| Autor |
Nachricht |
| sLAnZk |
Erstellt: 15.07.2022 13:35 Titel: |
|
Ich habe den Eindruck, daß in Holland systematisch vorgegangen wird, und zwar seit langer Zeit (i.e. die Siebziger Jahre), seit man erkannt hat, das mit dem Autoverkehr ist nicht das, was man sich erhofft hatte.
Seit damals wird öffentlicher Raum anders genützt, für alles mögliche, es wird tatsächlich strukturell geplant und wenn wo eine Reparatur ansteht, dann umgebaut. Das bedeutet keine gezielte Benachteiligung des Autoverkehrs, dort allerdings, wo halt kein Platz ist / bleibt, weil er für anderes gebraucht wird, denn es leben ja Leute dort, die nicht in erster Linie zum Parken auf der Welt sind, gibts eben weder rollenden noch parkenden Autoverkehr.
Das, so finde ich, wird in Innsbruck übersehen. Es braucht hier mehr Engagement für systematisch ausgebaute Radinfrastruktur. Systematisch ausgebaute Radinfrastruktur ist nicht gleich vom Autoverkehr übernommene Struktur, auf der nur mehr 30 gefahren werden darf. Radinfrastruktur muß andere Dinge leisten, braucht dafür weniger Platz. Platz genug, um sie im Winter zeitgerecht räumen zu können, braucht sie allerdings auf jeden Fall, weshalb die ansonsten schöne Passage durch den Rapoldipark, die definitiv Teil der Rad-Berufsverkehrs-Magistrale aus der und in die Reichenau ist, wohl ausgebaut werden wird müssen.
Aber hier geht der Originalton ins Off-Topic über, daher Ende. |
|
 |
| 418 |
Erstellt: 15.07.2022 08:26 Titel: |
|
| lech schrieb: |
| Zillerkrokodil schrieb: |
| Das Fahrrad-Weg und Straßennetz ist ebenso wirklich Vorbildhaft und österreichische Stadtmütter-und Väter könnten sich so einiges daran abschauen! |
Ja, definitiv. |
Ich bin MItte der 1990er Jahre mit dem Fahrrad von Rotterdam aus nach Süden bis Belgien geradelt, und bereits damals war ich begeistert vom Radwegenetz. Zum ersten Mal fühlte ich mich als Radfahrer von der Streckenplanung ernstgenommen und nicht nur auf provisorisch angepappte Ausweichrouten verbannt. Extrem war der Kontrast, nachdem ich in Belgien die Fähre nach England genommen hatte und dann dort die Radwege erlebte - solche, die plötzlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite anfingen, ungefähr 300 m lang waren und dann wieder im Nichts endeten, solche, die in den Kurven ständig von Autos geschnitten wurden, solche, die keine feste Decke hatten, solche, die erst mit Geländern eingefasst waren und dann über eine Treppe weitergeführt worden und so weiter. |
|
 |
| lech |
Erstellt: 14.07.2022 21:15 Titel: |
|
| Zillerkrokodil schrieb: |
| Ich sehe das auch so, dass in den Niederlanden ziemlich viel richtig gemacht wird ! |
Das einzige was mich in NL echt stört sind die (erlaubten) Mopeds auf Radwegen. Zum Glück werden die auch immer elektrischer, aber ich find's auch gefährlich.
Die Pflege der Öffi-Knoten könnte teils etwas besser sein (z.b. viele defekte Rolltreppen und Lifte bei *dem* U-Bahn-Knoten in Rotterdamm), und es gibt immer noch Straßen und Kreuzungen die für Autos gebaut sind (z.b. Kreisverkehr mit grünfläche in der Mitte und Brunnen, wo man nicht hinkommt).
| Zillerkrokodil schrieb: |
| An dem Publikumsmagnet Spoorwegenmuseum Utrecht und der völlig neu errichtete Utrechter Uni-Tram könnte sich Österreich ein Beispiel nehmen. |
Falls kein Lockdown dazwischenkommt schau' ich mir diese Spoorwegen im Oktober selber an
| Zillerkrokodil schrieb: |
| Das Fahrrad-Weg und Straßennetz ist ebenso wirklich Vorbildhaft und österreichische Stadtmütter-und Väter könnten sich so einiges daran abschauen! |
Ja, definitiv. |
|
 |
| Admiral |
Erstellt: 10.07.2022 15:32 Titel: |
|
| ja, in amsterdam war ich da auch recht begeistert... an einer stark begangenen und befahrenen stelle, haben die fußgänger fast immer dauerrot gehabt, nur kurze phasen zwischen den tramquerungen... als fußgänger war das jetzt nicht so prickelnd, aber in summe muss man sagen, hier wird halt ÖV vor IV geschrieben... |
|
 |
| Zillerkrokodil |
Erstellt: 09.07.2022 18:46 Titel: |
|
sLAnZk@ und Stiller Mitleser !
Sehr schön dass es euch gefällt !
Ich sehe das auch so, dass in den Niederlanden ziemlich viel richtig gemacht wird !
An dem Publikumsmagnet Spoorwegenmuseum Utrecht und der völlig neu errichtete Utrechter Uni-Tram könnte sich Österreich ein Beispiel nehmen .
Das Fahrrad-Weg und Straßennetz ist ebenso wirklich Vorbildhaft und österreichische Stadtmütter-und Väter könnten sich so einiges daran abschauen !
LG Zillerkrokodil |
|
 |
| sLAnZk |
Erstellt: 29.06.2022 15:10 Titel: |
|
| Wunderschöne Tramszenen, vielen Dank für den Beitrag! Die Niederlande machen so vieles richtig und angenehm für die Allgemeinheit, beneidenswert. Schöne Bilder! |
|
 |
| Zillerkrokodil |
Erstellt: 25.06.2022 10:45 Titel: Amsterdam und Utrecht im Juni 2022 |
|
Vom 18.6.2022 bis 23.6.2022 war ich in Holland, wo ich unter anderem die Straßenbahnsysteme von Amsterdam und Utrecht ansah und auch das Eisenbahmuseum Utrecht und die elektrische Museumstramlinie Amsterdam besuchte .
AMSTERDAM :
Der südliche Vorplatz des Amsterdamer Hauptbahnhofes (Centraal Station) ist ganz für die Straßenbahn reserviert .
Doppeltraktion unweit des Centraal Station .
Triebwagen 3061 am Leidenplein .
- Am Museumsplein mit dem Rijksmuseum im Hintergrund -
-In der selben Straße, am Vormittag des 20.6.2022 .
-Am Museumsplein gegenüber dem Van Gogh Museum -
-Auf der Rückseite des Rijksmuseums-
Triebwagen 2014 auf der Fahrt nach Nieuw Sloten mit den für Amsterdam typischen Backsteinhäusern im Hintergrund .
Triebwagen 2027 kurz vor der Endhaltestelle Niewu Sloten .
Unweit der Endhaltestelle Nieuwu Sloten steht diese schöne Windmühle mit Besucherzentrum in dem ich eine äußerst fachkundige Führung genoss .
Jeden zweiten Samstag im Sommer veranstaltet der Verein Elektrische Museumstramlinie Stadtrundfahrten mit historischen Amsterdamer Fahrzeugen in einem Rundkurs mit Zustiegsmöglickeiten beim Königspalast .
https://www.museumtramlijn.org/EN/main.php
Der selbe Verein betreibt auch eine Museumsstraßenbahnlinie auf einer ehemaligen Nebenbahn im Stadtgebiet von Amsterdam, auf der Fahrzeuge auch aus anderen Städten wie zb. Wien und Gronigen zum Einsatz kommen :
UTRECHT :
In Utrecht betreiben die Niederländischen Staatsbahnen ein sehr sehenswertes und dementsprechend gut besuchtes Eisenbahnmuseum :
Außerdem wurde in Utrecht im Jahr 2019 eine Straßenbahlinie -oder sollte man doch besser sagen Wiesenbahn-
vom Utrechter Centraal Station (Hauptbahnhof) zum Universitätscampus Utrecht gebaut :
-Kurz vor dem Universitätscampus-
An der Haltestelle im Universitätsgelände .
Nach der Universität mündet die Utrechter Straßenbahnlinie 22 in eine Straße die nur von der Tram und Linienbussen befahren werden darf...
..und fährt vorbei am Prinzessin-Maxima-Zentrum ( einer weiteren Bildungseinrichtung in Utrecht ) ....
..und endet schließlich bei einem Parkhaus für Pendler am Stadtrand von Utrecht .
... |
|
 |