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Entwicklung von Orten in den Alpen durch seine Seilbahnen

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DUEWAG 240
08.09.2013 02:16    Entwicklung von Orten in den Alpen durch seine Seilbahnen Antworten mit Zitat

Der liebe User Martin hat mich mit einem seiner Fotos von Wirl (Gemeinde Galtür) dazu hin bewegt, diesen Thread hier auf zu machen:

Und zwar ist doch wohl der Wintersport die dominierende Kraft im Tourismus von ganz Nordtirol (und anderst wo auch). Nur was er aus unseren Dörfern gemacht hat, ist doch wohl interessant (vor allem auf die neue Art von Jobs im Tourismus) und traurig:

Im Winter sind diese "wunderschönen" Gebäude voll mit Touristen, doch im Sommer spielen die Staubballen wohl in so manchem Hotel Tag ein - Tag aus fangen mit sich selbst. So wird das z.B. das große Gebäude in der Mitte des Bildes und unterhalb des Sesselliftes der Fall sein.
Aber schauen wir mal auch in den Großraum Innsbruck bzw. dessen südwestliches Ende:
Am anderen Ende der Linie 4166 (Kühtai) ist im Sommer gerade mal ein Hotel mitten im Ort offen. Es nennt sich im übrigen "schöne Aussicht", was aber aufgrund der Lage für mich irgendwie absurd ist. Leute trifft man dort laut Wirtin genug (solange kein Unwetter ist), aber dies sind wohl alles nur Leute, die mit Rad, Motorrad etc. das Bergfeeling erkunden wollen, und dafür nicht soweit oben Nächtigen (wenn es nicht sogar "nur" Einheimische sind)...

PS: Um die bedeutende Geschichte von Wirl vor nunmehr fast 14 Jahren hier noch kurz zu erzählen:
Wirl gehört zur Gemeinde Galtür, ist nur ein paar Kilometer weiter westlich an der Grenze zum Vorarlberger Montafon gelegen. Die Straße(n) über die man im Sommer ins Montafon kommt, sind im Winter wegen des Schnees gesperrt. Unter anderem daher konnten die Leute während des Superwinters 1999/2000 nicht in sicherere Gebiete evakuiert werden (der Weg nach Ischgl war wegen zu viel Schnee auch gesperrt), und es kam im Hauptort Galtür, wie es kommen musste: Eine Lawine kam von einem Berghang hinuntergesaust und zerstörte nicht nur das Dorf, sondern riss auch viele Familien auseinander bzw. sogar manche Familien komplett in den Tod. Heute erinnert vor allem noch ein Lawinendamm die Wintersportler unausweichlich auf den Weg ins Galtürer/Wirler-Schigebiet an diese tragische Geschichte, der danach dafür errichtet wurde, dass Galtür von noch so einem Schicksal verschont bleibt. In diesem Damm ist heute die freiwillige Feuerwehr und ein Versammlungs-/Ausstellungszentrum integriert. In letzterem war ich vor langer Zeit 2 Mal. Unter anderem als Galtür zusammen mit Hall die Landesausstellung abhielt. (<-Gibt es sowas überhaupt noch in Tirol???)

PPS: Foto habe ich entrissen aus diesem Beitrag
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Wörter, die dieses Jahr noch aus dem Wörterbuch verschwinden:
- Straßenverkehrsordnung
- Gehsteig
- Fahrradlicht
- Fahrradklingel
- Rücksicht
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krisu
08.09.2013 12:00    Auch Kühtai ist ein Ort der besonderen Schönheit... Antworten mit Zitat

Auch Kühtai ist aufgrund der stetigen Entwicklungen im Tourismus ein Ort der besonderen Schönheit. Das angefügte Bild illustriert, weshalb ich Freizeit generell lieber in Genua oder Korsika verbringe.
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Martin
08.09.2013 12:46     Antworten mit Zitat

@duewag240, gute Idee dass zum Thema zu machen
Berufsbedingt treibe ich mich immer wieder im Paznaun herum. Im Laufe der Jahre bin ich beinahe zu so etwas wie einem Ischglfreund geworden, weil dieser Ort immerhin den Sprung von dörflichen zu städtischem Denken am konsequentesten vollzogen hat, während die Persönlichkeitsspaltung (Teil eines städtischen Gebildes zu sein und trotzdem Dorf sein zu wollen) in den anderen Orten des Paznaun noch so ausgeprägt ist, dass ich mir von dort keine unkonventionellen Lösungen erwarte. Die werden wahrscheinlich nach drei Hochwässern und 10 Lawinenkatastrophen auch noch immer an die gleichen Stellen hinbauen wollen. Nach dem Motto „Jetzt wollen wir doch mal sehen, wer Herr der Schöpfung ist“.
Daher nun noch ein paar Photos aus Ischgl:

Zuerst der historische Vergleich 1992


Und hier 2013
Ort




Madleinlawine, Anbruchverbauung


Pardatschgrat


P.S.: Das http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sewell_flickr.jpg?uselang=de ist Weltkulturerbe geworden. Ischgl könnte es auch schaffen (und das meine ich mittlerweile ganz ohne Sarkasmus)
_________________
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Regiotram (=Nebenbahn) jedenfalls von Zirl bis Mils geführt werden muss.

Die von mir aufgenommenen Fotos stehen unter CC-BY-SA 3.0 und können gerne der Lizenz entsprechend weiterverwendet werden.
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