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Bad places

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Autor

Tw75
08.03.2009 11:18    Bad places Antworten mit Zitat

In Innsbruck gibts - wie in jeder anderen Stadt auch - Orte, an denen man froh ist, wenn man sie schnell wieder verlassen kann bzw. die man sogar bewußt meidet.

Für mich fällt die Bruneckerstrasse in diese Kategorie. Auf den ersten Blick sieht die Strasse zwar wie jede andere Seitenstrasse, vielleicht nur ein bißchen (v.a. durch die Garageneinfahrt zum Europahaus und den Textildiscounter) grindiger bzw. ramischer aus?

Sobald man jedoch in die Strasse einbiegt, offenbart dieser Straßenzug sein wahres Gesicht. Beim Vorbeigehen des alten Postgebäudes wartet man nur darauf, dass eine Ratte den Wegkreuzt. Ein Blick auf die andere Strassenseite wird prompt mit der ausladenden dreckigen Vollfensterfront inklusiver vergibter Vorhänge belohnt.

Die sich in der Wand befindenden Telefonzellen (sind da überhaupt noch Telefone drinnen) laden einfach nur dazu ein, das nächste mal einen Schubkarren mit Ziegeln und eine kleine Mischmaschine mitzunehmen, um sie endgültig zuzumachen.

Kaum hat man diesen Eindruck verarbeitet, schlägt einem eine amoniakhältige, teilweise leicht säuerliche Geruchswolke ins Gesicht. In der Ausbuchtung könnte man genauso einen Paravon aufstellen und sie als Gratislatrine bezeichnen.

Wie die Strasse so auch seine Leute? In diesem Fall ja. Vor dem Handyshop inkl. den Billig-ins Ausland-telefonieren-Kabinen, dem Kebap- und Pizza"Restaurant" sowie gelegentlich auch vor dem größeren Billig-ins Ausland-telefonieren-Geschäft das sozusagen auch ein Interentcafé ist, tummeln sich im Prinzip nur mehr - in Trauben zusammenstehende - Leute mit Migrationshintergrund. Augen zu und durch, denn man hat es bald geschafft, diese Strasse hinter sich zu lassen.

Es bleibt zu hoffen, dass endlich dem Postgebäude ein Neubau folgt, der den gesamten Straßenzug aufwertet. Am Status quo wird man jedoch nichts ändern können.

Vll. führen auch noch andere User "bad places" in Innsbruck an.
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Juergen
08.03.2009 12:32     Antworten mit Zitat

Ich wüsste da auch was - die nördliche MTS, zumindest seit es dort so ein komisches auf 1,5 m-Stücke filetiertes Gleis gibt! :mrgreen:
Aber mal im Ernst - als ich jetzt wieder eine Woche lang in Innsbruck unterwegs war, hatte ich das Gefühl, dass es dort weit weniger unangenehme Schmuddelecken gibt, als in vielen anderen europäischen Städten vergleichbarer Größe. Anders dagegen bei Bausünden (d.h. bestimmten Architekten-Denkmälern zwischen historischer Bausubstanz) kann Innsbruck durchaus mithalten, wenngleich mir auch einige ganz passable Lösungen aufgefallen sind. Da bin ich vor allem gespannt, wie das neue Kaufhaus in der MTS mal wirkt, wenns fertig ist (besser wie der komische Intersport-Würfel etwas weiter südlich allemal!).
Gruß Jürgen
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Hannes
08.03.2009 13:02     Antworten mit Zitat

Da wär die Bogenmeile natürlich nicht zu vergessen.

Das Innufer von der Markthalle bis zur Uni gleicht auch weniger einer Promenade, als einem Hinterhof.
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sLAnZk
08.03.2009 18:36     Antworten mit Zitat

So schlecht ist der Sporthauswürfel nicht - da ist der zweifelsohne gequälte Entwurf des Kaufhauses Tyrol Neu sicher schlechter... ist schon interessant, daß man, wenn man schon etwas anderes haben will, nicht eine Lösung wählt, die sich schon x-fach bewährt hat, aber das ist halt nicht originell, einfach nur die Fassade stehen zu lassen. Wahrscheinlich war es auch Ausschreibungsbedingung, so wie die Entfernung der Geleise aus der MTS Nord.

Die Ansichten zur Bruneckerstraße teile ich, recht unsympathisch ist auch der Durchgangsbereich hinüber zum Sillpark, man fühlt sich zwar nicht irgendwie unsicher, aber es ist doch recht schmierig alles dort, sicher auch keine gute Nachricht für das Kleidergeschäft, das dort ist.

Die MTS Nord wird durch ihre Entstellung wahrscheinlich eine lokale Wüste ohne freies Leben werden, tagsüber Schanigärten, nachts sinnlos Betrunkene, kurz ein Stück toter Stadt.

Wenig schön ist auch der Bereich hinter dem alten Karmelitinnenkloster, dunkel, langweilig, noch weniger schön die Südbahnstraße, laut, viel Verkehr. Den Durchschnittsbürger vermag der schöne Anblick ja nicht zu trösten, dadurch leidet die Stimmung.
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das hab ich jetzt davon.
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stadtmensch
08.03.2009 20:26     Antworten mit Zitat

ja der straßenzug richtung bhf ist heruntergekommen. in den nischen war einmal der spritzenautomat oder ist noch immer dort. der abriß kommt bald, das ist die hoffnung.

ich finde, dass die stadt einfach sehr dreckig ist! nicht nur der viele splitt der zur zeit liegt, sondern auch viel müll, papierln, klumpert, graffitis,...
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manni
08.03.2009 20:54     Antworten mit Zitat

Spritzenautomaten sind notwendige Infrastruktur für Drogenkranke. Man kann über heruntergekommene Viertel geteilter Meinung sein, aber ebenso wie die Obdachlosen haben auch die Fixer eine Existenzberechtigung.
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mario to go
08.03.2009 21:33     Antworten mit Zitat

Also jeder der Innsbruck eine dreckige Stadt schimpft war denke ich noch in keiner anderen Stadt...
...den Spritzenautomat gibts noch...
...ich schließe mich den Meinungen bezüglich BruneckerStr. und SüdbahnStr. an, auch die Bordelle und Striplokale in der Gegend sind nicht sonderlich einladend.

Zur MTS und KaufhausTyrol...also ich finde den jetztigen Entwurf sehr gelungen denn die Käsefasade war zum +wüürgh+
Und was an den hässlichen alten Häusern mit der Gerngroß Aufschrift so schön gewesen sein soll dass man die Fasade stehenlässt ist mir auch ein rätsel! Das waren ja keine Häuser mit Verzierungen oder dergleichen drauf, sondern schiache eckige Kastln die man schon vor einigen Jahren mit Erkern aufgepeppt hat.
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manni
08.03.2009 23:58     Antworten mit Zitat

Extrem schäbig sollen auch Teile des Schlachthofviertels sein. Wurde mir aber nur beschrieben, in der Gegend war ich zuletzt als Kind, und damals war's... irgendwie normal schäbig, weil in den 1970ern bis in die 1980er alles irgendwie schäbig war, damals gehörten Schlaglöcher im Asphalt, verrostete Ampeln und Laternen, schäbige Läden, ungepflasterte Gehsteige etc. einfach häufig zum Straßenbild.
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patler
09.03.2009 08:42     Antworten mit Zitat

Dann dürfte dort die hr stehengeblieben sein, mich erinnert die Schlachthofgegend an alte zeiten (die Höfe kommen mir vor, wie im Spiel "Mafia", welches in den 30er Jahren in den USA spielt).

Mag zwar etwas komisch sein, aber wenn ich was wirklich versuche zu meiden, ists der Rapoldipark und die hinteren Ausgänge des Sillpark (O-Haltestelle Sillpark meide ich allerdings hier noch am meisten).
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stadtmensch
09.03.2009 09:40     Antworten mit Zitat

@mario: ich war in sehr vielen städten, weltweit, aber in teilen von ibk ist es wirklich sehr dreckig!
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manni
09.03.2009 10:37     Antworten mit Zitat

Wobei ich finde, dass durchaus ein Unterschied besteht zwischen lebendig-bunt-trashig (Treibhaushof, Bögen, Innpromenade bei der Uni...) einerseits und dreckig-schäbig andererseits (Brunecker Straße, Südbahnstraße, Brixner Straße...)
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Tw75
09.03.2009 14:01     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Innpromenade bei der Uni...)


Aber ja nicht die Strasse überqueren... Man könnte auch aus der Innpromenade zw. Markthalle und der Kreuzung mit ein- zwei Cafés und einer netten Promenade durchaus ohne astronomische Kosten etwas machen. Die dortige Durchfahrtsstrasse ist mE entbehrlich.
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manni
09.03.2009 14:11     Antworten mit Zitat

Stimmt, das ist auch so eine extrem abgetakelte Gegend - im Gebiet zwischen Markthalle und Markthallenparkhaus erwartet man förmlich, menschliche Körperteile aus den Müllcontainern hängen zu sehen.
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sLAnZk
12.03.2009 19:35     Antworten mit Zitat

Es war in jüngerer Zeit die Rede davon, man wolle die Markthalle sanieren und aufstocken - das scheint allerdings ad acta gelegt worden zu sein, ansonsten wäre es eine gute Sache gewesen, die Revitalisierung der Gegend mit dem Projekt zu verknüpfen.

Interessant wäre auch, das auch gelegentlich von der Architektur-Fakultät vertretene Anliegen, Innsbruck als Stadt näher an den Inn zu bringen, dort auszuleben, wo sowieso Platz ist, also hier.

Was allerdings passiert, wenn man Zu- und Abfahrt von der relativ großen BOE-Garage westlich der Markthalle nur mehr über die östliche Terminalkreuzung laufen läßt, vermag ich nicht wirklich einzuschätzen. Für diese Umgebung ist aber auch wieder recht wenig Verkehr auf der breiten Straße.

Es wäre vielleicht für die BIG interessant, das Parterre des Finanzamts auf der Innseite so umzubauen, daß man dort in der Nacht feiern kann, vielleicht kann man auch Pontons am Inn vertäuen, die als Gartencafé dienen können, so müßte man eigentlich schönes Leben anlocken können, und die Ödnis gibt sich von selbst. Lebt das Fahrradgeschäft neben dem Kurzwaren-Tandler eigentlich noch? Und sind die mit den Preisen heruntergegangen? Fragen über Fragen zum öden Gebiet.
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das hab ich jetzt davon.
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