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Linie 5 erschließt geplantes neues Viertel im Osten von Kranebitten
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Autor

Bazora61
26.03.2022 15:45     Antworten mit Zitat

IBKBus schrieb:
Admiral schrieb:

wobei ich auch die frage stelle, ob sich so eine schnellfahrweiche an der stelle überhaupt bringt? mit 25km/h einfahren dürfte wahrscheinlich total OK sein, ich muss ja sowieso stehenbleiben... wenn man die geometrie geschickt wählt, fahrt man in die gerade ein und aus der ablenkung aus, dann sollte die geschwindigkeit auch kein problem darstellen...

Weichen dürfen im gesamten Bahnnetz der IVB derzeit zur Weichenzunge hin, also Spitz, nur mit 15 km/h befahren werden. Das gilt unabhängig davon ob ich in die Gerade oder Ablenkung fahre. Stumpf sind 25 km/h erlaubt, aber nur aus der geraden. Aus jeder minimalsten Ablenkung sind 15 km/h vorgeschrieben.

Mich täte aber interessieren ob das Vorgaben der Weichenhersteller sind oder einfach nur interne Betriebsvorschriften.


Das ist ein bisschen komplizierter.
Die 15 km/h für das spitze Befahren von (nicht vormschlüssig festgelgten) Weichen kommt aus der StrabVO. Die übrigen Werte aus der DV-Strab. Da formschlüssig festgelegte Weichen im Rahmen der StrabVO nur in der U-Bahn vorkommen, fehlt in der DV-Strab dieser Zusatz und es gilt immer 15 bzw. 25 km/h.

Nun haben wir ab Technik-West bis Völs keine Straßenbahn sondern eine Nebenbahn, womit die beiden Regelwerke nicht gelten. Da es irgendeine Art der Zugsicherung (Signalstab, Zugleitbetrieb, Vollsignalisiert, ETCS,....) brauchen wird, kommt es drauf an, ob die Weichen in die Zugsicherung eingebunden sind, die Endlage detektiert wird und formschlüssig festgelegt wird. Wenn das alles vorliegt, gilt das selbe wie bei der "großen Eisenbahn": Es kommt auf die Geometrie drauf an. Da bei Standardweichen kein Übergangsbogen zwischen geradem Stammgleis und kreisbogenförmigem Zweiggleis ist, gibt der unvermittelte Krümmungswechsel die Maximalgeschwindigkeit vor. Echte Schnellfahrweichen haben diesen unvermittelten Krümmubgswechsel nicht. Dadurch wird die Zunge sehr lange, weshalb oft mehrere Antriebe benötigt werden.

Jetzt jedoch nocheinmal zurück zu dieser Betriebsausweiche. Wenn man sich durchringt elektrische Weichen mit gesicherter Endlage einzubauen, kann im Normalfall die Ausweiche in beiden Richtungen mit vmax (70 km/h) auf der Geraden durchfahren werden. Im Kreuzungsfall müsste der erste ankommende Zug in das Ausweichgleis geschickt werden und der zweite Zug kann mit voller Geschwindigkeit passieren.

Wichtig wäre hald, dass keine Rückfallweichen, sondern elektrische Weichen eingebaut werden.

Noch eine andere Frage. Wie soll das mit der Fahrdienstleitung geschehen? Wenn man das nach system STB macht, braucht man beim 10 min Takt sicher einen eigenen FDL, dieser braucht einen arbeitsplatz und diesen gibt es in der Pastorstraße derzeit nicht. Also stehen hier auch noch Umbauten an? (Oder wird die Strecke in die BFZ in der Claudiastraße eingebunden) ;)
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Admiral
26.03.2022 17:50     Antworten mit Zitat

ich weiß nicht wie sehr es den faktor mensch benötigt(behördlich), aber insofern könnte man das ja auf automatischen betrieb umstellen, trassen einplanen etc, einen elektronischen FDL sozusagen... oder man macht das mit ortsfesten signalen und gleisbesetztmeldungen... geben täte es da ja vieles.. problematisch wirds dann erst wenn mal verspätung zustande kommt und man entsprechend hartverdrahtete kreuzungen verschieben muss.. wobei das kann bei einem intelligenten system eigentlich auch nicht so das problem sein... stadtwärtsfahrend züge werden bei verspätungen einfach bevorzugt, ist der völser zug noch nicht da, bekommt der stadtwärtsfahrende zug frei bis zur nächsten ausweiche... wirklich kompliziert wirds dann erst wenn nachfahren und so spielchen auch noch notwendigt werden... aber nichts was man nicht IT mäßig beheben könnte - sofern das auch die aufsicht erlaubt
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Verkehrsplaner
26.03.2022 18:08     Antworten mit Zitat

Das Zugleitsystem der STB ist abgängig und wird modernisiert. Die neue Version wird über einen Automatikmodus verfügen, bei dem die Züge sich die Fahrstraße selbst anfordern.

Schnellfahrweichen mit Korbbogen- oder Klothoidengeometrie werden erst bei Geschwindigkeiten verbaut die die Straßenbahnfahrzeuge nicht mal annähernd erreichen.

Und welche BFZ in der Claudiastraße soll das sein? Alle IVB Einrichtungen sind in der Pastorstraße (bzw. in der Nähe).
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Admiral
26.03.2022 19:57     Antworten mit Zitat

Zitat:
Und welche BFZ in der Claudiastraße soll das sein? Alle IVB Einrichtungen sind in der Pastorstraße (bzw. in der Nähe).

wenn ich raten darf, war damit die tintenburg humoristischerweise gemeint
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Verkehrsplaner
26.03.2022 20:32     Antworten mit Zitat

Da ist mir der Zusammenhang mit der BFZ aber irgendwie zu hoch.
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Bazora61
26.03.2022 20:35     Antworten mit Zitat

Zum Thema Betriebsführung gibt es viele Möglichkeiten. Eine Automatisierung des "Regelbetriebs" würde bei einer neuen Strecke natürlich Sinn ergeben. Dass das allerdings ganz ohne menschliche Aufsicht im Hintergrund geschieht, wage ich zu bezweifeln. Eher wird ja das Fahrzeug vollautomatisiert, wie die dahinterstehende Betriebsführung. Die Frage ist eben, ob durch Rationalisierungen bei der Zuglenkung von STB und Linie 6 diese Strecke auch noch dem selben Fahrdienstleiter aufgedrückt werden kann, oder ob es dann effektiv einen Zweiten braucht.

Der Begriff der Schnellfahrweiche ist in diesem Kontext einfach falsch gewählt. Eine 300er-Standardweiche mit Verriegelung würde auch schon den gewünschten Effekt bringen und eine Einfahrt mit 50 km/h auf das Zweiggleis erlauben. Vermutlich ist aber sogar das zu Schnell. Wichtig ist wie (schon geschrieben) die gesicherte Endlage für die Gerade.
Zur Info: ich habe das mit 0,7 m/s² nicht ausgeglichener Seitenbeschleunigung gerechnet. Die 300er Weiche ist lt. VDV-Schrift die größte Standardweiche für Meterspur.

Zur Korbbogenweiche muss ich Korrigieren. So gut wie jede Straßenbahnweiche ist eine Korbbogenweiche. Die Zungenvorrichtung ist meist von der Stange und hat einen Zweiggleisradius von 50 m. Anschließend wird trassiert was benötigt wird. Für Abzweigungen oft hinunter bis Radien von 20 m. Indirekt ist das auch eine Schnellfahrweiche, da so die nicht ausgeglichene Seitenbeschleunigung sich auf zwei Stellen aufteilt und vor allem die Zungen geschont werden.

Das mit der BFZ in der Claudiastraße war nicht ganz ernst zu nehmen
Da die IVB in der FDL in der Direktion allerdings Platzprobleme haben und die ÖBB immer mehr Strecken von der Claudiastraße aus fernsteuert, habe ich mir diesen Spaß erlaubt. ;)
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Verkehrsplaner
26.03.2022 21:37     Antworten mit Zitat

Ah, deswegen habe ich die Anspielung nicht verstanden. Die ÖBB steuert gar keine Strecken aus der Claudiastraße, die BFZ ist in der Sterzinger Straße, direkt am Hauptbahnhof.

Die Betriebsführung der Regionalbahn wird nicht mit der Zuglenkung von ESTWs bei Vollbahnen vergleichbar sein. Da die Fahrzeuge die Fahrstraßen selbst anfordern, benötigt man auch bei Fahrplanabweichungen normalerweise keinen Eingriff des Zugleiters, also kann das der für die STB mit machen.

Das mit den Korbbogenweichen bei Straßenbahnen war mir neu, danke.
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Verkehrsplaner
17.06.2023 00:30     Antworten mit Zitat

Woher stammen denn die Informationen zu den Eröffnungsterminen im aktuellen Artikel zum Brückenwettbewerb? Dass 2026 als Eröffnungstermin bis Völs nicht hält ist klar, aber 2030 ist auch noch nicht angepeilt, dass soll schon früher fertig werden (ok, es steht dabei spätestens 2030). Was mich aber noch wesentlich mehr wundert ist die angebliche Planung für 2026 bis Kranebitten Süd. Was soll das denn bringen? Kranebitten Süd ist nur ein Mitnahmeeffekt, weil man da eh vorbei kommt. Die Haupterschießung des Stadtteils ist und bleibt der K. Der nutzen einer Verlängerung bis da hin ist als äußerst begrenzt. Und den T könnte man ja auch noch nicht einsparen, weil man den ja sonst in zwei Teile zerstückeln würde.

Ich will damit sagen, dass eine solche Teilinbetriebnahme weder Sinn macht, noch ich jemals von einer solchen Idee gehört hätte.
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lech
17.06.2023 08:45     Antworten mit Zitat

Kranebitten Süd ist am Naherholungsgebiet.
Wenn bis dorthin gefahren wird kann man evtl. die derzeitigen Abstellgleise bei Technik West abbauen und für den Siedlungsbau Platz machen. Oder bleiben diese Gleise?
Und evtl. könnte man den T dann von der Technikerstr. auf die Kranebitter Allee (Bundesstr.) verlegen.

Außerdem, was man hat hat man, künstlich zuwarten bringt auch wenig außer noch höheres Risiko noch später fertig zu werden.
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Verkehrsplaner
17.06.2023 09:34     Antworten mit Zitat

Also nur das Naherholungsgebiet ist doch etwas wenig als Argument, oder? Es ist ja nicht so, als wäre das bisher gar nicht erschlossen.

Das nordwestliche, lange Gleis ist das eigentliche Wendegleis, das bleibt weiterhin bestehen. Die anderen beiden Gleise sind die künftigen Streckengleise für die Verlängerung. Welches davon dann für die vorerst eingleisige Verlängerung hergenommen wird weiß ich nicht. Das mittlere hätte schon die passende Anbindung an beide Gleise nach Osten, aber in weiterer Folge soll eigentlich erst das südlich Gleis errichtet werden.

Den T zu verlegen halte ich für keine sinnvolle Idee. Man würde dann ja die Verbindung zwischen Bahnhof Völs und der Technik kappen.
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luca
17.06.2023 12:44     Antworten mit Zitat

Vielleicht ist die Stadtgrenze auch ein Faktor? Also dass der Teil in Innsbruck einmal gebaut wird, ungeachtet ob eventuell noch vom Land aus Verzögerungen für die restliche Strecke kommen
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Verkehrsplaner
17.06.2023 14:07     Antworten mit Zitat

Es ist ja eher umgekehrt, das Land lässt erstmal die eingleisige Strecke errichten und die Stadt später das zweite Gleis in der Harterhofsiedlung ergänzen.
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manni
17.06.2023 19:20     Antworten mit Zitat

Verkehrsplaner schrieb:
Woher stammen denn die Informationen zu den Eröffnungsterminen


Die Jahreszahl 2030 stammt aus der Aussendung des Landes. Davon höre ich zum ersten Mal. Dürfte einfach eine "Hausnummer" des ÖA-Teams von Zumtobel sein, um auf Nummer Sicher zu gehen, falls es Verzögerungen gibt.

2026 ist die beschlussgemäße politische Vorgabe der Stadt. Die Bahn soll in Betrieb sein, bevor das erste Baufeld des Harterhofquartiers bezugsfertig bebaut ist. Die Entwicklung des Harterhofquartiers hat sich wegen Corona um zwei Jahre verschoben, ursprünglich wäre das 2024 gewesen. Keine Ahnung, ob 2026 überhaupt zu halten ist.
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Verkehrsplaner
18.06.2023 00:52     Antworten mit Zitat

Dann hast du aber einfach zwei Informationen kombiniert und einen unzulässigen Schluss gezogen. Es wird keine Teileröffnung angestrebt, und mir wäre auch nicht bekannt, dass die Stadt mit dem von dir angesprochenen Tempo voran geht. Dann wären nämlich auch die Planungen zu einer vorläufig eingleisigen Inbetriebnahme als Eisenbahn und späterem Umbau hinfällig, das ist aber bisher nicht kommuniziert worden.

Es sind auch keine coronabedingten Verzögerungen, zumindest nicht nur, die Stadt hat einfach komplett gepennt. Das ging so weit, dass das Land gedroht hat die Planungen ohne Berücksichtigung der Harterhofsiedlung einzureichen, weil die Stadt sich ewig nicht entscheiden konnte wo genau die Trasse jetzt eigentlich hin soll.
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Admiral
18.06.2023 19:34     Antworten mit Zitat

wenn man eingleisig fährt, dann vom jetzigen wendegleis (dem nördlichen) weg, da man sonst 2x reversieren muss, wenn man auf das südliche abstellgleis will. und die linie 2 soll ja die haltestelle dann auch bedienen, weswegen das lange gleis definitiv bleiben sollte... insbesondere kann man hier die DT wenden...
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Verkehrsplaner
18.06.2023 23:38     Antworten mit Zitat

Warum soll denn die 2 die Haltestelle bedienen? Die fährt doch zur Peerhofsiedlung.
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manni
19.06.2023 00:28     Antworten mit Zitat

Doppeltraktionen fahren dann ja auch (und insbesondere) nach Völs, Wenden und Begegnen muss und wird also überall möglich sein.
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IBKBus
20.06.2023 17:10     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Doppeltraktionen fahren dann ja auch (und insbesondere) nach Völs, Wenden und Begegnen muss und wird also überall möglich sein.

Diese Entscheidung steht noch seitens der Stadt aus.
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Verkehrsplaner
20.06.2023 17:38     Antworten mit Zitat

Die Entscheidung ob Doppeltraktionen fahren und wenn ja wie viele steht noch aus, aber die Infrastruktur wird bis Völs darauf ausgelegt.
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Admiral
20.06.2023 19:44     Antworten mit Zitat

naja mit einer fahrplanänderung, optimierten taktausdünnung etc, kann ja wieder wechselweise gefahren werden...
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