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Nachricht |
| Walter4041 |
Erstellt: 10.08.2009 22:20 Titel: |
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| Luki schrieb: |
| Das weiß ich nicht genau, ob es in Wien so enge Kurven gibt, daß das passieren könnte, ich glaube es aber nicht, |
Is auch egal , ich dachte da auch hauptsächlich an die Schleifen...
| Zitat: |
| Bzw. mit der sogenannten "Z-Sehne", das sind nur Drähte, die die Innenkurve verkürzen. |
Ja, wobei mir aber auf der Fahrtstrecke Museum-St.Marx keine Sehne bewußt aufgefallen ist, nur eben die dichtere Halteranordnung in den Kurven.
| Zitat: |
| Und den Herrn Noch-Museumsdirektor waren die 25km/h auch ziemlich egal. |
Dem Hrn."Professor" ist in der Hinsicht sowieso ziemlich viel egal...
Aber die Hauptsache ist eh, daß sich was "bewegt" in Erdberg und in der Beziehung war er in den letzten Jahren nicht schlecht.  |
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| Luki |
Erstellt: 10.08.2009 14:31 Titel: |
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| Walter4041 schrieb: |
Frage: Und die Hüllkurve ist bei engen Kurven auch kein Problem? Da sind sonst immer gerne Verkehrszeichen, Müllkübel etc. im Weg... |
Das weiß ich nicht genau, ob es in Wien so enge Kurven gibt, daß das passieren könnte, ich glaube es aber nicht, so viel schlimmer ist die Hüllkurve nicht zu den anderen Wägen, das Problem ist nur der in der Mitte befindliche Stromabnehmer.
| Walter4041 schrieb: |
| Ja, mittels engerem Zickzack. |
Bzw. mit der sogenannten "Z-Sehne", das sind nur Drähte, die die Innenkurve verkürzen.
| Walter4041 schrieb: |
Diese Einschränkung trifft einerseits auf (fast) alle Museumsfahrzeuge in Wien zu. Andererseits sollte das gerade in Wien mit seiner bekannt "zügigen" Betriebsabwicklung nur selten ein Problem sein.  |
Und den Herrn Noch-Museumsdirektor waren die 25km/h auch ziemlich egal.
mfG
Luki |
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| Walter4041 |
Erstellt: 07.08.2009 22:11 Titel: |
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| Luki schrieb: |
| Das Begegnungsverbot gibts aber nur bei zwei Amerikanern untereinander, mit einem Zug von heute ist das kein Problem. |
Ok, wieder was gelernt! Frage: Und die Hüllkurve ist bei engen Kurven auch kein Problem? Da sind sonst immer gerne Verkehrszeichen, Müllkübel etc. im Weg...
| Zitat: |
Bei der heutigen Fahrleitungsgeometrie würde der Stromabnehmer des Z fast bei jeder Kurve "entgleisen".
Die Schleife um das Museum und die Strecke nach St. Marx ist aber von der Fahrleitung her extra Z-Tauglich gemacht worden. |
Ja, mittels engerem Zickzack.
| Zitat: |
| Und noch ein Problem darfst Du nicht vergessen, der Z hat keine Schienenbremse, daher max. 25km/h!! |
Diese Einschränkung trifft einerseits auf (fast) alle Museumsfahrzeuge in Wien zu. Andererseits sollte das gerade in Wien mit seiner bekannt "zügigen" Betriebsabwicklung nur selten ein Problem sein.  |
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| Luki |
Erstellt: 06.08.2009 08:20 Titel: |
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| Walter4041 schrieb: |
| Das ist nicht das Hauptproblem, das eigentliche Problem ist die Fahrzeugbreite von 2,50m (genau: 2,494m) und die daraus resultierenden betrieblichen Einschränkungen (Begegnungsverbot) vor allem in den Bögen. |
Das Begegnungsverbot gibts aber nur bei zwei Amerikanern untereinander, mit einem Zug von heute ist das kein Problem.
Und bei nur mehr einem in Wien existierenden Z ist das auch schon egal.
| Walter4041 schrieb: |
| * Wie von dir schon erwähnt: Bügel in der Mitte. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß in Punkto Fahrleitungsgeometrie schnell was passiert, wenn der 'Wille' zu einem Einsatz vorhanden ist. |
Genau das ist das Probelm.
Bei der heutigen Fahrleitungsgeometrie würde der Stromabnehmer des Z fast bei jeder Kurve "entgleisen".
Die Schleife um das Museum und die Strecke nach St. Marx ist aber von der Fahrleitung her extra Z-Tauglich gemacht worden.
| Walter4041 schrieb: |
Der Scherenstromabnehmer wurde übrigens erst in Wien montiert, in New York fuhr man damals mit Trolley.
* Keine Möglichkeit zum Beiwagenbetrieb, bzw. auch die Notwendigkeit einer speziellen Hilfskupplung, um das Fahrzeug abschleppen zu können.
Weitere Details sollen aber vielleicht die hier mitlesenen Wiener Experten beisteuern.  |
Und noch ein Problem darfst Du nicht vergessen, der Z hat keine Schienenbremse, daher max. 25km/h!!
mfG
Luki |
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| Walter4041 |
Erstellt: 04.08.2009 19:21 Titel: |
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| Tramtiger schrieb: |
| Das Hauptprobelm beim Amerikaner ist der in der Mitte angebrachte Bügel. Dadurch kommt es vor, dass das Schleifstück in den Bögen ausserhalb der Fahrleitung zu liegen kommt was ein Ausspringen des Bügels mit sich biringt. Während des Planbetriebs waren daher auf den befahrenen Strecken Zusatzdrähte in den Bögen angebracht um dieses Probelm zu lösen. |
Das ist nicht das Hauptproblem, das eigentliche Problem ist die Fahrzeugbreite von 2,50m (genau: 2,494m) und die daraus resultierenden betrieblichen Einschränkungen (Begegnungsverbot) vor allem in den Bögen.
Weiters wären zu nennen:
* Wie von dir schon erwähnt: Bügel in der Mitte. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß in Punkto Fahrleitungsgeometrie schnell was passiert, wenn der 'Wille' zu einem Einsatz vorhanden ist. Meist waren solche Einsätze aber ohne Fahrgastbeförderung und nur bei Streckeneröffnungen/jubiläen.
Der Scherenstromabnehmer wurde übrigens erst in Wien montiert, in New York fuhr man damals mit Trolley.
* Keine Möglichkeit zum Beiwagenbetrieb, bzw. auch die Notwendigkeit einer speziellen Hilfskupplung, um das Fahrzeug abschleppen zu können.
Weitere Details sollen aber vielleicht die hier mitlesenen Wiener Experten beisteuern.  |
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| sLAnZk |
Erstellt: 04.08.2009 18:07 Titel: |
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Wunderschöne Bilder!
Obwohl der Wagen so breit ist, wirkt er überhaupt nicht behäbig (im Gegensatz zu zB den Münchener P-Wagen - man beachte dazu auch das emoticon also das mit dem P und dem :-X nur statt X eben P).
Und die wunderschönen E1, leider haben sie halt das Manko, daß man sich erst in den ersten Stock kämpfen muß. Die schirchen E2 kann man ruhig durch schöne ULFe ersetzen!
Sehr schöne Reportage, und sehr interssante Zusatzinfo vom Tramtiger. Toll. |
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| Tramtiger |
Erstellt: 04.08.2009 13:59 Titel: |
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| Das Hauptprobelm beim Amerikaner ist der in der Mitte angebrachte Bügel. Dadurch kommt es vor, dass das Schleifstück in den Bögen ausserhalb der Fahrleitung zu liegen kommt was ein Ausspringen des Bügels mit sich biringt. Während des Planbetriebs waren daher auf den befahrenen Strecken Zusatzdrähte in den Bögen angebracht um dieses Probelm zu lösen. |
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| Walter4041 |
Erstellt: 04.08.2009 10:30 Titel: |
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| manni schrieb: |
Danke für die Reportage! Jetzt versteh' ich auch das SMS  |
| Zitat: |
| Zum letzten Bild: dass diese alten Kisten in Wien immer noch im Planbetrieb sind... vor allem die Beiwagen, die machen von innen wirklich kein gutes Bild mehr. Gibt's von denen noch viele? |
Ja mehr als genügend. An klassischen DÜWAG-Nachbauten sind noch 196 E1, 149 c3 und c4 im Bestand. Weiters gibt es noch 121 E2 und 117 c5 (Nachbau des DÜWAG-Typs Mannheim).
Alle Zahlen stammen von der FPDWL: http://www.fpdwl.at/fahrzeuge/strassenbahn.php |
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| manni |
Erstellt: 04.08.2009 08:28 Titel: |
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Danke für die Reportage! Jetzt versteh' ich auch das SMS
Zum letzten Bild: dass diese alten Kisten in Wien immer noch im Planbetrieb sind... vor allem die Beiwagen, die machen von innen wirklich kein gutes Bild mehr. Gibt's von denen noch viele? |
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| Walter4041 |
Erstellt: 03.08.2009 22:32 Titel: An Englishman in New York... |
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...gabs am vergangenen WE nicht zu sehen, aber einen New Yorker in Wien.
Beim Aktionstag im Wiener Straßenbahnmuseum kam als besondere Attraktion der "Amerikaner" Z 4208 des VEF zum Einsatz. Das Fahrzeug ist aufgrund seiner Überbreite und einiger anderer Besonderheiten ein Fremdkörper im Wiener Straßenbahnnetz und kann deshalb nur unter besonderen Maßnahmen eingesetzt werden, was daher i.a. auch nur zu besonderen Jubiläen geschieht.
Die ganztägig durchgeführten Fahrten führten zur nur einige 100m entfernten Schleife St.Marx, aufgrund der Seltenheit des Fahrzeugeinsatzes waren alle Fahrten auch sehr gut ausgelastet.
Die Zubringergarnitur mit M 4137 verläßt das Straßenbahnmuseum, im Hintergrund der Salzburger Tw 4.
Der Amerikaner in der Landstraßer Hauptstraße
Der Salzburger und Tw 4208 vor der Werkstättenhalle
In der Schlachthausgasse
Tw 4208 verläßt die Schleife St. Marx, im Hintergrund der NG 243 Nr.8241 als Linie 74A
Der Z in seinem jetzigen Zustand ist kein restaurierter Museumswagen, sondern befindet sich immer noch in dem Zustand, in dem er 1969 ausgemustert wurde. Der Außenlack, der Holzfußboden und viele andere Details haben eine Patina, die ich in Österreich sonst bei keinem historischen Straßenbahnwagen kenne. Auch die Werbeplakate im Inneren zeugen noch vom Geist einer längst vergangenen Epoche.
Leider ist durch diese (gottseidank) nie erfolgte Restaurierung und der langen Stehzeiten zwischen den seltenen Einsätzen der technische Zustand nicht mehr optimal. Am Samstag Nachmittag musste einmal eine kurze Pause wg. eines warmen Lagers eingelegt werden, am vormittag gab es ein kleines Problem mit der Türsteuerung, aufgrund dessen der Tw abgeschleppt werden musste - auch dieser Einsatz erfolgte jedoch stilecht mit einem Museumsfahrzeug, dem Arbeitswagen GP 6408. Das Foto oben zeigt die Schleppfahrt in der Landstraßer Hauptstraße, im Hintergrund der Funkturm beim Arsenal.
Auch der Planverkehr war durchaus interessant, sogar an einem Samstag in den Ferien waren auf der Linie 18 mehrere E1 Garnituren im Einsatz, hier E1 4520 (Bj.1973) mit c3 1244 (Bj.1961)
Edit 13.11.10: Bild-URLs geändert |
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