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Straßenverkehr: Nördliche Ringstraße

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Autor

manni
24.01.2006 13:15     Antworten mit Zitat

Wie von fidel im Zusammenhang mit der seit Montag vakanten Sperre des Rennwegs wegen des U-Bahn-Baues angemerkt, gibt es im Norden Innsbrucks keine akzeptable Ost-West-Verbindung für den MIV - was leider auch den ÖPNV in Mitleidenschaft zieht (Staus am Rennweg, Herzog-Otto-Ufer und in der Innstraße und keine Busspuren).

Seit einigen Jahren gibt es die Idee eines Tunnels unter dem Inn vom Rennweg nach Mariahilf. Dieses Projekt wird in nächster Zeit wieder aus der Versenkung auftauchen, wenn mich nicht alles täuscht, wird hinter den Kulissen schon vorprojektiert.

Ich bin, was diese Sache angeht, recht ambivalent: einerseits möchte ich, als Anwohner am Herzog-Otto-Ufer, den MIV vor meinem Fenster natürlich gerne loswerden und bin der Meinung, dass dieser Uferbereich viel besser als altstadtnahe Rad- und Fußwegpromenade (s. Salzburg) zu nützen wäre. Gleiches gilt für St. Nikolaus: die Enge der Innstraße, die dieses wunderbare historische Viertel durchzieht, und die Vielfalt und Buntheit des dortigen Straßen- und Geschäftslebens schreit geradezu nach einer Fußgängerzone.
Andererseits würde die Sperre dieser beiden nur zweispurigen Straßen, die derzeit die einzigen Nordumfahrungen der Innenstadt für den MIV darstellen, das teure Tunnelprojekt unabdingbar notwendig machen, weil man den MIV leider nicht einfach auf die andere Seite der Stadt schicken kann, und noch weniger kann man ihn durchs Zentrum schleusen.

Der Inntunnel für den MIV wird also, so gesehen, fast kommen müssen... was denkt ihr?




(Editiert von manni am 24.01.2006 12:26)




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fidel
24.01.2006 13:26     Antworten mit Zitat

glei amoi ein visionärer vorschlag:
innrain gscheid 4-spurig ausbauen, innbrücke zur fußgängerbrücke umgestalten u. statt der kreuzung südlich der innbrücke von dort aus eine 4spurige schrägbrücke bis zum ende von st. nikolaus, ab dort unter abtragung der unnötigen gebäude am nördlichen straßenrand ebenso 4spurig bis zur einmündung in die haller straße.

dann könnt´s mitm westlichen rennweg machen was ihr wollt!

leiwand, od.? ;-)
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manni
24.01.2006 13:40     Antworten mit Zitat

Eine Schrägbrücke und Führung des Verkehrs am nördlichen Innufer sähe ich als eher problematisch an. Die Schrägbrücke wäre ein gewaltiger Eingriff ins Stadtbild - da könnten wir dann ja fast gleich den Inn überbauen, die bestehende Straße im Norden (wie heißt die nochmal?) ist einfach zu schmal, es müsste also auch kostenintensiv hochgebaut werden, und dort ist auch nichts, was mit dem Auto erreicht werden können sollte, im Gegensatz zum südlichen Innufer, wo sich Bürogebäude, ORF-Zentrum, dieses neue Hotel, etc. befinden.

IMO müsste der MIEF wenn, dann bis etwa zum Haus der Begegnung am Nordufer geführt werden, dort in den besagten Inntunnel geleitet werden und bei Mariahilf vor dem ersten der großen Wohnblöcke wieder ans Tageslicht kommen.

Dann bräuchte es am östlichen Rennweg nur noch eine Zufahrt zur Theater-/Congress-Garage, der Rest könnte dem Umweltverbund (und von mir aus der Zufahrt für AnrainerInnen zu ihren privaten Garagen, aber bitte im Schritttempo) vorbehalten bleiben. Ditto in St. Nikolaus - die Uferstraße könnte am Ostende von St. Nikolaus etwa im Bereich der dortigen Jugendherberge zur FuZo werden.





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manni
24.01.2006 13:43     Antworten mit Zitat

Es wurde, btw, auch mal ein Hangtunnel unter Hötting hindurch postuliert. Wenn mich nicht alles täuscht, würde das aber möglicherweise an den geologischen Verhältnissen scheitern und wurde deshalb nicht weiterverfolgt.
Außerdem hätte man dort auch den Nachteil der schmalen und kurvigen Straßenverbindung von der Mühlauer Innbrücke bis St. Nikolaus.





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Obusfahrerin
24.01.2006 15:25     Antworten mit Zitat

[Der Text dieses Postings wurde auf Wunsch des Users gelöscht]
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manni
24.01.2006 17:11     Antworten mit Zitat

Da wird's dann schon wieder großräumig... nicht dass wir hier vom Nordring gleich zu einem gesamtösterreichischen Straßenverkehrskonzept abschweifen.





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Mr. X
24.01.2006 18:12     Antworten mit Zitat

was man nicht alles den autofahrern geben muss (damit sie zufrieden sind) um platz für die Öffis zu schaffen.



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Martin
24.01.2006 18:25     Antworten mit Zitat

Soweit ich dieses Projekt kenne, war einmal geplant, in der Verlängerung der Bachlechnerstraße in den Hang zu stechen und bei der Kettenbrücke wieder heraus zu kommen. Der Beginn wird so wohl nicht mehr gehen, da dort genau in der Achse eine Wohnanlage steht – warum dieser an sich schöne Bau genehmigt wurde, ist mir bis heute ein Rätsel. Doch auch der Ausgang in Mühlau ist mir nicht ganz klar – die Kreuzung am Brückenkopf wird mit einem Tunnelportal kombinieret sehr gewöhnungsbedürftig sein – aber es gäbe dazu sicher einige Beispiele (Z.B. in Genua oder Salzburg). Heute müsste man die Nordumfahrung ohnehin größer fassen – indem man bereits bei der Technik irgendwo im Nordhang verschwindet und bei der Rauchmühle herauskommt (allenfalls mit einer Zufahrt im Bereich der Höttinger Auffahrt?)
Angesichts der Ausstattungsdefizite im Nahverkehrsnetz erscheint mir das Projekt aber in kleiner wie großer Form überzogen. Eigentlich sollte alles über eine ausgebauten Südring abwickelbar sein. Es muß doch für den MIV zumutbar sein, um z.B. von Hötting nach Mühlau zu kommen über den Südring zu fahren. Zumal eilige dann auch den mngels Verkehrsstau schneller verkehrenden D/E-Bus entlang des Inn nehmen können.

Ad Raphi: Die Autofahrerputzelen brauchen auch was zum Spielen





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manni
27.01.2006 13:39     Antworten mit Zitat

@Martin: hmm, aber wenn so ein Tunnel bei der Technik im Berg verschwände und bei der Rauchmühle wieder herauskäme, wäre der kilometerlang und würde außerdem die ganze Westhälfte der Stadt umfahren; das würde dann eigentlich nur jenen AutofahrerInnen was bringen, die nach Mühlau, Arzl, ins Olympische Dorf oder in den Saggen wollen; alle anderen könnten gleich die Südtangente oder den Südring nehmen.

Ich glaube, es wäre schon sinnvoll, nur St. Nikolaus zu unter- bzw. zu umfahren. Sonst hat man zwar einen Tunnel, aber nach wie vor den kleinräumig-lokalen MIEF am Hals...





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Obusfahrerin
27.01.2006 15:00     Antworten mit Zitat

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Mr. X
27.01.2006 16:29     Antworten mit Zitat

Quote:

weiter bis zum östlichen rand des siedlungsgebiets st. nikolauses.. von dort dann 4spurig weiter zur kettenbrücke...


wist mei oma killn




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Obusfahrerin
27.01.2006 17:50     Antworten mit Zitat

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sLAnZk
27.01.2006 23:03     Antworten mit Zitat


vom dez ist man recht flott bei der kettenbrücke - langer weg - st.pirmin - reichenauerstraße - st.paulus - erzherzog eugen straße - kettenbrücke.

mit dem guten öv ist es etwas komplizierter, aber bei dem geistlichen beistand schafft man es auch zu fuß...

es wäre doch interessant, den versuch zu unternehmen, am ende des südrings beim bauhaus mit einer rampe kreuzung und bestehenden wohnbau zu unterqueren, um dann einen tunnel hinüberzuziehen bis zur kettenbrücke (evt. ausfahrt weniger bei der höttinger auffahrt, weil das zahlt sich nicht aus, sondern wirklich in st.nikolaus irgendwo - oder am rennweg), in gleichmäßiger steigung, was sicherlich die lüftung deutlich erleichtern könnte.







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Obusfahrerin
28.01.2006 00:07     Antworten mit Zitat

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Martin
28.01.2006 23:52     Antworten mit Zitat

Ich sage jetzt mal was ganz böses - der Tunnel muß ja für den MIV-keinen wirklichen Nutzen haben, sonderen nur den Eindruck erwecken er wäre nützlich. Er muß auch nichts verbinden oder erschließen. Ich lehne mich da nur an die AIM -Sache an- es soll ja eine kohärente Philosphie dahinter stecken. Veilleicht ist dass ein Fall für den Film "23". Aber momentan scheint mir, dass nicht wenige Maßnahmen vom bewußten oder unbewußten Gednaken getragen sind, den totalen MIV-Verkehrskollaps zu erzeilen (wobei natürlich leider auch der ÖPNV-hängen bleibt).
In einfachen Worten: Dar Tunnel ist so nötig wie ein Kropf (was die Chancen der Realsieriung erheblich steigert - jedenfalls hier -ich sage jetzt nicht wo-sonst gibt´s wieder mal eine Zurechtweisung;). Da würde ich mir schon eher überlegen, in Innsbruck einen Nordbahnhof zu errichten bevor ich einen solchen jahrhundertunnel für die Hanseln bohre, die ohnhin wieder PKW statt ÖPNV fahren wollen.



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