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manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 23:21    Titel:

Danke für dein Plädoyer, Günter. Wollen wir hier mal nicht aus einem Pufferkuss einen Elefanten machen und lassen das Ganze auf sich beruhen - schad' um die Zeit.
Auffällig ist, dass immer, wenn wir in den vergangenen Jahren kleine oder größere Konflikte im Forum hatten, Respektlosigkeiten in der einen oder anderen Form die Auslöser waren.
Dies hier ist in Sachen Umgangston und Kernthemen nicht das EBFÖ und soll und wird es auch nie werden. Mehr muss ich eh nicht mehr sagen.
Peter021
BeitragErstellt: 06.11.2009 18:51    Titel:

Wenn ich meinen Senf dazugeben dürfte, obwohl es mich weniger (wenn sogar nichts) angeht. Respektvoller Umgang miteinander ist das Wichtigste, vor allem in unserem Forum. Ein rolling eyes in diesem Bezug finde ich aber nicht so schlimm, da es das Gegenüber nicht als Trottel dastehen lässt (ich glaube das war auch nicht Walters Absicht), sondern auf eine etwas unpassende und sagen wir einmal nicht ganz fachgerechte Antwort aufmerksam macht, so meine persönliche Meinung! Jemand muss nicht alle Typen von Triebwagen oder Lokomotiven im Kopf haben, aber man kann vielleicht im Vorhinein schauen, was denn die Zweisystemfähigkeit des Talent denn bedeutet. Bis dato ist ja auch kein Talent südlich der grossen Streckentrenner am Brenner gesichtet worden (was ihm auch nicht ganz gut bekäme). Wie gesagt im Kindergarten denke ich darf und soll man das andiskutieren. Also an beide mein Eindruck der Sache: der eine sollte vielleicht vor dem Schreiben schnell nachschauen, wenn etwas nicht ganz klar ist und der andere kann den einen vielleicht auch nett darauf aufmerksam machen, dass zwar zumeist die Bürokratie etwas verhindert, in diesem Falle aber technische Probleme(die nicht unlösbar sind) dagegenstehen. Mehrsystemtalente für 15 kV 16 2/3 Hz ~ und 3 kV = sind technisch möglich, aber noch nicht gebaut...

Ich würde mich aber freuen, wenn sich damit wieder alle vertragen und wenn vielleicht auch noch ein Hinweis nach mannis posting auf die Mehrsystemtalente mit 15 kV 16 2/3 Hz ~ und 25 kV 50 Hz ~ erfolgen könnte wäre die Sache perfekt gelöst... Italien hat auf der Brennerstrecke eben 3 kV =, Österreich auf der Brennerstrecke eben 15 kV 16 2/3 Hz ~, ein Systemwechsel, den bis jetzt als Nahverkehrstriebwagen, die auf der Brennerstrecke zum Einsatz nur der Südtiroler Flirt kann (da gibt es ja schon Fotos in Nordtirol, siehe: http://www.verkehrsarchiv-tirol.org/vat/forumarchiv.php?forumpage=viewforum.php?f=31

LG euch allen auf ein friedliches Forum...
sLAnZk
BeitragErstellt: 06.11.2009 18:24    Titel:

Du hast völlig recht, Walter, das ist der andere von zwei Punkten, die man beobachten muß im Interesse des Forums. Ein Kindergarten interessierte mich auch nicht, aber diese Gefahr besteht, finde ich, nicht.

Ein Freund der Straßenbahn darf guten Gewissens zugeben, daß ihm die exakte Natur des Zweisystem-Talents nicht vertraut ist.
Walter4041
BeitragErstellt: 06.11.2009 18:05    Titel:

sLAnZk schrieb:
Man sollte also anstreben, einen Mittelweg zu finden zwischen dem Vermeiden von Banalität der Diskussion und Offenheit für alle Ideen und Fragen.
Da gebe ich dir recht, da gehört aber mE. auch ein gewisses Niveau der behandelten Themen dazu, sonst gleitet das Ganze vom fachlichen ernstzunehmenden Forum eher Richtung Kindergarten ab.

Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung zu dem Thema auch alleine da, soll mir auch recht sein. zunge zeigen
manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 16:42    Titel:

Wieder einmal hat's der sLAnZk genau auf den Punkt gebracht, darum geht's nämlich: beim Beantworten von Fragen den Fragenden nie wie einen Trottel dastehen zu lassen. Allenfalls kann man darauf hinweisen, dass eine Sache in einem anderen Thread bereits diskutiert wurde. Entweder respektvoll antworten oder, wenn man das nicht schafft, einfach die Klappe halten. Mache ich auch öfter.
sLAnZk
BeitragErstellt: 06.11.2009 16:29    Titel:

Hm. Der sLAnZk weigert sich für gewöhnlich, Puffer zu küssen, denn sie sind häufig mit Schmierfett bedeckt, wechselbiges sich durch den Vorgang des Küssens dem Gesicht mitteilt.

Das mit dem Zweisystemtalent war mir geläufig.

Ich glaube, daß es dem Forum schon guttut, wenn es lebendige Diskussionen gibt, die gibt es aber nur dann, wenn man sich beim Fragen nicht fürchten muß, hinterher als der Trottel dazustehen.

Man sollte also anstreben, einen Mittelweg zu finden zwischen dem Vermeiden von Banalität der Diskussion und Offenheit für alle Ideen und Fragen.
Linie 4206
BeitragErstellt: 06.11.2009 16:28    Titel:

Vielleicht meint er damit ,dass man sich immer alles im Thread anschauen sollte.Und bevor man was schreibt dann im Internet recherchieren sollte.Aber ins kleinste Detail recherchieren würde ich nicht so gut finden.
manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 15:10    Titel:

Walter4041 schrieb:
..was dem Forum sicher nicht schlecht täte.


Kannst du das näher ausführen?
Walter4041
BeitragErstellt: 06.11.2009 13:56    Titel:

manni schrieb:
Wahrscheinlich könnte jede Frage, die jemand im Forum stellt, auch ergoogelt oder sonstwie beantwortet werden...
Jede sicherlich nicht, aber die eine oder andere wahrscheinlich schon.

Zitat:
wir verdonnern also in Zukunft alle Diskutanten dazu, nur noch über Dinge zu reden, die sie zuerst bis ins letzte Detail recherchiert haben.
...was dem Forum sicher nicht schlecht täte.
manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 13:47    Titel:

Wahrscheinlich könnte jede Frage, die jemand im Forum stellt, auch ergoogelt oder sonstwie beantwortet werden... wir verdonnern also in Zukunft alle Diskutanten dazu, nur noch über Dinge zu reden, die sie zuerst bis ins letzte Detail recherchiert haben. Mr. Green - das Original!
Walter4041
BeitragErstellt: 06.11.2009 13:43    Titel:

Wennst meinst.

Aber bevor du wieder die "Bürokratie" in Beschuß nimmst, hättest du auch zwei Sekunden googeln können: http://de.wikipedia.org/wiki/Bombardier_Talent
manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 13:06    Titel:

Gut, dann hätte die passendere Antwort vorhin etwa so gelautet: "Nein, es gibt keine Talente, die mit dem italienischen Stromsystem kompatibel sind". Wäre besser gewesen als das immer etwas süffisant anmutende "augen rollen" - ich bin leider kein Pufferküsser und verfüge daher auch nicht über Pufferküsserdetailwissen.
Walter4041
BeitragErstellt: 06.11.2009 12:58    Titel:

Es gibt halt nicht nur zwei Stromsysteme auf dieser Welt und dieser Zweisystem-Talent ist halt für zwei von den vielen gebaut, konkret für jenes in Österreich und jenes in Ungarn. Durch eine Nachrüstung der tschechischen bzw. slowakischen Zugsicherung MIREL wäre auch ein Einsatz dort möglich, ist aber mangels Sinnhaftigkeit nicht angedacht.

Und jetzt bitte nicht schon wieder eine Diskussion über EU, das nationalstaatlich zerstückelte Europa etc. augen rollen
Da ist eh schon einiges im Laufen (Stichwort: ERA), aber das Bohren harter Bretter dauert halt manchmal länger. zwinkern
manni
BeitragErstellt: 06.11.2009 12:50    Titel:

Siehe oben - Zweisystem-Talente? Oder gibt's die doch nicht? Mir dünkt ich hatte das mal wo gelesen.
Walter4041
BeitragErstellt: 06.11.2009 12:35    Titel:

Ev. das Italien verwendetete Stromsystem? augen rollen zwinkern
sLAnZk
BeitragErstellt: 17.09.2009 17:39    Titel:

Ludwig Thoma hatte die Gabe des klaren, scharfen und gleichzeitig richtigen Wortes - und ja, das ist alles richtig, aber kein Grund.

Es ist richtig, daß Hofer ein Wirt war, daß er nur einige Jahre Schulbildung genossen hat, daß er in fundamentalistischer Weise katholisch war.

Daß er ein Wirt war, nimmt mich nicht gegen ihn ein, und die anderen beiden Dinge gelten für alle Tiroler seines Jahrganges mehr oder weniger.

Das Gedenken der Aktion Andreas Hofers ist sehr stark durch das 19. Jahrhundert und seinen deutschnationalen Mißbrauch historischer Ereignisse geprägt, leider. Leider ist das auch heute noch stark präsent.

Kern der Sache ist aber folgendes: Napoleon Bonaparte, polymorbider und psychologisch hochgradig auffälliger Diktator, der die Wirren der späten französischen Revolution genützt hat, um sich zu eben jenem aufzuschwingen, hat ganz Europa mit Krieg überzogen und in den von ihm eroberten Gebiete Vasallen-Königreiche etabliert, die er samt und sonders mit Verwandten besetzt hat. Mit in diesen Vasallenstaaten ausgehobenen Truppen und eingehobenen Steuern hat er seinen Krieg fortgesetzt.

Tatsache ist zwar, daß es von seiten der Monarchie massives Interesse gegeben hat, die Tiroler Schützen gegen die Franzosen zu unterstützen oder auch zu hetzen, aber Tatsache ist auch, daß keiner der Bauern und Schützen losgeschlagen hat, bevor nicht begonnen worden war, Leute zum napoleonischen Militär einzuziehen.

Daß das dann wie üblich eine nicht kontrollierbare Eigendynamik entwickelt hat, ist nicht die Schuld Andreas Hofers, sondern liegt in der menschlichen Natur, die halb so gut ist wie vermutet. Aggression und Zivilisation sind eben Gegensätze, und auch im Rahmen einer regulären Armee nicht wirklich kontrollierbar. Wir wissen das nur nicht von vergangenen Kriegen bzw. es wird erst nach und nach bekannt (Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg hat natürlich nicht den Schwejk gemacht, sondern massiv der Genfer Konvention widerstritten u.a.m., Irak, etc.)

Der Tiroler (und Vorarlberger und Salzburger) Widerstand war ziemlich die einzige Kraft in Europa, die es Napoleon und seinen Vasallentruppen wenigstens wenige Monate lang war, das kann man ruhig feiern. Andreas Hofer war die zentrale Figur des Ganzen, mithin ist es richtig, ihn als Ikone zu behandeln.

Das ist aber alles nicht hinreichend wichtig, um Zeit, die für die Straßenbahn bestimmt ist, daran zu wenden, also bin ich froh, daß es hier das Offtopicorium gibt, in dem auch diese Überlegungen Platz haben.
manni
BeitragErstellt: 17.09.2009 11:23    Titel:

Sehr vernünftig. Meran wäre wohl noch besser. lachen
Steph
BeitragErstellt: 17.09.2009 07:34    Titel:

Ich verzieh' mich am Wochenende nach Bozen in Italien. big grin
Walter4041
BeitragErstellt: 17.09.2009 04:12    Titel:

Schön und gut, aber
1.) ist das alles schon länger bekannt
2.) waren damals alle teilnehmenden Parteien nicht allzu zimperlich (Rotes Kreuz, Genfer Konvention etc. gabs damals noch nicht)
3.) sind wir hier ganz kräftig OffT zwinkern
manni
BeitragErstellt: 16.09.2009 23:53    Titel:

Ludwig Thoma hingegen war von den Tirolern tief beeindruckt: "Ich habe 30.000 Bauern defilieren sehen. 30.000 deutsche Bauern, und jeder einzelne war mehr Germane als sämtliche deutsche Oberlehrer zusammen (...) 30.000 kriegerische Germanenbauern; in Gletschereis konservierte Goten." Der bayerische Dichter hatte 1909 die Feiern zum hundertjährigen Jubiläum des von Andreas Hofer geführten Tiroler Freiheitskampfs miterlebt. (...)
Neben der Hofkirche mit ihrem in Marmor gemeißeltem Grabdenkmal Hofers wird Hofer-Bier verkauft. Auch gibt es Hofer-T-Shirts, Hofer-Comics und Kinderbücher über das Leben des Helden. Der bärtige Mann mit Hosenträger und Gewehr wird gnadenlos vermarktet. Von seriösen Historikern wurde Andreas Hofer längst vom Kopf auf die Füße gestellt. Doch der Hofer-Mythos wirkt weiter, weil er sich weniger von den Ereignissen selbst als von der Inszenierung der Einnerung an sie nährt. (...)
Der Aufstand der Tiroler Bauern wurde vor allem von Wirten organisiert. Das Wirtshaus war – neben der Kirche - sozialer Mittelpunkt im ländlichen Raum. (...)
Während die ländliche Bevölkerung kaisertreu war und für den Wiederanschluss Tirols an Österreich kämpfte, hatten sich die Bewohner der Städte, die in Tirol allerdings höchstens ein Zehntel der Gesamtbevölkerung ausmachten, mit der Herrschaft der Bayern und ihren Reformen weitgehend arrangiert. (...)
Als die bewaffneten Bauernscharen dann in Innsbruck einfielen, wurden sie recht reserviert aufgenommen, zumal es schon bald zu zahlreichen Plünderungen kam. Opfer waren vor allem Juden, denen man vorwarf, sich bei der öffentlichen Versteigerung das Kirchensilber gekauft zu haben.
Etwa zehn Wochen regierte der bei den Bauern überaus populäre "Oberkommandant" Andreas Hofer in der Innsbrucker Hofburg. Er hatte so gut wie keine Bildung genossen, von Staatsgeschäften keine Ahnung und verstand sich nur als "Treuhänder des Kaisers", bis dieser wieder eine ordentliche Verwaltung einsetzen würde. (...)
Während seiner kurzen Herrschaft steuerte Hofer einen strikt konservativen Kurs. Er ließ bayernfreundliche, liberal gesinnte Universitätsprofessoren verhaften und beschwerte sich in einem Sittenmandat, "dass die Frauenzimmer von allerhand Gattungen ihre Brust und Armfleisch zu wenig, oder mit durchsichtigen Hudern bedecken, und also zu sündhaften Reizungen Anlass geben". Hofer war – wie viele seiner Zeitgenossen im bäuerlichen Milieu - ein katholischer Fundamentalist mit antisemitischen Anwandlungen. (...)


Der gesamte Text hier: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1949284_Tiroler-Aufstand-Nur-die-Dornenkrone-die-fehlt.html

Nein danke. So jemandem muss eigentlich nicht gedacht werden. Wirklich nicht.
Pippi Langstrumpf ist und bleibt, wenn mensch denn schon unbedingt einem Personenkult anhängen will, das bessere Idol.


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Hier wäre dann noch mein alternativer Vorschlag zur musikalischen Untermalung der diversen Veranstaltungen:


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