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| Autor |
Heli |
| 26.02.2004 18:54  |
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Hai, soweit mir bekannt, sollen v. a. für die Linie 2 (ich nenn die Linie, die statt der Linie O kommt einmal so) Zweirichtungswagen gekauft werden, da im Bereich Innerebnerstrasse kein Platz für eine Wendeschleife vorhanden ist (für die Nicht-Innsbrucker: das für die Schleife vorgesehenen Areal wurde vor einiger Zeit von einem "Insider" aus dem Dunstkreis der Politik gekauft bevor die Widmung offiziell wurde und wird nun bebaut...). Der Zweirichtungs-Outlook für Brüssel hat bei einer Länge von 31,85 m (ich berechne wg. der Meterspurfahrgestelle gegenüber Normalspur in Brüssel keine Quersitze im Fahrwerksmodul dort 8 statt 11 Sitze) 44 Sitzplätze. Bei der für Innsbruck vorgesehenen kürzeren Fahrzeuge werdens schätz ich mal 40 Sitzplätze. Die jetzigen Gelenksbusse haben zw. 46 und 52 Sitzplätze (trotz 4 Türen). In der Einrichtungsvariante ergäben sich trotz Kinderwagenabstellplatz und Fahrkartenautomat 60 - 64 Sitze. Wenn man dann noch bedenkt, dass das geplante Intervall 50% größer ist als jetzt, na dann Mahlzeit. Dann wirds so sein wie jetzt, dass die Busse zur HVZ im Sichtabstand fahren werden. Überall geht die Tendenz dazu, die Gefäßgrössen zu erhöhen, um den Fahrzeugmehrbedart zur HVZ zu minimieren. Dazu kommt, dass ein um ein Fahrgestell- und ein Sänftenmodul verlängertes Fahrzeug in Relation zu den angebotenen Plätzen billiger kommt als ein kürzeres Fahrzeug. Im Abendverkehr könnte man dann ja kürzere Fahrzeuge einsetzen (von anderen Linien übergehend). Aber jetzt schweif ich ab; ich bin der Meinung, daß es sicher eine Lösung gibt, die es erlaubt, auf Zweirichtungsfahrzeuge zu verzichten (z. B. Gleisdreieck oder andere Lage der Schleife). (Ausser auf der Stubaier, da ist der Zweirichter ja wohl nötig). Heli
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manni |
| 26.02.2004 22:13  |
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Darf ich fragen, woher du die Info mit den Zweirichtungsfahrzeugen hast? Das ist mir nämlich neu. Ich hatte bisher vermutet, daß man einen anderen Ort für die Schleife gefunden hätte oder doch ein Wendedreieck gebaut würde. Grade auf der künftigen Linie 2 wäre das geringere Platzangebot durch den Platzbedarf für die Türen ja besonders kontraproduktiv. Eine theoretische Möglichkeit wäre allerdings die vorzeitige Errichtung der Abstellanlagen für die Stadtbahn und die dortige Unterbringung längerer Zweirichtungsfahrzeuge für die Linie 2. Die höhere benötigte Fahrgastkapazität auf der L2 in den HVZ wird ja doch von der Stadtbahn abgedeckt werden können. Beim IMO zu erwartenden 15-Minuten-Intervall der Stadtbahn hieße das, daß jeder zweite 2er-Kurs bis Technik-West durch einen Stadtbahnzug verstärkt wäre. Vielleicht ist dies ein Mitgrund für die Streckenüberlagerung?
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manni |
| 28.02.2004 17:33  |
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@Heli: tatsächlich, die Info wurde gestern bestätigt. Offenbar kommt gar nichts anderes mehr in Frage als Zweirichtungsfahrzeuge. Finde ich absolut fantastisch. Das bedeutet volle Flexibilität durch Möglichkeit zum Wenden über Gleiswechsel und beidseitigen Türen. Man sollte den Korruptlingen, die die Grundstücke in der Innerebnerstraße verbaut haben, angesichts dieser Auswirkungen geradezu einen Orden verleihen 
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werner |
| 29.02.2004 13:26  |
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Hallo!
M. E. wird man sicher seitens der IVB auf Kapazitätsprobleme damit reagieren müssen, dass man die Fahrzeuge um ein Modul bzw. Mittelteil erweitert, was ja schon öfters durchgeführt wurde (Montpellier, Nantes, Genf..). Beim modularen Aufbau heutiger Fahrzeugfamilien sollte das technisch kein Problem sein. Eine andere Variante, die mir gut gefällt, verfolgt derzeit Erfurt (D): Dort werden Combinos (es muss ja bei uns nicht unbedingt Combino sein ) mit 35 und 19 m Länge beschafft. Dabei werden die "kurzen" in den Stoßzeiten auf stark frequentierten Linien als 2. Triebwagen angehängt, im Abendverkehr und am Wochenende sind sie solo fahrend auf schwächer frequentierten Linien im Einsatz. Tagsüber dienen sie als Reserve; bei Ausfall eines 35 m-Wagens fahren sie als Doppeltraktion mit ungefähr dem gleichen Platzangebot. Für Innsbruck könnte ich mir diese Variante gut vorstellen; Abend- und Wochenendverkehr auf den Linien 1 und 3; theoretisch könnte man sie untertags auch als Verstärker auf Linie 6 und STB einsetzen (bei starkem Ausflugsverkehr). |
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Heli |
| 01.03.2004 19:57  |
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Hallo, grundsätzlich eine gute Lösung, nur ist hier auch der finanzielle Aspekt zu beachten. Ein kürzeres Fahrzeug ist in Relation zu den angebotenen Plätzen teurer als ein längeres. Ob das bei dem IMO sehr knapp bemessenen Budget (das ja noch nicht mal fix steht) drin ist, na ja. Aber wenns so käme, wärs sicher interessant. Heli
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manni |
| 03.03.2004 13:25  |
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Das Budget für die ersten 22 Fahrzeuge steht fix, mit dem Bundesanteil für die Ausbaumaßnahmen hat das ja nix zu tun. 16 Fahrzeuge zahlt die Stadt, 6 das Land. - Wäre nun natürlich interessant zu wissen, wie viel teurer ZR-Fahrzeuge überhaupt sind.
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Heli |
| 03.03.2004 19:19  |
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Hai, erfahrungsgemäß sag ich mal ca. 10 - 15 % im Nutzflächenpreis (je breiter das Werkel, umso weniger). Heli
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Anonymer User |
| 08.03.2004 15:57  |
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Im Ausschreibungstext sind Zweirichter nun als "Alternative" angeführt. Also "Einrichtungsfahrzeuge (alternativ Zweirichtungsausführung). Frage mich, warum das so formuliert ist, wo doch nach Aussage von Martin Baltes Zweirichter "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" beschafft werden... möglicherweise wurde aber die Ausschreibung einfach schon vor dieser Entscheidung formuliert bzw. abgeschickt; freitags war der Vortrag, der darauffolgende Montag ist Veröffentlichungsdatum für die Ausschreibung. |
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User gelöscht! |
| 10.03.2004 10:33  |
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Wahrscheinlich werden die IVB den Preisvergleich zwischen Ein- und Zweirichtungsfahrzeugen haben wollen, dann werden sie entscheiden, ob sie wirklich die ganze Flotte auf Zweirichtungsfahrzeuge umstellen. Dazu noch innerhalb des Gleisnetzes einige Gleiswechsel und schon ist ein flexibles Straßenbahnsystem perfekt, davon können wir Wiener nur träumen Wenn jetzt noch die Tests der Anbieter dazukommen muß ich wohl wieder mal den weiten Weg nach Innsbruck antreten
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manni |
| 22.03.2004 02:28  |
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@Luki: ja, ist naheliegend, ohne Angebot kein Preisvergleich. Ich hoffe es klappt mit den Zweirichtern, M.B. schien diesbezüglich ziemlich optimistisch.
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Heli |
| 22.03.2004 10:46  |
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Ich hoffe, das wird nix mit den Zweirichtern. Nachteile habe ich ja weiter oben schon erwähnt, und wegen der Wendemöglichkeiten: Vorbld Linz: Da gibt es (nach Neueröffnung der Bahnhofsstrecke) 5 Zwischenwendeschleifen (Stegreif, bitte um Korrektur, wenn falsch), mit der Innenstadtschleife und den vielen künftigen Kreuzungen in I noch eine Zwischenwendeschleife auf jeder längeren Aussenstrecke und der Kas is gessn. Heli
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manni |
| 22.03.2004 15:57  |
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Das scheint ja schon beinahe eine Glaubensfrage zu werden, Zweirichterfraktion vs Einrichterfraktion  Linz ist für mich übrigens kein Vorbild. Die 90 Millionen hätte man IMO way better anlegen können als sie in einem Anfall von Größenwahn unter die Erde zu verbuddeln, wo's oberirdisch fast genauso gut ginge, stutzte man den Individualverkehr dementsprechend zurecht. In Linz vermisse ich ein umfassendes Konzept a la Ibk, mir scheint dort alles eher ein Sammelsurium an Einzelmassnahmen zu sein. Hoffe, daß Graz da Besseres in Vorbereitung hat.
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Heli |
| 22.03.2004 19:19  |
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Mit Vorbild Linz meinte ich nicht die Bahnhofsverbuddelung (IMHO auch nicht unbedingt nötig), sondern den Betriebsablauf und die Anzahl Wendemöglichkeiten. Noch was: Du schreibst auf der HP, dass Ansaldo nicht in Betracht käme, weil die noch kein Meterspurfahrzeug ausgeliefert haben. Die Wagen für Sassari sind 27,12 m lang und 950 mm-Spur. Da dies weniger breit ist als Meterspur und gegenüber der Normalspurversion fast die gleiche Konstruktionsänderung nötig ist, glaube ich schon, daß der Sirio nicht per se die Ausschreibungskriterien nicht erfüllt. Wobei ich aber auch glaube, dass er keine Chance hat. Noch was zu den Zweirichtern: Nimm Dir mal eine Massskizze von den Grazer Cityrunnern, denk dir linksseitige Türen dazu, Kinderwagenabstellplatz, Einteilung der Sitze in den Fahrwerkmodulen (8 Sitze!), und rechne dir dann aus, wieviele Sitzplätze Du dann bekommst... Aber inzwischen bin ich eh zur Überzeugung gekommen, dass das eh egal ist, da die Attraktivität für die Fahrgäste durch die Linienführung eh so gering ist, dass man sicher nicht in die Verlegenheit kommt, eine grosse Fahrgastzunahme zu erzielen (Osthälfte Völs fährt eh mit Bus in die Stadt, die in der Westhälfte werden es sich auch überlegen, ob sie mit Bus oder Tram fahren, wenn in einem Bus mehr Sitzplätze sind als in einer Tram und die Fahrstrecke wesentlich kürzer (und schneller) ist, ein Grossteil der Haller wird wahrscheinlich wieder zum Auto zurückwechseln, da gegenüber früher ein Umsteigezwang am Unteren Stadtplatz herrscht und in Innsbruck genügend Tiefgaragen gebaut werden)
Heli
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manni |
| 24.03.2004 02:34  |
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Wie im anderen Thread schon erwähnt - eine Trasse durch Völs-Ost war offenbar gewünscht, aber nicht möglich. Und wenn die Stadtbahn mal nach Völs fährt, sollte die Busverbindung doch eingestellt werden...!
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Heli |
| 24.03.2004 16:40  |
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Und wie kommen die Ost-Völser dann nach Ibk? Heli
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manni |
| 24.03.2004 18:08  |
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Muss mir das noch mal auf dem Plan ansehen... aber so groß habe ich das Gebiet nun nicht in Erinnerung, als daß man nicht zu Fuß in ein paar Minuten bei der ÖBB-Station (& künftigen Stadtbahnhaltestelle) wäre; da geht's Richtung Westen doch schon ein Stückl weiter raus.
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Heli |
| 25.03.2004 20:18  |
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Von der Siedlung im Bereich Steigäcker bis Wieslanderweg sind es ungschaut mind. 1,3 km bis zum ÖBB-Bahnhof. Hast Du einen IVB-Liniennetzplan? Dort kannst Du das abchecken. Heli
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manni |
| 26.03.2004 13:31  |
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Wäre Völs groß genug für eine Stadtteilbuslinie? Anderswo pendeln bzw. kreisen ja auch Mini- und Midibusse durch Vororte, hier ist das bislang nur in Hall der Fall, vom LK mal abgesehen; mit den höherwertigen Verkehrsmitteln Straßenbahn und Stadtbahn ist eine Feinerschließung eben oft nicht möglich. Erschiene mir als optimale Lösung in diesem Fall.
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Heli |
| 26.03.2004 20:54  |
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Dann hast Du aber in Völs die Situation, dass Leute aus Völs-Ost zuerst nach Westen fahren müssen, dort umsteigen, via Bogen nach Norden Richtung Ibk fahren und dann sich auch noch Fahrgäste auf dem Westast der Linie 2 in die Bahn reinzwängen, bzw. in umgekehrter Richtung hat man dann keinen Sitzplatz und das ganze artet in eine Tagesreise aus, verglichen mit 10 min bei der jetzigen Busverbindung. Die Attraktivität dieser Variante ziehe ich mal sehr stark in Zweifel. Heli
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Anonymer User |
| 01.04.2004 14:14  |
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So auf die Schnelle würde mich eine Strecke mitten hinein nach Völs ansprechen... man könnte dafür die Strecke von der Rehgasse aus am Flughafen vorbei (dort einen Wendekreis vorsehen) über den Inn mitten nach Völs führen. Schwierigkeiten bieten dabei sicher die Unterquerungen von Autobahn und Westbahn, aber bevor man eine Route über Kranebitten baut, die dann keiner benützt... kann sich so eine Variante wahrscheinlich schon rentieren, hätte auch den Vorteil, daß, um den vorgesehenen Endpunkt draußen beim Ortsende-Radar zu erreichen, weitgehend das ganze Ortsgebiet von Völs berührt würde. |
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