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Post mortem MTS-Radparkverbotsantrag

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Autor

manni
03.05.2011 15:03    Post mortem MTS-Radparkverbotsantrag Antworten mit Zitat

Mit Erstaunen hab ich festgestellt, dass wir die unfassbare Initiative der ÖVP zur Einführung eines Radparkverbotes in der Fußgängerzone MTS, der nach dem Willen seiner Proponenten im April in Kraft treten hätte sollen, hier gar nicht diskutiert haben.

Wie wir alle wissen, ist diese Schnapsidee ja mit Mann und Maus untergegangen.

Hier zur allgemeinen Unterhaltung die Stellungnahmen der Ämter und Institutionen, die zu der Entscheidungsfindung beigetragen haben:

sts_stellungnahmen_radparkverbot.pdf (564 KB)

Darin wird auch amtlich bestätigt, dass unsere hierin http://www.a-i-n.org/download/PA_rad_oeffis_innenstadt_AIN.pdf aufgestellte Forderung nach mehr Radabstellanlagen berechtigt war und ist.

Ich bin gespannt, ob jetzt endlich mal was passiert. Leider wird man weder das Kaufhaus Tyrol, noch die Rathausgalerien dazu zwingen können, ihren Verpflichtungen zur Errichtung von Radabstellanlagen (allein das Kaufhaus Tyrol müsste 600 Abstellplätze errichten) nachträglich noch nachzukommen. Da hat die Stadtverwaltung im Vorfeld leider wieder mal versagt (als Auflage für die Baugenehmigung wäre das möglich gewesen), obwohl sie darauf hingewiesen wurde.

Ich würde sagen: Autos aus den Querstraßen der Fußgängerzonen endlich endgültig raus (Anichstraße, Meraner Straße, Erlerstraße), und diese Bereiche für ausreichend große Radabstellanlagen nutzen. Wo solche möglich wären, steht eh in unserem Papier.
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Hannes
04.05.2011 17:02     Antworten mit Zitat

Zum totlachen!!! :ug: :ug: :ug:
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krisu
04.05.2011 20:42     Antworten mit Zitat

Nja, man wird schon "irgendeine" finstere Seitenstrasse finden, in die dann "proforma" hunderte Radabstellbügel einbetoniert werden. Die Kaufleute stellen es sich dann so vor, dass man 300m oder so zu diesem hinteren PLlatz hinradelt, dort sein Drahtesel abstellt, um dann 300m in die Fussgängerzone zu latschen.
Ist denen ja auch egal, Hauptsache ihrer Hygienevorstellung einer antiseptischen Stadt wird entsprochen und die Radbügel aus der MTS entfernt...


Aber Frage: Wieso sind abgestellte Radl in der MTS überhaupt ein Problem? Ich sehe keins. Fahre nahezu jeden Tag da durch...

Also lesen wir den Antrag der besorgten ÖVP:


"Durch die Fahrräder würden Eingänge blockiert (wo bitte????), Schaufenster verstellt (wo bitte konkret?) und ein reibungsloser Verkaufsbetrieb behindert"
Reibungsloser Verkaufsbetrieb? Ich würde meinen die vielen PKW, die in die Innenstadtgaragen gelockt werden, behindern den "Verkaufsbetrieb" in der restlichen Stadt, weil es dort nichts mehr zu Kaufen gibt, in den faden Einfallsstraßen mit Wettbüro und Parkscheinautomat...

"Auch die Sicherheit der Fußgänger sei durch umgeworfene " blabla...

"Blindenleitsiystem verstellt ..." aha, ja...sozial Benachteiligte...


Hey, aber ...ich lese gerade die Stellungnahme der Bundespolizeidirektion:
Alle als rational dargestellten Punkte abgeschmettert, und zwar ordentlich! Hätte ich jetzt nicht erwartet so! Lesenswert.
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manni
05.05.2011 00:08     Antworten mit Zitat

Ich wollte dich grade fragen, krisu, ob du das auch wirklich gelesen hast. Es geht daraus nämlich ziemlich deutlich hervor, dass in dieser Stadt nur die ÖVP und der rechte Rand so denkt, und sonst niemand.
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krisu
05.05.2011 09:39     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Ich wollte dich grade fragen, krisu, ob du das auch wirklich gelesen hast. Es geht daraus nämlich ziemlich deutlich hervor, dass in dieser Stadt nur die ÖVP und der rechte Rand so denkt, und sonst niemand.


Was nährt Deinen Zweifel? sts_stellungnahmen_radparkverbot.pdf (564 KB) habe ich gerne von der ersten Zeile bis zur letzten gelesen, es ist aufgrund der verschiedenen Interessenslagen und Argumentationsweisen durchaus interessant.

Übrigens gab es auch einen politischen Vorstoss, das Radlfahren in der nördlichen MTS völlig zu verbieten, wie vor einigen Monaten in der lokalen Presse nachzulesen war.
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manni
05.05.2011 11:33     Antworten mit Zitat

Nur der Anfang nährte meine Zweifel.

Das mit dem Radfahrverbot kam auch aus dem üblichen Mikrolager.

Eigentlich wäre es höchste Zeit für eine Offensive in die andere Richtung - nämlich die Fußgängerzone Altstadt endlich für den Radverkehr zu öffnen.
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ice108
05.05.2011 21:58     Antworten mit Zitat

So manche Radfahrer/Fußgängerampel die nur auf Anforderung schaltet wäre da auch noch so ein Fall...

Beispiel Fürstenweg an der Unterführung unter der Mittenwaldbahn: Erstmal wartet man da als Radfahrer auch bei schwachem Verkehr wo ein Überqueren der Straße eigentlich ohne weiteres möglich wäre durchaus seine Minute bis sich das Ding endlich dazu bequemt auf grün zu gehen. Und dann ist die Grünphase so kurz geschalten, dass die Ampel zu blinken anfängt wenn ich als Radfahrer die Fahrbahnmitte erreiche, und schon wieder auf rot ist bevor ich an der anderen Straßenseite angekommen bin.

Wie da ein Fußgänger rüberkommen soll ist mir ein Rätsel, wenn ich das nichtmal mit dem Fahrrad vollständig bei grün schaffe...
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Hannes
06.05.2011 13:18     Antworten mit Zitat

ice108 schrieb:
So manche Radfahrer/Fußgängerampel die nur auf Anforderung schaltet wäre da auch noch so ein Fall...

Wie da ein Fußgänger rüberkommen soll ist mir ein Rätsel, wenn ich das nichtmal mit dem Fahrrad vollständig bei grün schaffe...


"So mache" ist wohl stark untertieben. So langsam betrifft das - Dank Verkehrsrechneranbindung - so ziemlich alle Ampeln in Innsbruck. :veg: Besonders nett finde ich es immer, wenn dann zwar der parallele Autoverkehr grün bekommt, die Fußgänger aber noch einen ganzen Extraumlauf warten müsse, bis sie auch endlich dran sind.
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