nur von Strassenbahn redet heute so dezidiert keiner mehr, oder?
Zuletzt bearbeitet von Peter021: 20.11.2009 11:10, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 90   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 11:18
    —
Die Partei, die in Südtirol den Landeshauptmann stellt, schreibt in einer Aussendung vom Mai:

„Die Verkehrsinfrastruktur unseres „Vororts“ von Bozen ist für den derzeitigen Bedarf völlig unzureichend. Wenn wir die Lebensqualität dieses Naherholungsgebiets erhalten und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erhöhen wollen, müssen neue Maßnahmen wie die Errichtung einer Trambahn angegangen werden,“(...)

In allem anderem, was gestern in den 1 1/2 Srunden, die ich mich damit beschäftigt habem im Netz zu finden war, wird ebenfalls von Tram, Straßenbahn, S-Bahn gesprochen. In sämtlichen verlinkten Aussendungen der offensichtlichen Regierungspartei SVP ebenso.

Was wären denn die Alternativen in der offenbar erreichten "anderen Phase", und woher sollte man diese kennen, bzw. sind diese überhaupt mehr als heisse Luft, nachdem darüber ja nichts zu finden ist?

Beitrag Nr. 91   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 11:24
    —
manni schrieb:
Die Partei, die in Südtirol den Landeshauptmann stellt [...] ...der offensichtlichen Regierungspartei SVP...


Bist wohl heut zum Scherzen aufgelegt, ha? zwinkern Die SVP und ihre Agenda - die haben momentan sowas von Feuer am eigenen Dach, dass da etwas wie eine Tram wirklich nicht ernst genommen werden kann. Liest du ab und an mal auch die Neue Südtiroler Tageszeitung oder die ff? Als Gegengewicht zur Allmacht Dolomiten sehr informativ. Mein letzter Stand ist: "Brauch ma net, habm koa Geld." Hinschreiben und sich damit profilieren kann im Grunde jeder.

Beitrag Nr. 92   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 11:39
    —
Nein, ich lese keine Südtiroler Zeitungen, ich lese auch keine bayrischen oder Vorarlberger Zeitungen. Ich habe ein Abo für den Standard, den ich allerdings meistens nur am Wochenende gründlich lese, und Zugriff auf ein Trottel Times - Onlineabo, das war's. Ich habe auch keine Ahnung, was mit der SVP los ist.

Demnach ist also alles, was darauf hindeutet, dass das Projekt weiterentwickelt wird, nur heiße Luft?

Zuletzt bearbeitet von manni: 20.11.2009 11:50, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 93   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 15:16
    —
Die einen lesen Zeitung, die anderen haben andere Informationsquellen... Eine Zeitung ist in dem Moment veraltet, wo sie aus der Druckmaschine kommt. Ich denke es hat hier wenig Sinn über die Verkehrstruktur Überetsch zu sinieren, da diese so komplex ist, dass man ein eigenes Forum aufmachen könnte.

Manch "heisse Luft zwinkern" braucht Zeit sich entwickeln zu können;-). Die Vinschgerbahn (und da lag noch überall das Gleis) hat ja auch 14 Jahre gebraucht (von der offiziellen Einstellung bis zur Wiederinbetriebnahme)... Schauen wir wie sich hier das Projekt Überetsch einordnet zwinkern

Man könnte übrigens etwas überspitzt meinen, dass Steph kein Südtiroler sei, wenn er schreibt Südtirol habe kein Geld - der Witz war gut... Es sind nur vielleicht die Projektschwerpunkte z.Z. auf anderen Verkehrsachsen gefragt, aber auch im Überetsch wird was kommen, vielleicht schneller als man meint (jedes Resort hat seine Zuteilungen)... Ob es eine gute Systementscheidung wird, kann man in dem Moment beurteilen, wo diese Entscheidung dann zur Diskussion veröffentlicht wird...

Beitrag Nr. 94   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 15:31
    —
Ich glaube, dass Zeitungen generell nicht die akkuratesten Info-Quellen sind, wissen wir eh alle. Nachdem es aber kein strassenbahn.tk für die Überetscher Bahn gibt, ist Otto Normalgelegenheitsinteressierter auf Zeitungen und Politikeräußerungen angewiesen, es sei denn, es findet sich ein Experte, der über einen Informationsvorsprung verfügt, den wir aber diesfalls in Gestalt von dir, Günter, haben.

Wurde / wird jetzt also doch eine Untersuchung durchgeführt?

Beitrag Nr. 95   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 15:35
    —
Peter021 schrieb:
Man könnte übrigens etwas überspitzt meinen, dass Steph kein Südtiroler sei, wenn er schreibt Südtirol habe kein Geld - der Witz war gut...


Das hab nicht ich, ein echter Bozner Südtiroler, gesagt, sondern der Luis. Wie solche Aussagen einzuschätzen sind, glaube ich schon zu wissen... Genau lesen, Günter lachen "Kein Geld haben" heißt ja nicht immer "für nix Geld haben" (obwohl er es auf die Wirtschaftskrise bezogen hat und somit einen generellen Zustand).

Beitrag Nr. 96   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 15:37
    —
Ein öffentlicher Verkehrsanschluss ins Überetsch ist immer Thema zwinkern Man will ja nicht immer das Radl nehmen müssen, um "Bahnatmossphäre" im Überetsch einhauchen zu können. Man wird in Zukunft sehen, welcher Verkehrsträger die Ehre haben wird, die nicht unbeachtlichen Verkehrsströme aus dem Überetsch teilweise übernehmen zu können...

edit Ergänzung:

Deine Worte Steph: Mein letzter Stand ist: "Brauch ma net, habm koa Geld." ....

Das entlockte mir ein leichtes Schmunzeln... Oder glaubst Du, dass sich die Südtiroler Flirts u.a. Entwicklungen im Öffentlichen Verkehr von selbst in Südtirol zahlen... Wenn Du Dich näher mit Südtirol befasst, würdest Du wissen, dass manche Aussage nicht aus dem Sachzwang heraus getätigt wird zwinkern

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 20.11.2009 15:40, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 97   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 15:40
    —
Solang's kein schleißiger Peoplemover oder sowas wird... was bleibt da noch außer einer Tram? Schiffe fallen wohl aus. Mr. Green - das Original!

Doppelgelenks-Obusse? In der Diktion des oben verlinkten Magazin-Artikels wären das dann "Zweifachziehharmonika-Elektrobusse". Mr. Green - das Original!

Beitrag Nr. 98   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 16:42
    —
Wie kommst Du denn auf People mover? Der Leitner baut doch Schiffe und Strassenbahnen zwinkern

edit: auf der SVP Seite findet man folgenden Auspruch:

...bekräftigt den Anspruch eines modernen innovativen Bahnkonzeptes für das Überetsch...

Was wäre denn jetzt innovativ und modern und was eine Bahn?

Doppelgelenks-Obusse und Schiffe fallen da einmal sicher raus, bleibt die Frage was denn da innovativ und modern sein kann...

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 20.11.2009 16:46, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 99   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 17:13
    —
noch ein interessantes Zitat der von Dir erwähnten links manni:

"...Vor allem muss die Landesregierung das von Ing. Knoflacher erarbeitete Projekt für die Überetscher Bahn ernsthaft und zügig prüfen, und zwar gemeinsam mit den drei betroffenen Gemeinden. Wir wollen nicht, dass es ein einseitiges Gutachten des Landes gibt und dass dieses Projekt dann gegen irgendein nicht näher definiertes innovatives Verkehrsprojekt ausgespielt wird und somit in dieser Legislaturperiode überhaupt nichts mehr passiert.“..."

Anm: das Projekt von Knoflacher sieht eine Strassenbahn, die teilweise (Eppan/Kaltern) auf dem alten Bestandstrasse verkehrt vor. Die Strecke zwischen Eppan und Sigmundskron würde abweichend von der alten Strecke entlang der Strasse im Eigentrasse durch das Warttal führen. In Bozen wäre die Bahn und das wäre ihr grosser Nachteil aufgrund von Platzproblemen bei den Haupteinfallsstrassen im Mischverkehr Richtung Zentrum geführt...
Damit kann man aber gegenüber dem Auto nur teilweise punkten, da man auf den 15 km Trasse, den Vorteil der Eigentrasse zwischen Kaltern und Bozen durch die Mischtrasse in der Stadt verliert...

Daher resultiert(e) die Idee etwas gänzlich innovativem unter Einbezug mehrerer Verkehrsebenen in der Stadt Bozen zwinkern

Beitrag Nr. 100   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 17:15
    —
Peter021 schrieb:

bleibt die Frage was denn da innovativ und modern sein kann...


Hier in Österreich Anhängerbusse auf einer begradigte Schnellstraße mit Tunnelabschnitten.
In Südtirol... eine 3S-Seilbahn? Für die Abdeckung von Spitzenlasten aber eher ungeeignet, oder?

Beitrag Nr. 101   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 17:45
    —
Zitat von: http://www.svpartei.org/de/presse/mitteilungen/4732.html

"...In seinem Referat „Mobilität – Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft“ sprach Widmann alle größeren Projekte der kommenden Jahre an. Darunter auch die Realisierung einer modernen Verkehrslösung für die Anbindung Bozens an das Überetsch. Ob Trambahn, Mini Metro oder People mover – die einzelnen Varianten gelte es nun genauestens zu überprüfen. Erst dann könne eine seriöse Studie erstellt werden. Die größte Barriere sei derzeit die Finanzierung. Widmann denkt, dass mit der entsprechenden Unterstützung der Gemeinden eine Realisierung in absehbarer Zeit möglich wäre. Der Landesrat prüft auch eine Lösung nach dem PPP-Modell: Private und öffentliche Hand könnten das Projekt gemeinsam übernehmen...."

Nun Anruf in Sterzing: was baut ihr denn: Trambahn, Mini Metro oder People Mover... und wen finden wir denn als Partner für das PPP?

Braucht es da Worte mehr, es ist ja eh schon alles öffentlich, wie ich gerade gesehen habe... Da braucht es gar keine Zurückhaltung mehr... und wie man sieht ist das Projekt vom Datum her gesehen top aktuell! Also weniger Zeitung lesen (auch nicht ff oder andere, da steht auch nicht mehr als in den Dolomiten), sondern aufmerksam die Entwicklung verfolgen... zwinkern

LG

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 20.11.2009 17:46, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 102   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 18:07
    —
manni schrieb:

Weiters liefert Tante Google einige interessante Ergebnisse, wie Blogeinträge und sogar eine "Pro Überetscher Bahn"-Facebook-Gruppe.


Sonderlich historisch sattelfest scheint diese Gruppe aber nicht zu sein, wenn sie die Überetscherbahn von Bozen bis St.Anton sehen und diese Gesamtstrecke schon 1898 eröffnet sehen wollen... Hmmm irgendwie war doch da die erste elektrische Bahn mit Personenbeförderung in Tirol,... hmmm wo war die denn nur... Ach ja die Mendel-Adhäsionsbahn von Kaltern nach St. Anton, komischerweise ist die aber erst 1903 eröffnet worden augen rollen

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 20.11.2009 18:07, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 103   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 20.11.2009 18:16
    —
Peter021 schrieb:
Deine Worte Steph: Mein letzter Stand ist: "Brauch ma net, habm koa Geld." ....
Das entlockte mir ein leichtes Schmunzeln... Oder glaubst Du, dass sich die Südtiroler Flirts u.a. Entwicklungen im Öffentlichen Verkehr von selbst in Südtirol zahlen... Wenn Du Dich näher mit Südtirol befasst, würdest Du wissen, dass manche Aussage nicht aus dem Sachzwang heraus getätigt wird zwinkern


Günter, du kannst im Forum gerne der Strab-etc.-Experte sein, die Freude lass ich dir gerne, weil ich selbst davon profitiere, nur eins: Sag' mir bitte nicht noch einmal, dass ich mich "näher mit Südtirol" befassen müsste, um das Land besser zu verstehen (!). Diese machmal süffisante Art passt irgendiwe nicht hierher. Du bist nicht der Foren-Soziologe lachen Bitte unterlasse so etwas in Zukunft, danke.

Dass die Flirts nicht vom Himmel gefallen sind, ist klar. Ich gehe davon aus, dass das Geld für die Flirts einfach noch da war, es danach aber keins mehr gab. Das ist ja auch der Grund, warum in Bz keine neuen Busse kommen, und das sind kurzfristigere Investitionen als das Projekt ÜEB.

Beitrag Nr. 104   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 21.11.2009 22:55
    —
Nichts für ungut Steph und ohne zu Süffisant sein zu wollen zwinkern : Ich bin kein Strab Experte, sondern wie Du auch einfach Konsument verschiedener Medien... Vielleicht interessiere ich mich für das ein oder andere mehr und studiere daher die Medien sehr genau zwinkern

Weshalb ich die Auseinandersetzung mit Südtirol einforderte war, weil Du anderen (manni) süffisant das Zeitungsstudium angetragen hast, dass Du selbst aber scheinbar nicht gemacht hast!

Steph schrieb:

Bist wohl heut zum Scherzen aufgelegt, ha? zwinkern Die SVP und ihre Agenda - die haben momentan sowas von Feuer am eigenen Dach, dass da etwas wie eine Tram wirklich nicht ernst genommen werden kann. Liest du ab und an mal auch die Neue Südtiroler Tageszeitung oder die ff? Als Gegengewicht zur Allmacht Dolomiten sehr informativ. Mein letzter Stand ist: "Brauch ma net, habm koa Geld." Hinschreiben und sich damit profilieren kann im Grunde jeder.


Argumente kann man imo aber nur einbringen, wenn man die Situation (auch ohne Experte sein zu müssen) etwas verfolgt hat und sich mit seiner Region beschäftigt, auch wenn man in Innsbruck sitzt. Ich sitze auch in Innsbruck, die räumliche Trennung ist daher kein Argument...
Übrigens Dein letzter Stand kann gar nicht definiert werden, da dieser nie offizieller Projektstand war, die zitierte Aussage selbst dürfte aber noch aus spätestens Anfang 2009 stammen...

Was ich ohne "süffisant" sein zu wollen anmerken möchte, ist dass Du scheinbar im Gegensatz zu mir, die politische Landschaft in Südtirol nicht ganz durchblickst... Da läuft das manches schon etwas anders, wie Du so meinst… Gerade auch dann wenn Du die Flirts mit irgendwelchen Südtiroler (Bozner) Bussen vergleichst! Die Flirts stehen im Zusammenhang mit dem riesengrossen Projekt "Pustertalbahn neu", ein Projekt fast in der Liga der Vinschergbahn, die Busse sind nur eine normale Ersatzinvestition bestehender Verkehrssysteme. Busse können da ruhig mal ein bisserl länger laufen, mag zwar teurer sein, aber deswegen steht der Verkehr noch nicht. Ausserdem sind diese (SASA) nicht nur (d.h. bedingt) Landessache... Es war also nicht noch Geld für die Flirts da, sondern diese waren ein Teil eines lange beschlossenen „neuen“ Bahnsystems (siehe unten).

Zur Pustertalbahn:

www.provincia.bz.it/usp-ladin/285.asp?redas=yes&aktuelles...id...

http://www.vinschgerbahn.it/de/555.asp

Die Pustertalbahn wurde grossflächig umgestaltet (neue Bahnhofstrukturen, teilweise ganz neue Bahnhöfe, neue Wagen, Gleissanierungen....) Die neue Pustertalbahn, auch wenn das scheinbar hierzulande keiner mitbekommen hat, ist nach der Vinschgerbahn nunmehr die zweite totalsanierte Bahnlinie, bei der nur mehr die historischen Bahnhofsgebäude an die alte Zeit (vor 1988) erinnern! Der Rest ist top-modern. Bald wird das nächste Grossprojekt die "nur" 15 km lange Überetscher Geschichte (ich schreibe bewusst nicht Bahn) sein... Und zur Kostenoptimierung (nicht etwa weil man es sich nicht leisten kann) werden private Partner (na wer wohl?) ins Boot geholt... Manche Aussage zum Geld (damals) diente wohl nur dazu das innovative Projekt weiter in Ruhe vorantreiben zu können... Ich denke damit ist alles gesagt und jeder kann nun selbst versuchen für sich herauszulesen was Sache ist, ich denke die Karten könnten klarer nicht am Tisch liegen...

Euer neu betitelter "Forensoziologe"

Back to topic noch einmal:

P.S.: Noch einmal: die Sache Überetsch ist so komplex, dass man diese nicht anhand ein, zweier Projekte isoliert behandeln kann. Es geht wie im Vinschgau um das Verkehrssystem einer ganzen Region, nur mit dem Unterschied, dass nun auch grosse Teile Bozens (der grössten Agglomeration Südtirols) von den Massnahmen betroffen sind, was die Sache nur noch komplexer macht. Ich sage nur Trassensuche, Verträglichkeit mit anderen Verkehrsträgern, Bedienung des sehr zersiedelten und als Streusiedlung zu sehenden Überetsches (reicht da eine linenmässige Verbindung?). Verkehrsknoten kosten Zeit, die bei einer nur 15 km langen Bahn nicht drinnen liegt (anders als Vinschgau und Pusteral). Daher braucht es variable Netze... und genau diese innovative und zukunftsträchtige Lösung ist zur Zeit im Gange. Dass man nicht viel hört ist ein gutes Zeichen, das heisst, dass hinter den Kulissen ordentlich gearbeitet wird! So eine lustlose Batzerei wie andernorts, nach Lösung „schreiende“ Verkehrsachsen nicht und nicht entwickelt werden und wenn nur auf unnütze Relationen beschränkt gibt es hier nicht. Am Ende wird ein komplexes und gesamtheitliches Verkehrskonzept für das Überetsch stehen, das alle Verkehrsträger, nicht nur eine Bahn, miteinschliesst. Und egal ob das Hauptsystem gut ist oder einem persönlich gefällt, es passiert was und das ist das wichtigste. Ankündigen, dass man bauen will sind zu wenig...

Beitrag Nr. 105   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 21.11.2009 23:12
    —
Ähm lachen
Die Zeitungen habe ich im Zusammenhang mit der SVP erwähnt, recht autonom von der ganzen Strab-Diskussion. Meine Meinung ist, dass man mit diesem "Dreigestirn" zumindest ein bissl von beiden Seiten abkriegt, wie es in der pol. Landschaft aussieht. Und ich habe, wie du weißt, auch schon eine Weile hinter die Kulissen blicken dürfen und erlaube mir daher dieses statement.
ad Flirt-Busse: Wo die Bahnen eingeplant sind, ist im Grunde egal, wenn am Ende für nix anderes mehr a Geld da is' lachen Das meine ich - und es ist so. Ich vergleiche nicht die beiden Systeme miteinander, sondern zeige auf (weil es ja so ist), dass durch den Ankauf der Flirts kein Geld für andere Projekte da ist. Ob das jetzt Busse, die ÜEB oder ein Hubschraubertaxi ist, ist mir relativ egal lachen

Ich hoffe, die Unklarheiten bereinigt zu haben - deutlicher kann ich es kaum formulieren! lachen

Beitrag Nr. 106   |  Autor: Peter021Stadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 21.11.2009 23:16
    —
für die ÜEB ist doch Geld da - es wird zur Kostenoptimierung halt ein PPP geben...

Und Geld spielt in Südtirol nie eine grosse Rolle, es muss nur von Jahr zu Jahr neu den Resorts und Projekten zugewiesen werden. 2008/2009 war das die Pustertalbahn neu... Später wird das die ÜEB sein...

LG

Zuletzt bearbeitet von Peter021: 21.11.2009 23:17, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 107   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 21.11.2009 23:18
    —
Aber du weißt ja, dass wir dieses Jahr so wenig Geld haben...! big grin

Beitrag Nr. 108   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 21.11.2009 23:23
    —
Ich stelle als kleinen Einwurf folgende Behauptung auf: Geld für so etwas ist bei uns grundsätzlich immer da, wenn's benötigt wird. Ob durch Eigenmittel oder Fremdfinanzierung. Wir sind in der glücklichen Lage, uns in den reichsten Ländern dieses Planeten zu befinden, wo man sich infrastrukturell alles leisten kann. Die Frage ist nur, ob's seitens der politisch Zuständigen auch budgetiert wird.

Beitrag Nr. 109   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 23.03.2010 12:35
    —
Die Diskussion zum Leitner-Standseilbahn-Projekt Bozen - Überetsch geht hier weiter: http://forum.strassenbahn.tk/viewtopic.php?t=4108
Zuletzt bearbeitet von manni: 28.05.2010 11:57, insgesamt 2 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 110   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 23.03.2010 14:14
    —
Hier ein Vorschlag für ein mögliches Netz bestehend aus 6 Linien...



Die Dringlichkeit zur Umsetzung dürfte in etwa den Liniennummern entsprechen. Bis auf die Linie 6 haben alle Linien mindestens 2 S-Bahn-Anschlüsse.

Zuletzt bearbeitet von Hannes: 23.03.2010 18:36, insgesamt 3 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 111   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 04.05.2010 15:55
    —
Das würde dann aber das Busnetz komplett ersetzen, oder?

Beitrag Nr. 112   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 17.05.2010 10:59
    —
Das Verkehrsarchiv Tirol hat eine Ausstellung zur Überetscher Bahn im Ort Kaltern auf die Beine gestellt, unterstützt auch von Knoflacher, der sein Konzept präsentiert: http://forum.strassenbahn.tk/viewtopic.php?t=4241

Ich persönlich hoffe ja inständig, dass am Ende die Vernunft siegt und nicht dieses Standseilbahn-Dings gebaut wird, sondern eine ordentliche Überland-Tram.

Beitrag Nr. 113   |  Autor: HannesStadt / Stadtteil:
Innsbruck
   |  BeitragErstellt: 28.05.2010 01:34
    —
Jetzt gibts erstmals Pläne für 2 Linien...

http://www.gemeinde.bozen.it/context.jsp?ID_LINK=3555&area=19

Warum das Krankenhaus nicht angebunden werden soll (vgl. grüne Linie im obrigen Vorschlag) ist mir allerdings schleierhaft.

Beitrag Nr. 114   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 28.05.2010 11:56
    —
Danke Hannes, das ist ja sehr interessant. Und der Zeitplan sehr ambitioniert. Baubeginn 2012? Das bin ich mal gespannt drauf. In Bozen kann mit einer einzigen Trambahnlinie tatsächlich die ganze Stadt abgedeckt werden. Sehr praktisch!
Die Visualisierung gefällt mir, Rasengleis, aber Unterleitung wird's wohl eher nicht spielen, nehm' ich mal an...
Dazu dann noch "Stadtbahndienste" auf den Vollbahnstrecken - nach jahrzehntelangem Darben alleine mit Busverkehr scheint man in Bozen jetzt endlich aufs Ganze gehen zu wollen!

Zuletzt bearbeitet von manni: 28.05.2010 12:13, insgesamt 2 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 115   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 28.05.2010 12:25
    —
Stadtstraßenbahnlinie:



Trasse der Überetscher Straßenbahn im Stadtgebiet:


Beitrag Nr. 116   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 19.10.2010 13:27
    —
Gibt's irgendwelche Neuigkeiten in dieser Sache? Ich habe gehört, dass das Kabinenbahn-Freunderlwirtschaftsprojekt mit massiven und kaum widerlegbaren Argumenten bekämpft worden sein soll, damit sollte das Tramprojekt doch wieder Aufwind erhalten haben?

Beitrag Nr. 117   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 03.11.2010 15:11
    —
Schon zu Anfang des Jahres scheint sich einiges getan zu haben.
http://www.projektbozen.it/Tram2010.doc

Interesssant an diesem Dokument ist die enthaltene Auflistung aller bereits getroffenen politischen Beschlüsse.

Die Bozner Grünen scheinen einen weiteren Beschluss erwirkt zu haben:
http://tinyurl.com/23ue4p7

Also für mich schaut das alles gar nicht so schlecht aus, dafür, dass es dieses Projekt noch nicht so besonders lange gibt.

Weiß jemand mehr? Steph? Günter?

Beitrag Nr. 118   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 03.11.2010 15:54
    —
Nope, leider nein - Günter weiß sicher mehr.

Beitrag Nr. 119   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 09.12.2010 01:23
    —
Nur fünf Tage nach meinem obigen Posting gab es einen Beschluss dazu - die Entwicklung scheint durchaus weiterzugehen: http://tinyurl.com/37jrynr

152 Millionen Euro Ausgleichzahlung - boah, das ist ja auch nicht schlecht. Um das Geld ließe sich ja schon ein Gutteil des Tramprojekts umsetzen.

Beitrag Nr. 120   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 24.01.2011 02:49
    —
Also, für mich sieht es so aus, als würde hier kontinuierlich was weitergehen. Ein Baubeginn 2012 ist natürlich schon allein wegen der Ausschreibungsfristen und der Planungsdauer undenkbar, aber vielleicht in ein paar Jahren?

Die Tram ist jedenfalls bereits in Grundsatzbeschlüssen verankert, wie hier im ziemlich ambitionierten "Bozen 2020":

BOZEN_7495_SMP2020.pdf (3 MB)

Das Ganze erinnert mich stark an unser Verkehrsberuhigungskonzept "VKZ 1991", das dort, wo es umgesetzt wurde, sehr viel gebracht hat, und ich glaube Bozen braucht das ganz dringend. Das Leitner-Spielzeug fällt schon allein deswegen flach, weil die innerstädtische Tramlinie damit nicht vernünftig umsetzbar wäre, und zwei verschiedene Systeme wären sicher noch weniger zielführend.

Nun gilt es wohl, die Seilbahnlobby abzuwehren... und die Obus-Lobby wird sich sicher auch noch zu Wort melden...

Beitrag Nr. 121   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 17.02.2011 02:48
    —
Der nächste Schritt ist getan:

http://tinyurl.com/4px8rvp

Damit ist, wenn ich das richtig verstehe, fixiert, dass es eine Tram werden wird und keine Leitner-Experimentalbahn. Man darf auf die demnach jetzt in Ausarbeitung befindlichen Trassengrobplanungen gespannt sein.

Beitrag Nr. 122   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 01.03.2011 02:50
    —
Dieser Hut ist schon älter, aber er sei hiermit nachgereicht. Das Tramprojekt mit Stand vor ziemlich genau einem Jahr wird auf Seite 5 ff. recht ausführlich behandelt.

neue-strassenbahn-bozen_naturschutzblatt022010.pdf (2 MB)

Beitrag Nr. 123   | Dolomiten, 29.9.2011 Autor: TramtigerStadt / Stadtteil:
IBK - Amras
   |  BeitragErstellt: 30.09.2011 11:42
    —

Beitrag Nr. 124   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 30.09.2011 12:56
    —
Danke für den Scan - von wann ist der Ausschnitt denn?

Das klingt ja wieder mal ziemlich gut, vor allem vor dem Hintergrund der bereits vorhandenen Geldmittel, die quasi nur noch abgeschöpft werden müssen! Das klingt nach einem breiteren politischen Konsens.

Beitrag Nr. 125   |  Autor: TramtigerStadt / Stadtteil:
IBK - Amras
   |  BeitragErstellt: 30.09.2011 14:38
    —
Steht doch ganz oben als Überschrift....

Beitrag Nr. 126   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 30.09.2011 14:49
    —
Oh, der Posting-Titel - der fristet ein bisschen ein Schattendasein - alles klar, danke!

Beitrag Nr. 127   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 30.09.2011 15:46
    —
Interessant auch die Buslinie 15...die Nummer wurde vor 5-6 Jahren schon mal vergeben, aber die Linie hatte keinen Erfolg und wurde bald wieder eingestellt. Jetzt also eine Innenstadtlinie...bin gespannt, wie der genaue Streckenverlauf aussieht. Ob da di neuen Hybridbusse eingesetzt werden? Kleinbusse wären's schon mal...

Beitrag Nr. 128   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 07.10.2011 15:18
    —
Und auch in Bozen ist die treibende Kraft hinter den Kulissen des Straßenbahnprojekts Grün, wohingegen die Auto-affinen Verhinderer vor allem bürgerlich-konservativ sind.

http://projektbozen.wordpress.com/2011/09/26/tram-bozen-kaltern-darf-nicht-an-den-kosten-scheitern/

http://projektbozen.wordpress.com/2011/09/29/trambahn-nicht-nur-fur-bozen-ideal/

Zuletzt bearbeitet von manni: 07.10.2011 16:12, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 129   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 11.10.2011 00:04
    —
Ich lade ein paar Links, die ich in letzter Zeit dazu angesammelt habe, mal hier ab:

http://www.rmi.it/news.popup.phtml?popup=1&id=161174

http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2011/06/10/verkehrsloesung-fuer-bozenueberetsch-metrobus-oder-tram-train.html

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Vorschlag-Tram-fuer-Bozen-MetroBus-fuer-Ueberetsch

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Bozner-Projekt-sieht-Trambahn-bis-Kaltern-vor

http://www.provinz.bz.it/land/landesregierung/1838.asp?aktuelles_action=4&aktuelles_article_id=365294

Beitrag Nr. 130   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 26.03.2012 10:37
    —
Seit Kurzem ist die Sache wieder in den Medien:

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/MetroBus-Loesung-kostet-ca.-60-Millionen-Euro/%28language%29/ger-DE
http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Metrobus-System-unter-der-Lupe/%28language%29/ger-DE
http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Metrobus-und-Tram-Nantes-als-Vorbild-fuer-Bozen/%28language%29/ger-DE
http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Ueberetsch-Bozen-Metrobus-in-drei-Jahren-realisierbar/%28language%29/ger-DE

Da fehlt aber der Artikel, den ich am Samstag in der Papier-Version gelesen habe.

Beitrag Nr. 131   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 26.03.2012 11:02
    —
Autsch, das klingt nicht gut... nach dem Standseilbahn-Fail ist man im Begriff, der nächsten Lobby auf den Leim zu gehen. Eh klar, "Metrobusse" sind gleich gut wie Straßenbahnen, nur brauchen sie keine Gleise. Kleben da etwa Dieselrückstände zwischen den Zeilen, stößt dieses Sprachrohr schwarze Feinstaubwolken aus? Ein paar Sätze später gibt man zu, dass man in Nantes mit den Bussen zu Stoßzeiten alle drei Minuten fahren muss; was allein das an Mehrkosten verursacht, scheint sich in Bozen noch keiner der Entscheider überlegt zu haben.

Ich habe ja vollstes Verständnis dafür, wenn man alle Optionen prüft, das ist auch gut so, aber hier habe ich doch den Eindruck, dass jeder Blödsinn sofort der Öffentlichkeit als Lösung verkauft wird. Bin mir ziemlich sicher, dass man die Busidee wieder begraben wird, sobald langfristige Rentabilitätsberechnungen vorliegen.

Beitrag Nr. 132   |  Autor: Steph   |  BeitragErstellt: 04.06.2012 20:29
    —
Tram, adé?

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Ueberetsch-Metrobus-rueckt-naeher

Beitrag Nr. 133   |  Autor: sLAnZk   |  BeitragErstellt: 04.06.2012 20:43
    —
Wenn man den Artikel am Ende genau betrachtet, stellt man fest, daß man zwar in etwa weiß, was die Tram kosten würde, nicht aber, was der Metrobus kosten würde... und warum der so viel billiger sein soll, geht mir nicht ein.

Beitrag Nr. 134   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 25.06.2012 12:08
    —
Nur um's hier auch festgehalten zu haben - die Tram Bolzano-Oltradige / Bozen-Überetsch ist nach wie vor im Gespräch. Eine Abordnung des Vereins "Freunde der Überetscher Bahn", der aus dortigen Entscheidern besteht, hat kürzlich Padova/Padua und Innsbruck besucht - siehe Presseberichte.
Es fällt auf, dass auch dort wieder mal die Grünen am weitblickendsten sind und sich weder von der Seilbahn- noch von der Busindustrie einlullen lassen... nur wäre es jetzt an der Zeit, das Projekt endlich auszufinanzieren und mit der Planung zu beginnen. Geredet wird nun doch schon seit vielen Jahren.

Beitrag Nr. 135   |  Autor: krisu   |  BeitragErstellt: 25.06.2012 13:28
    —
Diese Metrobusse sind in der Tat eine fiese Wortschöpfung, da das "Metro" irgendwie soggerieren will, hier würden Vorteile von U-Bahn oder sonstwie besondere Eigenschaften eines Systems für grosse Agglomerationen besonders günstig auch für kleine Städte zugänglich.

Der optisch geführte Metrobus von Bologna wurde de facto wieder eingestampft, nachdem alles bereits fertig war, inklusive Fahrzeuge. Der Translohr ist mehr ein Sorgenkind (vgl. die durch die Hitze ausgehobene Führungsschiene in einem Anderen Thread hier). Die ganz normalen Langbusse die ebenso gerne als Metrtrobusse bezeichnet werden, nun die funktionieren, sollten dann aber auch als "Bus" bezeichnet werden.


Es gibt in Italien eine sehr gute Webseite http://www.cityrailways.it/ (glaube die ist von einem Uni-institut gemacht), die sich unter anderem mit der grassierenden "Metrobus" Problematik auseinandersetzt.

U.a. wurden einige Vergleichsstudien Strab - Metrobus ertellt. Vielleicht liest ja hier ein welschlesender Bozener mit, der für dieses erstklassige Material Verwendung findet...


1.) Allgemein, alle Verkehrsträger der Öpnv:
Ausführliche Kostenrechnungen, Case Studies einzelner Städte, sehr interessant zu lesen:
http://www.cityrailways.it/storage/pdf/Bus-filobus-o-tram.pdf

Kompakter auf Italien bezogen, Strab-Metrobus Problematik:
http://www.cityrailways.it/home/2012/6/12/uno-sguardo-a-nordest-se-gomma-fosse-ferro.html

2.) Kleine Einzelstudie Bozen:
http://www.cityrailways.it/home/2012/4/10/bolzano-niente-tram-arriva-il-metrobus.html


BTW: Netzpläne sämtlicher Italienischer Städte mit schienengebundenem Öpnv:
http://www.cityrailways.it/mappe_italiane/

Zuletzt bearbeitet von krisu: 25.06.2012 13:33, insgesamt 2 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 136   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 25.06.2012 14:29
    —
Ich leite das zur Sicherheit weiter, danke Kris.

Für Bozen denke ich nicht, dass die Gefahr besteht, dass man auf den Translohr oder Ähnliches hereinfällt. Zumal die Firma Translohr gerade den Bach runtergegangen ist, und ich nicht glaube, dass der Käufer Alstom dieses erfolglose Konzept weiterführt.

Ja, hier betreibt die Busindustrie kräftig Lobbyismus auch mit Halbwahrheiten - und da zähle ich die Trolleybusindustrie dazu, vgl. den Produktnamen "Lightram" für die Hess-Doppelgelenks-Obusse. Ein Bus ist ein Bus ist ein Bus und wird immer ein Bus bleiben, ein vergleichsweise billiges Verkehrsmittel mit stark begrenzter Leistungsfähigkeit und geringem Komfort und dem Unvermögen, Tram oder Stadtbahn gleichwertig zu ersetzen. Egal ob er auf eigenen Trassen fährt oder sich die Energie aus einem Draht saugt. Ich verstehe nicht, dass die Tramindustrie da nicht in die Gegenoffensive geht.

Beitrag Nr. 137   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 05.08.2012 19:23
    —
Die Partei der "Freiheitlichen" hat sich vor ein paar Tagen zum Thema geäußert:

http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2012/07/25/fh-metrobus-ist-politisch-erpresste-entscheidung.html

Zitat:
FH: Metrobus ist politisch erpresste Entscheidung


„Damit ist Tram gestorben“
Foto: archiv


Bozen – Nach Ansicht des Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Sigmar Stocker ist die Zustimmung der Gemeindeverwaltungen von Eppan und Kaltern zum Metrobus eine politisch erpresste Entscheidung gewesen. Das Tramprojekt sei damit gestorben und die SVP habe ihr Wahlversprechen gebrochen.

„Diese Entscheidung ist in meinen Augen eine von Landesrat Thomas Widmann‚ politisch erpresste’ Entscheidung, wenn es heißt den Metrobus oder gar nichts! Aber es ist genau bei Widmann öfter so: zuerst groß ankündigen, die Tram ins Überetsch wird kommen, macht euch keine Sorgen, das werden wir schon machen, alles kein Problem, alles toll und dann fehlt das Geld! Na bravo, wirklich gut gemacht, Herr Landesrat. Statt ‚Dampflok’ reine ‚Dampfploderei’ - um es auf Tirolerisch zu sagen!“ so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

„Die Gemeindeverwaltungen hätten gegenüber Widmann aber stur bleiben und auf ihren Standpunkt beharren sollen. Denn kommt der Metrobus, wird es keine Tram mehr geben! Deshalb haben auch die freiheitlichen Gemeinderäte im Überetsch gegen den Metrobus gestimmt. Die Gemeindeverwaltungen haben nicht im Sinne ihrer Überetscher Bürger, sondern für Landesrat Widmann entschieden und dazu beigetragen, ein Wahlversprechen zu brechen und das ist ein grober Fehler“, so Stocker weiter.

„Überhaupt sollte man in dieser zukunftsweisenden Entscheidung die Bürger über eine Volksbefragung in die Entscheidung mit einbinden. Für mich haben die Überetscher Bürger besonders das Recht dazu, weil ihnen vor den Wahlen die Tram versprochen wurde. Man hat somit Wählerstimmen geködert. Liebe SVP auf Landes- und Ortsebene, ihr habt einen augenscheinlichen Wählerbetrug hingelegt und dafür die Verantwortung zu tragen“, so Stocker abschließend.


Ich kann mich gar nicht genug wundern über dieses politische Herumgezanke dort. Dass eine Schnellbuslinie eine Regionalstadtbahn nicht gleichwertig ersetzen kann, liegt auf der Hand und ist nachweisbar, da hilft's auch nicht wenn man vier Meter längere Gelenkbusse verwendet.
Außerdem ist da von einem Preis von 2 Millionen Euro pro Bus die Rede - kein Bus kostet so viel - man wird dort doch nicht ernsthaft immer noch an Translohr denken (falls Alstom diese Produktlinie überhaupt weiterführt)?
Ob die wissen, dass das Translohr-System in Padua seit seinem Bestehen 200 Verletzte und ein Todesopfer verursacht hat und man jetzt daran denkt, den Schienenkopf abzusenken (gegen das Unfallrisiko) und die Führungsrillen breiter zu machen (gegen Entgleisungen), um das Glump irgendwie am Laufen halten zu können?

Es ist schon lustig wie man selbst die exotischsten "Lösungen", man denke nur an das Leitner-Standseilbahn-Zeugs, in Betracht zieht oder zog, wo doch die ganz gewöhnliche elektrische Adhäsions-Schienenbahn die Aufgabe am besten erfüllen kann und noch dazu tausendfach bewährt ist. Baut man das ganze mit 1000mm Spurweite, kann man sogar noch etwas sparen und ist der Bozner Altstadt flexibler.

Zuletzt bearbeitet von manni: 05.08.2012 19:24, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 138   |  Autor: SAERDNAStadt / Stadtteil:
Siegelanger
   |  BeitragErstellt: 05.08.2012 19:56
    —
Meine laienhafte Meinung dazu:

Die Südtiroler Administrative sieht doch an Ihrem eigenen Beispiel der Vinschgauer Bahn, wie vorteilhafter der Bau (Neubau oder Reaktivierung) einer Bahnlinie ist. Die Bahn kommt wunderbar bei den Einheimischen und Touristen an. Kein Mensch tut sich freiwillig eine Busfahrt von Meran ins Vinschgau hinein an (trotz mittlerweile vieler Ortsumgehungen). Die Bahn ist dahingehend komfortabler etc.

Manchmal wünscht man sich in der heutigen Zeit den Pioniergeist der Menschen von vor 100 Jahren, die einfach das gebaut haben, was eine Region weiterbrachte.
Grüße
Saerdna

Beitrag Nr. 139   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 06.08.2012 00:05
    —
Das Problem bei solchen Projekten ist doch immer, dass am Ende doch alles von Einzelpersonen abhängig ist, weil kaum mal jemand die Umsetzung von Beschlüssen einklagt. Es gibt den Grundsatzbeschluss zum Bau der Bahn, aber was hat die Bevölkerung davon?
Die zwischengeschalteten Entscheider mögen in der repräsentativen Demokratie unvermeidbar sein, aber irrationales Handeln dieser Entscheider sollte eigentlich nicht toleriert werden, und einen Grundsatzbeschluss zum Bau einer Bahnlinie als Auftrag zur Errichtung einer Buslinie (ob Spurbus oder nicht) zu interpretieren, das ist irrational. Offenbar ist der Wunsch der Bevölkerung, die Bahn zu bekommen, noch nicht groß genug, um den notwendigen Druck zu erzeugen.
Ich sehe schon, als nächstes wird man dann richtigerweise draufkommen, dass die Spurbussysteme und "Tram"-on-Tyres-Systeme nicht funktionieren, und spätestens dann kommt die Obuslobby und versucht, Bozen und dem Überetsch Obusse einzureden (haben sie ja damals in Innsbruck auch probiert).

Beitrag Nr. 140   |  Autor: Aus   |  BeitragErstellt: 09.08.2012 19:33
    —
Mich erinnert das unangenehm ans Rheintal. Dort ist's das gleiche. Die Schwarzen tun alles um eine Tram zu verhindern und zaubern ebenfalls den "Metrobus" aus dem Hut.

Beitrag Nr. 141   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 16.08.2012 23:40
    —
Ich glaube in beiden Fällen nicht, dass das die Tram langfristig verhindern kann. Aber es sorgt halt dafür, dass der ganze Prozess bis zum Bau sich unglaublich in die Länge zieht.

Beitrag Nr. 142   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 30.11.2013 22:05
    —
Die Diskussion geht weiter, am 2. Dezember findet eine Veranstaltung mit Projektpräsentation des Vereins "Freunde der Überetscher Bahn" statt:

stol-it_ueberetscher-bahn_27112013.pdf (60 KB)

Danke an den Zusender des PDFs!

Beitrag Nr. 143   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 30.07.2016 00:32
    —
Es scheint wieder Bewegung zu geben in Sachen Überetscher Bahn - wie ernst ist das zu nehmen?

https://www.suedtirolnews.it/chronik/sad-will-bahnstrecken-bauen

Beitrag Nr. 144   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 10.08.2016 00:14
    —
Ein paar aktuelle Presselinks dazu:

http://www.stol.it/Artikel/Wirtschaft/Lokal/SAD-zeigt-Interesse-am-Bau-einer-Ueberetscherbahn

https://www.salto.bz/article/29072016/gatterers-visionen

http://www.unsertirol24.com/2015/12/26/suedtiroler-bahnnetz-prioritaeten-notwendig/

Beitrag Nr. 145   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 26.02.2017 01:24
    —
Es geht immer noch weiter. Zumindest die Tram für Bozen ist ja im dortigen "Mobilitätskonzept 2020" enthalten, von dem schon viel umgesetzt wurde. Bozen und die Gemeinden wollen die Tram, nur das Land weigert sich noch.
Das Verhältnis SASA - SAD erinnert mich sehr an das frühere und teilweise immer noch so bestehende Verhältnis IVB - VVT. Auch hier scheinen sich Kompetenzen zu überschneiden.

https://www.salto.bz/de/article/14022017/notbremse-fuer-die-tram

Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, aber zumindest die Bozner Tram wird kommen.

Beitrag Nr. 146   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 04.06.2017 13:17
    —
Offenbar will die Stadt Bozen nun die innerstädtische Tram tatsächlich weiterverfolgen:

https://www.salto.bz/de/article/04052017/tram-fuer-bozen

Und just an diesem Punkt geht's natürlich auch schon wieder los mit blablabla Parkplätze blablabla. Warum sollte es dort auch anders sein.

Beitrag Nr. 147   |  Autor: upwards   |  BeitragErstellt: 04.06.2017 17:51
    —
An inseren Bridern im Siden wird Innsbruck zu messen sein!

120 Mio für wieviele km?

Beitrag Nr. 148   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 26.08.2017 11:38
    —
Es geht weiter: https://www.salto.bz/de/article/23082017/es-geht-um-notwendigkeiten

Beitrag Nr. 149   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 06.11.2017 22:28
    —
Eine Lobbygruppe hat eine Aktion für die Überetsch-Tram veranstaltet:

ORF-TVThek (noch 1 Woche lang verfügbar) : http://tvthek.orf.at/profile/Suedtirol-heute/1277675/Suedtirol-Heute/13952162/Nachrichtenuebersicht-2/14169337

Artikel: https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Vorfahrt-fuer-die-Ueberetscher-Tram

Beitrag Nr. 150   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 06.11.2019 11:05
    —
Die Bozner Bürger*innen wurden in diesem Jahr in mehreren Veranstaltungen über das Vorhaben informiert:
http://www.gemeinde.bozen.it/mobilita_context02.jsp?ID_LINK=5382&area=122

Nun steht am 24. November eine Volksbefragung an.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2019/10/tag-Bozner-Tram-Trassenverlauf-steht-99309d3f-fc33-435b-881d-28b2b3bf162b.html

Es wird spannend in Bozen. Eine (noch leere) Projekt-Website wurde jedenfalls schon mal eingerichtet: https://www.tram.bz/

Zuletzt bearbeitet von manni: 06.11.2019 11:07, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 151   |  Autor: upwards   |  BeitragErstellt: 07.11.2019 18:27
    —
https://tirol.orf.at/stories/3020528/

Mich beeindruckt die Animation sehr, und deutlich besser als die ivb- Trassenflüge (ursächlich dazu gemacht, um zu sehen, wo noch geparkt werden darf ) aus der endgültigen Projektphase.
Guter Schnitt mit 18,5 km/h.

Zuletzt bearbeitet von upwards: 08.11.2019 00:05, insgesamt 3 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 152   |  Autor: Admiral   |  BeitragErstellt: 07.11.2019 22:43
    —
ich würde mir wünschen, dass man in innsbruck auch nicht nur seitens der IVB sondern auch seitens der politik so ein marketing gemacht hätte.. oder machen täte.. die aufgabe den ÖV zu verkaufen sehe ich hier nicht nur bei entsprechender firma, sondern auch bei der politik, die entsprechend den verkehr dorthin verlagern will....

Beitrag Nr. 153   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 21.11.2019 18:45
    —
Mag sein, aber es geht hier um die neue Tram in Bozen. Die Website finde ich auch ziemlich gut, so eine Ressource ist übrigens mittlerweile EU-weit vorgeschrieben (zu Zeiten, als das Innsbrucker Projekt begann, war es das noch nicht), aber am Ende zählt doch die Qualität der Umsetzung des Projekts selbst. Ich finde das Projekt und die aktuellen Entwicklungen irrsinnig spannend, aber etwas besorgniserregend finde ich, dass die Streckenführung offenbar fast ausschließlich im Mischverkehr vorgesehen ist. So, wie es aussieht, gibt es nur einen relativ kurzen Abschnitt mit einer gemischten Bus-/Tramspur in der Drususallee, wo offenbar bereits eine Busspur besteht. Auch die Animation deutet in jenen Sequenzen, in denen Details implementiert sind, darauf hin.
Beim RATP-Projekt wäre das sicher nicht der Fall gewesen. Wahrscheinlich war das einer der Gründe, es nicht in Erwägung zu ziehen.

Beitrag Nr. 154   | Klare Absage für die Bozner Tram Autor: krisu   |  BeitragErstellt: 25.11.2019 10:36
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Am Sonntag haben die Bozner Bürger darüber abgestimmt, ob sie eine Tram in der Landeshauptstadt wollen oder nicht. Und die Bozner haben mit großer Mehrheit Nein gesagt: 70,2 Prozent der Abstimmenden lehnen die Tram ab, 29,8 Prozent wären dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 32,63 Prozent; das Quorum für die beratende Volksabstimmung (25 %) war somit erreicht worden.

https://www.stol.it/artikel/chronik/klare-absage-fuer-die-bozner-tram

Dass die Ablehnung derart hoch ausgefallen erstaunt dann doch.
An und für sich schade, daß diese Chance vergeben wurde.
Anderseits verkörpert das stark mischerverkhslastige Projekt zu viele Merkmale vom Innsbrucker Modell, deren immanente Nachteile offenbar auch in Bozen in der konzeptionellen Phase ignoriert wurden. Das verwundert, gäbe es doch mit Florenz mittlerweile ein sich bewährendes Vorbild.

Mag man es als Chance sehen, dass die Bozener es zu gegebener Zeit doch noch schaffen. Dann mit mehr Mut für modernere Herangehensweisen...

Beitrag Nr. 155   |  Autor: upwards   |  BeitragErstellt: 25.11.2019 11:48
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Schode.

Ohne genaue Kenntnis der politischen Verhältnissen. Weiterhin gibt es das Projekt der Überetscher Bahn, welche nicht in Sigmundskron verendet. Leider als hirnrissiges urbanes Seilbahnsystem zur Referenz für die Firma Leitner konzipiert wie schon die 3S auf den Ritten (anstelle der Zahnradbahn ).

Zuletzt bearbeitet von upwards: 25.11.2019 12:23, insgesamt 3 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 156   | Re: Klare Absage für die Bozner Tram Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 25.11.2019 17:20
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krisu schrieb:
Anderseits verkörpert das stark mischerverkhslastige Projekt zu viele Merkmale vom Innsbrucker Modell


Was natürlich wieder ein vollkommen unpassender Seitenhieb deinerseits auf Innsbruck ist, weil wir in Innsbruck beim aktuellen Ausbaustand am gesamten Ost-West-Korridor einen Mischverkehrsanteil von genau 40% haben, was weniger ist als z.B. auf so mancher Neubaustrecke in der Schweiz oder in Deutschland, während in Bozen offenbar (so weit sind die Planungen ja noch nicht gediehenen) alles oder so gut wie alles im Mischverkehr liegen sollte mit Ausnahme der Drususallee.

Grundsätzlich würde ich aber nun mal davon ausgehen, dass dieses "Nein" seitens der Politik nicht als Absage verstanden, sondern eher als Argumentationshilfe verwendet wird, das Projekt zu verbessern, gerade auch was die Aspekte der Trassierung und Stadtneugestaltung betrifft. Man hätte die RATP vielleicht nicht vorschnell abweisen sollen.
Immerhin ist die Tram bereits per Grundsatzbeschluss im Bozner Mobilitätsplan verankert. Was sollte dafür nun eine Alternative sein? Ein BRT-System wie übergangsweise ins Überetsch?

Für mich ist das ein erneutes Beispiel für falsch eingesetzte Direktdemokratie. Die Bevölkerung kann so eine weitreichende Entscheidung kaum informiert treffen. Genau dafür gibt es politische Repräsentant*innen.

Das von upwards erwähnte Standseilbahnprojekt wurde ja schon lange ad acta gelegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jetzt noch mal ausgegraben wird.

Zuletzt bearbeitet von manni: 25.11.2019 17:24, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 157   | Re: Klare Absage für die Bozner Tram Autor: upwards   |  BeitragErstellt: 25.11.2019 22:49
    —
manni schrieb:
Für mich ist das ein erneutes Beispiel für falsch eingesetzte Direktdemokratie. Die Bevölkerung kann so eine weitreichende Entscheidung kaum informiert treffen. Genau dafür gibt es politische Repräsentant*innen.

Falsch geschlossen.
Gegensätzlich, Olympia 2026 und Patscherkofelbahn (zur Abstimmung im Nachhinein, Resultat der Bürgermeister Willi grübel).
Und Politiker*Innen die gern auf Verfahren verweisen...

Situation wie der Verhältnissen in und um Bozen vorderhand unkundig, die mehr verbindende Regionalbahnidee fehlt dem Projekt (Wäre nur zuerst ausgehend von Hall und Völs gebaut worden, ein Gedanke ). Wahrnehmung war wohl Strassenbahn statt Bus mit Kosten.

Die Absichten der Firma Leitner bei ihnen daheim sollten nicht unausgesprochen bleiben.

Zuletzt bearbeitet von upwards: 26.11.2019 00:03, insgesamt 7 mal bearbeitet

Beitrag Nr. 158   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 25.11.2019 23:52
    —
Bitte beim Thema (on-topic) bleiben oder neuen Thread aufmachen! (Code 5)


4(!) aufeinanderfolgende Offtopic-Posts entfernt. Auf das Thema fokussieren!

Beitrag Nr. 159   |  Autor: Martin   |  BeitragErstellt: 26.11.2019 10:57
    —
Schade - aber ich denke schon, dass man der Bevölkerung so etwas zur Entscheidung unterbreiten kann. Ich habe den Diskurs in Bozen nicht verfolgt -aber vielleicht passte denen die hignginge und dagegen stimmten, die gewählte Route nicht.
Im Übrigen ist es in Bozen nicht so, dass eine ebstehende Straßenbahn zu erhalten ist sonderen eine komplett neu zu bauen. Schon aus diesem Grunde finde ich die Herangehensweise mit Volksbefragung ok.
Die Aufbereitung des Projekts fand ich an sich sehr gelungen und ich denke, dass man vielleicht in 5 bis 10 Jahre erneut mit optimierteren Plänen abstimmen wird. Ich erinnere z.B. an die Abstimmungsgeshcicht des Tram Bern West. Das wurde so um 2005 abgelehnt und dann später doch befürwortet; weil eine andere Trasse gewünscht war.


Ich denke auch, dass sich in 10 Jahren was bei der Seilbahn tun wird, da diese angeblich eine ziemliches Verschleißbauwerk sein soll und möglicherweise in 10-20 Jahren wieder über eine Reaktivierung der Rittner Zahnradbahn zu reden ist. Das würde das Stadtbahnprojekt um weitere Zielpunkte erweiteren.

Beitrag Nr. 160   |  Autor: thmmax   |  BeitragErstellt: 26.11.2019 16:50
    —
Ich kennzeichne das hier direkt als OT – falls darüber hinaus Diskussionsbedarf besteht bitte verschieben – aber ganz ehrlich @manni, wenn das hier so weitergeht wird es bald keine User und Beiträge mehr geben!

Ich stimme dir vollkommen zu, dass gewisse Dinge nicht sein müssen und finde z.B. persönliche, unsachliche Angriffe dir gegenüber absolut unnötig, aber ein Mindestmaß an Diskussion wird notwenig sein, um das Forum am Laufen zu halten!

Einfach mal 4 Posts zu entfernen, weil sich jemand erlaubt hat darauf hinzuweisen, dass die 40% in der Theorie zwar nett sind, als täglicher Benutzer der Tram aber davon nichts zu merken ist, finde ich etwas übertrieben!

Und dass sich Leute hier aufregen, die die Tram jeden Tag benützen müssen und seit Monaten – wenn überhaupt – minimale Verbesserungen merken, ist mehr als verständlich...

Zuletzt bearbeitet von thmmax: 26.11.2019 17:02, insgesamt einmal bearbeitet

Beitrag Nr. 161   |  Autor: manniStadt / Stadtteil:
I-Arzl
   |  BeitragErstellt: 26.11.2019 22:10
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Bitte beim Thema (on-topic) bleiben oder neuen Thread aufmachen! (Code 5)


Thmmax, es gibt keine andere Möglichkeit. Entweder die bekannten Regeln werden eingehalten, oder es wird gelöscht und gesperrt. Ich und auch die anderen Moderatoren haben werder Zeit noch Lust, die ewig gleichen Offtopic-Jammereien aus sämtlichen Threads einzusammeln und in passendere Threads zu verschieben.
Wem das nicht passt und wer sich nicht an die Regeln halten will, quasi eine Art Forumsdepaoli sein möchte, kann ja jederzeit seine/ihre eigene Diskussionsplattform eröffnen. Obschon ich den Eindruck habe, dass die meisten hier mit diesen Regeln einverstanden sind. EOD.

Zuletzt bearbeitet von manni: 26.11.2019 22:21, insgesamt 2 mal bearbeitet
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