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Problembereich Deutsches-Eck
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Autor

Oeffinator
24.10.2022 09:44    Problembereich Deutsches-Eck Antworten mit Zitat

Liebe Community! Allen ist es wohl bestens bekannt, ebenso wie die damit verbundenen Probleme, die sich im operativen Bahnverkehrsbereich ständig zwischen Kufstein und Salzburg auftun. Welche Möglichkeiten gibt es, Verbesserungen und Beschleunigungsmaßnahmen im Bereich Deutsches Eck umzusetzen?
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Ein funktionierender und leistungsfähiger ÖPNV ist für eine dynamische, pulsierende und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt die Essenz der Zukunft.
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Verkehrsplaner
24.10.2022 14:53     Antworten mit Zitat

Brennernordzulauf mit Ostanbindung, alles andere ist leider utopisch.
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Hager
24.10.2022 16:23     Antworten mit Zitat

Ostanbindung möglichst direkt zum Chiemsee.
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Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.
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Oeffinator
24.10.2022 17:12     Antworten mit Zitat

Könnt ihr betreffend die Ostanbindung nocht etwas mehr ins Detail gehen? (politische Vorhaben, Trassenverlauf...). Mir ist dieser Begriff bisher noch nicht bekannt gewesen.
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Admiral
24.10.2022 18:14     Antworten mit Zitat

die CSU ins 3. jahrtausend holen...
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This article is a natural product. The slight variations in spelling and grammar enhance its natural character and beauty and in no way are to be considered flaws or defects.
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Verkehrsplaner
24.10.2022 18:54     Antworten mit Zitat

Das ist im Prinzip das Äquivalent zur Rosenheimer Kurve, eine Verbindung von der Umfahrung Rosenheim zur Strecke Richtung Osten. Es gibt dazu aber noch keine konkreten Planungen.
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luca
24.10.2022 20:22     Antworten mit Zitat

So ca?
Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke großteils paralell zur A8 und unterm Kirchberg. In Kombination mit Beschleunigungsmaßnahmen kann das sicher die Fahrtzeit halbieren.



Bitte, liebes Deutschland, lasst das einfach die ÖBB bauen, dann passierts vielleicht noch in den nächsten Jahrzehnten...
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418
24.10.2022 22:26     Antworten mit Zitat

luca schrieb:
So ca?
Bitte, liebes Deutschland, lasst das einfach die ÖBB bauen, dann passierts vielleicht noch in den nächsten Jahrzehnten...


Für Deutschland ist die Verbindung Salzburg-Innsbruck in ein PAL-Feld gehüllt. Und das ist bekanntlich die beste Methode, etwas unsichtbar zu machen.
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Stuboy
24.10.2022 22:28     Antworten mit Zitat

luca schrieb:
So ca?
Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke großteils paralell zur A8 und unterm Kirchberg. In Kombination mit Beschleunigungsmaßnahmen kann das sicher die Fahrtzeit halbieren.


Schau mal hier: https://www.brennernordzulauf.eu/planungsunterlagen-tav-gpr-epr.html?file=files/mediathek/planungsunterlagen/tav_gpr_epr/trassenauswahl/violett/2021-03-31-Variante_Violett_Uebersichtskarte_1-25000.pdf&cid=2619


Zitat:
Bitte, liebes Deutschland, lasst das einfach die ÖBB bauen, dann passierts vielleicht noch in den nächsten Jahrzehnten...

Das wird nichts bringen. Das Problem liegt hauptsächlich bei der Bevölkerung. Die Oberbayer*innen vertreten eine NIMBY (Not In My BackYard) Haltung bei allem. Und dementsprechend wird jede infrastrukturelle Maßnahme hinausgezögert.
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Martin
24.10.2022 22:57     Antworten mit Zitat

Oder will hier jemand die Bahnprojekte übers kleine deutsche Eck und die Saalachtalbahn aufwärmen (dort seth ja, so ähnlich, wie in Huben bereits ein Bahnhofsgebädue bereit: https://goo.gl/maps/JQ53ty7xww6EiUvs7)
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Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Regiotram (=Nebenbahn) jedenfalls von Zirl bis Mils geführt werden muss.

Die von mir aufgenommenen Fotos stehen unter CC-BY-SA 3.0 und können gerne der Lizenz entsprechend weiterverwendet werden.
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Oeffinator
25.10.2022 06:53     Antworten mit Zitat

Danke für die Infografik! Inwieweit hat es über diese Ostanbindung bereits einmal einen politischen Diskurs gegeben oder gibt es diesen? Was wäre ein realistischer Zeithorizont für deren Umsetzung?
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Verkehrsplaner
25.10.2022 07:40     Antworten mit Zitat

Darüber darf es derzeit keinen politischen Diskurs geben, zumindest keinen öffentlichen. Erst muss mal die jetzt gewählte Variante für die Umfahrung Rosenheimer gesichert werden. Wenn man nämlich jetzt mit dem Thema um die Ecke kommt, dann schreien die MIMBYs gleich, dass die Ostvariante nur wegen der Österreicher gewonnen hätte. Hinter den Kulissen wird aber sicher schon dran gearbeitet.
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raumplaner
25.10.2022 09:38     Antworten mit Zitat

Oeffinator schrieb:
Danke für die Infografik! Inwieweit hat es über diese Ostanbindung bereits einmal einen politischen Diskurs gegeben oder gibt es diesen? Was wäre ein realistischer Zeithorizont für deren Umsetzung?


Ja, den politischen Diskurs hat es bereits gegeben. Einfach googeln oder die auf der Projekthomepage verlinkten Protokolle durchlesen. Ursprünglich war tatsächlich eine eingleisige Verbindung Richtung Chiemsee geplant, zunächst sogar ohne großen Aufschrei. Dann kam - parallel zur Einführung der ersten LKW-Blockabfertigungen - der Einwand, dass diese Strecke nur für die Ösis sei und die gefälligst über Ösi-Land fahren sollen. Das breitete sich dann wie ein Buschfeuer aus, der nahende Wahlkampf tat sein Übriges. Schließlich - dem damals aus Bayern stammenden Verkehrsminister sei "Dank" - das offizielle "Stopp" an die DB zu sämtlichen Planungen betreffend einer Anbindung Richtung Traunstein / Freilassing. Das war insofern auch für die DB ein Rückschlag, da man hoffte einen Teil des innerdeutschen Nord-Süd-Güterverkehrs über einen "Ost-Korridor" unter Umfahrung von München führen zu können. Die Anbindung wäre damit nicht nur für die ÖBB interessant gewesen, sondern auch die DB.

Aktueller Status: an diesem Ast wird nicht mehr geplant, die Unterquerung der Gemeinde Samerberg nach Bernau a. Chiemsee ist gestorben. Wer sich die Auswahltrasse jedoch ansieht wird erkennen, dass eine Verknüpfung zumindest östlich von Rosenheim baulich denkbar wäre. Im Zuge der derzeit laufenden Vorplanung wird dieser jedoch nicht geplant da kein Auftrag an die DB vorliegt. Wenn es dabei bleibt - momentan deutet nichts auf eine Änderung hin - werden die RJs auch nach Inbetriebnahme der NBS wie gehabt über die Bestandsstrecke und die Rosenheimer Schleife fahren...
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418
25.10.2022 12:16     Antworten mit Zitat

Verkehrsplaner schrieb:
Darüber darf es derzeit keinen politischen Diskurs geben, zumindest keinen öffentlichen. Erst muss mal die jetzt gewählte Variante für die Umfahrung Rosenheimer gesichert werden. Wenn man nämlich jetzt mit dem Thema um die Ecke kommt, dann schreien die MIMBYs gleich, dass die Ostvariante nur wegen der Österreicher gewonnen hätte. Hinter den Kulissen wird aber sicher schon dran gearbeitet.


Wie ich schon sagte: Ein PAL-Feld, ein Problem anderer Leute. Es wollen sehr wenige Deutsche von Salzburg nach Innsbruck, also sieht keiner der politisch Verantwortlichen eine Notwendigkeit, das Problem anzugehen, da es die eigenen Wähler nicht betrifft, solange es ungelöst bleibt. Die Lösung allerdings betrifft die eigenen Wähler. Sie bekommen eine Bahnstrecke vor die Nase, die sie nicht benutzen werden.
Wie Douglas Adams schon schrieb: Ein PAL-Feld ist die beste Möglichkeit, etwas unsichtbar zu machen.
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luca
25.10.2022 15:16     Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn es dabei bleibt - momentan deutet nichts auf eine Änderung hin - werden die RJs auch nach Inbetriebnahme der NBS wie gehabt über die Bestandsstrecke und die Rosenheimer Schleife fahren...


Es dürfte aber wenigstens weniger Konflikte auf der Bestandsstrecke geben, wenn der Verkehr von München aus wegfällt, oder?
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Oeffinator
31.10.2022 11:12     Antworten mit Zitat

Mich würde mal interessieren, wie viele der Konflikte RJ vs. DB und sonsitger Verkehr auf der Bestandsstrecke tatsächlich naturgemäß auftreten und wie viele davon bewusst in Kauf genommen werden, um den Verkehr der ÖBB zumindest nicht zu sehr zu fördern. Kann mich selbst kaum einmal daran erinnern störungsfrei übers Deutsche Eck gekommen zu sein... Die tollsten Beschleunigungsmaßnahmen auf der Westbahnstrecke relativeren sich ohne eine fortschrittliche Lösung eben hier...
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Hager
31.10.2022 11:59     Antworten mit Zitat

Drei Dinge sind hier festzuhalten:
1. das deutsche Bahnnetz wurde im Grunde kaputtgespart. Es besteht ein großer Nachholbedarf in der Erhaltung;
2. für Bayern endet die Bahnwelt im Großraum München. Alles was Richtung Südost weitergeht ist nachrangig, insbesondere der grenzüberschreitende Verkehr. Meiner Erinnerung nach gehen nur 20% der von Westen und Norden kommenden Verkehre über München hinaus;
3. Genehmigungsverfahren dauern in Deutschland extrem lang. Zudem unterliegen alle Vorhaben einer zweifelhaften Wirtschaftlichkeitsberechnung. Die geht auf Theo Waigel und die Maastrichtkriterien zurück.
Es geht meiner Einschätzung nach nicht um die Verhinderung von ÖBB-Verkehren aus Wettbewerbsüberlegungen, sondern um die Vermeidung von Investitionen in die Infrastruktur aus (hier) fragwürdigen Sparsamkeitsgründen. Dazu kommt noch die autofreundliche Grundeinstellung sowie die (hier in ihrer Wirkung nachteilige) Abhängigkeit der CSU-Mandatare von ihren Direktmandaten in Südostbayern (wer wir schon seine Stellung im Interesse Österreichs gefährden). Hier braucht es in der Bevölkerung noch viel mehr Klimabewusstsein.
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Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.
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raumplaner
01.11.2022 18:08     Antworten mit Zitat

Oeffinator schrieb:
Mich würde mal interessieren, wie viele der Konflikte RJ vs. DB und sonsitger Verkehr auf der Bestandsstrecke tatsächlich naturgemäß auftreten und wie viele davon bewusst in Kauf genommen werden, um den Verkehr der ÖBB zumindest nicht zu sehr zu fördern. Kann mich selbst kaum einmal daran erinnern störungsfrei übers Deutsche Eck gekommen zu sein...


Kommt darauf an, was du unter "Konflikt" verstehst. DB und ÖBB arbeiten grundsätzlich gut zusammen, die RJ haben auf der Strecke die höchste Priorität - immerhin zahlt die ÖBB auch dafür. Dass es Fahrunstetigkeitsstellen gibt hat mit dem maroden Zustand der Gleisanlagen zu tun bzw. seit ein paar Jahren wenigstens auch mit mehr oder weniger umfangreichen Arbeiten um diese zu beseitigen. Zudem läuft ein Programm zur "lärmtechnischen Sanierung". Zeitlich alles sehr gestreckt, daher dauert es schier ewig. Aber dem Meridian geht es auch nicht besser als den RJs oder den ECs.
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Admiral
01.11.2022 18:55     Antworten mit Zitat

und ich für meinen teil muss sagen, bis auf angekündigte baustellen, über deren länge man evtl diskutieren kann, habe fast nie probleme über deutschland, ausser der RJ ist zu spät, und dann fährt er halt dem regionalinger hinterher... da es auch keinen GWB gibt, spielts das fast nicht anders.. und das behindert natürlich auch bei baustellen massiv...
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Stuboy
01.11.2022 23:00     Antworten mit Zitat

raumplaner schrieb:
Aber dem Meridian geht es auch nicht besser als den RJs oder den ECs.


Einen Meridian gibt es schon länger nicht mehr. Die früheren BOB, Meridian und BRB fahren jetzt alle unter BRB (Bayerische Regiobahn). Das Netz Chiemgau-Inntal hatte 2020 eine Pünktlichkeit von 92,8 Prozent, was tatsächlich deutlich unter dem Durchschnitt für Bayern liegt.

Zum „Vergleich“: In Kufstein sind HEUTE 58 % der Fernzüge pünktlich abgefahren. In Bad Endorf lag die Pünktlichkeit heute von allen Zügen bei 86 %.
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