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sLAnZk
BeitragErstellt: 27.10.2008 18:18    Titel:

Genau, die gibt es schon lang.

Den Damm würde ich schon liegen lassen, das ist verschwendetes Geld, hier alles wegzureißen und einen Viadukt oder eine Betonscheußlichkeit hinzustellen, außerdem macht eine solche unnötig Radau (wie man an der Brücke über die Höttinger Au/Kranebitter Allee gut hören kann).

Schlauer ist es, hier die notwendigen Durchgänge zu machen (wird sowieso nur der unter dem Höttinger Bahnhof sein), denn der Damm ist hoch genug, daß die kurzen Wege zur nächsten Unterführung in Kauf genommen werden.

Der Durchlaß in der Verlängerung der bestehenden Unterführung unter dem Südring ist im übrigen der, den ich gemeint habe, der dann weiterführt zur BÄKO...
Hannes
BeitragErstellt: 27.10.2008 14:17    Titel:

Die Unterführung beim Linser Areal (überm Lohnbach) wird demnächst errichtet, die Unterführung Alter Mitterweg (die den Unfall vielleicht verhindert hätte) harrt vermutlich seit 1912 oder zumindest seit den 1970ern (Verlegung Mitterweg) ihrer Verwirklichung... Zumindest die Verlängerung über die Bachlechnerstraße gibts ja...
manni
BeitragErstellt: 27.10.2008 12:19    Titel:

Wo auch immer eine Fußgängerquerung benötigt wird, sollte jedenfalls auch eine errichtet werden. Erstens hilft das, solche Unfälle zu verhindern, zweitens kann es unnötige Autofahrten vermeiden, und drittens finde ich so einen aufgeschütteten Damm im städtischen Kerngebiet sowieso unpassend, nicht umsonst baut man in der Stadt normalerweise Hochbahnstrecken, die an allen Stellen unterquert werden können. Der Damm ist noch ein Relikt aus der Zeit der Errichtung der Mittenwaldbahn und sollte beizeiten durch eine Brückenkonstruktion, ein Viadukt, eine Hochbahnstrecke ersetzt werden, da er in dieser Form das städtische Gefüge durchtrennt.
Hannes
BeitragErstellt: 27.10.2008 09:46    Titel:

manni schrieb:
Ich denke nicht, dass die Angehörigen dieses Forum lesen, deswegen halte ich auch Beileidsbekundungen hier nicht für unbedingt nötig.


Naja, entfernt verwandt. Kannte sie aber nicht persönlich.
sLAnZk
BeitragErstellt: 24.10.2008 19:36    Titel:

Während man als Fußgägner den Autoverkehr ernst nimmt [...]

Dazu wollte ich noch sagen, daß man als Fußgägner mit dem Autoverkehr weit besser beraten ist als mit der Bahn, denn er ist deutlich effektiver.
manni
BeitragErstellt: 24.10.2008 08:44    Titel:

Genau deshalb mag ich solche Unfallthreads eigentlich nicht. Eine sachliche Diskussion ist kaum möglich, sobald jemand sich nicht durchgehend in Mitleidsbekundungen ergeht, kann er damit rechnen, auf irgendeine Weise dafür kritisiert zu werden.

Ich denke nicht, dass die Angehörigen dieses Forum lesen, deswegen halte ich auch Beileidsbekundungen hier nicht für unbedingt nötig. Hinzu kommt, dass ich glaube, dass echte Trauer wohl nur beim Ableben von Menschen empfunden werden kann, die man persönlich kannte und liebte; zumindest ich kann das von mir ganz eindeutig sagen. Wäre es anders, müssten wir alle wohl ständig in Tränen ausbrechen, weil auf der Erde jede Sekunde schreckliche Unglücke passieren.

Ich glaube trotzdem, dass jeder hier das Geschehene tragisch findet, auch ohne das hervorzuheben.

Persönlich denke ich aber auch, dass hier keine Schuldigen gesucht werden müssen. Soweit ich mich erinnern kann, ist, zumindest in den letzten Jahren, in diesem Abschnitt dieser Bahnstrecke nichts Derartiges passiert, und die weiter oben schon erwähnte Eigenverantwortung ist einfach nicht zu leugnen.

Was ich aber auch noch mal hervorstreichen möchte, sind die Auswirkungen auf den Lokführer. Nach allem, was ich weiss, kommt es immer wieder vor, dass jemand nach einem solchen Geschehnis den Beruf aufgeben muss, weil er's nervlich nicht mehr packt. Im besten Fall hat er "nur" eine Zeitlang immer wieder die Bilder vorm geistigen Auge. Das findet aber kaum mal Eingang in die Presseberichte, obwohl es, zumindest für rücksichtsvolle Menschen, ein zusätzlicher Ansporn sein könnte, um solche Aktionen wie Gleisüberquerungen oder -wanderungen zu unterlassen.
ich
BeitragErstellt: 24.10.2008 06:44    Titel:

danke sLAnZk für deine worte. die letzten posts sind einfach herablassend und zeugen von unwissen.
auch wenn jeder für sich verantwortlich ist, ist es schon sehr einfach, zu schreiben: selber schuld, kein mitleid


den angehörigen und freunden (schulkollegen) gilt meine anteilnahme.
sLAnZk
BeitragErstellt: 23.10.2008 23:43    Titel:

Das letzte Posting halte ich für völlig verkehrt. Mich schreckt, daß dieses Unglück geschehen ist - es ist mir egal, ob jemand oder wer daran schuld ist.

Die Situation beim Bahnhof Hötting zeigt zweierlei: einerseits quert der völlig normale Fußweg vom Bahnhof nach Norden zwei Ladegleise, auf denen normalerweise nichts los ist. Wenn etwas los ist, sind drei Leute zugegen, die aufpassen und schauen und den Leuten in den Arm (Fuß) fallen können, also besteht durch die Ladegleise keinesfalls irgendeine Gefahr für Passanten.

Die Streckengleise im Bahnhof sind auf der Seite des Bahnhofes durch einen niedrigen Zaun gesichert, auf der Seite, wo der Bahndamm zum Gutmann hinunter abfällt, gar nicht. Dort gibt es eine Stiege, die oben bei einem durch einen Absperrbalken verschlossenen Podest endet. Der Balken ist versperrt, das Gras neben der Stiege an der Grenze zum entstehenden Trampelpfad niedergetreten.

Eine sehr gute Lösung wäre, parallel zur Trasse der 3er Ostast zum Flughafen, die man von der Ampfererstraße kommend hinter HTL und Würth unter dem Bahnhof bei der Bäko vorbei durchziehen sollte, eine Fußgängerpassage zu errichten. Extrakosten: kaum. Effekt: enorm, denn offenbar besteht Bedarf an einer solchen Passage.

Und zur Wendung "ein Kind wurde überfahren": das bedeutet nicht, daß die Bahn daran schuld wäre, denn wenn ich schreibe "ein Kind wurde vom Felssturz erschlagen", dann ist auch nicht der Berg schuld, sondern das Kind war zur falschen Zeit am falschen Ort.

Heute habe ich beim Vorbeigehen am späteren Nachmittag wieder einige Trauernde gesehen, es ist ein sehr tragisches Unglück gewesen, und meine Teilnahme gilt ungeteilt den Angehörigen der Verunglückten.
DUEWAG 240
BeitragErstellt: 23.10.2008 20:52    Titel:

Also von mir gibt es diesmal keine bzw. nur kleine Mitleidswörter, denn wenn jemand nicht auf die Risiken aufpasst, muss er halt mit den Folgen auch rechnen. Auch wenn sie wie hier sehr sehr schrecklich waren.
Linie O
BeitragErstellt: 23.10.2008 20:22    Titel:

Das verbieten des Überqueren der Gleise finde ich nicht richtig, denn das ist den meisten egal ob erlaubt oder nicht. Und manchmal ist es für einen Lokführer auch erforderlich die Gleise zu überqueren und für einen normalen Fahrgast oft nicht ersichtlich, dass es sich um einen Lokführer handelt.
Und wer nicht fähig ist nach links und rechts zuschauen der sollte das so oder so lieber lassen.
Martin
BeitragErstellt: 23.10.2008 20:12    Titel:

Das Unglück zeigt meiner Meinung nach zwei Defizite.

1) ÖPNV-Stationen sind offenbar nicht immer "barrierefrei" und auf kürzestem Wege zugänglich. Wenn so viele Menschen täglich diese (illegale) Verbindung genutzt haben, scheint sie zu fehlen. Also sollte man es besser machn, wenn künftig die Station Hötting in Richtung Gym verlegt werden sollte.

2)Während man als Fußgägner den Autoverkehr ernst nimmt, scheint man das des öfteren bei der Bahn nicht zu tun. Stop-Look-Listen gilt aber immer.
Dann kann man auch an inoffiziellen Stellen einen Verkehrsweg überqueren - dazu gehört natürlich die erlernte Einschätzung, ob die Sichtweiten ausreichend sind und der Verkehr langsam genug ist. Die Aldranserstraße beim Weg von der Station Schönruh zum Schloß Ambras zu queren ist z.B. auch recht gefährlich -zumal dort keine ausgebildeten Lokführer sondern eilige Pendler auf dem Weg sind...andererseit sollte man sich als Fußgänger vom Autoverkehr nicht zurückdrängen lassen und (natürlich mit vorheriger Einschätzung des persönlichen Risikos diesen zum Bremsen zwingen)

Des Tod des Mädchen ist tragisch, möglicherweise gibt es auch ein Mitschuld - trotzdem ist´s in erster Linie ein Unglück.

Und wenn ich mich ehrlich erinnere, bin ich so ungefähr in diesem Alter (sag niemals nie - es kann immer wieder passieren...) beinahe von einer Tram bei der Pradler Sparkasse überfahren worden - wenn mich nicht ein aufmerksamer Schulfreund beim Kragen gepackt hätte! Ich hatte damals keinen Kopfhörer auf, sondern war "nur" in ein Gespräch vertieft.

Natürlich könnte man alle ÖBB-Strecken mit Stacheldraht einzäunen - wie in Südengland bei den Stromschienenstrecken. Im Bahnsteigbereich hilft das aber auch nichts.
Hilfreich wäre es schon, ÖBB´lern in Zivil das Queren der Gleise im Bahnhofsgelände zu verbieten. Das wäre eine gute Vorbildwirkung.
manni
BeitragErstellt: 23.10.2008 14:56    Titel:

Die TT schreibt heute dazu:


Schon drei Zugtote in Tirol: Konsequenzen
Jene 15-Jährige, die in Hötting von einem Zug erfasst wurde, ist heuer das dritte Bahnopfer in Tirol. Die ÖBB planen jetzt mehr Prävention, und zwar in Schulen.
Innsbruck - Die Schülerin, die am Montag offenbar die Ab-kür-zung über die Geleise neh-men wollte, verstarb jetzt in der Kli-nik. „Für uns ist das tra-gisch. Unser Mitgefühl ge-hört den Angehörigen", betont ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel, der am Dienstag in Vor-arl-berg erneut mit einem töd-li-chen Zugunfall konfrontiert war. Tragisch sei auch der Man-gel an Risikobewusstsein: „Beim Bahnhof Hötting wurde ein versperrtes Eisentor seit August mehrmals gewaltsam aufgerissen und jetzt zum dritten Mal erneuert."
Bereits im Juli starb ein 14-Jähriger bei einem Zugun-fall in Kirchbichl, im Septem-ber eine 17-Jährige in Wörgl. Laut ÖBB-Plänen sollen die Bahn-ge-fah-ren nun bun-des-weit in die Verkehrs-er-ziehung in Schulen einfließen. (er)


Ich glaube nicht, dass man hier mehr machen kann, als eben solche Aufklärungskampagnen - die aber IMO nicht die ÖBB finanzieren sollten, was am Ende wieder alle Fahrgäste finanziell abgelten müssen, auch nicht das Kollektiv der Steuerzahler, sondern die Eltern als "Zuständige" für die Risikogruppe.

Ich hätte dem Posting auch einen anderen Titel gegeben: statt "Beim Bahnhof Hötting wurde ein Kind überfahren" hätte ich eher eine Formulierung gewählt wie "Beim Bahnhof Hötting ließ sich ein Teenager überfahren", denn die Schuld liegt in solchen Fällen nicht bei den Lokführern, es gibt kein "aktives Überfahren" so wie wenn ein Autofahrer am Schutzweg jemanden niederschiebt. Lokführer leiden nach solch tragischen Ereignissen selbst unter großer psychischer Belastung.
godwin
BeitragErstellt: 23.10.2008 13:24    Titel:

Ich bin absolut gegen die Überreglementierung durch noch mehr Verbote oder gar durch unnütze Absperrungen. Sind wir denn wirklich so weit, dass keiner mehr einen Funken Eigenverantwortung übernehmen muss?

manni schrieb:
[...] und trotzdem ist noch keiner auf die Idee gekommen, alle mannshoch einzuzäunen, von den Autobahnen mal abgesehen.


Die Zäune entlang der Autobahn dienen allerdings nicht dazu, die dummen Zweibeiner vom Betreten abzuhalten, sondern sind schlicht und einfach Wildschutzzäune. Denn eine Kollision mit einem Reh bei 130 km/h wäre fatal für alle Beteiligten.
manni
BeitragErstellt: 23.10.2008 12:42    Titel:

Seh' ich ähnlich - Warnschilder und vielleicht eine niedrige Einzäunung sind in Ordnung - ich würde im übrigen auch bei der Stadtbahn und in deren Haltestellenbereichen zwischen den Gleisen, oder auch z.B. am Marktplatz zwischen den Gleisen niedrige Zäune gut finden - aber mehr muss nicht sein.

Es trägt jeder Mensch eine Eigenverantwortung! Wenn du S-Bahn-Strecken hermetisch abriegeln willst, Tramtiger, dann müsstest du das auch bei allen Straßen, auf denen, sagen wir, schneller als 30 gefahren werden darf, machen. Am Langen Weg, am Südring, in der Höttinger Au, der Reichenauer Straße, dem Rennweg, überall kann es tödlich enden, wenn man auf der Straße spazieren geht, oder sie überquert ohne zu schauen. Passiert ja auch oft genug was auf den Straßen, sogar auf Schutzwegen schieben die Autofahrer die Menschen nieder, und trotzdem ist noch keiner auf die Idee gekommen, alle mannshoch einzuzäunen, von den Autobahnen mal abgesehen.
Obusfahrerin
BeitragErstellt: 23.10.2008 11:37    Titel:

[Der Text dieses Postings wurde auf Wunsch des Users gelöscht]
Tramtiger
BeitragErstellt: 23.10.2008 09:55    Titel:

Auch ich hab von diesem furchtbaren Unfall gehört! Meine aufrichtige Anteilnahme an die Familie und Freunde!

Was mich aber richtig schockiert sind die hier vorgefundenen Postings! Ist es wirklich so, dass der Weg über die Bahngleise sozusagen "normal" ist? Auch wenn es sich dabei nur um die Verschubgleise von Baumarkt und Tanklager handelt? Ich kann mich keinesfalls mit dem Hinweis anfreunden, dass da ja nix passieren kann? Es passiert, da jedes Gleis gleich aussieht! Wenn ich aus Gewohnheit auf dem einen Gleis wandere, dann mach ich es auch am anderen! Wenn hier die Notwendigkeit für einen Fußweg besteht, dann gehört er UMGEHEND(!!!!) errichtet! Wenn nicht, dann gehört das gesamte Bahnareal abgesperrt – und das richtig! Soll es etwa wiedereimal so sein, dass erst ein Mensch sein Leben verliert bevor unserer verantwortlichen Beamten - die sind es nämlich, die die Politiker auf Mängel hinweisen müssen aus ihrer Schlaf-Lethargie gerissen werden! Wir hatten in Innsbruck leider schon viele solche Fälle (Bahnübergang Allerheiligen, Grassmeyerkreuzung...).

In Deutschland geht man da ganz andere Wege! Da ist das Betreten von Bahnanlagen bei Strafe generell verboten – und das wird auch geahndet! Ich bin kein Fan davon, da es jedem Bahnfreund und Fotografen verunmöglicht wird an die besten Plätze heranzukommen. Aber offensichtlich muss man das hinnehmen.
_mario_
BeitragErstellt: 22.10.2008 22:35    Titel:

Oje.....die armen angehörigen und Mitschüler in der HTL, da wird jetzt sicher die schwarze Fahne hängen!
Allerdings find ich das immernoch unverständlich wie so etwas überhaupt zustande kommt....so einen Zug sieht man doch kommen auch wenn man ihn nicht mehr so gut hört! Sie hatte mit sicherheit Kopfhörer auf und ist unaufmerksam einfach drüber gelaufen!
Tragisch das so etwas immer wieder passiert!
sLAnZk
BeitragErstellt: 22.10.2008 21:39    Titel:

Heute habe ich am oberen Ende der Stiege einen Strauß Blumen und einige Grablichter stehen sehen - sehr traurig.

Vielleicht ist railfanning die beste Lebensversicherung an der Bahn - wer sich freut, wenn vielleicht ein Zug kommt, sieht ihn eher...

Der Übergang über die beiden Ladegleise wird recht stark frequentiert und ist sicher nicht gefährlich, denn wenn hier verschoben wird, sind die Leute zu dritt, einer zähmt die Lok und zwei kuppeln und sichern.

Der Weg über die Stiege und die beiden Bahnhofsgeleise ist sicher keine Abkürzung, denn wer die kürzere Strecke geht von der Haltestelle Höttinger Au herauf den Bahndamm entlang, endet sowieso bei der Fußgängerampel (am Fürstenweg), wo man gleich links unter der Bahn durch zum Bahnhof hinauf und hinten wieder hinuntergehen kann.

Es mag oft passieren, aber wenn man solche Dinge an alltäglichen und vollkommen friedlichen Orten erlebt, dann wird man einfach sehr nachdenklich. Eigentlich müßten wir alle sehr nachdenklich sein, denn Krieg herrscht in der ganzen Stadt nicht, aber vom Straßenverkehr sind wir gewohnt zu abstrahieren.
Da_Koal
BeitragErstellt: 22.10.2008 21:08    Titel:

Ja, das Mädchen ist gestern gegen Mittag in der Klinik gestorben. Bei solch einer Art von Verletzung, mag das womöglich sogar besser gewesen sein. Dennoch schade, dass es überhaupt soweit kommen musste...

Grüße
bahnbauer
BeitragErstellt: 22.10.2008 15:49    Titel:

das mädchen ist lt tt gestorben.

tragisch und unverständlich.

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