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"Meridian": ab Dezember bessere Regionalverbindungen nördlich von Kufstein?

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manni
03.04.2013 01:41    "Meridian": ab Dezember bessere Regionalverbindungen nördlich von Kufstein? Antworten mit Zitat

Aus OVB online:

Besser als ein S-Bahn-Anschluss

"Mehr Züge, mehr Tempo, mehr Komfort". Bereits jetzt wirbt die Bayerische Oberlandbahn (BOB) für den "Meridian", der ab Dezember das E-Netz Rosenheim bedienen wird. Doch was steckt wirklich hinter dieser Botschaft? Ein Pendler aus Raubling vermutet eine Mogelpackung. Die Verkehrsgesellschaft Veolia, der BOB-Mutterkonzern, widerlegt diese Befürchtungen jedoch. Gegenüber den OVB-Heimatzeitungen gewährte deren Sprecher nun erste Einblicke in den neuen Fahrplan.

Letzte Abfahrt: Die roten Doppelstockwägen, die in den 80er-Jahren gebauten "Silberlinge" und die Baureihe 423 (Bild) der Deutschen Bahn werden in Dezember vom "Meridian" abgelöst. Gegen 0.40 Uhr verlässt am Sonntag, 15. Dezember, der vorerst letzte DB-Regionalzug den Bahnhof Rosenheim in Richtung Salzburg. In den danach gültigen Fahrplan gewährten die Verantwortlichen jetzt erste Einblicke. Foto Aerzbäck

Rosenheim - "Fünfmal pro Woche pendle ich zwischen Raubling und dem Münchener Ostbahnhof", erklärte der gelernte Elektrotechniker gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Zwischen 35 und 49 Minuten brauchen dafür die roten Regionalzüge der Deutschen Bahn. An der derzeit weit verbreiteten Euphorie, dass mit dem "Meridian" ab Dezember alles besser werde, kann der 39-Jährige allerdings nicht teilhaben. Er befürchtet Verlängerungen der Fahrzeiten, da die Züge von Kufstein über Rosenheim nach München künftig an allen Stationen (außer Pfraundorf) halten. Im Extremfall sitze er deshalb seinen Berechnungen zufolge rund 50 Minuten pro Woche länger im Zug. Sind Pendler aus dem Inntal die Leidtragenden der neuen Verbindungen?

Veolia-Sprecher Christian Glück sieht keinen Grund zur Sorge. Einerseits verkürze sich die Reisezeit durch den Wegfall des heute oft notwendigen Umstiegs in Rosenheim. Andererseits seien die Elektrotriebfahrzeuge des Typs "Flirt" so schnell und spurtstark (Höchstgeschwindigkeit bis zu 160 km/h), dass der Zeitverlust durch die zusätzlichen Stopps in Großkarolinenfeld, Ostermünchen und Aßling aufgeholt werden könne. "Zumindest in den meisten Fällen", schränkt er ein. Die exakten Zahlen stünden noch nicht fest. Das Unternehmen befinde sich mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft noch in der Abstimmung. Der endgültige, minutengenaue Fahrplan werde aller Voraussicht nach im August von der Infrastrukturbetreiberin, der DB Netz AG, bestätigt. Im Oktober sollen die Fahrgäste darauf Zugriff haben.

Daneben verweist Glück auf eine künftig dichtere Taktfolge. Der 60-Minuten-Takt zwischen der Landeshauptstadt und Kufstein werde in den Hauptverkehrszeiten auf einen 30-Minuten-Takt ausgedehnt. Das wiederum führe dazu, dass sich zwischen München und Rosenheim bis zu vier Fahrten pro Stunde ergeben. Das sind mehr als auf manchen Linien der Münchener S-Bahn.

Ein klarer 15-Minuten-Takt zwischen der bayerischen Metropole und der Innstadt komme aber dennoch nicht zu Stande. Denn: Um den Fahrgästen aus Salzburg und aus dem Chiemgau einen direkten Anschluss nach Großkarolinenfeld, Ostermünchen, Aßling und Grafing Bahnhof zu ermöglichen, starten die Verbindungen jeweils relativ zeitnah hintereinander in Rosenheim.

Zu den weiteren Trümpfen des neuen Fahrplans zählt nach Angaben von Glück ein besseres Angebot in den frühen Morgenstunden. In Salzburg beispielsweise fährt heute der erste Zug nach München um 6.09 Uhr. Die erste Meridian-Verbindung soll schon um 4 Uhr starten. Auch der heute auf dieser Achse beim letzten Zug am Abend notwendige Umstieg in Prien entfalle.

Nicht mehr geben wird es allem Anschein nach die umsteigefreien Verbindungen von Rosenheim in das Tiroler Unterinntal. Dort verkehren derzeit im Zweistundentakt die Talent-Triebfahrzeuge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) - als Regionalbahn zwischen Rosenheim und Kufstein und direkt weiter als Linie S1 der Innsbrucker S-Bahn bis Telfs-Pfaffenhofen. Lediglich die Landeshauptstadt Innsbruck sowie Jenbach und Wörgl bleiben mit den Fernverkehrszügen auch weiterhin umsteigefrei erreichbar.

Noch keine Neuigkeiten gibt es im Ringen um die für Pendler wichtige gegenseitige Tarifanerkennung zwischen Veolia und der Deutschen Bahn. "Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen", so Glück. Angebote wie das Bayern-Ticket, das Schöne-Wochenende-Ticket sowie die Bahncard 25 und die Bahncard 50 seien jedoch gewiss im Meridian gültig.
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krisu
03.04.2013 13:28     Antworten mit Zitat

Was ist denn hiermit gemeint?

"Nicht mehr geben wird es allem Anschein nach die umsteigefreien Verbindungen von Rosenheim in das Tiroler Unterinntal. Dort verkehren derzeit im Zweistundentakt die Talent-Triebfahrzeuge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) - als Regionalbahn zwischen Rosenheim und Kufstein und direkt weiter als Linie S1 der Innsbrucker S-Bahn bis Telfs-Pfaffenhofen. Lediglich die Landeshauptstadt Innsbruck sowie Jenbach und Wörgl bleiben mit den Fernverkehrszügen auch weiterhin umsteigefrei erreichbar."

Fahren dann die ÖBB Talente nur mehr bis Kufstein und nicht weiter nach Rosenheim? Oder wie ist das hier zu verstehen?
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manni
03.04.2013 14:31     Antworten mit Zitat

Ich verstehe das so, dass der Kompromiss, die S1 als Regionalzug bis Rosenheim weiterzuführen, dann entfällt und in Kufstein umzusteigen ist.
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sLAnZk
04.04.2013 00:32     Antworten mit Zitat

Ich würde das auch so verstehen, einzig die Züge ins Tioler Unterland, die in Telfs enden, sind etwas verwirrend...
Wenn Veolia aber fremde Tickets nicht anerkennt, ist das ein ziemlicher Nachteil auf der Verbindung nach München, oder? Daß ich nicht mehr ohne Umsteigen nach Rosenheim fahren kann, ist zwar unpraktisch, weil es wohl Zeit kostet, nachdem es aber (hoffentlich) weiterhin IC-Verbindungen geben wird, die in Rosenheim stehenbleiben auf dem Weg nach zB Wien, ist der Unterschied hoffentlich nur ein gradueller.
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Es kreist die Tram in meinem Kopfe
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es liegt so Spannung an meinem Schopfe
das hab ich jetzt davon.
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Steph
04.04.2013 10:10     Antworten mit Zitat

sLAnZk schrieb:
nachdem es aber (hoffentlich) weiterhin IC-Verbindungen geben wird, die in Rosenheim stehenbleiben auf dem Weg nach zB Wien, ist der Unterschied hoffentlich nur ein gradueller.


Die Italien-ECs bleiben in Rosenheim stehen, die ICs nach Wien fahren von Kufstein bis Salzburg durch.
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manni
04.04.2013 10:36     Antworten mit Zitat

OT: kann mir jemand erklären, welche Logik genau hinter der Tatsache steckt, dass Züge zwar in Kufstein (17.000 Ew) stehen bleiben, in Rosenheim (61.000 Ew) aber nicht?
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Tramfan
04.04.2013 12:24     Antworten mit Zitat

Weil die Italien-ECs nach München fahren und Bahnhof Rosenheim am Weg liegt.
Bei den Verbindungen nach Wien fährt der Zug zwar durch Rosenheim, aber zweigt bereits vor dem Bahnhof Richtung Salzburg ab. Am Bahnhof zu halten würde nur mit einem Richtungswechsel funktionieren.
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manni
04.04.2013 12:53     Antworten mit Zitat

Das ist nachvollziehbar logisch. :)
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Steph
04.04.2013 13:57     Antworten mit Zitat

Tramfan ist mir mit der Antwort zuvorgekommen. That's the way it is. :-)
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Hannes
05.04.2013 13:12     Antworten mit Zitat

Würde eine ÖBB-IC-Haltestelle zwischen Innsbrucker Straße und Inn da nicht Sinn machen?

http://goo.gl/maps/ybE5j
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