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"NewCo" Achse München - Brenner - Mailand: Endlich vernünftige Züge, es geht anscheinend vorwärts:
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Autor

sLAnZk
21.10.2009 23:05     Antworten mit Zitat

... man könnte auch so eine Art Lotteriesystem machen, Infrastruktur beider Verkehrsverbünde in den Wagen, und wenn er von der ÖBB ist, kostet es den österreichischen Preis, wenn er von der SAD ist, den Südtiroler Preis. Wäre auch bizarr.
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Peter021
21.10.2009 23:22     Antworten mit Zitat

dann wünsche ich mir aber den Südtiroler Tarif, weil im Vergleich dazu ist der VVT schweineteuer... (30km kosten ca. 7 Euro in Ö, 90 km kosten 6,80 Euro im teuersten Falle in Südtirol!, man kann das selbe wenn man an einem Tag mehr fährt auch günstiger haben (hin 6,80 retour nur mehr 5 Euro und ein paar zerquetschte)
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ice108
22.10.2009 08:26     Antworten mit Zitat

Und was würde in den anderen Verkehrsverbund aufnehmen praktisch bedeuten?

Auch wenn der VVT-Tarif bis Bozen ginge, in der Höhe müßte er genau dem entsprechen was man mit Wertkarte zahlt, ansonsten macht das keinen Sinn weil dann doch jeder das günstigere nimmt. Was dann denke ich bleibt wären Erleichterungen beim Überschreiten der Grenze, eben so Sachen wie eine Wertkarte ab Innsbruck unter Anerkennung der Nordtiroler Tarifspezialitäten z.B. Vorteilscard entwerten zu können. Oder ein Südtiroler Ziel auf einem Nordtiroler ÖBB-Fahrschein unter entsprechender Berechnung des Südtiroler Bereichs gemäß Wertkarte. Und entsprechend in der Gegenrichtung die Möglichkeit so einen Fahrschein z.B. in Bozen zu erwerben.
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manni
22.10.2009 09:42     Antworten mit Zitat

Ein weiterer Grund, die Überreste durch nationalstaatliche Verwaltung erzeugter Bürokratie endlich zu beseitigen. Diese regionalen Verkehrsverbünde bereiten in Übergangsbereichen immer wieder Probleme, es gibt überall Gegenden, in denen die Fahrgäste sich mit mehreren Verkehrsverbünden herumschlagen müssen. Dem müsste man IMO auf EU-Ebene entgegenwirken, durch ein Konstrukt, das die regionalen Verkehrsverbünde überflüssig macht.
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ice108
22.10.2009 11:03     Antworten mit Zitat

Dass das in Übergangsbereichen praktische, aber IMO lösbare Probleme macht ist klar. Wobei ja die Situation bei Nord- und Südtirol insofern relativ einfach ist als dass es nur drei Schnittstellen gibt, Innichen, Brenner, Reschen, sonst kommt man ja eh nirgends mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Grenze.

Wie stellst du dir das europaweite Konstrukt konkret vor? Ein EU-weiter Verkehrsverbund?

Ich sehe das als einen Bereich an in dem ich es auch gut finde wenn unterschiedliche Regionen zu unterschiedlichen Lösungen kommen, einfach weil man dann auch sehen kann wie gewisse Lösungen in der Praxis funktionieren. Gute Lösungen setzen sich dann eben durch Abschauen durch.
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manni
22.10.2009 11:28     Antworten mit Zitat

Ich habe noch nicht weiter drüber nachgedacht, aber ja, es müsste wohl so etwas wie ein EU-weiter Verbund sein, ermöglicht durch Verlagerung der gesamten ÖPNRV-Finanzierung auf die EU-Ebene. Ob das langfristig auch nur ansatzweise realistisch ist, sei dahingestellt, aber Insellösungen und länderabhängige Finanzierung schaffen IMO nur Probleme und Ungerechtigkeiten.
Wir sehen das ja schon innerösterreichisch: nicht nur, dass die Tarife im VVT höher sind als etwa im VVV oder im VOR, was an sich ja schon eine Zumutung für die Kunden ist, es gibt auch große regionale Unterschiede in den Verkehrsleistungen. Wie kommen z.B. die Linzer dazu, auf ein S-Bahn-System verzichten zu müssen, das es in Graz, Innsbruck und Salzburg längst gibt, nur weil dort die Länder zahlen und in OÖ nicht? Dazu kommen eben diese Probleme in den Übergangsbereichen zwischen den Verbünden. Eine Finanzierung durch den Bund würde das Problem nur auf eine höhere Ebene verlagern, damit bestünden die Probleme in den Staatsgrenzbereichen weiter. Ich sage: regionale und nationale Finanzierung überall, wo sinnvoll, plattmachen zugunsten EU-weiter Standards. Wofür haben wir denn die EU?
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ice108
22.10.2009 13:20     Antworten mit Zitat

Die oberösterreicher haben aber doch die Landesregierung gewählt die sie haben. Ich denke, da muss schon jeder die Suppe auslöffeln die er selber gewählt hat.

Warum sind unterschiedliche Tarifhöhen in unterschiedlichen Regionen eine Zumutung? Ich habe eigentlich nicht die Erwartung das alles in allen Regionen das gleiche kostet. Und das gehört denke ich mit zu einem Vergleich: Was z.B. passiert wenn man die Tarife soweit senkt wie Südtirol? Wenn man solche Sachen nicht mehr an plastischen Beispielen in Regionen die es sich mal getraut haben beobachten kann fehlt glaube ich was.

Die EU sehe ich eher bei der Organisation von Verkehr über weite Entfernungen, über Staatsgrenzen hinweg. Zum Beispiel das Kerosin der Fluggesellschaften kann man gerne auf EU-Ebene besteuern.
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Steph
23.10.2009 21:16     Antworten mit Zitat

Habe mich heute mal auf oebb.at informiert:

Die Hauptachse ist Verona PN - München, 1 Zugpaar verkehrt bis Bologna Cle.
Mal auf die "Südtiroler-connection" bezogen:
- Bozen-Innsbruck: 1:50 (10 Min weniger); einziger Halt in Franzensfeste
- Innsbruck-Bozen: 2:10 (10 Min mehr!); einziger Halt in Franzensfeste

Konnte die Daten jetzt auf die schnelle nicht überprüfen, da die Fahrplanauskunft streikt, aber mein Erinnerungsvermögen sollte mich noch nicht betrügen :-)
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Peter021
23.10.2009 21:30     Antworten mit Zitat

1 x wird Mailand gefahren, v.a. der Zu- und Abführung der Loks wegen... Der Rest ist Verona... Über Florenz bzw. Rimini wird glaube ich noch verhandelt. Venedig ist weggefallen...

10 min weniger heisst 10 Minuten weniger am Brenner stehen und zudem in Brixen durchbrausen, kein Fehler zum Fahrzeitgewinn. Franzensfeste ist zentraler Umsteigeknoten auf den gesamten Nahverkehr der eng an die Trassen vertaktet werden sollte...

LG
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Steph
23.10.2009 21:37     Antworten mit Zitat

Und warum dauert es in die andere Richtung länger?
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krisu
23.10.2009 22:50     Antworten mit Zitat

Die im eingangsposting verlinkte tarifseite auf oebb ist wieder entfernt worden...komisch... Man fand dort bereits alle tarifdetails, kilometerpreise und VC- konditionen....aus dem google cahche ists leider auch schon weg.

Angeblich sollen die züge mit einer 189 der DB gefahren werden, diese hat in italien nur eine zulassung für 120km/h. Was freilich zwischen verona und bologna (ist endlich vollständig zweigleisig) und Verona - Mailand ein Witz wäre, denn im flachland bewegt sich die vmax meist um 180km/h (150 bis 200). Ähnliches für Verona - Bozen.

Anderseits sind die fahlrplantrassen in italien derzeit extrem "xxl", dass eine hypothetische Rola auch nicht langsamer wäre.

Die achse Innsbruck - Verona ist was die fahrzeit betrifft derzeit eh ein trauerspiel, ich wundere mich stets wie schnell das geht wenn man die strecke mit dem auto fährt...

Wenngleich der Oebb/DB vorstoss nach italien sicherlich lobenswert ist (dort können sie die endlich brauchbaren züge fast nicht mehr erwarten...), bedeutet eine vermehrte reservierung privater zugrtrassen langfristig den zusammenbruch gut durchdachter gesamtfahrpläne (zB. takfahrplan schweiz). Mal sehen...tropfen für tropfen...

Auch interessant ist dass Die Ferrovie Nord der Region Lombardei (=Staat...) gehören, und in immer enger Verflechtung mit Trenitalia operieren. Ob das gut ist für das DB/Oebb Projekt? Anderseits hält die DB glaube ich einen Anteil von 49% an der (anscheinend recht erfolgreichen) Nord Cargo... (im ggs. zu den SBB in italien...)
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Steph
26.10.2009 11:32     Antworten mit Zitat

Fahrplanabfrage für 26.12.2009, Innsbruck-Bozen (5 Min längere Fahrzeit, bitte um Erklärung...).
Keiner der Züge wird Richtung Mailand angeschrieben, sondern nur Richtung Bozen, Verona und Bologna.
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Tw75
18.11.2009 19:07     Antworten mit Zitat

Steph schrieb:
Fahrplanabfrage für 26.12.2009, Innsbruck-Bozen (5 Min längere Fahrzeit, bitte um Erklärung...).
Keiner der Züge wird Richtung Mailand angeschrieben, sondern nur Richtung Bozen, Verona und Bologna.


Das liegt daran, dass für Züge in Richtung Süden ein etwas längerer Aufenthalt am Brenner vorgesehen ist als für Züge in Richtung Norden.
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Steph
18.11.2009 22:43     Antworten mit Zitat

Aha, und warum dieser längere Aufenthalt?
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ice108
18.11.2009 23:52     Antworten mit Zitat

Steph schrieb:
Aha, und warum dieser längere Aufenthalt?


Wenn ich das richtig mitbekommen habe (z.B. EBFÖ), weil Trenitalia einen Abwehrkampf gegen jedwede ausländische Bahngesellschaft führt.
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manni
19.11.2009 00:19     Antworten mit Zitat

ice108 schrieb:
weil Trenitalia einen Abwehrkampf gegen jedwede ausländische Bahngesellschaft führt.


Das ist vollkommen verrückt.
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Peter021
19.11.2009 00:24     Antworten mit Zitat

Kleine Info: der längere Aufenthalt am Brenner resultiert daraus, dass die FS die Zugstrassen auf der Südseite des Brenners selber beanspruchen, um dem "privaten" Zug vorauszufahren! Dieser versäumt dadurch alle Anschlüsse und muss hinter der F.S. herfahren. Tempobremse sozusagen. Die F.S. will keine Konkurrenz am Brenner und schaffte es selbst nicht Partner für einen Betrieb nach München zu finden... Also...

Man wird sehen wie die neue Gesellschaft mit dieser Situation zurecht kommen wird, jedenfalls für eine gute Fahrkartenverkaufststruktur hat man gesorgt, auch Rollmaterial und Lokomotiven sind für den Verkehr vorhanden und zugelassen (die Probefahrten fanden ja bereits statt!) Wird eine interessante und unerwartete Kombination werden ;-) Jedenfalls etwas mit dem eigentlich keiner gerechnet hat, aber manchmal gehen die Uhren halt anders...
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Peter021
19.11.2009 00:28     Antworten mit Zitat

P.S. das Verhältnis ÖBB/F.S. war immer schon etwas eigenes, hat historische Gründe, wobei man diese auch nördlich des Brenners suchen muss!
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Steph
20.10.2011 09:47     Antworten mit Zitat

Ab Dezember 2011:

- Mailand P.G. wird nicht mehr angefahren => Zug endet in Verona, wo es einen 30-Min-Takt von TI nach Mailand gibt (Porta Garibaldi ist ja nicht der Hauptbahnhof, wo die meisten hin wollen!)
- Im Sommer (April-Oktober, wenn ich mich richtig erinnere) wird 1 Zugpaar von Verona nach Venedig verlängert (Kreuzfahrttouristen anlocken) - neben dem ohnehin planmäßigen EC87, der nach Venezia S.L. verkehrt
- weiterhin 1 Zugpaar nach Bologna und die anderen nach Verona bzw. Bozen

Zumtobel sagt weiters in diesem Artikel im Bezirksblatt, dass die Differenzen mit den F.S. ausgeräumt sind (!) und jetzt die Tickest für die DB/ÖBB-Züge auch an TI-Schaltern angeboten werden etc. Wäre ja noch schöner...
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Schienenschraube
20.10.2011 10:43     Antworten mit Zitat

Steph schrieb:

Zumtobel sagt weiters in diesem Artikel im Bezirksblatt, dass die Differenzen mit den F.S. ausgeräumt sind


Dürfte daran liegen, dass mit dem Einstieg der Trenitalia bei Lenord (Partner von DB/ÖBB in Italien) Trenitalia wieder durch die Hintertüre als Trenord am Brennerverkehr beteiligt ist - sozusagen der Status quo ante mit dem Unterschied, dass jetzt mit brauchbarem Wagenmaterial und ohne Lokwechsel gefahren wird.
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