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Die Straßenbahn und der Staub
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Autor

manni
14.08.2004 16:46     Antworten mit Zitat

Staubreduktion ist allerdings auf dieser Website eines Rasengleis-Herstellers nicht als vorteilhafter Effekt angeführt - und man möchte meinen, ein solcher Hersteller müsste sich auskennen. Das bedeutet wohl entweder, dass ein Rasengleis dahingehend keinen Effekt hat, oder dass es das Problem eigentlich gar nicht gibt.

STRAIL Produktinfo Rasengleise:





(Editiert von manni am 14.08.2004 16:51)




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User gelöscht!
14.08.2004 17:02     Antworten mit Zitat

hallo tramtiger,

die 84km² habe ich selbst errechnet (also bitte nicht steinigen ;-)):
kurz gesagt ist das die fläche, die innsbrucks straßenbahnen hochgerechnet im jahr 2003 mit ihren stahlrädern niedergewalzt haben = reibungsfläche (auflagefläche ca. 1cm pro rad, 12 räder pro garnitur, gesamtlänge der mit straßenbahnen 2003 befahrenen km lt. ivb 700 000). eine nette rechnung mit anfangs vielen nullen
kurz: 12 mal 7km²

44m³/Pkm steht im bericht des upi. guckst du hier: http://www.upi-institut.de/upi34.htm

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sLAnZk
14.08.2004 18:29     Antworten mit Zitat


damit wir hier, ohne daß wir alle auf den von kasknedl angegebenen link pilgern müssen, miteinander klartext über das reden, worüber wir reden, möchte ich euch gern ein bild der statistik von diesem bericht zeigen:



und hier zeigt sich auch schon, wie von mir hier bereits vermutet, daß von zwei verschiedenen dingen die rede ist, nämlich einerseits von STAUB und andererseits von PARTIKELN, von denen, man konsultiere aufs neue die obige graphik, die straßenbahnen einen bruchteil der analogen buswerte ausstoßen. es erstaunt mich lebhaft, daß sie überhaupt solche partikel emittieren... aber bitte.

man vergleiche bitte also nicht äpfel mit birnen. ich danke.



(Editiert von sLAnZk am 14.08.2004 18:30)





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Obusfahrerin
15.08.2004 13:32     Antworten mit Zitat

[Der Text dieses Postings wurde auf Wunsch des Users gelöscht]
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manni
15.08.2004 13:47     Antworten mit Zitat

@Admi: HD = Heidelberg, HSB = Heidelberger Straßenbahn AG. In die Berechnungen wurden auch die Emissionen, die in kalorischen Kraftwerken bei der Erzeugung des Stroms für die Straßenbahn anfallen, miteingerechnet. Muß man ja auch. Geht aus den Texten aber auch hervor.
Wäre interessant, das auf Innsbruck umzulegen - leider müssen die IKB ja AFAIK auch Atom- und kalorischen Strom zukaufen. Ein eigenes Kraftwerk für die IVB könnte die Ökobilanz vielleicht verbessern?




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sLAnZk
15.08.2004 18:54     Antworten mit Zitat


ich fürchte fast, ein eigenes kraftwerk verbesserte die ökobilanz der ivb nur dann, wenn es ein wasserkraftwerk ist, idealerweise ziemlich in der nähe... andererseits leben wir in einem europäischen stromverbund, das heißt, sollten wir in innsbruck ein kraftwerk bauen am inn (einlaufbauwerk m. damm in sagen wir eigenhofen, krafthaus beim innsteg/kongreßhaus), so fließt der strom halt auch in dieses europäische netz. die ökobilanz dieses gesamtnetzes würde dadurch verbessert, sofern man rein auf schadstoff- und CO²-emissionen aufbaut. (schaut komisch aus, das sauerstoffisotop im schriftbild).
aber am grundsätzlichen problem, daß emissionen durch elektrische traktion von bussen oder straßenbahnen oder flußkähnen oder wovon immer nicht eingespart, sondern lediglich verschoben werden, bleibt.
oder man baut dieses dammprojekt im ötztal. dann verbessert man auch die ökobilanz der verkehrsbetriebe in heidelberg, bonn, innsbruck, wien, münchen und barcelona (zb).








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User gelöscht!
16.08.2004 08:55     Antworten mit Zitat

ergänzen muss ich das natürlich: der bericht des upi stammt aus dem jahr 1995. die heutigen dieselbusse der ivb emittieren lt. ivb natürlich weit weniger dank modernster filter. alle parameter werden sicher nicht einzueins auf die heutige zeit umgelegt werden können.

die jvp hat die aussendungen wegen dem staub im märz 2004 gemacht - also nix mit sommerloch. da läuft schon lange etwas anderes.
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manni
16.08.2004 09:22     Antworten mit Zitat

Stimmt, ich hatte die Presseaussendung nur zufällig (wieder)entdeckt, als ich wegen der Maria-Theresien-Straßen-Aktion auf die JVP-Seite schaute.
Die heutigen Busse mit Rußfilter emittieren tatsächlich viel weniger Feinstaub, allerdings ist noch lange nicht die ganze IVB-Flotte umgestellt und das wird auch noch ein paar Jahre dauern, ganz zu schweigen von den Fahrzeugen auf den Regionalbuslinien.
Ich frage mich, ob die Idee eines IVB-Kraftwerks in irgendeiner Weise verfolgenswert wäre. sLAnZk hat natürlich Recht, wenn er sagt, dass der dort erzeugte Strom ohnehin wieder ins Verbundnetz eingespeist wird. Aber so gesehen bräuchte auch niemand ein Ökostrom-Abonnement... die Wirkung ist auf jeden Fall da, da sich das Verhältnis verschiebt.
Wasser- oder Windkraft aus einem eigenen Kraftwerk für die Busse und Bahnen der IVB würde nicht nur die Ökobilanz der Tram auf den höchsten Level bringen, sondern wäre vielleicht auch ein guter Marketing-Aufhänger, der zusätzliche Fahrgäste bringen könnte.





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Heli
17.08.2004 12:29     Antworten mit Zitat

@ Kasknedl: Trondheim ist in Grösse mit Ibk zu vergleichen und hat eine Strassenbahn, für welche Ausbaupläne bestehen.
London hat neben U-Bahn eine Ende der 80er-Jahre eröffnete Stadtbahn in den Docklands (Isle of Dogs), wo auf dem Gelände der ehemaligen Docks ein riesiger neuer Stadtteil entstand, diese fährt mit fahrerlosen Light-Rail-Fahrzeugen auf separierter Strecke (ursprüngl. U-Bahn-Pläne wurden wegen des hohen Finanzbedarfs verworfen), und: London hat auch eine Strassenbahn! In der Teilstadt Croydon wurde 2000 ein Netz von 3 Linien ("Tramlink") eröffnet (Fahrzeuge übrigens aus Österreich, Bombardier), mit Anschluss an die U-Bahn in Wimbledon. Auch in Paris wurden in den letzten Jahren zwei neue Linien eröffnet, es wird weitergebaut.
Zu Singapur: fast alle asiatischen Grossstädte haben Restriktionen bei der Innenstadtbefahrung von Autos, meistens sieht es so aus, zumindest in Japan (zig Tramsysteme und sog. NewTrams, bei uns würde man VAL dazu sagen) und Hongkong (2 unabhängige Tramsysteme + U-Bahn), dass man nur reinfahren darf, wenn man einen Parkplatz vorweisen kann, das gilt auch für die Zulassung von Neuwagen.

Ich hab grad gesehen, in einem anderen Thread wurde schon tlw. darauf eingegangen, aber ich war am Wochenende weg und am Montag in Basel (Tramschauen) und ich arbeite alle Threads chronologisch durch.
Heli



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Obusfahrerin
17.08.2004 13:00     Antworten mit Zitat

[Der Text dieses Postings wurde auf Wunsch des Users gelöscht]
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werner
19.08.2004 16:56     Antworten mit Zitat

Hallo!

Für mich ist die Staubdiskussion ein völliger Blödsinn! Die Straßenbahn emittiert den Staub nicht; es wird maximal der Schmutz, der AUF den Schienenoberflächen liegt, vermahlen. (das ist in 1. Linie der Bremssand). Vielleicht sollte auch gesagt werden, dass Bremssand außer bei bestimmten Witterungsbedingungen (einsetzender Regen, Glatteis) bzw. schwierigen Betriebssituationen (z. B. Anfahren in der Steigung) vor allem dann gebraucht wird, wenn andere Verkehrsteilnehmer die Straßenbahn zur Notbremsung zwingen. In den Rillen sammelt sich unter normalen Bedingungen nie so viel Sand bzw. Kies an, dass er in der Rille vermahlen wird. Ausnahme ist auch hier der Streusplitt, der im Winter bei 3 Schneeflocken gestreut wird, dass der dümmste Sommerreifenfahrer noch fahren kann. Fazit: Es wird der Straßenbahn Schuld angelastet, die hauptsächlich von anderen verursacht wird. Übrigens: Ich habe 28 Jahre meines Lebens an einer Straßenbahnstrecke verbracht und bin nicht an einer Staublunge erkrankt, auch mein Vater lebt seit 74 Jahren an einer Straßenbahnstrecke und erfreut sich mit 80 noch guter Gesundheit!
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