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Zweirichtungswagen für Stadtlinien!?
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Autor

manni
01.04.2004 14:22     Antworten mit Zitat

Völs-Ost durchqueren schön und gut, wäre ja auch angedacht gewesen, aber was tun wenn eben die Gegebenheiten so sind, daß dort keine Möglichkeit zur ebenerdigen Trassierung besteht? Mehrere Wohnblocks enteignen und abreißen? Mit engsten Radien und vielleicht noch teilweise eingleisig im Straßenraum durchschlängeln? Einen Tunnel graben - ausgerechnet da draußen?




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sLAnZk
01.04.2004 22:31     Antworten mit Zitat

Quote:

Völs-Ost durchqueren schön und gut, wäre ja auch angedacht gewesen, aber was tun wenn eben die Gegebenheiten so sind, daß dort keine Möglichkeit zur ebenerdigen Trassierung besteht? Mehrere Wohnblocks enteignen und abreißen? Mit engsten Radien und vielleicht noch teilweise eingleisig im Straßenraum durchschlängeln? Einen Tunnel graben - ausgerechnet da draußen?



Der Aufwand ist es möglicherweise nicht wert... mein Gedanke war eher der (ich hatte mich nicht angemeldet), die Bahntrasse näher an Völs-Ost heranzubringen, um sie dann mehr oder weniger die Westbahn entlang zu führen. Aber wenn mans recht bedenkt, hat das ein paar nachteile:

1) cytafern: andererseits: wer fährt mit der straßenbahn in ein einkaufszentrum (ich würde es tun, aber wer sonst noch?)

2) wird es wohl die schnellbahn geben auf der westbahntrasse, also eine eher sinnarme konkurrenz.

andererseits machen wenige hundert meter enorm viel aus in der frage, ob die leute eine bahn annehmen oder nicht, denn wenige hundert meter heißen frühstücken oder nicht frühstücken.





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Anonymer User
02.04.2004 01:17     Antworten mit Zitat

Quote:

Ich hoffe, das wird nix mit den Zweirichtern.



Seid froh, daß ihr Zweirichter bekommt. Wien hat die Umstellung einen wesentlichen Anteil an Flexibilität genommen, kombiniert mit der Schnapsidee alle Überleitstellen auszubauen...
Bei Zweirichtern kann an jeder ÜSt gewendet werden, falls eine Kurzführung notwendig ist. Bei einer längeren Blockade eines Gleises kann zumindest der Betrieb mit dem zweiten Gleis aufrecht erhalten werden etc.
Wenigstens wird in Innsbruck noch in die Straßenbahn investiert! Schön zu hören, daß hier was vorangeht!
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manni
02.04.2004 10:34     Antworten mit Zitat

@steinbock: das Cyta ist, neben den Technischen Fakultäten und dem Technologiepark Hötting (oder wie der heißt) doch eines der großen Zentren im Westen der Stadt. Es mag noch nicht die Kundenfrequenz des DEZ haben, doch 20.000-30.000 mögen es an guten Einkaufstagen schon sein. Und ich glaub', wenn's eine halbwegs passable Öffi-Verbindung zu einem großen Einkaufszentrum gibt, wird diese auch genutzt. C und T sind jedenfalls Freitagnachmittag ab dem und zum DEZ oft gesteckt voll, und auch an den Sillpark-Haltestellen ist dann immer viel los. Deshalb glaube ich, daß das Cyta unbedingt an die Stadtbahn angebunden gehört.
Die S-Bahn ist natürlich ein gutes Argument. Die Landesregierung hat ja erst kürzlich wieder bekräftigt, daß sie errichtet wird. Deshalb wird wohl die S-Bahn die direktere Verbindung Richtung Zentrum sein; die Stadtbahn ist eher die Verbindung von Völs bzw. von der S-Bahn-Haltestelle Völs hinüber zur Technischen Fakultät und nach Hötting; M.B. erwähnte bei seinem Vortrag auch, daß genau diese Verbindung notwendig sei und damit bezweckt werde.
BewohnerInnen von Völs, die möglichst schnell nach Wilten (Westbahnhof), zum Hbf oder in die östlichen Stadtteile wollen, werden also künftig die S-Bahn zur Verfügung haben; alle anderen die Stadtbahn.
Nicht besser gelöst ist damit allerdings die Frage der Anbindung von Völs-Ost, es sei denn, man errichtet am östlichen Ende von Völs eine weitere S-Bahn-Haltestelle, aber das dürfte sich wohl nicht lohnen, zudem so eine Haltestelle ja auch keine Umsteigefunktionen hätte...




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manni
02.04.2004 10:37     Antworten mit Zitat

@Anonymer User: ja, u.a. aus den von dir genannten Gründen bin ich auch ein Freund der Zweirichtungs-Idee... wobei natürlich der Nachteil des geringeren Platzangebotes (sonst fällt mir keiner ein) einfach auch nicht von der Hand zu weisen ist.




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Heli
02.04.2004 18:34     Antworten mit Zitat

Ich habe in einem früheren Eintrag schon einmal beschrieben, wie eine evtl. Linienführung durch Völs-Ost aussehen könnte. Das ginge ohne Eingriffe in die bestehende Bausubstanz und man kann auch die Cyta anschliessen (bei der bestehenden Ein-Ausfahrt Süd-Ost). Bei der von mir angedachten Variante entfiele gegenüber der jetzigen Busverbindung eine Haltestelle, welche jedoch durch eine evtl. Buslinie von der Technik kommend über Cyta nach Alt-Völs führt.
Nochmals wegen der Zweirichter-/Einrichter - Diskussion: sobald ich einen Abzweig habe (und die wirds in Hinkunft ja zur Genüge geben) kann ich über Gleisdreieck wenden.
Für alle Zweirichter-Fans: fahrt mal in Augsburg mit den einzigen dortigen Zweirichtern (M8D): Wenn man im GT 6 (gleich lang, Einrichter) bei 100 Personen Belegung durchaus noch eine "luftiges" Gefühl hat, sind die M6 D bereits rappelvoll, von einem Kinderwagen will ich gar nicht reden.
Heli



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sLAnZk
03.04.2004 01:50     Antworten mit Zitat

Quote:

Nochmals wegen der Zweirichter-/Einrichter - Diskussion: sobald ich einen Abzweig habe (und die wirds in Hinkunft ja zur Genüge geben) kann ich über Gleisdreieck wenden.
Für alle Zweirichter-Fans: fahrt mal in Augsburg mit den einzigen dortigen Zweirichtern (M8D): Wenn man im GT 6 (gleich lang, Einrichter) bei 100 Personen Belegung durchaus noch eine "luftiges" Gefühl hat, sind die M6 D bereits rappelvoll, von einem Kinderwagen will ich gar nicht reden.
Heli



ich glaube, platz ist enorm wichtig in der straßenbahn, denn das ist ein wichtiger teil der eleganz, die eine straßenbahn braucht, die sie vom gewöhnlichen bus abhebt. wenn ich in so einem vehikel drinnensitze oder -stehe, denke ich über feinstaub nicht mehr nach. das ist ein wichtiges argument für die einrichtungswagen, und - glaubt es oder nicht - je öfter ich das mit der drehscheibe lese, desto besser gefällt es mir! das und platz in der bahn. und freie bahn für dieselbe!!





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bahnbauer
03.04.2004 10:36     Antworten mit Zitat

@steinbock bleib realist

die stadt wird kaum etwas anschaffen was kaum (oder gar nicht) verbreitet ist.

übrigens für alle "drehscheibenfans": setzt euch für die drehscheibe und den lokschuppen am bhf ibk ein. denn es ist leicht möglich, dass diese aufgrund der umstrukturierung des bahnhofs (-->neuer stadtteil) entfernt wird.
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HCl
03.04.2004 17:13     Antworten mit Zitat

Quote:

ich glaube, platz ist enorm wichtig in der straßenbahn, denn das ist ein wichtiger teil der eleganz, die eine straßenbahn braucht, die sie vom gewöhnlichen bus abhebt.



Also ich bin ehrlich gesagt der Meinung, daß genau DIES NICHT der Grund pro/contra Straßenbahn/Bus ist. Wenn das betroffene Verkehrsunternehmen nämlich ordentlich arbeitet beschafft es in jedem der beiden Fälle Fahrzeuge bzw. macht Intervalle, die der Auslastung der entsprechenden Strecke gerecht werden, ob das nun Busse oder Straßenbahnen sind ist egal. Es gibt in Österreich ausreichend Einrichtungswagen, die in der HVZ so voll sind, daß man bei der Tür nicht mehr hineinkommt.

Achso nebenbei: der Anonymus war ich...


(Editiert von HCl am 03.04.2004 17:13)
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manni
05.04.2004 00:33     Antworten mit Zitat

Da stimme ich HCl (übrigens, willkommen im Forum!) zu, optimal ist ein Fahrzeug wohl dann genutzt, wenn zu den HVZ auch mal die Stehplätze voll belegt sind - sonst müsste man ja immer gleich "eine Nummer grösser" nehmen...




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manni
05.04.2004 00:40     Antworten mit Zitat

@Heli: Wenden über Gleisdreieck scheint keine Alternative zu sein, da hatte ich bereits im November den Herrn Baltes gefragt, der meinte (sinngemäß) das wäre viel zu umständlich und käme nicht in Frage.




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werner
06.04.2004 18:08     Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich finde es schade, dass die Entscheidung bez. Ein- oder Zweirichtungsfahrzeuge in eine Glaubensfrage ausartet. Sehen wir doch einmal die Sache etwas objektiver: Ein Zweirichtungswagen ist ungleich flexibler, Wendeanlagen benötigen erheblich weniger Platz, mit einem Gleiswechsel kann man z. B. bei Streckenverlängerungen einen Teil der Strecke schon vorzeitig in Betrieb nehmen, ohne eine Schleife (oder Dreieck) bauen zu müssen. Sobald bei einer Linie einzelne Streckenäste keine Wendeschleife haben, muss die ganze Linie mit Zweirichtungswagen betrieben werden, um bei Störungen, Verspätungen etc. flexibel reagieren zu können (aus dem Grund wurde übrigens auch die scheinbar sinnlose Obusstrecke zur "Technik west" gebaut, obwohl im Normalverkehr der Fahrplan sicher ermöglicht hätte, jeden 3. Kurs mit Dieselbus nach Technik west zu führen).
Der unbestreitbare Nachteil von Zweirichtungsfahrzeugen ist, dass zwei Führerstände und beidseitige Türen Platz brauchen und das Fahrzeug schwerer und teurer wird. Das Argument mit den Sitzplätzen lasse ich nicht gelten; so hat z. B. der Hagener 8achser die gleiche Sitzplatzzahl wie der Bielefelder 8achser, bei der sechsachsigen Ausführung war es ähnlich.
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HCl
06.04.2004 20:04     Antworten mit Zitat

Naja also ein Gleisdreieck als Wendeanlage, ist bitte im 21. Jahrhundert mehr als anachronistisch. Das dauert viel zu lange und ist zu umständlich. Innsbruck ist zwar nicht Wien, aber dennoch glaube ich, daß das in der HVZ ein Problem sein könnte.
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sLAnZk
06.04.2004 21:21     Antworten mit Zitat

Quote:

(aus dem Grund wurde übrigens auch die scheinbar sinnlose Obusstrecke zur "Technik west" gebaut, obwohl im Normalverkehr der Fahrplan sicher ermöglicht hätte, jeden 3. Kurs mit Dieselbus nach Technik west zu führen).


bist Du sicher, daß das so ist... ich meine, immerhin gibt es die wendeschleife vor der negrellistraße, die voll funktionsfähig ist, also keine dreißig meter von der kreuzung techniker/viktor-franz-heß weg... das ist übrigens eine meiner lieblings-buswendeschleifen, herrlich gepflastert und in der mitte begrünt

Quote:

Der unbestreitbare Nachteil von Zweirichtungsfahrzeugen ist, dass zwei Führerstände und beidseitige Türen Platz brauchen und das Fahrzeug schwerer und teurer wird. Das Argument mit den Sitzplätzen lasse ich nicht gelten; so hat z. B. der Hagener 8achser die gleiche Sitzplatzzahl wie der Bielefelder 8achser, bei der sechsachsigen Ausführung war es ähnlich.


das mit teuer stimmt mich schon nachdenklich... sicher wäre man flexibler mit zweirichtungsfahrzeugen, aber wenn man für die strecken, wo man sie wirklich braucht, genügend kauft, kann man mit dem rest einrichtungswagen zu aller zufriedenheit herumfahren und hat geld gespart, mag es, auf sechzig oder siebzig jahre umgelegt, auch nicht viel sein, jetzt spüren das die financiers, die sich hoffentlich bald einstellen werden...


Quote:

Naja also ein Gleisdreieck als Wendeanlage, ist bitte im 21. Jahrhundert mehr als anachronistisch. Das dauert viel zu lange und ist zu umständlich. Innsbruck ist zwar nicht Wien, aber dennoch glaube ich, daß das in der HVZ ein Problem sein könnte


mir scheint eher folgendes gegen ein gleisdreieck zu sprechen: ich brauch dafür auch nicht weniger platz als für eine wendeschleife und ich hab weit weniger davon. außerdem hat das ganze dann ein dampflokfeeling, also eines nach gestank und menschenschinden, das sind nicht die vibes die wir in innsbruck haben wollen.
nfu
steinbock






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manni
06.04.2004 22:13     Antworten mit Zitat

Quote:

außerdem hat das ganze dann ein dampflokfeeling, also eines nach gestank und menschenschinden, das sind nicht die vibes die wir in innsbruck haben wollen.



ROTFL... du meinst weil wir die ja jetzt schon haben?






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sLAnZk
06.04.2004 23:07     Antworten mit Zitat

Quote:

Quote:

außerdem hat das ganze dann ein dampflokfeeling, also eines nach gestank und menschenschinden, das sind nicht die vibes die wir in innsbruck haben wollen.


ROTFL... du meinst weil wir die ja jetzt schon haben?


die vibes die wir jetzt haben sind so übel nicht... ordentliche obus-linien mit super wendekreisen auf dichtestem raum (vgl. hötting-west allein vier stück!!), solide straßenbahnen, zT im schönen lohner-outfit mit dem herrlichen großen scheinwerfer vorn, wendeschleifen für dieselben selbst in igls... das ist sehr ok.
vibes, die wir nicht mehr haben, sind die zweischneidigen aber dafür einphasigen mit 42 Hz, die leider die maschinen niedergebrannt haben auf die dauer; 1904 waren sie revolutionär, 1983 waren sie out. ich hab sie noch erlebt am weg auf die mutterer alm, so geil vom schifahren auf der offenen plattform heimfahren... wunderbares halsweh am tag danach... jaja die güldne jugend sie kommt nicht wieder hehe
daß die straßenbahn DAS mittel gegen feinstaub ist, liegt auf der hand, ein direkter zusammenhang mit vibes besteht aber nicht, da hast Du mich mißverstanden ²manni
herzliche grüße
stb





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manni
13.04.2004 01:17     Antworten mit Zitat

Ein bisschen OT: wird die Wendeschleife vor der Technik eigentlich im Normalbetrieb genutzt? Die Expresslinie OE, die dort AFAIK wendet, fährt ja immer dieselnd, oder? Anybody?




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sLAnZk
13.04.2004 14:34     Antworten mit Zitat

ich nehme an, Du meinst die schöne mit den laubbäumen vor dem europaheim bzw. den braunen buwog-häusern... zuletzt habe ich dort o-busse wenden sehen bei schneelage, mit dieselverbindung nach allerheiligen bzw. in die peerhöfe hinauf. der einzige bus der dort regelmäßig wendet ist meines wissens der lk, bevor er wieder nach kranebitten hinausfährt;
es ist also vor allem der nicht elektrifizierte teil der wendeschleife, der benutzt wird.





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manni
13.04.2004 20:48     Antworten mit Zitat

Jup, die meinte ich.
Dass bei Schneefall die Obusse es hinauf nach Allerheiligen nicht schaffen, hatte ich auch schon gehört; dann ist das wohl der eigentliche Zweck dieser Schleife...?





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sLAnZk
13.04.2004 22:14     Antworten mit Zitat

es scheint so... es sind auch die haltestellen um die kreuzung mit der negrellistraße so verteilt, daß man wahlweise dort umkehren kann.

wie stehts eigentlich mit den straßenbahnen und dem schnee die karl-innerebnerstraße hinauf... um die haltestelle lahntalweg ist es doch ziemlich steil. ich habe das faktum, daß das normalerweise kein problem sei, schon gekauft, was aber ist bei schneefahrbahn? bekommen wir dann die wunderschöne rote schneekehre zu sehen? schafft dieses gerät die steigung auch? oder wird dann mit sand gefahren? ich bin, man sieht es, kein techniker.





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