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Sperre der Brennerbahn im Sommer 2012
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Autor

sLAnZk
29.07.2010 22:02     Antworten mit Zitat

Was mir nicht klar ist, ist der Grund, warum man nicht mit Gleiswechseln arbeitet, denn wenn man eines der Geleise saniert, so wird man das kaum entlang der ganzen Strecke auf einmal tun, und wenn man sich sowieso drei bis fünf Jahre Zeit nimmt, sollte sich das eigentlich schon ausgehen. Wenn man für bestimmte Maßnahmen einmal eine Woche lang total sperrt, kann man ja nicht nur dort wüten, wo die Totalsperre unausweichlich ist (vielleicht bestimmte Tunnel, Brücken), sondern auch an Stellen, wo man in einer Woche gut etwas weiterbringt.

Wenn man 1000 LKW pro Tag transportiert, so sind das doch 500 in jede Richtung. Wieviele Züge braucht man denn dafür?

Es sollte eigentlich bei entsprechenden Betriebsmaßnahmen möglich sein, etwas zusammenzurücken mit dem Verkehr, wer daran zweifelt, der stelle sich einmal sagen wir in Unterberg an die Strecke und warte auf Züge. Da ist schon noch Platz.
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das hab ich jetzt davon.
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ice108
29.07.2010 23:40     Antworten mit Zitat

manni schrieb:
Die S-Bahn jahrelang oder auch nur mehrere Male für Monate durch Busse zu ersetzen, wäre ihr Tod. Kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre äußerst unvernünftig. Deshalb sollte die S-Bahn IMO gegenüber dem Fernverkehr Priorität haben.


Also gesetzt den Fall dass über längere Zeiträume die Kapazität der Strecke nicht für alles ausreichen würde (was ich nicht beurteilen kann ob dem so ist) würde aber der Fernverkehr ungefähr genauso argumentieren.

Wenn Fahrgäste von München nach Italien zwischendrin für eine Stunde in den Bus müssen und insgesamt eine deutliche Fahrzeitverlängerung haben schreckt das die mindestens genauso ab wie Fahrgäste bei der S-Bahn. Was würdest du sagen, wenn du in der Mitte eines Fernverkehrszuglaufs, der normalerweise durchfährt, dein Gepäck aus dem Zug in den Bus und eine Stunde später zurück in den Zug schleifen darfst?

Bei der S-Bahn besteht immerhin noch der Vorteil, dass die Leute dadurch normalerweise keinen zusätzlichen Umstieg haben sollten, die würden dann am Hauptbahnhof statt in die S-Bahn in den Bus einsteigen.

Wobei ich zustimme, dass man so ein Szenario wenn irgendwie möglich vermeiden sollte.
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manni
30.07.2010 00:56     Antworten mit Zitat

Ich hatte das spontan so gesagt, weil bei der S-Bahn zahlenmäßig mehr Fahrgäste betroffen sein dürften als bei der Fernbahn und die negativen lokalen / regionalen Auswirkungen größer sind.

Beim zweiten Hinsehen muss ich aber zugeben, dass ich die Fahrgastzahlen der S1/S2 im Kopf hatte und keine Zahlen von S3 und S4 auf den Brenner kenne - könnte also vielleicht gar nicht so zutreffen.

Aber eins kann man auf jeden Fall sagen: bei der S-Bahn träfe es die Pendler über einen längeren Zeitraum sehr oft, diese würden also z.B. vielleicht jede Woche ein, zwei Stunden ihrer Zeit in Ersatzbussen auf ihrem Weg in die Stadt verlieren, während bei der Fernbahn die meisten der Reisenden nur ein Mal oder einige wenige Male betroffen wären.
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Mendener
30.07.2010 12:37     Antworten mit Zitat

Nach der neuen rechtlichen Grundlage (EU-Verordnung über Güterzugkorridore) haben die internatioanlen Güterzüge halt absoluten Vorrang vor dem Personenverkehr - auch wenn das viele Leute in Deutschland und auch Österreich nicht gerne sehen. Irgendwie hat da die sonst so aktive deutsprachige Lobby in Brüssel wohl versagt.
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mendener
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manni
30.07.2010 13:27     Antworten mit Zitat

Interessant zu wissen!
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sLAnZk
30.07.2010 17:38     Antworten mit Zitat

Ich bin nach wie vor überzeugt, daß man das hinbekommen kann, wenn man die Baustellen so strukturiert, daß es eben Begegnungsbahnhöfe gibt. Und wenn man im Zuge dieser Baustellen vier, fünf zusätzliche Gleiswechsel einrichtet, ist man später vielleicht froh, weil gerade der Hang brennt oder was weiß ich.
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Mendener
15.11.2010 07:57    "Dauer - BRENNER" 2012 Antworten mit Zitat

In der letzten Woche wollte die die SCHIG sich mit dem Thema erneut befassen. Sind davon schon eventuell Ergebnisse bekannt?
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mendener
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ice108
13.12.2010 23:17     Antworten mit Zitat

Ich bin gerade über diese Meldung gestolpert: http://tirol.orf.at/stories/487108/

EDIT: Das sind vier Monate Schienenersatzverkehr für die S-Bahn. Die wird da offensichtlich hintenrunterfallengelassen. Dass da bei einer Kapazität von drei Zügen pro Stunde und Richtung während der eingleisigen Phase nicht wenigstens in der Hauptverkehrszeit Platz ist für eine S-Bahn meinetwegen pro Stunde kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen.

Zu manchen Zeiten könnte man vielleicht auch den EC in Matrei halten lassen, nur zur Hauptverkehrszeit fürchte ich irgendwie dass es den dann überschwemmen würde...
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Mendener
24.06.2011 06:58     Antworten mit Zitat

Die Fa. Kombiverkehr und das EVU Lokomotion wollen sich in Brüssel bei der EU gegen die drohende Bausperrung der wichtigen Transitstrecke beschweren. Ggf. ist sogar eine Klage möglich. Lokomotion rechnet bei der geplanten 5 wöchigen Sperrung der Strecke mit Mehrksoten von ca. 3 Mio. Euro.
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mendener
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manni
25.06.2011 11:46     Antworten mit Zitat

Ja, es scheint ja jetzt festzustehen, Sperre für vier Wochen im August 2012 plus an sechs Wochenenden: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikTirol/ChronikTirolContainer/2936569-8/brennerbahn-im-august-2012-f%C3%BCr-einen-monat-gesperrt.csp

Für den S-Bahn-Verkehr und generell für den Personenverkehr ist das mit Sicherheit die beste Lösung. Das Pendleraufkommen ist in der Sommerferienzeit und an den Wochenenden am geringsten. Da macht man, wenn der SEV ordentlich funktioniert, nichts kaputt und hat die Kunden immer noch, wenn die S-Bahn danach wieder den Betrieb aufnimmt.

Hier ein Artikel über die Beschwerde der Firma Kombiverkehr: http://www.verkehr.co.at/templates/index.cfm/id/brenner.285.0.html
Denen scheint nicht ganz klar zu sein, dass es keine Alternative gibt. Selbst wenn man die "Langsamvariante" mit monatelanger Eingleisigkeit gewählt hätte, wäre in dieser Zeit wegen S-Bahn, REX und Personenfernverkehr wahrscheinlich kein Güterverkehr möglich gewesen, zumindest würde ich jetzt mal davon ausgehen, weil nur ein Gleis dafür sicher nicht ausreichen würde - nur, dass das dann viele Monate gedauert hätte. Im besten Fall hätte es für Güterzüge lange Wartezeiten bedeutet, um nachts außerhalb der Betriebszeit der S-Bahn vielleicht durchfahren zu können.
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sLAnZk
25.06.2011 21:45     Antworten mit Zitat

Aber wenn, wie Mendener sagt, die Güterzüge Vorrang haben, hätte das eher den Personenverkehr zur Gänze zusammengehaut, sodaß es wahrscheinlich die bessere Lösung war, die die Abläufe und die Gute Ordnung eher aufrechterhalten hat.

Und ein Monat ist machbar, das kann mir keiner erzählen!
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Steph
08.05.2012 11:29     Antworten mit Zitat

Gestern Nacht hat sich ein tragischer Unfall ereignet: http://tirol.orf.at/news/stories/2532066/

Vorgestern habe ich neben den schon erwähnten 2143 auch Dieselloks der BR 2016 in Matrei gesehen.
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Steph
25.06.2012 10:09     Antworten mit Zitat

Ich habe dieses Wochenende das erste Mal den SEV Ibk-Brenner miterlebt (Totalsperre).
Ibk => Brenner:
Die Information/Wegmarkierungen sind einwandfrei, die Busse ausreichend beschildert (besser geht's immer). Die Fahrt führt vom Frachtenbahnhof nach Ibk Ost und dann zum Brenner, durch den Grenztunnel hindurch und von IT kommend zum Vorplatz des Bahnhofs Brenner. Auch dort stehen Info-Menschen bereit, die Beschilderung ist ok. Die Züge halten auf Gleis 1, was das Umsteigen wesentlich erleichtert. Nachteil: Die ECs sind zu lang - die ersten beiden Waggons bleiben abgeschlossen und die Fahrgäste müssen ab Waggon 3 aussteigen. Am Samstag gab's für den EC 87 Ri Venedig am Brenner eine Verspätung von etwa 25 Min, wohl auch wegen Stau bei der Brückensanierung. Gestern kam mir der Zug Richtung Bologna in Brixen mit nur etwa 5 Min Verspätung entgegen, dank der 15 Min Stehzeit am Brenner dürfte es bei normalem Verkehrsaufkommen zu keinen größeren Verspätungen kommen.

Brenner => Ibk:
Busse stehen immer schon fertig am Vorplatz, Umsteigen ist ein Klacks; Postbus-Mitarbeiter koordinieren das Ganze. Sind überpünktlich abgefahren und in exakt 30 Min am Hbf gewesen (ich war im letzten Bus; Fahrtzeit 15:55-16:25). Am Hbf warten wieder scharenweise ÖBB-Mitarbeiter, der Zug steht am Gleis 7 bereit und kann mit etwa 7-8 Min Verspätung abfahren.
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manni
25.06.2012 11:27     Antworten mit Zitat

Wie ist das eigentlich mit dem Fahrradtransport gelöst? Ich hab Hochflurbusse als SEV gesehen - wie packt man die Räder dort rein?
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Steph
25.06.2012 11:28     Antworten mit Zitat

Der Auderer hatte einen Fahrradanhänger dabei (EC-Bus).

Für die S-Bahn fährt der Fahrradbus-Citaro.
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manni
25.06.2012 11:33     Antworten mit Zitat

Ah, genau, der für Fahrräder adaptierte Bus. Davon gibt es aber nur einen, oder? Wie kann ein Bus eine ganze S-Bahn ersetzen? Oder fahren mehrere Busse pro S-Bahn-Kurs? Und was ist mit den anderen Kursen, wenn es nur einen Fahrradbus gibt - der eine Bus wird Brenner und retour ja nicht in 30 Minuten schaffen? Sind die Busse nicht ständig überfüllt?
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Steph
25.06.2012 11:42     Antworten mit Zitat

Für die ECs fahren mind. 3 Busse und mehr, da wird wohl bei Bedarf "dazugeschaltet". Gestern stadtwärts waren es 5 Busse (1 Postbus, 1 Auderer + Rad, 1 TyrolTours, 1 Ötztaler, 1 hab ich vergessen :-)). Am Brenner stehen zusätzlich jede Menge Busse bereit (gestern habe ich allein 3 gezählt, dazu noch die 2 am S-Bus-Abfahrplatz für die S-Bahn). Auf meiner Fahrt Richtung Innsbruck sind mir 2 leere Busse Ri Brenner entgegengekommen. Nein, überfüllt waren zumindest die ECs auf keinen Fall. Voll ja, überfüllt nein.

Soweit ist weiß, gibt es nur den einen adaptierten Bus, Mario oder Tiroler16 könnten mehr wissen. Beim SEV Richtung Seefeld wurde angeschrieben, dass nur bestimmte Kurse einen Fahrradtransport ermöglichen. Bei diesen Kursen fuhr der Bus dann einfach mit.

Auch bei der S-Bus-Bahn wird sicher nach Bedarf gefahren, Busse stehen eh am Frachtenbahnhof. Es ist ja bekannt, wann der große Ansturm stattfindet. Was den Fahrradtransport auf der S-Bahn betrifft bin ich überfragt, könnte mir aber vorstellen, dass auch hier bestimmte Kurse dafür vorgesehen sind und nicht jeder Kurs "fahrradtauglich" ist.
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_mario_
26.06.2012 22:07     Antworten mit Zitat

Für eine S-Bahn fahren in der Hauptpendelzeit bis zu 5 Busse zeitgleich um den Ansturm zu bewältigen.
Soweit ich weiß gibt es nur diesen einen Fahrradbus...es werden bestimmt spezielle Kurse mit Fahrradmitnahme angeboten.

Übrigens ist bei Hochflurern das mitnehmen von Fahrrädern im Gepäckraum erlaubt, nicht im Fahrgastraum!!!
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The wheels on the bus go round and round....
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Steph
02.07.2012 14:10     Antworten mit Zitat

Letztes Wochenende wieder EC-Erfahrungen mit SEV.

Das Umsteigen in Ibk und auch am Brenner funktioniert einwandfrei und schnell. Überall steht leuchtstifgelb oder kirschrot gekleidetes ÖBB-Personal, das die Massen lenkt. Gepäck wird verladen, die Fahrer helfen mit. Am Brenner leitet ein Tulfer Stammfahrer der 4134 die Geschicke. :-)

Eine kurze Unklarheit gab es nur, als ein Ledermair-Lenker die Fahrgäste der S4 aufgeladen hat - obwohl er für den EC fahren sollte. Eine kurze, bestimmte Zurechtweisung durch den Einsatzleiter ("bitte auf die Pläne schaun...!") und bald saßen die richtigen Leute drin.
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Steph
09.07.2012 13:40     Antworten mit Zitat

Letztes Wochenende gab es keinen SEV für die ECs, somit konnte ich mal einen Blick auf die Strecke werfen. Da ist allerhand los, neue Gleise liegen am (Nord)Ausgang des Bhfs Brenner (FR Norden) bis ein paar hundert Meter weiter drunter (das dauert noch ein Weilerl :-D), dann gab's noch 2 Bauzüge mit Swietelsky-Lok, die - soviel ich verstanden habe - nur den Schotter austauschen. Man möge mich korrigieren, falls ich mich irre. Sonst gab's überall Leitungs-, Grabungs- und ähnliche Arbeiten entlang der Strecke.

Wenn die ECs im SEV geführt werden, halten sie ausnahmsweise auf Gleis 1, um den Fahrgastwechsel zu beschleunigen. Hier ein Video von EC 87 auf dem Weg Richtung Süden:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=p1IHGqwKSDg[/youtube]

Und hier eine 2016-Doppeltraktion mit einem schier endlos langen Güterzug mit Schotterwagen. Fuhr dem EC 84 Richtung Unterland hinterher. :-)
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