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Fahrplangestaltung an Sonn- und Feiertagen

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Autor

Oeffinator
10.11.2021 09:11    Fahrplangestaltung an Sonn- und Feiertagen Antworten mit Zitat

Mit diesem Thema würde ich gerne eine Diskussion darüber starten, wie der aktuelle Status der Fahrplangestaltung an Sonn- und Feiertagen - besonders betreffend Intervalle/Takte - zu bewerten ist und wo Potenziale/Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft liegen. Was meint ihr? :D
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Ein funktionierender und leistungsfähiger ÖPNV ist für eine dynamische, pulsierende und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt die Essenz der Zukunft.
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Fibk
10.11.2021 09:43     Antworten mit Zitat

Was willst da diskutieren: Die Devise der grünen Verkehrsstadträtin heißt einsparen, einsparen, einsparen was dann euphimistisch als "Optimierung und Straffung des Angebotes" bezeichnet wird. Man sieht ja was aus dem einst guten Samstagsfahrplan geworden ist: Ein Angebot das für eine Stadt wie Innsbruck zum schämen ist ...
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Oeffinator
10.11.2021 10:24     Antworten mit Zitat

Mir geht es hier mehr um konkrete Ideen und mögliche Maßnahmen. Persönlich bin ich beispielsweise für einen 20 Minuten Takt etwa auf den Linien, die innerstädtisch gegenwärtig im 30 Minuten Takt geführt werden sowie einen 20 Minuten Takt auf den Straßenbahnlinine 2 & 5, sodass hier überlagernd ein 10 Minuten Takt von Ost nach West entsteht.
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Fibk
10.11.2021 11:01     Antworten mit Zitat

Ich bin eh Deiner Meinung, das ist schon lange überfällig: Ich sage sogar die Linien 2/5 bedürfen zwischen 10:00 und 20:00 auch Sonn-/Feiertags durchaus eine noch bessere Taktung (15min alternierend wären optimal). Nur ist das halt reines Wunschdenken in einer Stadt in der man samstags ein 20min Intervall für ausreichend hält (und damit ein gleich gutes Fahrplanangebot wie der Stadtbus Kufstein hat)
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Admiral
10.11.2021 11:11     Antworten mit Zitat

Die Strecke der 5er ist nicht so tragisch am Wochenende, hier kommt man zumindest in den Westen recht gut mit R/F zum Umsteigen auf die 2er, ärger ist die Achse Museumstraße/Marktgraben/Innrain, da kommt man eigentlich nicht zur 5er mit einer andere Linie hin. Dh, hier bekommt man leicht Wartezeiten von 25min zusammen, wenn man in der Museumstraße ist und einem die 2er vor ein paar Minuten weggefahren ist... bis man in der Anichstraße ist, besondersn für langsamere, heißt das, dass man die 5er eh auch nicht erwischt, also kann man gleich weiter warten. Auch wenn ein Großteil der Strecke überlappend gefahren wird, in der Innenstadt sind einfach die beiden Linien als getrennte Linien zu sehen. Ob sich ein 15min Takt wirklich auszahlt auf der 2er sei dahingestellt, aber eine Lösung hierfür wäre definitiv nicht schlecht.
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Oeffinator
10.11.2021 12:39     Antworten mit Zitat

Eine isolierte Sonntagsverdichtung auf der 2er, realistischerweise auf 15 Minuten gegenüber 30 Minuten auf der 5er hab ich mir auch schon öfters überlegt (Stichwort - Museumsstraße). Momentan scheint mir die 20/20 Variante sympathischer.
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manni
12.11.2021 17:32     Antworten mit Zitat

Fibk schrieb:
Was willst da diskutieren: Die Devise der grünen Verkehrsstadträtin heißt einsparen, einsparen, einsparen was dann euphimistisch als "Optimierung und Straffung des Angebotes" bezeichnet wird. Man sieht ja was aus dem einst guten Samstagsfahrplan geworden ist: Ein Angebot das für eine Stadt wie Innsbruck zum schämen ist ...


Damit mein Standpunkt klar ist, hier ein Auszug aus einem aktuellen grün-internen Mail von mir (einige Passagen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, deshalb herausgelöscht):

Zitat:

(...)
Ich denke, für die last mile brauchen wir in Ibk vor allem endlich die an den stadtweiten und regionalen öV anbindenden Stadtteilbuslinien, und die sehe ich auch mit elektrischen Mini- und Midibussen. (...)

Ich sehe aber momentan wenig Hoffnung bezüglich so eines Ausbaues und auch bezüglich der Qualität (Schnelligkeit, Pünktlichkeit) unseres ÖV abseits der (...) anlaufenden Dekarbonisierung. Die (...) Tramanbindung von Tivoli-Süd scheint (...nicht bis 2023...) zu gelingen (...), der ÖV steht immer noch fast jeden Tag an etlichen Stellen im Auto-Stau (eines von vielen argen Beispielen ist die Mühlauer Brücke, auf der Busspuren völlig fehlen und deren neue Ampelanlagen beidseitig de facto den ÖV nicht bevorrangen - von den vielen fehlenden Busspuren gar nicht zu reden - warum passiert da nichts?), die einst geplanten Stadtteilbuslinien als "last mile"-Anbindungen z.B. von Arzl-Nord sind komplett in der Versenkung verschwunden, die Beschleunigung der Tram wird vom Amt blockiert und boykottiert, die seinerzeit ausgedünnten Wochenend-Intervalle aller Tram- und einiger Buslinien bleiben ausgedünnt (...) - ich bin an sich ja überhaupt kein Pessimist, aber da liegt im Moment so dermaßen vieles im Argen, dass ich glaube, dass es hier zunächst mal veritable Anstrengungen und vor allem auch den Willen seitens unserer Mobilitäts-Ressortzuständigen braucht, den politischen Fokus auf eine konsequente Beseitigung der Missstände im ÖV zu legen. (...)
Was da abgeht, seit Jahren, wirft ein (...) schlechtes Licht auf uns Grüne. Wie sieht unsere grüne Erfolgsbilanz für den ÖV in der GR-Periode 2018-2024 bis jetzt aus? Ich trau' mich gar nicht, so etwas zusammenzustellen. (...) Und im daily business diktiert die Beamtenschaft den Weg und boykottiert teils immer noch grüne Mobilitätspolitik, das Auto bleibt der Maßstab, und wo nicht das Auto den Weg vorgibt, schleichen Trams und Busse hinter Radfahrenden her und warten bei Rot an gegenüber dem ÖV bevorrangten Radquerungen (MüBrü, Fürstenweg, Mitterweg...).


Das nur, damit ihr seht, dass ich da sicher nicht wegschaue, es nervt mich nämlich auch sehr. Klar sind fehlende Mehrheiten und beraterischer wie organisatorischer Dilettantismus der IVB der Grund für so einiges (darunter die Intervallausdünnungen und ein Teil der Pünktlichkeitsprobleme), aber nicht nur. Wir könnten politisch schon mehr tun. Es wird m.E. zu viel auf den Radverkehr fokussiert und gewisse fortschrittsfeindliche Beamt:innen, die immer noch die "Leichtigkeit und Flüssigkeit" des Autoverkehrs als Prämisse sehen, gehören m.E. längst an Positionen versetzt, an denen sie keinen Schaden anrichten können.
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Hager
12.11.2021 18:24     Antworten mit Zitat

Wie vorausschauend in Österreich Politik gemacht wird, sieht man an der aktuellen Covid-19 Entwicklung. Ich meine das ernst, man nimmt die Lage nicht Ernst, hört auf Einflüsterer und nicht Experten, lässt sich vom Boulevard, Esoterikern, Ewig-Gestrigen usf. treiben und läuft dann der Entwicklung hinterher. Die Verkehrspolitik bietet dasselbe Bild. Ein Bekannter hat mir kürzlich erzählt, ein finnischer Geschäftspartner habe ihm erklärt, er liebe zwar Tirol, aber ihr (Tirol/Österreich) wäret zu einer Bananenrepublik verkommen. Wie sehr auch der Gemeinschaftssinn dem Bach runter ist, beweist das allgemeine Verhalten in der Pandemie und auf der Straße - "Ich" und der Rest interessiert nicht.
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Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.
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Fibk
13.11.2021 22:35     Antworten mit Zitat

Manni, ich weiß dass du persönlich ein Kämpfer für den ÖPNV bist, bei der derzeit zuständigen Stadträtin hab ich das Gefühl leider weniger und das war unter ihrer Vorgängerin noch diametral anders ...
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Fibk
15.11.2021 17:57     Antworten mit Zitat

Das derzeit bestehende Angebot von 30min für beide Linien ist ja eigentlich ein schlechter Scherz und entspricht keineswegs dem was einer zentralen Verkehrsachse einer Großstadt angemessen ist.

Ich würde mir folgendes Betriebskonzept für Sonn- und Feiertage wünschen: (Linie 2 und 5 jeweils alternierend)
bis 08:00 Uhr: 30 min Takt
08:00 - 10:00 Uhr: 20 min Takt
10:00 Uhr - 20:00 Uhr: 15min Takt
20:00 Uhr - 23:00 Uhr: 20 min Takt
23:00 Uhr - 01:00 Uhr: 30min Takt

ein ähnliches Konzept würde ich mir auch für die Werktage wünschen:
19:30 - 21:00 Uhr: 15min Takt (SA bereits ab 18:30 und bis 20:00 Uhr)
21:00 - 23:00 Uhr: 20min Takt (SA bereits ab 20:00 Uhr)
23:00 - 01:00 Uhr: 30min Takt

Der schon vorgeschlagene 20min Takt ist ja eigentlich schon das absolut notwendige Minimum
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IVB-Opfer
16.11.2021 12:19     Antworten mit Zitat

Zitat:

Damit mein Standpunkt klar ist, hier ein Auszug aus einem aktuellen grün-internen Mail von mir (einige Passagen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, deshalb herausgelöscht):

Zitat:

(...)
Ich denke, für die last mile brauchen wir in Ibk vor allem endlich die an den stadtweiten und regionalen öV anbindenden Stadtteilbuslinien, und die sehe ich auch mit elektrischen Mini- und Midibussen. (...)

Ich sehe aber momentan wenig Hoffnung bezüglich so eines Ausbaues und auch bezüglich der Qualität (Schnelligkeit, Pünktlichkeit) unseres ÖV abseits der (...) anlaufenden Dekarbonisierung. Die (...) Tramanbindung von Tivoli-Süd scheint (...nicht bis 2023...) zu gelingen (...), der ÖV steht immer noch fast jeden Tag an etlichen Stellen im Auto-Stau (eines von vielen argen Beispielen ist die Mühlauer Brücke, auf der Busspuren völlig fehlen und deren neue Ampelanlagen beidseitig de facto den ÖV nicht bevorrangen - von den vielen fehlenden Busspuren gar nicht zu reden - warum passiert da nichts?), die einst geplanten Stadtteilbuslinien als "last mile"-Anbindungen z.B. von Arzl-Nord sind komplett in der Versenkung verschwunden, die Beschleunigung der Tram wird vom Amt blockiert und boykottiert, die seinerzeit ausgedünnten Wochenend-Intervalle aller Tram- und einiger Buslinien bleiben ausgedünnt (...) - ich bin an sich ja überhaupt kein Pessimist, aber da liegt im Moment so dermaßen vieles im Argen, dass ich glaube, dass es hier zunächst mal veritable Anstrengungen und vor allem auch den Willen seitens unserer Mobilitäts-Ressortzuständigen braucht, den politischen Fokus auf eine konsequente Beseitigung der Missstände im ÖV zu legen. (...)
Was da abgeht, seit Jahren, wirft ein (...) schlechtes Licht auf uns Grüne. Wie sieht unsere grüne Erfolgsbilanz für den ÖV in der GR-Periode 2018-2024 bis jetzt aus? Ich trau' mich gar nicht, so etwas zusammenzustellen. (...) Und im daily business diktiert die Beamtenschaft den Weg und boykottiert teils immer noch grüne Mobilitätspolitik, das Auto bleibt der Maßstab, und wo nicht das Auto den Weg vorgibt, schleichen Trams und Busse hinter Radfahrenden her und warten bei Rot an gegenüber dem ÖV bevorrangten Radquerungen (MüBrü, Fürstenweg, Mitterweg...).


Das nur, damit ihr seht, dass ich da sicher nicht wegschaue, es nervt mich nämlich auch sehr. Klar sind fehlende Mehrheiten und beraterischer wie organisatorischer Dilettantismus der IVB der Grund für so einiges (darunter die Intervallausdünnungen und ein Teil der Pünktlichkeitsprobleme), aber nicht nur. Wir könnten politisch schon mehr tun. Es wird m.E. zu viel auf den Radverkehr fokussiert und gewisse fortschrittsfeindliche Beamt:innen, die immer noch die "Leichtigkeit und Flüssigkeit" des Autoverkehrs als Prämisse sehen, gehören m.E. längst an Positionen versetzt, an denen sie keinen Schaden anrichten können.


Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Danke für die klare Aussage !


Vermutet habe ich derartiges ja schon lange, aber die Befriedigung darüber, damit halbwegs ins Schwarze getroffen zu haben, hält sich in sehr engen Grenzen.
Was mich aber überrascht, ist die Rolle der Beamten. Diese sind ja eigentlich die "Gehilfen" der zuständigen Politiker und sehr streng weisungsgebunden. Wenn hier passive Resistenz kaum mehr von Inkompetenz zu unterscheiden sein sollte, dann gäbe es durchaus Möglichkeiten, dem beizukommen. Was die Motivierung betrifft, werden ja sowohl vom Altbürgermeister van Staa als auch Alt-LH Weingartner treffende Statements überliefert.
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Oeffinator
17.11.2021 07:58     Antworten mit Zitat

Fibk schrieb:
Das derzeit bestehende Angebot von 30min für beide Linien ist ja eigentlich ein schlechter Scherz und entspricht keineswegs dem was einer zentralen Verkehrsachse einer Großstadt angemessen ist.

Ich würde mir folgendes Betriebskonzept für Sonn- und Feiertage wünschen: (Linie 2 und 5 jeweils alternierend)
bis 08:00 Uhr: 30 min Takt
08:00 - 10:00 Uhr: 20 min Takt
10:00 Uhr - 20:00 Uhr: 15min Takt
20:00 Uhr - 23:00 Uhr: 20 min Takt
23:00 Uhr - 01:00 Uhr: 30min Takt

ein ähnliches Konzept würde ich mir auch für die Werktage wünschen:
19:30 - 21:00 Uhr: 15min Takt (SA bereits ab 18:30 und bis 20:00 Uhr)
21:00 - 23:00 Uhr: 20min Takt (SA bereits ab 20:00 Uhr)
23:00 - 01:00 Uhr: 30min Takt

Der schon vorgeschlagene 20min Takt ist ja eigentlich schon das absolut notwendige Minimum


Ein schönes Konzept! Mit meinem Vorschlag des 20/20 Minuten Taktes auf der 2er/5er bin ich aus realistischen Gründen eher auf der vorsichtigen Seite - aber mehr ist natürlich in diesem Sinne jedenfalls zu befürworten. Verdichtungen der Intervalle an den restlichen Wochentagen, wie auch abends betreffend einige der innerstädtischen Buslinien sollten selbstverständlich auch berücksichtigt werden - das wäre dann allerdings wohl etwas für ein eigenes Thema...
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