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Neues Projekt einer urbanen Seilbahn
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Autor

raumplaner
05.04.2023 09:09     Antworten mit Zitat

Hager schrieb:
Aus Gesprächen mit dem BBA Innsbruck weiß ich, dass ein Ausbau in diesen Kriechhängen massive Hanganschnitte mit umfangreichen Hangsicherungen bedeuten würde. Stützmauern unterhalb der Straße waren wiederholt mit Ankern zu sichern. Zudem liegt in der Straße der Abwasserkanal Patsch/Ellbögen - Igls/Vill - Innsbruck


Alles kein Hinderungsgrund für einen allfälligen "Sicherheitsausbau" der L9 in diesem Abschnitt, für derartige Projekte lässt sich beim Land schon Geld auftreiben. Die Stützmauern sind ohnehin zu erneuern, der Abwasserkanal wird angeblich auch nicht mehr ewig so bleiben wie er ist (mehr Einwohner, mehr Abwasser). Hängt aber auch ein wenig davon ab wie es mit der Umfahrung Aldrans weitergeht.
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raumplaner
05.04.2023 10:02     Antworten mit Zitat

Verkehrsplaner schrieb:
Das Problem bei der Seilbahn ist, dass man sich natürlich nicht traut durch die Bebauung zu fahren.


§53 SeilbG 2003 lesen (und verstehen). Hinweis: Bauverbotsbereich bis 12m beiderseits des äußersten Seilstranges.
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418
05.04.2023 10:41     Antworten mit Zitat

raumplaner schrieb:
Verkehrsplaner schrieb:
Das Problem bei der Seilbahn ist, dass man sich natürlich nicht traut durch die Bebauung zu fahren.


§53 SeilbG 2003 lesen (und verstehen). Hinweis: Bauverbotsbereich bis 12m beiderseits des äußersten Seilstranges.


Mit anderen Worten: Eine Seilbahn schlägt eine autobahnbreite Schneise in die Bebauung.
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Verkehrsplaner
05.04.2023 13:24     Antworten mit Zitat

raumplaner schrieb:
Verkehrsplaner schrieb:
Das Problem bei der Seilbahn ist, dass man sich natürlich nicht traut durch die Bebauung zu fahren.


§53 SeilbG 2003 lesen (und verstehen). Hinweis: Bauverbotsbereich bis 12m beiderseits des äußersten Seilstranges.


Dann lies bitte einfach mal §54, dann können wir weiter diskutieren.
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Admiral
05.04.2023 17:41     Antworten mit Zitat

außerdem geht es hier genau um das nachträgliche errichten von gebäuden.. umgekehrt heisst das nicht, dass man mit der seilbahn nicht auf weniger als 12m ran fahren darf... und auch die hungerburgbahn hätte wahrscheinlich recht sportlich stress sonst gehabt mit den 12m...

die umfrage ist aber wirklich schwer suggestiv... spielt irgendwie bus gegen IV aus (eine kostet, andere langsam)... und die seilbahn ist eigentlich da immer eine schöne alternative...
_________________
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raumplaner
05.04.2023 18:01     Antworten mit Zitat

Admiral schrieb:
außerdem geht es hier genau um das nachträgliche errichten von gebäuden.. umgekehrt heisst das nicht, dass man mit der seilbahn nicht auf weniger als 12m ran fahren darf... und auch die hungerburgbahn hätte wahrscheinlich recht sportlich stress sonst gehabt mit den 12m....


Deine persönliche Auslegung? Vielleicht noch einen Blick in die ÖNORM EN 12929-1 werfen. Was hat das mit der Hungerburgbahn zu tun? Standseilbahn vs. Seilschwebebahn, Konzessionsverfahren im Jahr 2002 (?) etc.

Aber ok, es bestünde für eine Seilbahn im öffentlichen Interesse - was hier wohl durchaus der Fall wäre - noch die Möglichkeit zur Enteignung nach dem EisbEG. Und ja, muss man sich trauen weil es dann u.U. wirklich "sportlichen Stress" gibt ...
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Hager
05.04.2023 18:26     Antworten mit Zitat

Rechtlich etwas durchzubringen ist das Eine, politisch das Andere. Rein rechtlich betrachtet gehe ich von einer UVP-Pflicht (Anhang 1 Z. 10 dritte Spalte lit. i) aus. Zudem dürfte, massive Rodungen (Paschberg, Ullwald), Landschaftsschutzfragen (Lansersee, Seerosenweiher), Konflikte mit der Raumordnung (landw. Vorranggebiete) in diese UVP einfließen. Die Frage des öffentlichen Interesses (welche?) und die Abwägung im UVP-Verfahren der Vor- und Nachteile (allenfalls auch im Naturschutzverfahren, falls keine UVP-Pflciht besteht) sind Hindernisse, die nicht so ohne weiters zu überwinden sind.
Die Frage der Kosten für Bau und Betrieb sind dann eine politische Frage, die eng mit den Nutzen zusammenhängt.
_________________
Wenn man will, geht viel. Wenn man nicht will, geht nichts.
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Verkehrsplaner
05.04.2023 18:37     Antworten mit Zitat

Rund um die Bergstation stehen Gebäude näher als 12 m an der Hungerburgbahn. Die ist auch bei weitem nicht das einzige Beispiel in Tirol, jede Menge Bahnen fahren über Gebäude oder nahe daran vorbei.
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Martin
05.04.2023 22:27     Antworten mit Zitat

zu den §§53 bis 54...
Dieser Regelungsinhalt ist mW ein Brandschutzthema.
Brennt ein Haus neben der Bahn, dann hilft dieser Abstand. Brennt es unter der Bahn, dann ist hinglänglich bekannt, was mit Stahl passiert.
s. auch §56

Die Behörde kann Ausnahmen genehmigen. Soweit ich mich erinnere wurde das bei der Höllspitzbahn in der Paznauener Taja diskutiert. Damals standen die Blockbauten der historischen Alm noch knapp neben der Lifttrasse. Heute sind sie aber komplett weg (oder umgestellt worden, weenn ich mir das aktuelle Luftbild ansehe).
Der Öift auf dem Phtos wurde um ca 1994 abegebaut und die neue Bahn daneben errichtet. Achsabstand zur den damaligen Blockhäsuern ca. 5m. Ich glaube mich aber zu erinneren, dass bereits 1994 aufgetragen wurde, das zunächst stehnden Haus zu entfernen.

screenshot TIRIS

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Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Regiotram (=Nebenbahn) jedenfalls von Zirl bis Mils geführt werden muss.

Die von mir aufgenommenen Fotos stehen unter CC-BY-SA 3.0 und können gerne der Lizenz entsprechend weiterverwendet werden.
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manni
05.04.2023 22:57     Antworten mit Zitat

Verkehrsplaner schrieb:
Große Worte, aber du bist auch nicht viel besser. Ich bin auch kein Freund dieser Seilbahnidee, aber dein ständiger Verweis auf die Straßenbahn als angeblich tolle Lösung für Igls ist mindestens genau so falsch. Ich bin ein großer Freund von jeglichem Schienenverkehr, aber so zu tun als könnte man alle Nachteile ignorieren wenn man nur Schienen hat ist einfach dämlich.
Hätte man die Tram als ehrliche Option hinzugefügt, dann hätte die so schlecht abgeschnitten, dass die auch nur Fanboys wie du gewählt hätten.

Um das noch mal klarzustellen, ich bin kein Straßenbahngegner, aber man sollte beim Ausbau des ÖVs alle Systeme objektiv bewerten, und das ist bei dir definitiv nicht mehr gegeben.


Ich habe jetzt wegen deiner oft kompetenten Beiträge lange zugeschaut, aber so leid es mir tut: du bist hiermit angezählt für einen temporären Ban. Wenn du es nicht schaffst, ohne persönliche Herabwürdigungen (hier: "du bist auch nicht viel besser", "Fanboys wie du", "dämlich" gegen mich, aber zuvor auch schon oft genug und gegen andere) zu diskutieren, wirst du eine Zeitlang gesperrt werden. In der Vergangenheit hatten wir leider schon mehrmals solche Leute, und das hat die Diskussionsatmosphäre hier vergiftet (und andere Foren leider nachhaltig zerstört - das wird hier nicht passieren). Halte dich also zurück, du hast dein Limit ausgereizt. Verhalte dich sozial.
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Verkehrsplaner
06.04.2023 07:28     Antworten mit Zitat

Ok, die Kritik an der Wortwahl akzeptiere ich, ich formuliere das um. Zum Inhalt stehe ich aber. Sollte das auch Teil deiner Banandrohung sein, dann fände ich es sehr schade.
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Oeffinator
06.04.2023 09:55     Antworten mit Zitat

https://www.meinbezirk.at/innsbruck/c-lokales/irritationen-um-umfrage_a5970937
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manni
06.04.2023 10:54     Antworten mit Zitat

Nein, Verkehrsplaner, mir geht es nur um die Wortwahl, darum, dass respektvoll diskutiert wird. Danke für dein Verständnis!
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Oeffinator
06.04.2023 11:22     Antworten mit Zitat

Ich fände es auch schade, wenn die Seilbahn im kommenden Wahlkampf zu sehr thematisch überhand nehmen würde, und eher zu realisierende ÖV-Maßnahmen dadurch in den Hintergrund gerückt werden sollten.
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manni
11.05.2025 18:12     Antworten mit Zitat

Mal ein wenig Klartext zur Gadgetbahn, die es niemals geben wird, auch wenn Doppelmayr immer wieder damit herumzuwedeln versucht. Tatsächlich sinnvolle und leistbare Lösungen für bodentrassierte oder unterirdische Stadtseilbahnen in den Nordhangstadtteilen (das Mittelgebirgs-Dings wäre ja nicht mal eine "Stadtseilbahn") konnte ja niemand liefern.

Zitat:

Stadt Innsbruck winkt ab
Innsbrucks Verkehrsstadträtin Janine Bex (Grüne) zeigte sich auf Anfrage des ORF Tirol deutlich skeptischer: „Wir stehen neuen Lösungen immer offen gegenüber, aber es gibt einfach sehr große rechtliche, technische, finanzielle und vor allem gesellschaftliche Herausforderungen. Wir suchen immer nach der besten, nicht nach der spektakulärsten Lösung. Wir setzen andere Prioritäten, bauen die Regionalbahn und Buslinien weiter aus, investieren in die Tram und in mehr Barrierefreiheit. All das bringt viel und ist verhältnismäßig billiger, als eine komplett neue Infrastruktur zu schaffen.“

Internationale Beispiele könnte man kaum als Vorbild nehmen, erklärte Bex, da diese Seilbahnen meist nicht in sensiblen, dicht bebauten Räumen wie Innsbruck stünden. Es sei eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Zudem hätten Seilbahnen klare Nachteile, seien etwa witterungsabhängig, könnten bei starkem Föhn nicht betrieben und zu Stoßzeiten nicht einfach aufgestockt werden. Aus Stadt-Sicht jedenfalls habe Innsbruck die City-Seilbahn-Idee verworfen.


https://tirol.orf.at/stories/3304367/
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Zillerkrokodil
11.05.2025 23:37     Antworten mit Zitat

Meiner Einschätzung haben Seilbahnen in der Touristik ( z.b. zur Erschließung eines Berges oder Aussichtspunkt ihre Berechtigung ), sind aber als innerstädtisches Verkehrsmittel oder als Ersatz für eine Buslinie und statt einer Straßenbahnlinie völlig ungeeignet .
Weil jedes mal wenn eine der "Zwischenhaltestellen" bedient wird müssen die Fahrgäste der in die andere Richtung fahrenden Gondel einen Halt "ertragen" bei dem niemand aussteigen kann . Dies zieht die Fahrzeit in die Länge . Für das östliche Mittelgebirge wäre eine Straßenbahn wohl mittelfristig die ideale Lösung .

Manni@ Äußerst begrüßenswert dass Du und die Grünen wertvolle Aufklärungsarbeit leisten wollen um dieses Projekt zu verhindern .


LG Zillerkrokodil
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Hager
12.05.2025 08:13     Antworten mit Zitat

Diese Seilbahn hätte einen Erschließungsnutzen ähnlich der Hungeburgbahn, nämlich nur für Touristen und manche Besucher des Lanser Sees. Im SO-Mittelgebirge wären im Umkreis von 500m um die Stationen (realer Gehweg, nicht Luftlinie!) keine 700 Einwohner und, abgesehen vom Burn-out-Center, keine größeren Betriebe bzw. Gewerbezonen. Wer zum Beispiel von Sistrans oder Patsch in die Uni wollte, müsste dann zweimal umsteigen. Für Rinn, Aldrans oder Vill ist die Seilbahn wohl gänzlich sinnlos. Dazu kommt noch die Windanfälligkeit (siehe Sperren der unteren Sektion der PKB, insbesondere Ausfall gegen Nachmittag/Abend).
Mich würde interessieren, wie hoch die absolute Teilnahme an der Umfrage war. Ich selbst hatte im Angesicht der Detailliertheit der Fragen auf eine Beteiligung verzichtet. Angesichts der schlechten Zukunftsaussichten im Wintersport aus Gründen des Klimawandels, der Übererschließung (auch Überkapazitäten), Demografie, Finanzlage der Menschen und steigende Alternativen für andere Freizeitbetätigungen verstehe ich die Suche der Seilhersteller nach neuen Marktsegmenten. Umso größer muss aber die kritische Vorsicht gegenüber deren Werbemaßnahmen für Seilbahnen als urbanes oder semiurbanes Massenbeförderungsmittel im Alltag sein. Von der Idee einer Seilbahn Hallenbad - PKB Talstation mit Zwischenstationen halte ich nichts.
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