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| manni |
Erstellt: 27.08.2011 23:12 Titel: |
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| Wir könnten dafür den 10. oder 11. September ins Auge fassen. |
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| itsme |
Erstellt: 27.08.2011 17:32 Titel: |
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krisu schrieb:
Hat jemand Luft den Schrägstollen der Windkanalanlage Amberg (Ötztal) zu begehen?
ja des wäre interessant, habe schon in früherer zeit unterlagen durchgesehen.
werner |
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| Da_Koal |
Erstellt: 27.08.2011 16:57 Titel: |
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Hi!
Wirklich spannende Reportage, Manni! Ist echt interessant, was man so alles findet!
Bin vor ca. 10 Jahren mit den Pfadfindern mal in einen ehem. Luftschutzbunker(?) bei Kematen gegangen. Wirklich aufregend, vorallem so das Gefühl mit einer kleineren Gruppe komplett alleine in einer stockfinsteren unbekannten Höhle umherzuwandern (ja lang hab ichs damals auch nicht ausgehalten, war ja doch auch noch ein ordentliches Stück jünger^^)
lg |
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| manni |
Erstellt: 27.08.2011 12:45 Titel: |
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http://www.zeit.de/2011/18/A-Urban-Exploration
Schöner Artikel!
| krisu schrieb: |
| Hat jemand Luft den Schrägstollen der Windkanalanlage Amberg (Ötztal) zu begehen? |
Ja, unbedingt! Den hatte ich auch schon länger im Visier. Machen wir uns per PM aus.
Ich wusste doch, dass es sinnvoll ist, wenn ich diese Reportage auch hier poste.  |
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| krisu |
Erstellt: 27.08.2011 12:37 Titel: |
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Ui, spannende Doku. Solche Orte gefallen mir...es finden sich ja doch immer wieder Überraschungen... Es gab ja mal einen Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit kürzlich über Urban Exploration ... der Autor stellte im Artikel mehr oder weniger drei Figuren vor ... einer der drei ist der Schreiberling hier..
Hat jemand Luft den Schrägstollen der Windkanalanlage Amberg (Ötztal) zu begehen? |
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| manni |
Erstellt: 27.08.2011 11:50 Titel: |
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So wie's dort drinnen tropft und plätschert, würde ich eine Verbindung zum Hechtsee nicht ganz ausschließen
Ja, ich fände es auch sehr interessant, die Dimensionen der Abbaustollen zu kennen. Wie schon gesagt, war der einzige für uns erkennbare Zugang von innen nicht erreichbar. |
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| Martin |
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| manni |
Erstellt: 27.08.2011 02:01 Titel: Untertage-Steinbruch Marbling |
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Im Lauf der Zeit hat sich teils von hier, teils via Facebook und teils aus meinem bestehenden Freundes- und Bekanntenkreis heraus eine kleine Gruppe von Menschen gebildet, die in Innsbruck Urban Exploration betreibt. Die Großstadt hat viele Gesichter, und es ist eine schöne Sache, diese festzuhalten. Die unbekannten sind dabei natürlich die interessantesten.
In Zukunft wollen wir das gelegentlich auch auf andere Orte ausdehnen, diese Bilder entstanden auf zwei Ausflügen am 31. Juli und am 21. August 2011.
Der 1963 stillgelegte Steinbruch Marbling befindet sich in der Nähe von Kiefersfelden, etwa 75 km östlich der Landeshauptstadt, kurz vor der Grenze zwischen AT und DE auf deutschem Gebiet. Der Eingang zum dokumentierten Tunnel ist hier: http://maps.google.de/maps/place?ftid=0x0:0x0&q=47.61255,12.153953&cad=src:ppiwlink&ei=QyRYTougDY2s_Ab20sW7Ag&dtab=2
Am 31. Juli besuchte ich Tramfan und D240 die "Wachtl-Bahn", Tramfan hat darüber ja schon eine Reportage erstellt. Dabei entdeckten wir eine stillgelegte Zweigstrecke. Wir folgten dieser und entdeckten dabei einen Schacht. Am 21. August kehrten wir in etwas anderer Besetzung zurück, um diesen unter die Lupe zu nehmen.
Informationen zum ehemaligen Steinbruch:
http://mineralienfreunde.de/Oberbayern/marbling.html
... und zur Wachtl-Bahn:
http://www.eisenbahnnostalgie-deutschland.de/index.php?option=com_content&task=view&id=391&Itemid=492
http://www.wachtl-bahn.de
Die Fotodokumentation beginnt bei der abgebauten Abzweigung nahe der Haltestelle "Breitenau". Die Ausdehnung und das Planum des dortigen Geländes legen nahe, dass sich hier zumindest ein kleiner Rangierbahnhof befand und wohl auch eine Ausweichstelle, über der sogar noch die Fahrleitung hängt. Von beidem gibt es allerdings keine Gleisreste mehr.
Das Streckengleis der Wachtl-Bahn wird von ca. zehn Güterzügen pro Werktag befahren und an einzelnen Sommerwochenenden von einer Museumsbahn. Zunächst ein paar Impressionen vom Streckengleis:
Der erste Gleisrest der stillgelegten Zweigstrecke führt ungefähr im rechten Winkel vom Gelände weg in Richtung einer Brücke über den Klausbach:
Der Rest einer Weiche, die Bahnhofsgleise wurden wohl aus Platzgründen erst nach dem Bogen zusammengeführt:
Nach einem (unversperrten) Tor ging es über die gut erhaltene Betonbrücke:
Blick von der Brücke Richtung Westen:
Nach dem Brückenabschnitt ist wieder eine Weiche zu erkennen:
Danach verschwindet das Gleis komplett in der Vegetation. Wie sich später noch herausstellen sollte, kommt das ganze Wasser aus dem Tunnel. Es scheint hier noch eine Weiche begraben zu liegen:
Nach weiteren etwa 150 Metern in sehr unwegsamem Gelände erreichen wir schließlich das mit einem zweiflügeligen Tor gesicherte, aber nicht verschlossene Portal:
Mangels Ausrüstung haben wir uns an diesem Tag nur ein paar Meter weit hinein begeben. Der Anfang war aber schon vielversprechend:
Drei Wochen später ging es dann mit entsprechendem Schuhwerk, Stirnlampen und LED-Strahlern in den Schacht.
Dieser ist vom Portalbereich etwa 50 Meter weit, mit einer kurzen Aussparung, fest betoniert, vermutlich weil sich dort Erde und lockeres Gestein befinden. Der Knick in den Wänden - auf einer Seite nach innen, auf der anderen nach außen - legt nahe, dass der Betonschacht wohl irgendwann mal nachgeben wird:
Hier blicken wir in Richtung Tunnelinneres:
... und hier in die andere Richtung:
Danach findet sich keine Befestigung mehr. Für die dort in einem Betonkanal abgeleiteten Tunnelwässer gibt es eine längst verrostete und auseinandergefallene Rohrleitung:
Nach etwa 300 Metern erreicht man eine Weiche.
... und findet eine Abzweigkaverne vor:
Das herumliegende Gestein scheint in Streifen von der Tunneldecke gebrochen zu sein - ein nicht ganz ungefährlicher Ort.
Der geradeaus weiter führende (linke) Tunnel ist nach etwa 50 Metern bis zur Decke verschüttet. Da das Material ziemlich feinkörnig war, handelte es sich wahrscheinlich nicht um einen Einbruch, sondern eher um Abbaumaterial, das aus vermutlich oberhalb liegenden Abbaukavernen kam. Leider habe ich davon kein brauchbares Foto, aber dieses Bild zeigt den Blick vom inneren Ende des linken Tunnels schnurgerade in Richtung Portal (nicht optimal belichtet, das Portal ist in Wirklichkeit sehr weit entfernt):
Zurück in der Abzweigkaverne, gehen wir nun in den rechten Tunnel.
Hier treffen wir etwa 200 Meter weiter auf eine Treppe, die linksseitig nach oben vom Tunnel abgeht. Das Bild zeigt die Treppe von ihrem oberen Ende:
Zunächst folgen wir aber weiter dem Tunnel. Nach weiteren ca. 100 Metern treffen wir auf eine Verladeanlage. Hier wurde Schüttgut von oben in Loren gefüllt. Sehr viel Wasser auch hier:
Nach der Verladeanlage geht der Tunnel noch etwa 30 Meter weiter und ist dann zu Ende. Vermutlich wurden die Züge zunächst bis ans Tunnelende geführt und dann Wagen für Wagen beladen. Das Tunnelende:
Zurück an der Treppe, betritt man einen schmalen Gang etwa auf Niveau der Tunneldecke, an dessen Ende sich technische Einrichtungen befinden. Fluchtkammer und Technikraum?
Damit dürfte 1963 zum letzten Mal telefoniert worden sein:
Durch einen betonierten Türbogen geht es auf eine Plattform oberhalb der Verladestelle, wo die Verladeeinrichtung wartet:
Oberhalb dieser Verladeeinrichtung, die eine Betondecke hat, befindet sich ein Schacht. Leider war dieser aber für uns unerreichbar. Er legt aber die Vermutung nahe, dass die Abbaukavernen sich oberhalb dieser Tunnelanlagen befinden und einen separaten Eingang haben. Jedenfalls haben wir keinen Weg dorthin gefunden. Nicht auszuschließen ist natürlich, dass sich dieser im verschütteten linken Tunnel befand.
Das Licht am Ende des Tunnels war dann doch wieder ganz wohltuend:
Falls jemand mehr über diese Anlage weiß, würde ich mich über weitere Informationen freuen. Einige Fragen sind doch unbeantwortet geblieben. |
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