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Thema: Reisebericht Nürnberg, Strasbourg, Karlsruhe, Stuttgart  Dieses Thema nach Facebook schicken  

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Heli
VerkehrsministerIn



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Beitrag #2395 BeitragErstellt: 16.09.2004 18:04
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Hallo Leute,
ich musste am Sonntag beruflich nach Nürnberg und habe die Chance genutzt, gleich in einem Aufwasch die Betriebe in Strasbourg, Karlsruhe, Stuttgart und Nürnberg zu besuchen.

Hier einige Eindrücke:

Nürnberg: Hier hatte ich am Samstag nachmittag nur ca. 4 Std. Zeit, was aber kein Beinbruch war, da der dortige Betrieb nicht übermässig interessant ist, ich hab ihn halt "mitgenommen", weil ich eh dort war. Interessant sind einige Strecken, z. B. die Neubaustrecke zum Doku-Zentrum, die Endschleife beim Tiergarten (urwaldähnlich) und die Steilstrecke beim Hallertor. Die U-Bahn scheint mir doch (wie in diesem Forum schon einmal erwähnt) überdimensioniert, im 10 min-Intervall war die U 1 nach Fürth doch eher schwach besetzt. Die Strecke sollte jeder Eisenbahnfreund aber zumindest einmal befahren haben, ist sie doch historisch interessant, hier fuhr 1835 die erste deutsche Eisenbahn (von "Nämbech noch Fütt").
Fahrzeugseitig nix spezielles: M 8 S mit Nf-Mittelteil, Adtranz GT6 und GT8 analog zu München, die alten formschönen Sechsachser mit Anhänger fahren leider seit ca. 3 Jahren nicht mehr. U-Bahnseitig wie München, die neuen, fahrerlosen Wagen werden erst noch einige Zeit erprobt. Alles in allem ist Nürnberg keine Reise wert, was nicht für die Stadt selbst, vor allem die tolle Altstadt, gilt. Grosse, künstliche Seen in der Stadt, Doku-Zentrum, Reichsparteitagsgelände, tolles Strassenbahnmuseum (leider war an diesem Tag kein öffentlicher Museumsbetrieb, nur am 1. Sa im Monat, eine Museumsgarnitur ist mir auf einer Sonderfahrt allerdings begegnet).

Montag dann Strasbourg: Beeindruckend, wie konsequent hier die Tram ausgebaut wird, und wie ihr hier Vorrang vor dem restl. Verkehr eingeräumt wird. Viele P&R-Plätze, die allerdings eher verwirrend ausgeschildert sind, kurze Intervalle. Fast alle Strecken (ausser in der Fuzo-Innenstadt) auf eigenem Bahnkörper, sehr oft begrünt, städtebaulich sehr interessant integrierte Strecken, z. B.: auf Linie C nach Esplanade: Mittelinsel mit Fuss- und Radweg, Alleebäumen, Tramstrecke jeweils aussen, Hst. linksseitig, je Richtung eine Kfz-Spur (so was könnte ich mir in Ibk auch in der Kaiser-Franz-Joseph-Str. vorstellen). Viele Umsteigestellen sind architektonisch ansprechend gestaltet, v. a. natürlich der berühmte Knoten Homme de Fer. Die Haltestellen-Architektur ist ebenfalls ansprechend, einheitliches Merkmal ist ein Litfaßsäulen-artiges Gebilde mit integriertem Fahrscheinautomaten, Infos, Fahrplänen und Eigenwerbung. Es gibt 4 Linien, wobei die Linie A die Nord-Süd Durchmesserlinie ist, auf einem ca. 4 km langen Zentralabschnitt verstärkt durch die Linie D. Die Linie B fährt grob von Nord-Ost nach Süd-West, Linie C wie B, hat jedoch einen ca. 2 km langen eigenen Abschnitt im Osten (zur Uni). Alle Linien verkehren im 4 bis 8 min-Intervall, das ergibt auf den Zentralabschnitten Fahrzeugfolgen von 2 min, und die Wagen sind zu jeder Tageszeit immer zwischen sitzplatzvoll und gerammelt voll.
Fahrzeugseitig gibt?s die berühmten Eurotrams (30 oder 40 m lang, 7- oder 9-teilig), bei den Kuppen über die vielen Kanalbrücken knacken sie doch einigermassen, innen haben sie einige Schwächen, z. B. die Brezel auf der Plattform, die breiten, langsamen Türen, Klappsitze, die teilweise in den Einstiegsbereich hineinragen. Auch das äussere Design (Kuppel): man liebt es oder hasst es, mir persönlich gefällt ein etwas klassischeres Outfit besser. Auffallend ist die extreme Sauberkeit in den Bahnen: keine Verschmierungen, keine kaputten Polster, keine zerkratzten Scheiben, beinahe kein Müll... Ob das damit zusammenhängt, dass die Fahrzeuge videoüberwacht sind ? (Siehe auch Thread zu diesem Thema). In den Bussen ein ganz anderes Bild: Im hinteren Bereich haben Leute die Beine auf den Sitzen, Graffiti, zerkratzte Scheiben und Polster, die Busse sind nicht "videosurveillancée"... .
Im Messezentrum an der Hst. Wacken fand in dieser Woche gerade die "Foire Européen" statt (sowas wie bei uns die Herbstmesse), und auf dem Vorplatz war ein Kopf- und halbes Antriebsmodul der neuen Tramgeneration von Bombardier ausgestellt (mit kleinem, antriebslosen Minidrehgestell unter dem Fahrerplatz, ähnlich Felzino in Düsseldorf).
Auch habe ich alle vorhandenen Bustypen benutzt (VanHool AG 300, Renault 312, Renault Agora Standard und Gelenk, Saviem SC 10). Speziell die alten Saviem (Konstruktionsprinzip Ende der 60/Anfang der 70er Jahre, betreffender Wagen war ungefähr Bj. 1982-84, die letzten Modelle firmierten bereits unter RVI) habens mir angetan. Ein Gefühl wie im Paris der 60er Jahre, konvexe, geteilte Frontscheibe, 6 Stück, jeweils paarweise angeordnete Innenfalttüren, im Eck verglaste Heckpartie, bei jedem Schaltvorgang gibt?s einen Schlag ins Kreuz, einfach geil.
An den Automaten sind alle Fahrscheine erhältlich, diese sind bei jeder Fahrt in den Entwerter zu stecken, auch die Tageskarte, diese wird nur beim ersten Mal bedruckt, den genauen Sinn dieser Methode ist mir nicht ganz klar, höchstens vielleicht zu Statistikgründen (Fahrgasterfassung), denn auch die Abos sind mittels berührungsloser Magnettechnik bei jeder Fahrt zu "entwerten", bei den Bussen (auch Gelenk) nur Einstieg beim Fahrer, Entwertung vor seinen Augen. Fahrgastinfo exzellent, vor allem für Neukunden sehr hilfreich
Die Stadt als solche gefällt mir extrem gut, interessante Architektur, innerstädtische Wasserstrassen mit Schiffelen, viel Grün, sehr sauber, einfach lebenswert. Bemerkenswert auch der elsässische Dialekt (deutsch! eine Mischung aus Badisch und Schwyzerdütsch).

Dann am Dienstag (und noch 2 Stunden am Montag abend) Karlsruhe:

Streckennetz: Bis auf die Linie 6 und die Strecke der Linie 3 zur Siemensallee bin ich das gesamte Stadtnetz abgefahren. Am schönsten eindeutig die Linie 5 im Abschnitt Durlacher Tor bis Lameyplatz: alle möglichen Oberbauformen, eigener Bahnkörper in der Strassenmitte, in Mitte einer Allee, beiderseits einer Allee, Pflasterstrecke, tolle Architektur, und es war die letzte Linie, wo die alten GT 8 (Waggon-Union, ABB, teilweise modernisiert mit Chopper und Polstersitzen, teilweise im Ursprungszustand mit Knüppel, Durofolsitzen, druckluftbetätigten Innenfalttüren und Haltestellenbremse). Am Montag abend hat mir ein Fahrer eine Mitfahrt in den Betriebshof West angeboten (bestimmte Kurse der Linie 5 fahren von der Endstelle Rheinhafen zum ca. 1 km entfernten Btf, um den Fahrern, die ihren Dienst beenden, die Fahrt in die Stadt zu ermöglichen). Fast überall ? ca. 90 % - gibt es eigenen Bahnkörper, oft Rasen, auch im kernstädtischen Bereich, auf vielen Neubaustrecken (Oberreut, Waldstadt, Wolfartsweier) herrscht Stadtbahnstandard mit 35 cm hohen Hochbahnsteigen. Bemerkenswert auch die Einbindung der Bahn in enge Ortskerne (Linkenheim, Rheinstetten, Blankenloch), wobei teilweise folgender Standard vorherrscht: Gehsteig, Tram eingleisig, MIV Einbahn einspurig, evtl. Parkspur, Gehsteig. Überall funktioniert das hervorragend, und das sind tlw. Ortskerne, die vergleichbar sind mit Rum oder Absam. Auch sind diese architektonisch interessant gestaltet (Fahrdrahtmasten, Haltestellen, Pflasterung, etc.).
Von den Überlandstrecken habe ich folgende befahren: S1/S11 Bad Herrenalb, Ittersbach, Hochstetten; S 41/S 31 bis Baiersbronn, S 2 Rheinstetten u. Blankenloch. Oft heisst es, die S 41 nach Freudenstadt sei die schönste, ich kann mich dem nicht anschliessen. Sicher, Viadukte, Tunnels, viele Kurven, aber für einen Tiroler eben nichts Besonderes. Am besten gefiel mir die Albtalbahn, die Strecke nach Bad Herrenalb verläuft in einem stark bewaldeten, engen Tal und endet romantisch in einer Schleifenfahrt um ein toll renoviertes Bahnhofsgebäude, die Strecke nach Ittersbach: rauf, runter, Wald, Wiesen ? mit zwei Worten: boaahh geil. Oft wird unsere 6er oder die Stub als schönste Strassenbahnstrecke Europas bezeichnet, ich habe für mich persönlich ab sofort einen neuen Favoriten. Das einzig enttäuschende ist die Endstelle: Schleife mit Hüttl, das wars, aber sonst, super. Einen Abschnitt gibt?s, da geht es ca. 2 km geradeaus bergauf (oder bergab, je nachdem), mit verschiedenen Steigungsgraden, und dann noch früher (mirvorstell) mit den Tram-Gel-Wagen: superhypermegaaffentittengeil.

Fahrzeuge: Eine Linie mit den alten PCC-Front ? Achtachsern, sonst innerstädtisch NF 6- oder 8-achser, 70 % Nf-Anteil, 2,65 m breit, luftgefedert, super Fahrverhalten, designmässig für deutsche Verhältnisse fast sowas wie schön, die 6-achser tlw. in Doppeltraktion (die eine Stufe über die Drehgestelle stört überhaupt nicht, ein kleiner Hinweis an die 100 %-Nf um jeden Preis ? Verfechter), knacken nicht, wenn ich mir einen Wagen schnitzen müsste, der wäre sicher ein Vorbild dafür...

Auf dem S-Bahn-Netz (die Überlandlinien ? und tlw. ehem. Stadtlinien wie z. B. nach Knielingen und Rheinstetten) fahren Hoch- bzw. Mittelflur 6- bzw. 8-achser, oft in Dt., tlw. mit WC oder Bistro, auch in die FuZo! In der HVZ ? ich war um ca. 7.30 Uhr und abends um 17.30 Uhr dort ? fährt dort tlw. in 8 Minuten 9 Fahrzeuge pro Richtung! Und bei uns will man für 20 Kurse pro Richtung eine viergleisige Hst-Anlage errichten...
Und: (sehr dichter) Tramverkehr und FuZO: funktioniert ausgezeichnet. Ein Fahrer hat gesagt: Man muss halt auf die Fussgänger Rücksicht nehmen.

Sonstiges: Die Stadt selber: sehr schön, tolle Architektur, viel Grün (gut, verglichen mit Innsbruck hat fast jede Stadt viel Grün), für dt. Verhältnisse sehr sauber, ganz wenig Graffiti (ausser auf der Strecke nach Neureut), auch die Fahrzeuge sind extrem sauber (verglichen mit einigen anderen dt. oder holländischen Städten), durchgehend 10-min Intervall, Sonderlinien im Schulverkehr, Fahrgastinfo (v. a. Busnetz) verbesserungswürdig

am Mittwoch: Stuttgart

Streckennetz: der Hauptgrund für den Abstecher nach Stuttgart war die Linie 15. Dies ist die letzte Meterspurstrecke mit den letzten von ehemals 350 Stück GT4. Voraussichtlich 2005 wird diese ein- bzw. auf Stadtbahnbetrieb umgestellt. V. a. der Südabschnitt zur Ruhbank ist geil, tlw. mitten im Wald, tlw. auf Strasse mit Steigungen von bis zu 7 %, im Nordabschnitt nach Zuffenhausen ? Stammheim gibt?s noch viel Gleis im Strassenplanum. Alle anderen Strecken sind umgestellt auch Normalspur, fast alles Hochbahnsteige, verschiedene Oberbauformen (ca. 40 % Gras), in der Innenstadt unterirdisch, tlw. dreischienig. Gewisse Abschnitte werden auch nach Einstellung der L 15 noch dreischienig bleiben, um den Verkehr mit der Oldtimerlinie 23 des Strab-Museums Zuffenhausen am Wochenende zu ermöglichen. Tolle Strecken sind z. B.: NBS nach Nellingen über Felder und Wiesen, Neubaugebiete, tlw. unterirdisch; Steilstrecke nach Vaihingen und Degerloch, Botnang, Giebel und die Strecke nach Remseck (tlw. NBS), v. a. der Abschnitt v. Kraftwerk Münster bis Mühlhausen ist geil: im Neckartal, einmal links, dann wieder rechts des Flusses, über eine Staumauer mit Schiffschleuse, durch das Naherholungsgebiet "Max Eyth See", beidseitig Weinberge oder bebaute Hänge, nochmal: boaahh geil...
Weiters: Zahnradbahn (mit modernen Wagen), Standseilbahn mit Wagen aus 1908 oder sowas, renoviert, mit moderner Elektronik versehen, aber schaut aus wie Original (mit Teakholzverkleidung).

Fahrzeuge: Neben den schon erwähnten GT 4 fahren ausschliesslich die Stadtbahnwagen, bestehend aus zwei Heck an Heck gekuppelten 4-achsern, Zuglänge ca. 38 m, auf bestimmten Strecken DT. Die neueste Serie hat einen Gelenkübergang. Auf bestimmten Abschnitten fahren diese U-Bahn-artigen Fzge. im Strassenverkehr, typisch deutsch, klobiges Design, a viereckiges Kastl halt, und: druckluftbetätigte Aussenschwenktüren ! Luftgefedert, tolles Fahrverhalten, relativ sauber, auch die U-Stationen

Sonstiges: Stadt ist toll angelegt (viele Hügel, Weinberge in der Stadt), durchgehend 10-min-Intervall

Ich hoff, das war jetzt nicht zu viel auf einmal.
Heli




 

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manni
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Beitrag #2424 BeitragErstellt: 16.09.2004 21:25
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Heli, erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen Reisebericht und die Mühe, die du dir damit gemacht hast - solche Postings werten das Forum enorm auf!

Quote:

Nürnberg: (...)Interessant sind einige Strecken, z. B. die Neubaustrecke zum Doku-Zentrum, die Endschleife beim Tiergarten (urwaldähnlich)



Konntest du diese Schleife fotografieren?

Quote:

und die Steilstrecke beim Hallertor.



Wie steil ist diese?

Quote:

Die U-Bahn scheint mir doch (wie in diesem Forum schon einmal erwähnt) überdimensioniert, im 10 min-Intervall war die U 1 nach Fürth doch eher schwach besetzt.



Ein Auswuchs der bundesdeutschen Tunnel-Mania eben... möchte nicht wissen, wie viel Geld in Deutschland in den letzten dreißig Jahren des vorigen Jahrhunderts insgesamt in überdimensionierte Röhren versenkt wurde, wo man ebenso an der Oberfläche hätte bauen können...

Quote:

Fahrzeugseitig nix spezielles: M 8 S mit Nf-Mittelteil, Adtranz GT6 und GT8 analog zu München, die alten formschönen Sechsachser mit Anhänger fahren leider seit ca. 3 Jahren nicht mehr. U-Bahnseitig wie München, die neuen, fahrerlosen Wagen werden erst noch einige Zeit erprobt.



D.h. mit Fahrer gefahren? Wie funktioniert das dann dort, fahrerlos - mittels Telematik, oder vollautomatisch?

Quote:

Alles in allem ist Nürnberg keine Reise wert, was nicht für die Stadt selbst, vor allem die tolle Altstadt, gilt. Grosse, künstliche Seen in der Stadt,



Sowas fehlt hier. Man nenne mir einen einzigen solchen in Innsbruck. Nicht mal einen wirklich großen Brunnen gibt es.

Quote:

Doku-Zentrum, Reichsparteitagsgelände, tolles Strassenbahnmuseum (leider war an diesem Tag kein öffentlicher Museumsbetrieb, nur am 1. Sa im Monat, eine Museumsgarnitur ist mir auf einer Sonderfahrt allerdings begegnet).



Die Öffnungszeiten der Straßenbahnmuseen sind oft ziemlich eingeschränkt - das in Graz hat z.B. überhaupt nur Samstagnachmittag in den Sommerrferien offen... sowas wie eine Trammuseen-Rundreise wäre so z.B. gar nicht möglich.

Quote:

Montag dann Strasbourg: Beeindruckend, wie konsequent hier die Tram ausgebaut wird, und wie ihr hier Vorrang vor dem restl. Verkehr eingeräumt wird.



Strasbourg ist für mich eins der Vorbilder für Innsbruck. Wenn man ein derart aufwändiges Konzept nicht so umsetzt, ist das Geld nicht gut investiert.

Quote:

Fast alle Strecken (ausser in der Fuzo-Innenstadt) auf eigenem Bahnkörper, sehr oft begrünt, städtebaulich sehr interessant integrierte Strecken, z. B.: auf Linie C nach Esplanade: Mittelinsel mit Fuss- und Radweg, Alleebäumen, Tramstrecke jeweils aussen, Hst. linksseitig, je Richtung eine Kfz-Spur (so was könnte ich mir in Ibk auch in der Kaiser-Franz-Joseph-Str. vorstellen).



Ich glaub' das ist schon an mehreren Stellen vorstellbar. Das zeigt gut, wie eine Tram ausser der Transport- noch viele andere Funktionen übernehmen, quasi eine Stadtmöblierung bilden kann.

Quote:

Viele Umsteigestellen sind architektonisch ansprechend gestaltet, v. a. natürlich der berühmte Knoten Homme de Fer. Die Haltestellen-Architektur ist ebenfalls ansprechend, einheitliches Merkmal ist ein Litfaßsäulen-artiges Gebilde mit integriertem Fahrscheinautomaten, Infos, Fahrplänen und Eigenwerbung.



Auch was diese Dinge betrifft, hoffe ich, dass man sie in Innsbruck wahrnimmt und in ebenso hoher Qualität umsetzt.
Wenn Zaha Hadid die Hochbauten der Nordketten-Ubahn gestalten soll, dann möge sie ruhig auch an die Bim-Hochbauten architektonisch Hand anlegen, wieso sollten die schlechter aussehen, zumal sie ja auch noch frequentierter sein werden.

Quote:

Es gibt 4 Linien, wobei die Linie A die Nord-Süd Durchmesserlinie ist, auf einem ca. 4 km langen Zentralabschnitt verstärkt durch die Linie D. Die Linie B fährt grob von Nord-Ost nach Süd-West, Linie C wie B, hat jedoch einen ca. 2 km langen eigenen Abschnitt im Osten (zur Uni). Alle Linien verkehren im 4 bis 8 min-Intervall, das ergibt auf den Zentralabschnitten Fahrzeugfolgen von 2 min, und die Wagen sind zu jeder Tageszeit immer zwischen sitzplatzvoll und gerammelt voll.



Das Netz scheint ja unserem nicht unähnlich zu sein, aber kleiner, oder scheint das nur so? Wie viele Fahrzeuge sind in Strasbourg eingesetzt?

Quote:

Fahrzeugseitig gibt?s die berühmten Eurotrams (30 oder 40 m lang, 7- oder 9-teilig),



...inzwischen auch zur Bombardier Flexity - Familie zählend ...

Quote:

bei den Kuppen über die vielen Kanalbrücken knacken sie doch einigermassen, innen haben sie einige Schwächen, z. B. die Brezel auf der Plattform,



Brezel?

Quote:

die breiten, langsamen Türen, Klappsitze, die teilweise in den Einstiegsbereich hineinragen. Auch das äussere Design (Kuppel): man liebt es oder hasst es, mir persönlich gefällt ein etwas klassischeres Outfit besser. Auffallend ist die extreme Sauberkeit in den Bahnen: keine Verschmierungen, keine kaputten Polster, keine zerkratzten Scheiben, beinahe kein Müll... Ob das damit zusammenhängt, dass die Fahrzeuge videoüberwacht sind ? (Siehe auch Thread zu diesem Thema). In den Bussen ein ganz anderes Bild: Im hinteren Bereich haben Leute die Beine auf den Sitzen, Graffiti, zerkratzte Scheiben und Polster, die Busse sind nicht "videosurveillancée"...



Schon interessant, wie die ÖPNV-Fahrzeuge in anderen Städten oft zugerichtet sind. In Salzburg und Linz allerdings sind sie auch ohne Videoüberwachung gut beinander, gleich wie hier in Ibk, ich habe den Eindruck dass die Schmierereien sogar zurückgegangen sind, erinnere mich an mit wasserfesten Stiften vollgeschmierte Busse zu früheren Zeiten, jetzt sieht's in den meisten Bussen viel besser aus.

Quote:

Im Messezentrum an der Hst. Wacken fand in dieser Woche gerade die "Foire Européen" statt (sowas wie bei uns die Herbstmesse), und auf dem Vorplatz war ein Kopf- und halbes Antriebsmodul der neuen Tramgeneration von Bombardier ausgestellt (mit kleinem, antriebslosen Minidrehgestell unter dem Fahrerplatz, ähnlich Felzino in Düsseldorf).



Möglicherweise war das das gleiche Teil, das kürzlich bei den St. Pöltner Verkehrstagen aufgestellt war?

Quote:

Auch habe ich alle vorhandenen Bustypen benutzt (VanHool AG 300, Renault 312, Renault Agora Standard und Gelenk, Saviem SC 10). Speziell die alten Saviem (Konstruktionsprinzip Ende der 60/Anfang der 70er Jahre, betreffender Wagen war ungefähr Bj. 1982-84, die letzten Modelle firmierten bereits unter RVI) habens mir angetan. Ein Gefühl wie im Paris der 60er Jahre, konvexe, geteilte Frontscheibe, 6 Stück, jeweils paarweise angeordnete Innenfalttüren, im Eck verglaste Heckpartie, bei jedem Schaltvorgang gibt?s einen Schlag ins Kreuz, einfach geil.



Aber auch interessant, dass man dort zwar modernste Tramfahrzeuge einsetzt, gleichzeitig aber dermaßen uralte Raffeln von Bussen?

Quote:

An den Automaten sind alle Fahrscheine erhältlich, diese sind bei jeder Fahrt in den Entwerter zu stecken, auch die Tageskarte, diese wird nur beim ersten Mal bedruckt, den genauen Sinn dieser Methode ist mir nicht ganz klar, höchstens vielleicht zu Statistikgründen (Fahrgasterfassung), denn auch die Abos sind mittels berührungsloser Magnettechnik bei jeder Fahrt zu "entwerten", bei den Bussen (auch Gelenk) nur Einstieg beim Fahrer, Entwertung vor seinen Augen. Fahrgastinfo exzellent, vor allem für Neukunden sehr hilfreich



Wie sieht die Fahrgastinfo aus?

Quote:

Die Stadt als solche gefällt mir extrem gut, interessante Architektur, innerstädtische Wasserstrassen mit Schiffelen, viel Grün, sehr sauber, einfach lebenswert. Bemerkenswert auch der elsässische Dialekt (deutsch! eine Mischung aus Badisch und Schwyzerdütsch).



Huch, ich dachte dort wird französisch gesprochen?

Quote:

Karlsruhe: (...)
alle möglichen Oberbauformen, eigener Bahnkörper in der Strassenmitte, in Mitte einer Allee, beiderseits einer Allee, Pflasterstrecke, tolle Architektur, und es war die letzte Linie, wo die alten GT 8 (Waggon-Union, ABB, teilweise modernisiert mit Chopper und Polstersitzen, teilweise im Ursprungszustand mit Knüppel, Durofolsitzen, druckluftbetätigten Innenfalttüren und Haltestellenbremse). Am Montag abend hat mir ein Fahrer eine Mitfahrt in den Betriebshof West angeboten (bestimmte Kurse der Linie 5 fahren von der Endstelle Rheinhafen zum ca. 1 km entfernten Btf, um den Fahrern, die ihren Dienst beenden, die Fahrt in die Stadt zu ermöglichen).



Pflasterstrecken... *seufz* ...

Quote:

Fast überall ? ca. 90 % - gibt es eigenen Bahnkörper, oft Rasen, auch im kernstädtischen Bereich,



Ein Beweis mehr dafür, dass das geht...

Quote:

auf vielen Neubaustrecken (Oberreut, Waldstadt, Wolfartsweier) herrscht Stadtbahnstandard mit 35 cm hohen Hochbahnsteigen. Bemerkenswert auch die Einbindung der Bahn in enge Ortskerne (Linkenheim, Rheinstetten, Blankenloch), wobei teilweise folgender Standard vorherrscht: Gehsteig, Tram eingleisig, MIV Einbahn einspurig, evtl. Parkspur, Gehsteig.
Überall funktioniert das hervorragend, und das sind tlw. Ortskerne, die vergleichbar sind mit Rum oder Absam. Auch sind diese architektonisch interessant gestaltet (Fahrdrahtmasten, Haltestellen, Pflasterung, etc.).



Es ist zu hoffen, dass man auch dort Anleihen nimmt für unsere neuen Strecken.

Quote:

Von den Überlandstrecken habe ich folgende befahren: S1/S11 Bad Herrenalb, Ittersbach, Hochstetten; S 41/S 31 bis Baiersbronn, S 2 Rheinstetten u. Blankenloch. Oft heisst es, die S 41 nach Freudenstadt sei die schönste, ich kann mich dem nicht anschliessen. Sicher, Viadukte, Tunnels, viele Kurven, aber für einen Tiroler eben nichts Besonderes. Am besten gefiel mir die Albtalbahn, die Strecke nach Bad Herrenalb verläuft in einem stark bewaldeten, engen Tal und endet romantisch in einer Schleifenfahrt um ein toll renoviertes Bahnhofsgebäude, die Strecke nach Ittersbach: rauf, runter, Wald, Wiesen ? mit zwei Worten: boaahh geil. Oft wird unsere 6er oder die Stub als schönste Strassenbahnstrecke Europas bezeichnet, ich habe für mich persönlich ab sofort einen neuen Favoriten.



Ich werde immer schärfer auf Fotos dieser Strecken.

Quote:

Das einzig enttäuschende ist die Endstelle: Schleife mit Hüttl, das wars, aber sonst, super. Einen Abschnitt gibt?s, da geht es ca. 2 km geradeaus bergauf (oder bergab, je nachdem), mit verschiedenen Steigungsgraden, und dann noch früher (mirvorstell) mit den Tram-Gel-Wagen: superhypermegaaffentittengeil.



Ich seh' schon, dieses Eck muss ich mal besuchen.

Quote:

Fahrzeuge: Eine Linie mit den alten PCC-Front ? Achtachsern, sonst innerstädtisch NF 6- oder 8-achser, 70 % Nf-Anteil, 2,65 m breit, luftgefedert, super Fahrverhalten, designmässig für deutsche Verhältnisse fast sowas wie schön, die 6-achser tlw. in Doppeltraktion (die eine Stufe über die Drehgestelle stört überhaupt nicht, ein kleiner Hinweis an die 100 %-Nf um jeden Preis ? Verfechter), knacken nicht, wenn ich mir einen Wagen schnitzen müsste, der wäre sicher ein Vorbild dafür...

Auf dem S-Bahn-Netz (die Überlandlinien ? und tlw. ehem. Stadtlinien wie z. B. nach Knielingen und Rheinstetten) fahren Hoch- bzw. Mittelflur 6- bzw. 8-achser, oft in Dt., tlw. mit WC oder Bistro, auch in die FuZo! In der HVZ ? ich war um ca. 7.30 Uhr und abends um 17.30 Uhr dort ? fährt dort tlw. in 8 Minuten 9 Fahrzeuge pro Richtung! Und bei uns will man für 20 Kurse pro Richtung eine viergleisige Hst-Anlage errichten...



Busse nicht vergessen... und die eingeschränkte mögliche Länge der Haltestellenanlagen.

Quote:

Und: (sehr dichter) Tramverkehr und FuZO: funktioniert ausgezeichnet. Ein Fahrer hat gesagt: Man muss halt auf die Fussgänger Rücksicht nehmen.



So isses.

Quote:

Sonstiges: Die Stadt selber: sehr schön, tolle Architektur, viel Grün (gut, verglichen mit Innsbruck hat fast jede Stadt viel Grün)



Richtig, es wird endgültig Zeit für einen Machtwechsel in der Politik, weg mit den Betonierern...

Quote:

, für dt. Verhältnisse sehr sauber, ganz wenig Graffiti (ausser auf der Strecke nach Neureut), auch die Fahrzeuge sind extrem sauber (verglichen mit einigen anderen dt. oder holländischen Städten), durchgehend 10-min Intervall, Sonderlinien im Schulverkehr, Fahrgastinfo (v. a. Busnetz) verbesserungswürdig



Wie sah die aus? Überhaupt keine Haltestellenanzeigen, oder funktionierten die nicht, oder...?

Quote:

am Mittwoch: Stuttgart (...)
Streckennetz: der Hauptgrund für den Abstecher nach Stuttgart war die Linie 15. Dies ist die letzte Meterspurstrecke mit den letzten von ehemals 350 Stück GT4. Voraussichtlich 2005 wird diese ein- bzw. auf Stadtbahnbetrieb umgestellt. V. a. der Südabschnitt zur Ruhbank ist geil, tlw. mitten im Wald, tlw. auf Strasse mit Steigungen von bis zu 7 %, im Nordabschnitt nach Zuffenhausen ? Stammheim gibt?s noch viel Gleis im Strassenplanum. Alle anderen Strecken sind umgestellt auch Normalspur, fast alles Hochbahnsteige, verschiedene Oberbauformen (ca. 40 % Gras), in der Innenstadt unterirdisch, tlw. dreischienig. Gewisse Abschnitte werden auch nach Einstellung der L 15 noch dreischienig bleiben, um den Verkehr mit der Oldtimerlinie 23 des Strab-Museums Zuffenhausen am Wochenende zu ermöglichen.



Gut, dass das dort so einen Stellenwert hat. Bei uns wär's ja schon ein Erfolg wenn man der Museumslinie ein Haltegleis in der FuZo spendieren würde.

Quote:

Tolle Strecken sind z. B.: NBS nach Nellingen über Felder und Wiesen, Neubaugebiete, tlw. unterirdisch;



Unterirdisch in Neubaugebieten? Man möchte meinen, dass man beim Bau neuer Siedlungen eigentlich die Strecke an der Oberfläche miteinbeziehen könnte...?

Quote:

Steilstrecke nach Vaihingen und Degerloch, Botnang, Giebel und die Strecke nach Remseck (tlw. NBS), v. a. der Abschnitt v. Kraftwerk Münster bis Mühlhausen ist geil: im Neckartal, einmal links, dann wieder rechts des Flusses, über eine Staumauer mit Schiffschleuse, durch das Naherholungsgebiet "Max Eyth See", beidseitig Weinberge oder bebaute Hänge, nochmal: boaahh geil...



Der Fluss wird mehrmals mit Brücken überquert? Ist das eine neue oder eine alte Strecke?

Quote:

Weiters: Zahnradbahn (mit modernen Wagen),



Niederflur-Zahnradbahn?

Quote:

Standseilbahn mit Wagen aus 1908 oder sowas, renoviert, mit moderner Elektronik versehen, aber schaut aus wie Original (mit Teakholzverkleidung).



...Vorbild für die Hungerburgbahn, anstatt dieser 30-Millionen-Farce...

Quote:

Fahrzeuge: Neben den schon erwähnten GT 4 fahren ausschliesslich die Stadtbahnwagen, bestehend aus zwei Heck an Heck gekuppelten 4-achsern, Zuglänge ca. 38 m, auf bestimmten Strecken DT. Die neueste Serie hat einen Gelenkübergang. Auf bestimmten Abschnitten fahren diese U-Bahn-artigen Fzge. im Strassenverkehr, typisch deutsch, klobiges Design, a viereckiges Kastl halt, und: druckluftbetätigte Aussenschwenktüren ! Luftgefedert, tolles Fahrverhalten, relativ sauber, auch die U-Stationen

Sonstiges: Stadt ist toll angelegt (viele Hügel, Weinberge in der Stadt), durchgehend 10-min-Intervall



Bin kein Freund dieses Intervalls... hat's in Salzburg auch, das kann einfach lang werden, da sind mir 7,5 schon lieber...

Hattu nun auch Fotos?

Manni




(Editiert von manni am 16.09.2004 21:33)




 

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Heli
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Beitrag #2485 BeitragErstellt: 17.09.2004 21:54
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Quote:

Konntest du diese Schleife fotografieren?

Sicher, hab ich aber nicht. I persönlich bin kein Fotografierer, i speicher alles auf meiner Festplatte (Hirnkastl) ab, und wenn ich die ganzen Wagen und Strecken fotorafieren würde, geht mir persönlich einfach zu viel Zeit verloren, i will ja fahren und auch Atmosphäre aufnehmen, dazu brauch keinen Fotoapparat, und ausserdem bekomm ich Fotos in besserer Qualität ausm Zwischennetz.

Quote:


und die Steilstrecke beim Hallertor.

Wie steil ist diese?


Ich schätz mal 6-7 %, wir sind am Sonntag beim Rennen dort 17 mal drüber, und des hat mit der Zeit scho ganz schön wehgetan, cool ist aber das Gesamtpaket mit Rasenbahnkörper, in der Steigung liegendem Abzweig, Stadtmauer und Burgsilhouette.



Quote:

D.h. mit Fahrer gefahren? Wie funktioniert das dann dort, fahrerlos - mittels Telematik, oder vollautomatisch?

Ne, komplett ohne, mittels induktiver Übertragung, computergesteuert, videoüberwacht. Es gibt ja viele fahrerlose U-Bahnen, z. B. Lille, Toulouse, Lyon, Meteor in Paris, ....


Quote:

Das Netz scheint ja unserem nicht unähnlich zu sein, aber kleiner, oder scheint das nur so? Wie viele Fahrzeuge sind in Strasbourg eingesetzt?

Nene, wesentlich grösser (ohne Überlandlinien natürlich), insgesamt sind momentan 53 Wagen vorhanden, wovon in der HVZ 49 eingesetzt werden. Und nächstes Jahr kommen nochmal neue Wagen wg. Streckenverlängerungen, da wird v.a. im Stadtteil Neudorf richtig gebuddelt.


Quote:

Brezel?

Haltestangenkostruktion in der Mitte der Einstiegsplattform, an deren oberen Ende 4 - ich bezeichne sie mal als - Ohren wegstehen, an denen man sich festhalten kann, ungefähr 1,3 m hoch, die Brezel hat ungefähr einen Umfang von 40 cm im Durchmesser, und stört natürlich bei voller Besetzung (besser: Bestehung).

Quote:

Schon interessant, wie die ÖPNV-Fahrzeuge in anderen Städten oft zugerichtet sind. In Salzburg und Linz allerdings sind sie auch ohne Videoüberwachung gut beinander, gleich wie hier in Ibk, ich habe den Eindruck dass die Schmierereien sogar zurückgegangen sind, erinnere mich an mit wasserfesten Stiften vollgeschmierte Busse zu früheren Zeiten, jetzt sieht's in den meisten Bussen viel besser aus.

Die Schmierereien sind seit ungefähr 1987 zurückgegangen. Grund? Meiner Meinung nach hat das mit der Umstellung auf 3-türige Busse zu tun. Man muss an jeder Hst. damit rechnen, dass jmd. ein- oder aussteigt, das hebt die Hemmschwelle (dieses Phänomen hab ich schon 1986 in meinem ersten Brief an Ing. Ehringer angesprochen, im Nachhinein wurde ich bestätigt).

Quote:
[Aber auch interessant, dass man dort zwar modernste Tramfahrzeuge einsetzt, gleichzeitig aber dermaßen uralte Raffeln von Bussen?]

Jo, aber i find des cool. Noch eine Berichtigung: vom Konstruktionsprinzip san de Wagen aus 1966, des sind die Dinger, von denen in Paris viele mit offener Plattform rumfuhren, die sind doch einigermassen bekannt. Auch ist die Front relativ stark verjüngt. Des is urgeil.

Quote:
[Wie sieht die Fahrgastinfo aus? ]

In den Wagen: 6 bis 8 Liniennetzpläne, viele Hinweise zur Benützung (für die vielen Neukunden), in jedem Wagen zw. 12 und 16 Anzeigen der Linie (an der Hst.) bzw. nächsten Hst (während der Fahrt), allerdings recht klein, natürlich Ansage (die ist auch cool, 3 verschieden Stimmen - Mann, Frau, Kind - und der Gong ist dort kein Gong, sondern viele verschiedene Töne, z. B. Reggae-Sound, Trompete, Klavier, wasweissichnichtnochalles), an Hst: das übliche mit Fahrplan, Netzplan, Umgebungsplan, Bildschirm oder/und SmartInfo-ähnliche Anzeige der Restwartezeit, Hinweis auf temporäre oder ständige Änderungen oder Neuerungen.

Quote:
[Huch, ich dachte dort wird französisch gesprochen? ]

Ja, scho a, aber ca. 40 - 50 % der Leutz dort sprachen den elsässischen Dialekt. Deren französisch war übrigens sehr klar und für mich gut verständlich, so ähnlich von der Sprachmelodie wie das Romand (in der Westschweiz gesprochenes Französisch).

Quote:
[Es ist zu hoffen, dass man auch dort Anleihen nimmt für unsere neuen Strecken. ]

Da brauch ma aber gar nicht so weit zu fahren, schau nach Augsburg, des san ca. 200 km.

Quote:
[Busse nicht vergessen... und die eingeschränkte mögliche Länge der Haltestellenanlagen.]

In KA fahren sie teilw. mit 35 m langen Achtachsern in DT, d. h. in der Hst. kann auch nur jeweils ein Fahrzeug stehen. Und selbst wenn ich an der gepl. HST sillpark die Busse der L C u. J dazurechne, hab ich immer noch erst 30 Kurse.


Quote:
[Wie sah die aus? Überhaupt keine Haltestellenanzeigen, oder funktionierten die nicht, oder...?]

In den neuesten Wagen gabs eine einzige Anzeige (bei tlw. 36 m Länge), keinen Linienverlauf, keinen Netzplan, es gab nirgends einen Netzplan, auf dem die Buslinien eingezeichnet waren, an den Hst. gabs die üblichen SmartInfos. Aber als Neukunde hätte ich mich dort schlecht informiert gefühlt.


Quote:
[Unterirdisch in Neubaugebieten? Man möchte meinen, dass man beim Bau neuer Siedlungen eigentlich die Strecke an der Oberfläche miteinbeziehen könnte...? ]

In Ba/Wü haben sie eben viel Geld, siehe KA, Freiburg, Stuttgart. Die unterfahren die Subzentren halt lieber, auch mag die schwierige Topographie dort eine Rolle. Das alte Meterspurnetz war ja eine richtige Berg- u. Talbahn, die Stadtbahn fährt halt eher gerade durch.

Quote:
[Der Fluss wird mehrmals mit Brücken überquert? Ist das eine neue oder eine alte Strecke? ]

2 mal, die Strecke als solche gibts schon lange, allerdings Ende der 70er/Anfang der 80er auf eigenem Bahnkörper verlegt.

Quote:
[Niederflur-Zahnradbahn?]
Nö, aus 1983, glaub ich, im Design der Stadtbahn. Mit modern mein ich in Relation zu anderen Zacken.

Quote:
[Bin kein Freund dieses Intervalls... hat's in Salzburg auch, das kann einfach lang werden, da sind mir 7,5 schon lieber..]

In KA geht kein dichteres Intervall, aber für D ist 10 min scho die Regel, vor allem weiter im Norden. Ausnahmen: Augsburg (durchg. 5 min), Freiburg, und sonst no a paar mit 7,5 min.

Quote:
[Hattu nun auch Fotos? ]

Wie gesagt, nö. Alles gespeichert.

Heli



 

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Wolfgang
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Beitrag #2488 BeitragErstellt: 17.09.2004 23:25
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Quote:
Es gibt ja viele fahrerlose U-Bahnen, z. B. Lille, Toulouse, Lyon, Meteor in Paris, ....



Und seit 2002 übrigens auch in Rennes. Verwendet werden die gleichen Wagen wie in Lille, der VAL von Siemens (französischer Link, bin noch auf der Suche nach der deutschen Seite). Lille war übrigens weltweit die erste Stadt mit einer vollautomatischen U-Bahn, gebaut wurde das Netz 1983, inzwischen umfasst es 45km mit einem doch beachtlichen Fahrgastaufkommen. Hier gibt es übrigens weitere Informationen (auf französisch)

Wolfgang

Ich hoffe, ich komme dieses Jahr noch dort hin, habe bis jetzt immer verabsäumt Fotos vom ÖPNV zu machen.


Edit:
Die englischen Links: Hier gehts um den VAL und hier um Lille.


(Editiert von Wolfgang am 17.09.2004 23:28)
 

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Heli
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Beitrag #9532 BeitragErstellt: 26.06.2005 12:58
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Hab i grad gefunden:

http://eurotram.web.infoseek.co.jp/str/mus_f.htm

Heli



 

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dario88
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Beitrag #9533 BeitragErstellt: 26.06.2005 16:27
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Die Fahrerlose U-Bahn in Paris ist wirklich der Hammer. Wenn man ganz vorne sitzt und somit das Fahrer-Feeling bekommt, ist es einfach ein gigantisches Gefühl mit 100 Sachen durch den Tunnel zu rasen.

cu, DARIO


E = m*c²
Albert Einstein (1879 - 1955)

 

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