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Neue Arbeitswagen notwendig?
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Autor

manni
13.04.2004 22:35     Antworten mit Zitat

Meinereiner fragt sich, ob mit dem Wachsen des Netzes auch die Anschaffung neuer Arbeitswagen erforderlich sein wird. Ich kann mir z.B. nur schwer vorstellen, daß die Schneekehre 200 bei heftigem Schneefall, wie er doch ein-, zweimal jeden Winter vorkommt, das ganze neue große Netz bedienen kann. Ditto Schienenschleifen - wird vielleicht ein DÜWAG zum Schleifwagen umgebaut, wie auch anderswo schon geschehen? Was meint ihr?




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sLAnZk
14.04.2004 15:11     Antworten mit Zitat

meines wissens war die schneekehre gar nicht mehr in verwendung -- oder ist das der stand vor zehn jahren? -- das problem war doch der fortgeschleuderte splitt auf parkende autos... vielleicht gibt es einen weg, eine eventuell sinnvolle weitere schneekehre anders zu konstruieren, damit man sie auch in der stadt verwenden kann.
vielleicht wäre es eine interessante zusatzidee, einen der schönen düwag-geräte zum cabrio zu machen... wunderbare runden nach igls und fulpmes oder für stadtrundfahrten; mit entsprechender verkaufsstrategie vielleicht ein renner.
ich meine, in graz ist das gemacht worden.


(Editiert von sLAnZk am 14.04.2004 15:12)





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manni
14.04.2004 15:33     Antworten mit Zitat

Ja, und die Dachwiderstände kommen dann in den Fahrgastraum, um darauf Kaffee zu wärmen und Pizzas zu backen In Graz war das ja ein Bus. Aber eine Cabrio-Bim hätte natürlich was!

AFAIK fährt #200 in der Stadt selten, aber doch. Also nur wenn's ganz extrem runtersaut. Genau weiss ich es aber nicht.
Die Autos haben eben Pech gehabt, deren Blechkarosserie ist ja genau dazu da, sowas abzufangen (wäre mal meine Einstellung dazu).




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bahnbauer
15.04.2004 09:28     Antworten mit Zitat

ich bin mir sicher, dass mehrere arbeitswagen notwendig sind. für den gleisunterhalt (schleifen), ein wagen für das ausputzen der spur, ein turmwagen, ein oder zwei niederbordwagen und einen traktor mit ladebühne und kranaufbau.

ad panoramawagen: im hochsommer sicher eine riesige hetz!!
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manni
15.04.2004 14:29     Antworten mit Zitat

@bahnbauer: du meinst schon zusätzlich zu den bereits vorhandenen Arbeitsfahrzeugen?


(Editiert von manni am 15.04.2004 14:29)




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werner
15.04.2004 14:35     Antworten mit Zitat

Hallo!
Die Schneekehrmaschine ist allen Gerüchten zum Trotz nach wie vor voll einsatzfähig. Letzten Winter war sie allerdings aufgrund der geringen Schneehöhen in der Stadt nicht im Einsatz. Das Problem mit dem Splitt konnte übrigens sehr elegant gelöst werden: Gefühlvolleres Betätigen der Kehrbürsten verhindert, dass mit Splitt vermischter Schnee auf Autos, Schaufenster, Passanten etc. geschleudert wird.
Auf der Igler ist die Schneekehre ebenfalls zugelassen und wird auch bei Bedarf eingesetzt. Ins Stubai darf sie nicht - wegen der höheren Fahrleitungsspannung und fehlender Zugsicherungseinrichtungen. Die Diesel-Arbeitslok (Nr. 22) wäre bereits für eine Schneeräumeinrichtung (hydraulisch verstellbarer Pflug) vorgesehen, das Gerät müsste nur mehr beschafft werden. Der Schleifwagen (Nr. 21, ex Züricher TW) ist ebenfalls einsatzfähig; für ein größeres Netz wird allerdings eine Neuanschaffung zielführend sein. Ich könnte mir durchaus einen Hagener (2-Richtungs-Wagen!), zum 6Achser zurückgebaut, als universelles Arbeitsfahrzeug (schleifen, Rillen reinigen, schmieren, Abschleppfahrzeug,...) vorstellen. Das würde auch die hist. TW 2 und 3 schonen, die derzeit als Schneeräumfahrzeuge auf den Außenstrecken dienen.
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bahnbauer
15.04.2004 17:06     Antworten mit Zitat

@manni

ja schon zusätzlich bzw. was eben noch gebraucht wird.
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manni
15.04.2004 22:44     Antworten mit Zitat

@werner: klingt alles sehr schlüssig - danke, wieder mal, für die Info! Eine Frage dazu: warum müsste man dem Hagener dazu das Mittelteil herausnehmen?




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manni
16.04.2004 12:55     Antworten mit Zitat

Ad Abschleppfahrzeug: wird zum Abschleppen eigentlich nach wie vor einer der verbliebenen SL200-Busse eingesetzt? Habe das mal am Südring beobachtet.




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sLAnZk
16.04.2004 15:56     Antworten mit Zitat

Quote:

Ja, und die Dachwiderstände kommen dann in den Fahrgastraum, um darauf Kaffee zu wärmen und Pizzas zu backen In Graz war das ja ein Bus. Aber eine Cabrio-Bim hätte natürlich was!


eine schöne straßenbahn aus den sechzigern zum cabrio zu machen kann natürlich bedeuten, das gefühlvoll zu tun, um die schönheit der bahn zu erhalten. dann müßte man die dachwiderstände auf ebenjenem belassen, was die möglichkeiten einschränkt. wenn man aber mit brutalität zu werke geht, könnte man ja die widerstände in einem überdachten und entsprechend gekühlten teil der bahn konzentrieren und das restliche dach wegflexen, sodaß nur an den beiden enden der bahn überdachte fahrerstände bleiben. das ist vielleicht nicht schön im sinne des straßenbahn- wohl aber lässig im sinne des freiluft-freundes. und wenn ich die widerstände auf einem drittel eines der achtachser konzentriere, so kann ich die anderen zwei drittel wegschneiden und habe dadurch dann außerdem einen unterschlupf, wenn der föhn zusammenbricht, bevor ich aus fulpmes wieder zurück bin.

Quote:

AFAIK fährt #200 in der Stadt selten, aber doch. Also nur wenn's ganz extrem runtersaut. Genau weiss ich es aber nicht.
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Die Schneekehrmaschine ist allen Gerüchten zum Trotz nach wie vor voll einsatzfähig. Letzten Winter war sie allerdings aufgrund der geringen Schneehöhen in der Stadt nicht im Einsatz. Das Problem mit dem Splitt konnte übrigens sehr elegant gelöst werden: Gefühlvolleres Betätigen der Kehrbürsten verhindert, dass mit Splitt vermischter Schnee auf Autos, Schaufenster, Passanten etc. geschleudert wird.


eine wirklich gute nachricht ²werner.

schaut sicher super aus, wenn das gerät durch innsbruck fährt, das möchte ich gern einmal erleben/beobachten. der nächste ordentliche schneetag kommt bestimmt...

stb

überhaupt in der nacht mit den riesigen scheinwerfern... man sollte sich direkt auf die lauer legen...




(Editiert von sLAnZk am 17.04.2004 17:26)





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bahnbauer
16.04.2004 16:16     Antworten mit Zitat

die ivb wird wohl auch ein abschleppfahrzeug (unimog, traktor) anschaffen. dieses fahrzeug könnte man gleichzeitig für den unterhalt verwenden.
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manni
16.04.2004 17:29     Antworten mit Zitat

Quote:

eine schöne straßenbahn aus den sechzigern zum cabrio zu machen kann natürlich bedeuten, das gefühlvoll zu tun, um die schönheit der bahn zu erhalten. dann müßte man die dachwiderstände auf ebenjenem belassen, was die möglichkeiten einschränkt. wenn man aber mit brutalität zu werke geht, könnte man ja die widerstände in einem überdachten und entsprechend gekühlten teil der bahn konzentrieren und das restliche dach wegflexen, sodaß nur an den beiden enden der bahn überdachte fahrerstände bleiben. das ist vielleicht nicht schön im sinne des straßenbahn- wohl aber lässig im sinne des freiluft-freundes. und wenn ich die widerstände auf einem drittel eines der achtachser konzentriere, so kann ich die anderen zwei drittel wegschneiden und habe dadurch dann außerdem einen unterschlupf, wenn der föhn zusammenbricht, bevor ich aus fulpmes wieder zurück bin.



Das klingt supergenial... an so einem Projekt würd' ich trotz meines Nulltalents für Handwerkliches sofort mit Hand anlegen. Innsbruck fehlt sowieso noch ein Partywagen!






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Tramtiger
16.04.2004 18:15     Antworten mit Zitat

Ich glaub nicht, dass es mit dem Wegflexen des Daches alleine getan ist. Ich gehe mal davon aus, dass das Dach ein tragender Teil der Konstruktion ist und das Durchbiegen des Wagenkastens verhindert. Der Wagenkasten ist ja statisch gesehen ein Rohr. Die Aussichtswagen der DB (Reingold) waren deshalb extrem schwer! Die gesamte Tragende Konsturktion musste in die Bodenplatte integriert werden. Ähnliches gilt auch für Cabrio-Autos. Also, ganz so einfach ist das nicht - obwohl mich ein solches Fahrzeug auch reitzen würde...

Tramtiger
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sLAnZk
16.04.2004 18:16     Antworten mit Zitat

Quote:

die ivb wird wohl auch ein abschleppfahrzeug (unimog, traktor) anschaffen. dieses fahrzeug könnte man gleichzeitig für den unterhalt verwenden.


ich bin ein romantiker... irgendwie würde es mir besser gefallen, ein auf schienen fahrendes unterhaltungsfahrzeug zu sehen... ich weiß nicht, welche überlegungen hinter dem gedanken an einen unimog stehen, was ist mit rasengleispassagen, die ja angeblich geplant sind?

²manni: ich bin auch ein handwerksexperte... und ich würde auch gern mitmachen bei so etwas. man könnte ja bei einem der achtachser den mittelteil des daches abnehmen, um dort die klassischen holzsitze (ohne die polsterung, die schaut so aufgesetzt aus) zu montieren, und wenns zu kalt ist, setzt man sich in die überdachten teile. was planst Du mit einem partywagen? so etwas für lärchenwiesen-walddisco tramrave in der ausweiche in telfes? (mbmn wäre das nicht so ideal... aber einmal ein anderer gedanke, oder?)

²tramtiger: die alten wagen haben den vorteil, daß unten herum unter dem fußbodenniveau doch einiges an platz ist, um sie zu versteifen... man müßte versuchen, die statische wirkung des rohres mit dem fußboden zu erzielen. schwierig dürfte in der präsentierten idee mit dem offenen mittelteil dann nur der übergang zu den überdachten teilen werden.


(Editiert von sLAnZk am 16.04.2004 18:19)





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werner
16.04.2004 18:20     Antworten mit Zitat

Hallo!

Zum Abschleppen von hängengebliebenen Bussen kann man einen Bus einsetzen (einer der alten SL 200 wird wegen dem handgeschalteten Getriebe bevorzugt); zum Abschleppen größerer Fahrzeuge (Gelenkbusse, Obusse, Straßenbahnen) gibt es einen LKW Mercedes-Actros mit Bergekran; leider jedoch nicht schienengängig. Auf Überlandstrecken wird deshalb nur mit einem Hagener abgeschleppt (auf den Steilstrecken gelten besonders strenge Bestimmungen bezüglich der Bremseinrichtungen, um ein Abrollen defekter Fahrzeuge zu verhindern). @manni: Grundsätzlich könnte man auch einen Achtachser zum Schleifwagen adaptieren; aber wozu? Fahrgastraum braucht man keinen (eine etwaige Doppelverwendung als histor. Fahrzeug scheitert an den Umbauten, die Aussehen und Innenraum verändern), man schleppt nur tote Masse herum und verbraucht unnötig Abstellfläche. M.W. haben einige Betriebe, die moderne Schleifwagen besitzen, diese aus Sechsachsern entwickelt bzw. zu Sechsachsern rückgebaut (So stammt das Mittelteil unseres Bielefelders 53 aus einem Bielefelder, der nach Würzburg verkauft wurde und dort zum 6achser rückgebaut wurde.) Das antriebslose Jacobsgestell in der Fahrzeugmitte wird dabei zum Einbau der Schleifeinrichtung adaptiert (i. W. Schleifscheiben anstelle der Magnetschienenbremsen!
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bahnbauer
16.04.2004 20:49     Antworten mit Zitat

ad abschleppfahrzeug: das kann schon schienentauglich sein. da gibts zwei möglichkeiten. 1. selbstantrieb das heißt das fahrzeug fährt auf die schiene, lässt die räder für schiene runter und kann dann auf der schiene herumglühen. 2. möglichkeit: antrieb über die reifen. das fahrzeug muss sich ebenfalls eingleisen und kann dann auf der schiene fahren. nur werden die räder für die schiene über die räder vom fahrzeug angetrieben, das kann zu hohem reifenverschluss führen.

ad party-panoramawagen: ich glaube nicht, dass es mit abflexen getan ist. besser wäre ein paar (alte) bordwagen umzubauen, vermutlich weniger aufwand.
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sLAnZk
17.04.2004 17:22     Antworten mit Zitat

ich finde, es spräche viel für eine richtige lok, vielleicht sogar dieselelektrisch mit dem notwendigen saft zum abschleppen... denn die oberleitungen können mit dem für die o-bus-oberleitungen eingesetzten lastwagen gewartet werden, und um wagen in rasengleis-abschnitten schleppen zu können, ebenso natürlich auf den langen passagen, die nach hall hinunter entstehen werden und nach fulpmes hinauf schon entstanden sind ist eine lok wahrscheinlich effizienter als ein unimog und diesem im übrigen netz wohl ebenbürtig.

ich weiß nicht recht, inwiefern die bestehende mehrzwecklok zum abschleppen oder für die aufgaben eines turmwagens verwendet werden kann, vielleicht könnte diese neue lok entweder dafür eingerichtet oder eine geeignete waggonlösung gefunden werden. oder man mietet zum allgemeinen besten den turmwagen 262 der museumsbahnen an ...


(Editiert von sLAnZk am 17.04.2004 17:23)





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bahnbauer
18.04.2004 09:47     Antworten mit Zitat

@steinbock

eine richtige diesellok wäre natürlich ein hammer. aber ich finde ein schienentauglicher unimog ist sinnvoller. er fährt auf der straße dorthin wo die tram hängt, entgleist ist oder was auch immer passiert ist. an einer geraden stelle gleist der unimog ein und fährt dann auf der schiene zur tram. das geht sicher einfacher, als mit einer eigenen lok zur tram zu fahren. die strecke ist sicher nie frei, sodass die diesellok bei den ausweichen immer auf eine oder mehrere straßenbahnen warten muss.
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werner
20.04.2004 08:14     Antworten mit Zitat

Hallo!

Es muss nicht unbedingt der Turmwagen der MuseumsBahnen sein (auch wenn dieser nach wie vor voll betriebstauglich ist), auch die IVB hat noch eine Oberleitungserhaltungs-Garnitur, bestehend aus einem Turmwagen (ex Stubaitalbahn) und dem Gerätewagen 236, das ist ein geschlossener STB-Güterwagen, übrigens jener, der zuletzt die Bahnpost beförderte, noch mit Briefeinwurfschlitz in der Plattformtür.

Zum Thema Abschleppwagen: In der Stadt ist sicher ein LKW sinnvoll (wenn möglich, schienengängig), um rasch zufahren zu können, auf den Steigungsstrecken ist er sicher fehl am Platz, da der Antrieb über Reibrollen völlig ungeeignet ist, ein 26 oder mehr to schweres Fahrzeug abzuschleppen. Der Oberleitungs-Unimog der IVB (Zweiwegfahrzeug) hat schon alleine genug Adhäsionsprobleme; wie mir ein Partieführer erzählt hat, habe er sich mit diesem Fahrzeug nicht nur einmal "angeschissen" aus Angst, das Vehikel nicht mehr unter Kontrolle zu haben.
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bahnbauer
20.04.2004 09:04     Antworten mit Zitat

stimmt, für steile strecken braucht man eine richtige diesellok mit viel power (so eine kleine taurus lok wärs! *g*)
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