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Doppelgelenkbusse
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Autor

Marcus Lehmann
14.10.2004 21:33     Antworten mit Zitat

Hi Leute,

mit erschreken habe ich vorkurzen vernommen. Das bei uns in NRW eine Stadt nun 6 Doppelgelenkbusse von Vanholl bekommt und die reguler auf Linie einsetzen will.

Bei der Stadt handelt es sich um Achen, die auch mal eines der größten Meterspurnetze, mit vilen Überlandbahnen im dortigen Umfeld hatte. MAn wollte auch wieder eine Trambauen, nun wird wohl erstmal wieder auf den Busgesetzt, da man nun viel größere Kapzitäten anbieten kann. Bei erfolg sollen weitere Busse bestellt werden und auch weiteren Linien kommen.

Sollte das Schule machen, besteht auch die Gefahr das andere Städte auf diesen Zug aufspringen und das könnte der Tram gut schaden.

Gibt es in Österreich auch schon test von solchen Doppelgelenkzügen oder ist sowas angedacht.

Ich persönlich sehe das ganze doch sehr Kritisch, denn schon in Frankreich, gibt es ja so einen O-bus, der auf einer Mittelschiene als Gummitram vermarktet wird. Und in Italien, genauer in Venedig kommt auch so ein System. In Deutschland wollte man Ulm damit Bestücken um die dortige Tram zu eliminieren. Dank der Combinos fährt die Tram auch heute noch da.


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Obusfahrerin
14.10.2004 21:48     Antworten mit Zitat

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manni
14.10.2004 21:57     Antworten mit Zitat

Von Tests von Doppelgelenksbussen in Österreich ist mir nichts bekannt. So ein Bus kann aber doch kapazitativ nicht an längere Straßenbahnen mit 2,40m oder 2,65m Breite heranreichen, oder?





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Heli
14.10.2004 22:13     Antworten mit Zitat

Geben tuz solche Dinger ja schon lange, z.B. der MAN SGG aus den frühen 80er Jahren oder des Renault Megabus, der in Bordeaux ab 1986 bis zur Eröffnung des neuen Tramsystems eingesetzt wurden. Die neuen französischen "Tramway sur pneus" haben jetzt prinzipiell mit dem DGB nichts zu tun, die sind meist dreiteilig, da sie schmaler sind. Diese Dinger sind aber so ungefähr das bescheuertste, das die Industrie (Bombardier, Lohr, Matra) in letzter Zeit entwickelt hat. Funktionieren tuz noch nirgends richtig, die haben oft Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 15 km/h in (auch leichten) Kurven und 30 auf der Geraden, die lärmen, es gibt Systeme mit zentraler Führungsschiene oder optischer Führung (über Kamera und aufgemalten Linien auf der Strasse). Anfang der 80er gabs in Fürth mal einen vom BMFT und MAN gepushten Versuch mit elektronischer Spurführung im öffentlichen Strassenraum, die haben schon gewusst, warum sie das ganze Zeug wieder herausgerissen haben, dann hat 1989 BN (Brugerois et Nivelles, jetzt bei Bombardier) den GLT (Guided Light Transit) gebaut, der auch keine Bestellungen nach sich rief.
Der Grund, warum in Frankreich solche Dinger immer wieder promotet werden, ist, ironischerweise, der Erfolg der Strassenbahn. Die Stadtväter sehen, welch ein Riesenerfolg die neuen Tramsysteme sind und wollen nun etwas, was man Tram nennt (das tun sie nämlich), und glauben, dass sie damit billiger als mit einer echten Tram bauen können. Aber es ist und bleibt ein Bus. Der von mir sehr hochgeschätzte belgische Fachmann Harry Hondius hat diese Dinger mit den Kirmes-Bimmelbahnen verglichen, laut, wackeln, eng, langsam.
Zu diesem Thema: Die IVB (Hannes Schiestl) machen Anfang Mai 05 einen Betriebsausflug nach Karlsruhe, wobei auch eine Tagesausflug nach Nancy gemacht wird, wo man diese Dinger anschauen kann, es gab angeblich auch in Ibk Leute, die sowas favorisiert haben sollen. Dort können sie sich überzeugen , was für ein Sch... das ist.
Puh, jetzt glühen mir die Finger
Heli



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Heli
14.10.2004 22:25     Antworten mit Zitat

Shit, eigentlich wollt i a nowas anderes sagen.
DGB sind grundsätzlich nicht schwieriger zu manövrieren als "normale" Gels. Zumindest die momentan am weitesten verbreiteten DGB, die VanHool AGG 300, die haben alle 2 Nachläuferachsen gelenkt, die letzte mehr als die vorletzte, dadurch hat der DGB die gleiche Hüllkurve wie ein AG 300. Dies wurde sowohl theoretisch als auch in Versuchen bei einigen Betrieben (Oberhausen, Aachen, München) bestätigt.
Genf erhielt kürzlich eine Serie von DGTrolleyB von Hess, wobei die 2. und 3. Achse angetrieben und nicht gelenkt sind.
Sicherheitsrisiko sind die Wagen sicher keins, Anhängerzüge sind ja auch nicht kürzer, in Ö ist mW noch keiner erprobt worden.
wg. Kapazität: wenn 27 m lange, 2.4 m lange Trams solo fahren, haben sie ungefähr die gleiche Kapazität wie ein DGG. Der grosse Vorteil der Tram besteht darin, die Länge theoretisch unendlich, praktisch auf 75 m zu verlängern (Spurführungsprinzip!). Deswegen verstehe ich die IVB nicht, dass sie sich auf 27 m lange Wagen beschränken (die Abstellanlage ist IMHO kein Argument, da 2 41 m lange Wagen genauso auf ein 82 m langes Gleis passen wie 3 27,3 m lange. und die Freiburger Combinos besitzen eine Schnelltrennstelle, womit auch die Werkstatt (Hebebühne) als Hindernis wegfällt). Aber jetzt schweif ich ab.
Heli



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Marcus Lehmann
14.10.2004 22:58     Antworten mit Zitat

Seit einiger Zeit gibt es eine neue EU bestimmung das Fahrzeuge 2,55 breit sein dürfen. Und die Busbauer nutzen das auch förmlich aus. Und von deer Länge kommt der Bus dann doch an eine Tram ran, mit seinen über 24 Meter.

In Ütrecht gibt es soch solche Busstrecken, wo man erstmal nur mit Bussen fährt, da der Tramausbau erstmal zu teuer ist. Da kann man gut dran sehen. Das diese Dinger objektiv gesehen schon eine gefahr darstellen und auch sicherlich irgend wann mal einer in Österreich auf diese Idee zurückgreift.

Und durch Fahrwegreguliere. Können solche aAhrzeuge sehr Spurtreu sein. Neoplan hat z.B. bei den Lausaner O-Bussen so eine Steuerung drin und die fahren dann doch ziehmlich Spur treu. Und die Entwicklung wird sicherlich in den kommenden Jahren beim Bus noch weiter gehen.


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Obusfahrerin
14.10.2004 23:13     Antworten mit Zitat

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Marcus Lehmann
14.10.2004 23:21     Antworten mit Zitat

Der Wende Kreis, ist im Grunde schon recht eng. Es war mal einer von diese Type, in der Nachbarstadt Oberhausen. Der konnte in dem Bereich Wenden, wo auch normale Gelenkbusse Wenden konnten. Sicherlich muss man dabei mehr auf den zweiten Nachläufer achten. Den die Fliehkräfte sind nicht ohne. Ich weis wo von ich spreche, bin damals fast vom Sitz geflogen.

Infos von diesen Bus in Hamburg


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Wolfgang
14.10.2004 23:22     Antworten mit Zitat

So schauen diese Busse übrigens aus:

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Marcus Lehmann
14.10.2004 23:23     Antworten mit Zitat

Noch ein Link zum Thema

Bus-Beschreibung


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Obusfahrerin
14.10.2004 23:26     Antworten mit Zitat

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Marcus Lehmann
14.10.2004 23:36     Antworten mit Zitat

Ne, so schnell ist das in Innbruck kein Tramkiller, aber man weis ja nie was die Zukunft uns bringen wird. Man sollte die Entwicklung trozdem weiter verfolgen.


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manni
14.10.2004 23:58     Antworten mit Zitat

Quote:

okay... wenn das so ist kennts echt nervig werden... aber nachdem man in ibk gern immer bissi rückständig ist, hoff ich mal, dass de busse in noch fernerer zukunft liegen als eine direktanbindung des stbbhfs an den hbf sfg



Ersetze "ibk" durch "Österreich", dann stimm' ich dir zu.






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Marcus Lehmann
15.10.2004 09:14     Antworten mit Zitat

Man muss es nicht so ernst nehmen. Aber es reicht schon wenn in der Örtlichen Politik ein Wechsel bevorsteht. Der z.B. mit der Tram nichts an Hut hat. Solche BEispiele gibt es leider auch zu genüge und dabei hatte die Tram meist auch das nach sehen.

Man sollte aus diesen Grund immer auf der Hut sein und das gilt leider für jedes Land


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Obusfahrerin
15.10.2004 09:40     Antworten mit Zitat

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Marcus Lehmann
15.10.2004 09:51     Antworten mit Zitat

Sowas gibt es wohl im jeden Land, bei uns Berlin ... lach


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werner
15.10.2004 16:51     Antworten mit Zitat

M. W. gibt es derzeit noch keine EU-weite Zulassung für Doppelgelenksbusse. Überall wo diese eingesetzt werden, fahren sie mit Sonderzulassung (Routengenehmigung). Sollte in einigen Jahren eine EU-Zulassung kommen, müssten praktisch alle EU Mitglieder diese Busse zulassen. Das sagt aber noch nichts aus, ob die nötigen Fahrwege zur Verfügung stehen. In NL werden für solche Fahrzeuge zumeist Trassen reserviert, die mindestens so viel Platz brauchen, wie eine Stadtbahn in Eigentrasse, diese ist dann mit 2,65 m Breite und Zugbildung wesentlich leistungsfähiger als ein DGB. Fazit: Ich sehe solchen Vehikeln eher gelassen entgegen.
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Heli
15.10.2004 18:25     Antworten mit Zitat

In Lüttich hams mW nicht viel eigene Spur für DGB, auch in Genf nicht, und in Bordeaux fuhren sie mit dem Megabus mit 3 starren Hinterachsen ausschliesslich im Verkehr mit!
Der VanHool hat einen äusseren Wendekreidurchmesser von 24 m, der Mindestradius in Ibk bei Tram ist mW. 18m, ergo 36 m Durchmesser!!
Beim Basler Mindestradius von 11,6 m wärs ungefähr gleich.
Heli



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Heli
15.10.2004 18:29     Antworten mit Zitat

@ Werner: bezüglich Kapazität hast Du sicher recht, nur: afaik ist in I eine max. Länge von 27,x m geplant, auch keine Zugbildung. Da verschenkt man natürlich den grössten Vorteil der Tram.
Heli



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sLAnZk
15.10.2004 18:36     Antworten mit Zitat


bei dem was nicht ist, besteht die vage chance, daß es noch werden kann... und wenn ich das in der vergangenheit gesagte korrekt resümiere, so ist doppeltraktion doch möglich, oder? vielleicht beschafft man dann noch weitere fahrzeuge für die intensiven strecken, oder waggons (verzeihung: beiwagen) oder so etwas. den sLAnZk würde solches freuen.

die busse schauen auch nicht uncool aus, aber mit denen, so würde ich sagen, sind wir nicht gut beraten. schließlich schneits bei uns auch hin und wieder .






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