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Mini Metro in Perugia / Nahverkehr in Südtirol
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Autor

chlad
31.01.2006 21:41     Antworten mit Zitat

Liebe User,
was haltet ihr von der Mini Metro in Perugia (Italien).

einige Fakten dazu:
hergestellt von Leitner aus Sterzing in Südtirol.
kleine hochmoderne Waggone laufen führerlos über die Stadt.
auch wenn sie Metro heißt, fährt si oberirdisch.
Perugia hat diese Minimetro einer Straßenbahn vorgezogen.
weitere Infos hier: http://www.leitner-lifts.com/content.asp?L=2&subc=1269&idmen=129

und hier einige Bilder: http://www.minimetrospa.it/galleria-immagini.php

die Perugianer haben ihre Minimetro schon liebgewonnen.

Mich würde interessieren ob ein solches Konzept auch in Innsbruck anwendbar ist?
was haltet ihr davon?

lg

Edit von manni: Thread-Titel angepasst

(Editiert von manni am 02.02.2006 23:39)
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chlad
31.01.2006 21:54     Antworten mit Zitat

Hier noch ein video dazu: http://www.minimetrospa.it/video.php?titolo=La%20vettura&video=03BIG.MOV

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Anonymer User
31.01.2006 22:03     Antworten mit Zitat

Schaut toll aus, die ganze Anlage, wie eine große Achterbahn; aber funktionierst auch? Bei vielen neuen Systemen gibt es doch am Anfang große Probleme; muss unbedingt mal mitfahren!
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E.S.G.
31.01.2006 22:20     Antworten mit Zitat

Eine Umlaufstandseilbahn. Sorry, Leute, das ist nichts Neues. So etwas gab es in Wien einmal. Nur fuhr die Bahn auf die Sophienalpe und war als Ausflugsbahn konzipiert.

Ein kleiner Link als Beweis: http://www.seilbahngeschichte.de/sophienalpssb.htm

MFG E.S.G.
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Obusfahrerin
31.01.2006 23:04     Antworten mit Zitat

[Der Text dieses Postings wurde auf Wunsch des Users gelöscht]
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Aus
01.02.2006 01:21     Antworten mit Zitat

Diese Dinger sind doch eh schon altbekannt, genauso wie ihre Schwächen. Erstens brauchen sie einen eigenen "Gleiskörper" und werden meist noch hochgestellt, was optisch auch nicht wirklich toll ist. Weiters sind die Dinge sehr unflexibel, die Strecke kann nicht so ohne weiteres verlängert werden, Kreuzungen auf gleicher Ebene sind sowieso nicht möglich. Und das schlimmste: Das Ding kommt von Leitner

Sowas ähnliches gibt's ja auch aus Österreich, den cable liner. Der ist aber auch nicht wirklich besser als öffentliches Verkehrsmittel geeignet. In einem Flughafen oder sehr großem Einkaufszentrum mag sowas ja noch Sinn machen, in einer Stadt nicht.


http://tram.afterdarknet.at/
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Obusfahrerin
01.02.2006 11:09     Antworten mit Zitat

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Martin
01.02.2006 11:46     Antworten mit Zitat

Die Golden Line wäre von der Art her vergleichbar gewese (wenn auch hängend und nicht stehend). Solche People Mover gibt es auf einigen Flughäfen. Die ursrpünglichen Konzepte hätten auf engmaschige Netzwerke mit Einzelwagenanforderung abgezielt.
Mich hats schon gewundert, dass Perugie so ein Projekt überhaupt finanzieren kann. Möglicherweise war es ähnlich umstritten wie hier.
Die Versuchsanalge, die man auf den Photos sehen kann, steht westlich von Sterzing.

ad sophienalpe: wäre letztens in Wien bald die Trasse der "Knöpferlbahn" hinauf gegangen - war mir aber dann zu kalt...



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manni
01.02.2006 12:16     Antworten mit Zitat

Es gab mal das Projekt eines "CableLiners" vom Tivoli-Neu zum Hauptbahnhof. AFAIR kam das auf, nachdem das Straßenbahnprojekt von der Roseggerstraße nach Pradl-Süd (wer erinnert sich? Das war noch vor dem Plan, die Linie 1 zum Tivoli zu verlängern) abgesagt wurde. Da gab's auch schon Visualisierungen und alles. Wurde dann aber wieder verworfen.





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manni
01.02.2006 12:59     Antworten mit Zitat

Grundsätzlich scheint mir so ein System aber für Großstädte ungeeignet zu sein. Die Kapazität ist einfach zu gering, der Aufwand scheint mir dafür zu hoch, zumal ja, wenn ich das richtig verstehe, keine Erweiterbarkeit über die 3000 Personen pro Stunde hinaus gegeben zu sein scheint. In einer Kleinstadt mag die Wahrscheinlichkeit gering sein, dass man z.B. aufgrund einer neuen Wohn-, Gewerbe- oder Industrieerschließung die Kapazität vervielfachen muss, in einer Stadt wie Innsbruck kann das aber durchaus vorkommen, und dann steh ma blöd da, wenn ma dann zum CableLiner noch parallel eine Buslinie führen müssen.





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manni
01.02.2006 13:19     Antworten mit Zitat

Offenbar wird in Bozen über so eine "Minimetro" nachgedacht:
http://www.tirol.com/politik/suedtirol/27814/index.do

Die denken in Bozen anscheinend auch ernsthaft über eine Citymaut nach. Von sowas können wir mit unserer derzeitigen Stadtregierung leider nur träumen.

Die Citymaut ist übrigens in Graz derzeit genauso im Gespräch wie in Salzburg, nur in Innsbruck hört man nichts (mehr) davon.

Nochmal zurück zu Bozen: ich fürchte, diese Minimetro würde den vor einiger Zeit aufgetauchten Gedanken einer neuen Stadtbahn/Straßenbahn für Bozen wieder in der Versenkung verschwinden lassen, was ich schade fände. Ich bezweifle einfach, dass diese Cableliner-G'schicht kapazitativ ausreicht.

Nebenbei bemerkt: "Minimetro" ist IMO eine etwas unglücklich gewählte Bezeichnung, da diese eigentlich schon für stadtbahnähnliche Systeme (Tram mit eigenen Bahnkörpern und zentraler Unterflurtrasse) wie jenem in Linz gebraucht wird.





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Obusfahrerin
01.02.2006 13:21     Antworten mit Zitat

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Obusfahrerin
01.02.2006 13:23     Antworten mit Zitat

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sLAnZk
01.02.2006 13:43     Antworten mit Zitat


ja natürlich: und nach der wahl kommen dann die sensationellen grünen und machen alles anders und zuckelerosa. genau.

das ist eine partei wie jede andere, nur daß sie sich bei entsprechendem bedarf in zwei bis fünf lager spaltet, um argumentativ vorne zu sein.

die citymaut kommt 100%ig nicht, auch nicht nach der wahl, wenn es nicht wirklich extrem opportun erscheint (umfragewerte), und danach schaut es nicht aus, wenn Ihr mich fragt.

im übrigen bringt die citymaut so gut wie keine erleichterungen für den öv, dafür braucht es separate spuren, denn auch weniger verkehr als jetzt staut sich zu stoßzeiten.





______________________

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Aus
01.02.2006 18:50     Antworten mit Zitat

Ich weiß wie's beim Cable Liner von Doppelmayr funktioniert. Die verwerten da hauptsächlich ihre Seilbahntechnik wieder, das heißt die einzelnen Wagen sind kuppelbar, hängen aber natürlich alle am selben Zugseil. Das ist auch schon eines der Hauptprobleme. Wenn da ein Unfall passiert, dann steht das gesamte System. Überhaupt sind Systeme dieser Art total unflexibel. Auf Bedarfsänderungen kann praktisch gar nicht geantwortet werden. Die Strecken werden fix verbaut, wenn sie dann länger werden sollte muss quasi ein zweites System gebaut werden. Ohne umsteigen geht dann gar nix. Und die 3 Kilometer die so ein Ding im Normalfall lang sind, sind auch eher lächerlich kurz.

Politiker bringen solche Bahnen immer wieder ins Spiel, einerseits um heimische Unternehmen zu fördern, andererseits wohl weil solche Projekte besonders futuristisch und publicity versprechend sind. Bis auf die Bahn in Perugia ist mir aber noch kein einziges anderes Beispiel bekannt wo solche Dinge (ich spreche jetzt von neubauten) im Öffentlichen Stadtverkehr eingesetzt werden.


http://tram.afterdarknet.at/
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E.S.G.
01.02.2006 21:22     Antworten mit Zitat

Also für meinen eil finde so ein System nicht so unbrauchbar wie ihr. Das ganze hat nämlich durchaus seine Vorteile.

1.) Man braucht nur eine Antreibseinheit.
2.) Man kann größere Steigungen einplanen, als bei einem normalen Schienensystme.
3.) Die Wagentechnik ist relativ einfach.
4.) Keine Wagenführer erforderlich.

Weiters ist es durchaus möglich, eine weitere Sektion einfach dranzubauen. Ist gerkein Problem, man braucht halt nur eine weitere Zugseilschleife und Antreibseinheit. Einfach in einer Station auskuppeln, stehenbleiben, mittels Förderer wieder beschleunigen und in die neue Zugseilschleife einkuppeln. So kann man auch die Strecke verkürzen. Einfach über die Paralellweiche (mit eigenem Förderer) auf das Gegengleis, dort beschleunigen und schon geht es in die Gegenrichtung.

Quote:
Weiters sind die Dinge sehr unflexibel, die Strecke kann nicht so ohne weiteres verlängert werden, Kreuzungen auf gleicher Ebene sind sowieso nicht möglich. Und das schlimmste: Das Ding kommt von Leitner



Kreuzungen auf gleicher Ebene sind möglich! Danke er an San Francisco! Nur muss mindesten einer auskuppeln. Auch Verzweigungen und damit Linienäste sind theoretisch möglich!

Und bezüglich Leitner: lass dich bloß nie auf der Muttereralm erwischen;)
Leitner baut ausgezeichnete Bahnen, vor allem seit dem man auch Pomateile verbaut, sind die Bahnen IMO wesentlci besser gewoden.

Es gibt aber noch ein anderes System, was IMO sehr interesant ist, und es kommt aus Ö!
Schon mal was von VAL gehört? Heist Vehicule automatique lègre. Fährt auf Gummireifen, hat ebenso keinen Fahrer und hat dagenen eine eingebaute Antreibseinheit. In Rennes in der Bretagne hat man so ein System erreichtet und ist zufrieden damit. Erstaunlich ist die rasante Beschleunigung des Fahrzeuges. Weiters ist es erataunlich leise. Ich bin mit dem Saytem schon selber unterwegs gewsen und muss sagen: einfach spitze! Vorallem die Steigungen, die es dank den Gummireifen meistert, sind beachtlich!

MFG E.S.G.
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godwin
01.02.2006 21:55     Antworten mit Zitat

Kurz gesagt, meine Meinung:
- für Innsbruck ein unpassendes System innerhalb der Stadt (u.a. wegen der schon angesprochenen fehlende Flexibilität)
- für Perugia sicherlich günstig (hügelige Stadt, auf der ansonsten kein schienengebundenes Verkehrsmittel einsetzen kannst - ich erinnere mich an die zahlreichen Rolltreppen, die einen Fußgänger komfortabel in höhere Teile der Stadt bringen)


Die dümmsten Ausreden der Welt:
Die Strassenbahn hat sich verfahren...

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chlad
02.02.2006 00:04     Antworten mit Zitat

Ich finde die Minimetro auch ein super Verkehrsmittel. natürlich hat sie auch schwächen. doch welches öffentliches Verkehrssystem hat keine nachteile...

und zur Firma Leitner: bei uns hier ist das ein Vorzeigeunternehmen mit einer langen tradition, die sich bewähr hat.


Zu Bozen. (bin selbst von Südtirol)
Man hat schon über viele Projekte nachgedacht. am ende wird es troztdem an den Kosten scheitern. Perugia hat weit über 100.000 einwohner. bozen ungefähr 96.000.

Allerdings finde ich dass die Südtiroler Verkehrsbetriebe auch dem richtigen weg sind um de feinstaub zu bekämpfen: in bozen fahren schun 90% der Busse mit Methan.

mfg

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manni
02.02.2006 00:16     Antworten mit Zitat

@chlad:

Hast du evtl. mehr Infos über die angedachte (angedacht gewesene?) Stadtbahn / Straßenbahn für Bozen?

Und: ich war vor ca. zehn Jahren das letzte Mal in Bozen... wie schaut das Busnetz dort jetzt aus? Welche Fahrzeuge, welche Infrastruktur (RBL, Busspuren, Haltestellen, Fahrgastinformation...), und hast du evtl. ein paar Fotos für den FTP?

Damit wir diesen Thread nicht missbrauchen, wär's super wenn du, falls du möchtest, zu diesen Themen eigene Threads eröffnen könntest.




(Editiert von manni am 01.02.2006 23:17)




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manni
02.02.2006 00:25     Antworten mit Zitat

Hier noch'n Link zur Homepage der Minimetro: http://tinyurl.com/d2tpm





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