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User gelöscht! |
| 15.07.2004 19:58  |
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Die Straßenbahn ist sicher ein sehr effizientes und gutes Verkehrsmittel wenn es darum geht von Völs oder Hall an jedem Stau vorbei in die Stadt zukommen, aber z.B. die geplane Linie 3 (Anichstraße -Steinbockweg ist komplette Geldverschwendung, weil ein Bus in der Stadt viel schneller ist. In München zum Beispiel bauten sie die Innenstadtlinien wieder ab, weil man mit ihnen nicht wirklich weiterkam. Auch ist die Strassenbahn in der Stadt auch weitaus störender als z.B. ein Obus. (Vibrationen und quitschen in den 90° Kurven). Da sollen sie lieber die Strecken nach Völs und Hall vernünftig ausbauen und nicht lauter halbe Sachen machen!
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sLAnZk |
| 15.07.2004 23:45  |
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ich habe in diesem forum den umstand, daß ich nicht gleichzeitig o-bus und tram haben kann, lange nicht gekauft. nachdem ich ihn jetzt gekauft habe und ebenso gekauft habe, daß es eine straßenbahn geben soll, ist mir diese lieber als ein dieselbus. ganz definitiv.
in münchen rauscht eine ganze reihe von straßenbahnlinien durch die innenstadt, der bahnhof, stachus, sendlinger tor sind alles knotenpunkte dieser straßenbahn (wobei sendlinger tor einen hervorragenden, nahezu kreisrunden, wendekreis beherbergt), eine linie geht auch durch die fußgängerzone, schaut hervorragend aus, ist auch hervorragend. die linien 19, 21 (nur als zwei beispiele) fahren dort vom hauptbahnhof hinüber zum maximilianeum, direkt durch die fußgängerzone, wie gesagt, und dann am theater vorbei...
in innsbruck wäre eine straßenbahn sicher nicht langsamer als ein bus, umso mehr, als der fahrgastwechsel durch die deutlich breiteren türen weitaus schneller abläuft (wenn man von der voraussetzung ausgeht, daß die flexis beschafft werden...). und wenn man die strecken nach völs und hall so baut, daß ein fünf-minuten-takt möglich ist, ist allen gedient, sicher ist eine zweigleisige strecke schöner, aber stilnoten werden allenfalls hier im forum vergeben...
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manni |
| 16.07.2004 00:53  |
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Erstmal willkommen im Forum, martl! 
Hast du die Testfahrten der Bombardier-Niederflurtram in Innsbruck beobachtet? Dort, wo die Gleise schon im doppelt schallgedämmten Oberbau liegen, fuhr diese nahezu geräuschlos. Lediglich das Singen des Motors war zu hören, wenn die Maschine vorbeizog, und das dürfte Einstellungssache sein. Kurvenquietschen wird sich niemals ganz verhindern lassen, tritt aber nur unter bestimmten Wetterbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) und in engen Bögen auf, derer wir gar nicht so übertrieben viele haben. Vibrationen werden durch den doppelt schallgedämmten Oberbau weitgehend verhindert.
Die Stadtbahn nach Völs bzw. Hall wird, muß, in der Innenstadt verzögerungsfrei verkehren können. Ich verlasse mich jetzt einfach mal drauf, daß man hier nicht zig Millionen Euro zum Fenster rauswirft indem man halbherzig baut, sondern daß diese Projekte, entgegen bisheriger Innsbrucker Gewohnheiten, ordentlich und konsequent durchgezogen werden. Gerade in der City ist die Stadtbahn dem Bus haushoch überlegen - sie ist leise, emissionsfrei, kann auch durch Fußgängerzonen fahren, hat eine größere Fahrgastkapazität, und ist nicht zuletzt optisch wesentlich attraktiver - und durch das Vorhandensein der Schienen ist die Bahn auch dann präsent, wenn grade kein Fahrzeug da ist, ein Orientierungsfaktor sozusagen, der signalisiert: warten Sie kurz und steigen Sie dann ein, hier fährt ein hochwertiges Nahverkehrsmittel. Das gleiche mit ein paar Abstrichen gilt natürlich auch für die Straßenbahn.
Ich seh' demgegenüber keinerlei Vorteile in Bussen...
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Heli |
| 16.07.2004 20:19  |
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Hallo an Martl auch von meiner Seite, ich verstehe deine Vorbehalte geg. die Tram, wenn man nur die Innsbrucker Verhältnisse kennt. (Bezügl. München kann ich dir allerdings nicht zustimmen, dort wurde vor einigen Jahren z. B. die neue Osttangente - Verlängerung der Linien 15 und 25 nach Norden durch relativ enge Strassen - neu gebaut, Streckenauflassungen sind in München m W. nicht geplant, die letzte war dort vor ca. 20 Jahren, weitere sind geplant). Nahezu überall anders ist es so, dass die Tram auch in der Innenstadt einen eigenen Bahnkörper hat oder zumindest in einer verkehrsberuhigten Strasse verkehrt, siehe Linz, Augsburg, Freiburg, Würzburg, Basel, Bern, Genf, Grenoble, ..... Alles Städte, die in Grösse, Verkehrsaufkommen und -charakteristik mit Ibk zu vergleichen sind. Und Manni hat auch recht, wenn er sagt, dass die Tram für (potentielle) Fahrgäste attraktiver ist. Überall (!!), wo Tramstrecken neu gebaut wurden, konnte man bleibende Steigerungen der Fahrgastzahlen gegenüber dem vorlaufenden Busbetrieb um 20 bis teilweise 300% (echtwahr!!!) feststellen. Also ich bin uneingeschränkt für den Tramausbau, nur muss man es richtig machen, allerdings habe ich in Ibk da so meine Zweifel.... Heli
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Heli |
| 16.07.2004 20:21  |
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Ich noch mal, mit "weitere sind geplant" in München meine ich natürlich Neubaustrecken. Servus Feldmarschall
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User gelöscht! |
| 17.07.2004 13:05  |
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Quote:
Und Manni hat auch recht, wenn er sagt, dass die Tram für (potentielle) Fahrgäste attraktiver ist. Überall (!!), wo Tramstrecken neu gebaut wurden, konnte man bleibende Steigerungen der Fahrgastzahlen gegenüber dem vorlaufenden Busbetrieb um 20 bis teilweise 300% (echtwahr!!!) feststellen. Also ich bin uneingeschränkt für den Tramausbau, nur muss man es richtig machen, allerdings habe ich in Ibk da so meine Zweifel.... Heli
Ich hab zwar schon von ca. 80% Fahrgaststeigerungen gehört, wenn ich mich richtig erinnere, aber in welcher Stadt gibts 300%??
Mit freundichen Grüßen,
Dieter
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Heli |
| 17.07.2004 18:42  |
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In Karlsruhe gabs auf einer Regionalstrecke sogar eine Steigerung von 3000 (in Worten: dreitausend) %. Natürlich ist das ein Ausreisser von einem sehr niedrigen Niveau. Von Strasbourg weiss ich von Steigerungen zw. 200 und 300%. Innerstädtisch bei Ersatz von Buslinien sind ca. 30 - 60 % Standard, aber bei Überlandlinien, wo Busse von Regionalbetreibern (in unserem Fall Postbus und Bahnbus) durch schnelle, direkt in die City verkehrende, auf eigenem Bahnkörper fahrende, in kurzen Intervallen kommende Bahnen ersetzt werden, sind Steigerungen im dreistelligen Prozentbereich eher die Regel als die Ausnahme. Siehe Kassel, Saarbrücken und v.a. Karlsruhe. Heli
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manni |
| 18.07.2004 18:03  |
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Gibt's dazu eigentlich eine Datensammlung, eine Studie oder irgend etwas? Sowas wäre sehr interessant, um in Innsbruck notwendige "radikale" Baumaßnahmen, Sperren für den MIV etc. zu argumentieren...!
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