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Ein Busmuseum?
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Autor

Steph
09.12.2009 11:31    Ein Busmuseum? Antworten mit Zitat

Ich finde die Bus-Geschichte einfach ein bissl zum Schmunzeln. Ganz ehrlich. Mal abgesehen davon, dass ein TW eine andere "Ausstrahlung" als ein Bus hat (ein TW "passt" einfach in einen Garten, ein Bus mit Bj 94 und jünger wohl kaum), welchen Bus wollt ihr denn "anbieten"? Wenn der 88er als defekter TW nicht geht und zu lang ist, glaube ich kaum, dass man einen voll funktionstüchtigen Niederflur-Gelenkbus (!) in den Garten stellt, der noch dazu rein technisch für den normalen Liniendienst voll benutzbar ist.
Ich sehe sonst keine Alternativen, was man an Bussen hergeben könnte, und ich hoffe auch, dass man nicht so dumm ist, einen Bus herzugeben. Just my 2 cents.
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Steph
09.12.2009 12:15     Antworten mit Zitat

Naja, so viel verlangen sie für die Busse nicht mehr, aber du kannst trotzdem einen SL200 (der durchaus etwas nostalgisches an sich hat) nicht mit den "modernen" NG 272 vergleichen... Die wären als Gartenhaus mindestens ebenso verschwendet wie der 39er.
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manni
09.12.2009 12:28     Antworten mit Zitat

10.000 bei gutem Zustand aber sicher, oder? Also, als "modern" würde ich die NG 272 oder einen NL 202 jetzt wahrlich nicht mehr bezeichnen. Vielleicht wäre es aus Historikersicht eine Verschwendung, so einen verrotten zu lassen, wenn's der letzte IVB-NG 272 oder NL 202 wäre, ja (wäre vielleicht keine schlechte Idee, wenn wir uns auch am Bussektor mal Gedanken über die Erhaltung solcher Museumsstücke machen würden), aber 15 Jahre alte Dieselbusse sind für den Linieneinsatz wohl nicht mehr wirklich geeignet. 15 Busjahre sind 30 Straßenbahnjahre, oder wie geht die Faustregel? :)
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Steph
09.12.2009 12:34     Antworten mit Zitat

Im Verhältnis zu einem SL200 ist der NG 272 sicherlich high-tech :-) (Sind doch 10 Jahre Unterschied).
Ich sehe das jetzt weniger aus der Sicht eines Historikers, sondern aus der Sicht eines Nutznießers. Ich meine, 15 Jahre sind ein ordentliches Alter, keine Frage, aber sie taugen noch für den normalen Linieneinsatz bzw. allemal für einige Jahre Schülerverkehr - umso mehr, wenn man sie für einen symbolischen Euro hergibt (was ich aber nicht glaube). In Innsbruck sind sie ja auch bis Juli im Einsatz gewesen...und große reparaturtechnische Eingriffe hat es keine gegeben.
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Walter4041
09.12.2009 12:38     Antworten mit Zitat

Steph schrieb:
Im Verhältnis zu einem SL200 ist der NG 272 sicherlich high-tech :-) (Sind doch 10 Jahre Unterschied).
Baujahrsmäßig sinds vielleicht 10 Jahre, Entwicklungsmäßig ist der SL200 doch technischer Stand der frühen 70er.
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Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit.

André Kostolany
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Steph
09.12.2009 12:43     Antworten mit Zitat

Ich hab jetzt als groben Richtwert an das Bj vom 220er gedacht (1984); dass die SL200 nicht in diesem Jahr entwickelt wurden, war mir klar ;-)
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manni
09.12.2009 13:03     Antworten mit Zitat

Viele Städte haben Museumsbusse. Warum nicht Innsbruck? In Salzburg werden Busse museal erhalten, sogar in Linz gibt es einen Museumsbus, vielleicht künftig auch mehrere, Klagenfurt hat das Historama, und Wiener Busse haben im ÖOM und im Tramwaymuseum der Wiener Linien sowieso ihre erhaltende Heimat. Wo aber bleiben die Innsbrucker Busse? Wo und wie kann Innsbrucks Busvergangenheit heute noch erlebt werden? Wäre es nicht Aufgabe der Stadt, auch diese wichtige Sparte der Nahverkehrsgeschichte zu dokumentieren bzw. solche Aktivitäten finanziell zu fördern?
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Steph
09.12.2009 13:04     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Viele Städte haben Museumsbusse. Warum nicht Innsbruck?


Weil es keine erhaltenswerten Busse mehr gibt?
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manni
09.12.2009 13:14     Antworten mit Zitat

Wollwoll. Jetzt oder später eventuell noch zu kriegen wären: ein SL200, ein G&S-Obus, ein MAN-Obus, ein Fiat(?)-Obus, MAN NL, MAN NG. Außerdem gäbe es wahrscheinlich die Möglichkeit, ältere Fahrzeuge von irgendwoher zu bekommen, die baugleich mit bei den IVB verwendeten wären, und diese anzupassen, wie man das auch in Salzburg schon gemacht hat. Möglichkeiten gäb's viele.
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Peter021
09.12.2009 13:16     Antworten mit Zitat

... und weil die Stimmung in Kreisen die so etwas erhalten können nicht als gerade Busfreundlich bezeichnet werden kann... hängt wohl mit Vergangenheit zusammen...

1.) es ist nichts mehr wirklich Altes vor Ort (wobei gerade München auch schon Niederflurbusse in der Preisklasse unserer MAN (hier allerdings Mercedes) erhält

2.) weil die handelenden Personen kein Interesse an einer Erhaltung haben, es gibt ja kein Innsbrucker Nahverkehrsmuseum ;-)
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manni
09.12.2009 13:32     Antworten mit Zitat

Das bestehende Straßenbahnmuseum würde wohl mehr Sinn machen als Nahverkehrsmuseum, dort wäre sowas an sich am besten aufgehoben, das wird aber schon allein aus Platzgründen niemals möglich sein.

Der Vorteil bei Bussen ist ja auch die Ortsungebundenheit. Man braucht keinen Gleisanschluss. Ein altes Industriegelände mit entsprechnder Halle zum Abstellen irgendwo am Stadtrand, eine Handvoll Enthusiasten die sich mit dem Zeug auskennen (wozu ich mich sicher nicht zählen kann :) ) und Fördergelder von der Stadt, das würde reichen. Leider fehlt anscheinend das Wichtigste: die Enthusiasten. Der Rest wäre sicher zu kriegen.
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Peter021
09.12.2009 14:07     Antworten mit Zitat

Richtig: Platz kann man finden, Geld gibt es eh für alles (anscheinend)... Es bräuchte Proponenten (zu denen ich mich auch nicht wirklich zählen kann ;-) ) Ein Nahverkehrsmuseum wäre sicher gut, ein IVB Museum noch besser (siehe MVG Museum München)... Denn was ausser der Rittnerbahnlok (die am Ritten mit offenen Armen auch leihweise genommen werden würde!) gibt es denn vor Ort ausser Innsbruck? Eben... Ein IVB Museum wäre da sicher (Angesichts des Platzes) eine gute Sache...
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manni
09.12.2009 15:10     Antworten mit Zitat

Nicht dass irgendwas von all dem aus derzeitiger Sicht nun irgendwie realistisch wäre, aber ich denke, darüber reden sollte man doch mal.
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Tw75
09.12.2009 18:02     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Wollwoll. Jetzt oder später eventuell noch zu kriegen wären: ein SL200, ein G&S-Obus, ein MAN-Obus, ein Fiat(?)-Obus, MAN NL, MAN NG. Außerdem gäbe es wahrscheinlich die Möglichkeit, ältere Fahrzeuge von irgendwoher zu bekommen, die baugleich mit bei den IVB verwendeten wären, und diese anzupassen, wie man das auch in Salzburg schon gemacht hat. Möglichkeiten gäb's viele.


Leider hat man das beim 220er versäumt. Man hätte den Bus doch einfach behalten können, die paar Kröten, die der Verkauf einbrachte, fallen auch nicht ins Gewicht und allzugroß war ja der Unfallschaden auch nicht. Vom Erscheinungsbild her geht er - sicherlich auch für "Buslaien" - als interessantes Fahrzeug durch.
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Juergen
09.12.2009 18:06     Antworten mit Zitat

Ich sehe es so, dass der Erhalt von Schienenfahrzeugen im Vergleich zu Bussen leichter umsetzbar ist, weil diese wesentlich robuster gebaut sind. Ein Bus, z.B. ein SL 200, wäre sicher ein interessantes Objekt, doch sind das nach meiner Erfahrung ziemliche Rostlauben, bei denen man viel Geld und Manpower in die Hand nehmen muss, um einen langfristigen Erhalt zu sichern. Ein Museumsbus sollte auch fahren können (mit Fahrgästen!), um Deckungsbeiträge für seine Erhaltung einzufahren. Nur dann wird es möglich sein, einen Verkehrsbetrieb dafür zu begeistern.
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Steph
09.12.2009 18:16     Antworten mit Zitat

In Italien gibt es ein paar Gruppierungen, die sich um den Erhalt der historischen Bus-Masse kümmern. Die Vorreiter in dieser Hinsicht ist die Associazione Fitram. Anbei der Link zur Face-Book-Seite mit den Bildern der ganzen erworbenen Busse, die derzeit nach und nach restauriert, angemeldet und für Ausflüge verwendet werden.

http://www.facebook.com/pages/La-Spezia-Italy/Associazione-FITRAM/96453227801

Dieser Link führ zur Übersicht aller geretteten Fahrzeuge. In der 2. Reihe mittig befindet sich ein Inbus S210FT und zwar einer aus dem Betrieb, wo sich derzeit 863, 864, 955 und 958 befinden :-) Der letzte Bus ist ein Iveco 370 DallaVia, ex-SAD n. 704!

http://www.facebook.com/album.php?aid=110616&id=96453227801&ref=mf

Bereits fix ist die Übernahme eines Menarini 201/2 auf Genua und noch ein Fahrzeug, an das ich mich jetzt ad hoc nicht erinnere :-) Jedenfalls gibt es landauf, landab viele Schätze, die teils in Fahrschulen teils ohne Benutzung vor sich hin rotten und auf Rettung warten...
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manni
09.12.2009 18:17     Antworten mit Zitat

Ganz klar, selbstverständlich sollten Museumsbusse auch fahren. Tun die in Kärnten und Wien ja auch, der Linzer wird glaub ich auch genutzt, als Infobus oder sowas.
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Peter021
09.12.2009 20:34     Antworten mit Zitat

In Italien gibt es auch ein ganz geiles O-Bus Museum in La Spezia.... Aber nicht dass ich mich jetzt als Bus Fan outen würde ;-)

In Östereich gibt es neben den Bussen bei Verkehrsbetrieben (Linz, Salzburg, Wien) auch das private ÖOM, das einige Gustostückerln hat...

Hat Graz eigentlich historische Busse?

Innsbruck hat ja leider seinen letzten MAN SL200 (den Fahrschulbus 220) bei einem Unfall verloren... und Bus 217 der letzte planmässig eingesetzte MAN SL200 (unsere Kindheit lässt grüssen ;-) ) ging ja über das ÖOM irgendwo nach Deutschland, oder?...
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Steph
09.12.2009 20:37     Antworten mit Zitat

Das Museo Nazionale dei Trasporti (MNT) ist wirklich ein Hit.

"Bei einem Unfall verloren" klingt so, als wäre es unter einen Panzer gekommen - was ja nicht der Fall war. Der Schaden soll durchaus reparabel gewesen sein - es kümmert die IVB halt wenig, wenn es um Busse geht...alles Tram Tram sag ich nur...
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Peter021
09.12.2009 20:43     Antworten mit Zitat

Auch nicht mehr wirklich, wenn ich mir das Schicksal von 4 (AGStB), 21 und 39 anschaue... eher Trauerspiel den Tram-Tram...

Aber wenn man so manches Museumsstück in Italien sieht könnte man echt zum (O-) Busfan mutieren ;-) Vorsicht Sonnenbrille sag ich da nur... :D

P.S.: Wer was geiles sehen will: http://www.laspezia.net/mnt/main.htm
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