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| Autor |
manni |
| 18.04.2004 12:03  |
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Was sagt ihr zur Änderung der Fahrzeugausschreibung? Es ist nun keine Mindestlänge der kürzeren Fahrzeuge mehr festgelegt, und die Länge der Stadtbahnfahrzeuge wurde auf 35 m fixiert.
Ersteres würde jedenfalls bedeuten, dass mehrere Hersteller wieder zum Zug kommen könnten, oder täusche ich mich da? Ein kurzer Combino á la Nordhausen z.B. könnte jetzt wieder erwägt werden, wobei dieser allerdings zumindest für die Linie 2, aber auch für 6 und STB, oder 1 und 3 in den HVZ, völlig unterdimensioniert wäre.
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bahnbauer |
| 18.04.2004 12:36  |
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ich lasse mich überraschen. ich hoffe nur, dass die ivb ein paar tolle unterhaltsfahrzeuge anschafft. (weil, die interessieren mich einwenig mehr) |
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werner |
| 18.04.2004 18:12  |
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Hallo!
Die Ausschreuibungsänderung bringt nun vielleicht doch die Chance auf unterschiedlich lange Fahrzeuge! Ich glaube, für den Abendverkehr (zumindest 1 und 3) oder als Verstärker hätten einige wenige kurze Fahrzeuge durchaus ihre Berechtigung. Die höchstlänge für die fahrzeuge resultiert einerseits aus der Abstelllänge im Betriebshof (knapp 80 m; derzeit haben 3 Achtachser (Hagener) gerade Platz), andererseits aus der Hallenlänge in Fulpmes. |
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HCl |
| 19.04.2004 18:00  |
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Die Wahrscheinlichkeit für einen Combino schätze ich aber sehr, sehr gering ein. Ich denke nicht, daß sich die Stadt Innsbruck a) ihr eigenes Grab schaufeln will oder b) Siemens innerhalb dieser Zeit ein neues Fahrzeug entwickeln kann, das zudem bereits einmal auf Meterspur eingesetzt wurde. |
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werner |
| 20.04.2004 07:59  |
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Hallo!
Ich bin zwar kein Fahrzeugkonstrukteur, aber ich glaube, es müsste auch mit dem Cityrunner (Flexity Outlook) möglich sein, eine kurze Version herzustellen, analog dem Nordhausener Combino. (1. und hinterster Wagenteil, dazwischen die Fahrgastsänfte). Was meint ihr dazu??? |
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Tramtiger |
| 20.04.2004 09:18  |
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@Werner: Grundsätzlich wird das sicherlich möglich sein, aber - wozu? Die langen Fahrzeuge werden ja ohnedies benötigt und zusätzlich noch kurze anzuschaffen ist wirtschaftlich wohl wenig sinnvoll.
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manni |
| 20.04.2004 09:50  |
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Wie hoch ist die Energieersparnis bei kürzeren Fahrzeugen? Diese wäre ja das einzige Argument für einige kürzere Wagen, oder?
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WW |
| 20.04.2004 14:08  |
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Hallo!
Die Einsparung scheint so groß nicht zu sein, sonst würden wir hier in München sicherlich nicht öfters auf der Nachtlinie die dafür viel zu großen R3 spazieren fahren (immerhin knapp 37 m) obwohl wir genügend handlichere R2 (27 m) im Depot stehen haben. Laut unserem Betrieb ist das aber billiger als die betroffenen Kurse abends einrücken und dafür einen R2 ausrücken zu lassen... |
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manni |
| 20.04.2004 14:19  |
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@WW: danke für die interessante Info. Wozu könnten kürzere Wagen dann gut sein? Um mir diese Frage gleich selbst zu beantworten: von Anfang an längere Wagen (35 m) und ganz kurze (20 m) im Mischbetrieb, je nach Linie, und nach wie vor Platz für alle Wagen im derzeitigen Depot? Das wäre ein guter Grund!
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werner |
| 20.04.2004 15:50  |
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Hallo!
Der Hauptgrund, dass ich die Frage nach ganz kurzen Wagen aufgeworfen habe, ist eine gewisse Sorge, dass nicht ausgenützte große Wagen u. U. als Argument für eine Intervalldehnung dienen könnten. Was das für die Linie 1 bedeutet, kann sich wohl jeder denken. Deshalb meine Überlegung: Lieber öfters ein kurzer Wagen als seltener ein langer! |
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manni |
| 22.04.2004 11:57  |
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@werner: meinst du die Gefahr einer Hinaufsetzung des Intervalls der Linie 1 auf 15 Minuten? Das wäre natürlich übel!
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manni |
| 22.04.2004 11:59  |
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@ WW: erstmal willkommen im Inntram-Forum als User #14. Gut Ding wächst eben langsam.  Was du schreibst, wäre genau auch meine Annahme gewesen. Demgemäß machen kürzere Fahrzeuge wohl wenig Sinn, auch wenn's natürlich reizvoll wäre, wenn es 35 m-, 27,6 m- und 20(?) m- Fahrzeuge gäbe.
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werner |
| 22.04.2004 13:48  |
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Hallo! @ manni: Eine Taktdehnung auf 10 oder gar 15 Minuten wäre v. a. auf der Einser problematisch, da jemand, der gut zu Fuß ist, nicht 15 Minuten wartet, sondern gleich marschiert. Ich erinnere mich, es gab vor ca. 8-10 Jahren kurze Zeit im Abendverkehr 20 Minuten-Interalle auf 1 und 3 mit der Folge, dass die Wagen fast leer fuhren. Zum Glück wurde dann das 7,5/15/30/60Minuten-Taktgefüge eingeführt und die Frequenz v. a. der Einser hat sich im Abendverkehr wieder erholt. Am Samstagnachmittag ist das 15-Min.Intervall auf der 1er eh schon lang genug. Zu diesem Thema fällt mir Augsburg ein; dort wurde Anfang der 80er Jahre das Intervall auf 10 Minuten gedehnt wegen mangelnder Auslastung der damaligen Fahrzeuge (5-Achser, Düwag-8Achser). Einige Jahre später lautete der Slogan "lieber die halbleere Tram auf der Strecke als die leere Tram im Depot, das 5 Minuten Intervall im Tagesverkehr wurde ein beispielloser Erfolg, der sich auch in den Zuglängen (Stuttgarter-Doppeltraktionen, 42m-Combinos) zeigt. |
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WW |
| 24.04.2004 18:33  |
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@manni: Danke. Hoffentlich werden noch viele weitere folgen!
Kürzere Fahrzeuge machen schon Sinn - als Verstärker und um abends sowie auf schwächer ausgelasteten Strecken den Verkehr zu übernehmen. Es ist ja nicht nur eine Energieersparnis, lange Fahrzeuge verursachen schließlich auch höhere Wartungs- und Reinigungskosten. So wird man bei uns z.B. auf der Linie 12/16 garantiert nie einen R3 sehen (es sei denn ein Fahrzeug wurde getauscht was aber selten vorkommt).
Außerdem sind kürzere Wagen besser für´s Fahrpersonal - man ist schneller um die Kurven rum und kann den Fahrhebel umso früher wieder schwungvoll nach vorne schieben |
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